Heilung verboten: Unheil droht durch Pharmaindustrie!
Verwendung Traditioneller und Pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD)
Drohte uns erst gestern ein möglicher Super-GAU durch Biogasanlagen, welcher aber mit einfachsten Mitteln zu bekämpfen ist, bekommen wir es heute wirklich knüppeldick. Und dieses Mal kommt die Breitseite in Form der chemischen Medizinkeule durch die allzu profitgierige Pharmaindustrie daher. Doch leider hilft hierbei kein noch so kräftiges Nase zu und durch, wie es Leo Riebenbauer als Lösungsvorschlag für den Fall der Fälle vorschlägt. Hier nützt nur noch eine Petition, welche all jene unterschreiben, welche einem gesunden Kräutertrunk nicht abgeneigt sind. Also so wie z.B. Paul Bögle.
Dies hört sich doch eigentlich ganz gut an. Schließlich hat die alternative Medizin in Form von Ayurveda oder ganzkörperlichen Heilpraktiken auf Naturbasis und mithilfe natürlicher Produkte und pflanzlicher Heilkräfte abseits der Pharmamedizin mittlerweile einen festen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Oder etwas unfeiner ausgedrückt: “Wir sollten nicht alles in uns hineinfressen, was uns die Pharmaindustrie auf dem goldenen Teller präsentiert.”
Doch genau dieses Szenario droht uns in Zukunft. Und daran schuld ist eben die unscheinbare Überschrift “Verwendung Traditioneller und Pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD)” in Verbindung mit der allmächtigen Pharmalobby. Wobei das THMPD für das englische Traditional Herbal Medicinal Products Directive steht. Eine EU-Richtlinie (Richtlinie 2004/24/EG), welche der Vereinheitlichung von Zulassungsverfahren für traditionelle Kräuterzubereitungen dient, welche für medizinische Zwecke eingesetzt werden.


Liebe LeserInnen, ich bitte um Entschuldigung. Aber die Petition gegen das Heilpflanzenverbot ist scheinbar ein Fake. Bitte dazu den Nachtrag “Heilpflanzenverbot: Mea culpa maxima“ beachten.
So weit, so gut! Doch leider in diesem Falle überhaupt nicht gut. Denn damit wird festgelegt, dass zukünftig Extrakte und Mischungen aus Kräutern als medizinsche Produkte deklariert werden müssen. Dies bedeutet, haben Sie bisher Ihre Naturheil-, Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel problemlos und aus tiefster Überzeugung gekauft, wird diese Richtlinie Ihnen dies verbieten. Denn weil Heilpflanzen auf Betreiben der Pharmalobby ab nun unter medizinische Produkte fallen, ist für deren Zulassung auch ein entsprechendes Zulassungsverfahren notwendig. Was macht also die kleine Kräuterhexe von nebenan, wenn Sie Ihren Salbeitee und die Baldriantropfen an Frau und Mann bringen möchte?
Sie sucht sich zuerst einmal potentielle GeldgeberInnen, welche ihr die für die Prüfung notwendigen riesigen Summen für die Durchlaufung der Richtlinie und der darin geregelten Zulassungsvoraussetzungen zur Verfügung stellen. Findet sie keine entsprechenden SponsorInnen, bleibt sie auf ihren Naturprodukten sitzen und wir freuen uns auf einen allopathischen Zaubertrank aus der Talenteschmiede der chemischen Schulmedizin. Die Pharmaindustrie durchläuft dieses Procedere natürlich genauso. Doch ich denke, das Geld wird dort etwas lockerer sitzen als bei Druide Miraculix.
Falls Sie selbst ambitionierte Kräuterhexe oder moderner Miraculix sind oder werden wollen und sich mit dem Gedanken tragen, ein Naturprodukt auf den Markt zu bringen, darf ich Sie gleich vorwarnen. Um Ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf die Kosten für solch einen Plan zu geben, schauen Sie sich doch einfach und vollkommen unbedarft die sehr sperrige Kostenverordnung für die Zulassung von Arzneimitteln durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (AMG-Kostenverordnung - AMGKostV). Lesen Sie sich um Himmelswillen nicht den kompletten Kauderwelsch durch, denn Sie wollen ja nur wissen, welche Kosten auf Sie zukommen. Also scrollen Sie zu Punkt 10 und sperren Sie die Augen auf und Ihren kleinen homöopathischen Laden gleich danach wieder zu.
So, ich hoffe, ich konnte Ihren Optimismus wieder etwas dämpfen und Ihre chemischen Gelüste in gegenteiliger Weise wecken. Sollten Sie allerdings so wie ich mit dem
Vorgehen nicht einverstanden sein, bleibt uns noch eine kleine Möglichkeit. Bis zum 30. April unterschreiben wir die Petition gegen das Verbot natürlicher Heilmittel und Kräuter. Die Pharmakonzerne werden sich von ihrem Vorhaben nicht freiwillig abbringen lassen. Deshalb habe ich die Petition bereits online unterzeichnet. Machen auch Sie mit!




Wer sich also vorstellen kann, zu pfeifenden Karotten, quietschenden Paprika, rasselnden Rettichen oder trommelnden Kürbissen zu jammen und swingen, sollte sich unbedingt einmal das Ensemble anhören. Und nicht vergessen: Vor dem Konzert nichts essen! Schließlich warten am Schluss der Konzerte die Reste von Gurkophon, Lauchgeige und Karottenflöte darauf, den notwendigen Vitaminschub zu verabreichen.
oder kurz und knapp Martin Luther. Gemeinsam mit Dr. Uwe Schrader, seines Zeichens Vorsitzender des 







