Bio Natur - Der Weblog

22.4.2011

Heilung verboten: Unheil droht durch Pharmaindustrie!

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 20:33

Verwendung Traditioneller und Pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD)

Drohte uns erst gestern ein möglicher Super-GAU durch Biogasanlagen, welcher aber mit einfachsten Mitteln zu bekämpfen ist, bekommen wir es heute wirklich knüppeldick. Und dieses Mal kommt die Breitseite in Form der chemischen Medizinkeule durch die allzu profitgierige Pharmaindustrie daher. Doch leider hilft hierbei kein noch so kräftiges Nase zu und durch, wie es Leo Riebenbauer als Lösungsvorschlag für den Fall der Fälle vorschlägt. Hier nützt nur noch eine Petition, welche all jene unterschreiben, welche einem gesunden Kräutertrunk nicht abgeneigt sind. Also so wie z.B. Paul Bögle.   

Dies hört sich doch eigentlich ganz gut an. Schließlich hat die alternative Medizin in Form von Ayurveda oder ganzkörperlichen Heilpraktiken auf Naturbasis und mithilfe natürlicher Produkte und pflanzlicher Heilkräfte abseits der Pharmamedizin mittlerweile einen festen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Oder etwas unfeiner ausgedrückt: “Wir sollten nicht alles in uns hineinfressen, was uns die Pharmaindustrie auf dem goldenen Teller präsentiert.”

Doch genau dieses Szenario droht uns in Zukunft. Und daran schuld ist eben die unscheinbare Überschrift “Verwendung Traditioneller und Pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD)” in Verbindung mit der allmächtigen Pharmalobby. Wobei das THMPD für das englische Traditional Herbal Medicinal Products Directive steht. Eine EU-Richtlinie (Richtlinie 2004/24/EG), welche der Vereinheitlichung von Zulassungsverfahren für traditionelle Kräuterzubereitungen dient, welche für medizinische Zwecke eingesetzt werden.

Heilung verboten: Petition gegen das Verbot natürlicher Heilmittel.

Petition gegen Heilpflanzenverbot ist ein Fake. Bitte nicht unterschreiben!

Liebe LeserInnen, ich bitte um Entschuldigung. Aber die Petition gegen das Heilpflanzenverbot ist scheinbar ein Fake. Bitte dazu den Nachtrag “Heilpflanzenverbot: Mea culpa maxima“ beachten.

So weit, so gut! Doch leider in diesem Falle überhaupt nicht gut. Denn damit wird festgelegt, dass zukünftig Extrakte und Mischungen aus Kräutern als medizinsche Produkte deklariert werden müssen. Dies bedeutet, haben Sie bisher Ihre Naturheil-, Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel problemlos und aus tiefster Überzeugung gekauft, wird diese Richtlinie Ihnen dies verbieten. Denn weil Heilpflanzen auf Betreiben der Pharmalobby ab nun unter medizinische Produkte fallen, ist für deren Zulassung auch ein entsprechendes Zulassungsverfahren notwendig. Was macht also die kleine Kräuterhexe von nebenan, wenn Sie Ihren Salbeitee und die Baldriantropfen an Frau und Mann bringen möchte?

Sie sucht sich zuerst einmal potentielle GeldgeberInnen, welche ihr die für die Prüfung notwendigen riesigen Summen für die Durchlaufung der Richtlinie und der darin geregelten Zulassungsvoraussetzungen zur Verfügung stellen. Findet sie keine entsprechenden SponsorInnen, bleibt sie auf ihren Naturprodukten sitzen und wir freuen uns auf einen allopathischen Zaubertrank aus der Talenteschmiede der chemischen Schulmedizin. Die Pharmaindustrie durchläuft dieses Procedere natürlich genauso. Doch ich denke, das Geld wird dort etwas lockerer sitzen als bei Druide Miraculix.

Falls Sie selbst ambitionierte Kräuterhexe oder moderner Miraculix sind oder werden wollen und sich mit dem Gedanken tragen, ein Naturprodukt auf den Markt zu bringen, darf ich Sie gleich vorwarnen. Um Ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf die Kosten für solch einen Plan zu geben, schauen Sie sich doch einfach und vollkommen unbedarft die sehr sperrige Kostenverordnung für die Zulassung von Arzneimitteln durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (AMG-Kostenverordnung - AMGKostV). Lesen Sie sich um Himmelswillen nicht den kompletten Kauderwelsch durch, denn Sie wollen ja nur wissen, welche Kosten auf Sie zukommen. Also scrollen Sie zu Punkt 10 und sperren Sie die Augen auf und Ihren kleinen homöopathischen Laden gleich danach wieder zu.

So, ich hoffe, ich konnte Ihren Optimismus wieder etwas dämpfen und Ihre chemischen Gelüste in gegenteiliger Weise wecken. Sollten Sie allerdings so wie ich mit demHeilung verboten: Unterzeichnen auch Sie die Petition gegen das Vorhaben der Pharmaindustrie. Vorgehen nicht einverstanden sein, bleibt uns noch eine kleine Möglichkeit. Bis zum 30. April unterschreiben wir die Petition gegen das Verbot natürlicher Heilmittel und Kräuter. Die Pharmakonzerne werden sich von ihrem Vorhaben nicht freiwillig abbringen lassen. Deshalb habe ich die Petition bereits online unterzeichnet. Machen auch Sie mit!

10.3.2011

Wohlfühloase Naturgarten: Gratis-Ratgeber 2011

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 20:13

Der Lenz ist da! Zumindest teilweise

Die Gartensaison 2011 rückt näher. Und für all jene, welche Mutter Erde den notwendigen Respekt entgegenbringen (möchten) und sich dem Grundsatz ökologischerUmweltberatung: Einkaufsratgeber “Wohlfühloase Naturgarten” 2011 kostenlos downloaden. Gartenbewirtschaftung und in weiterer Folge daraus gesunde Gartenprodukte wollüstig aus dem selbst bestellten Stückchen Erde ernten möchten, sozusagen die eigenen biologischen Früchte, sei hiermit der kostenlose Einkaufsratgeber “Wohlfühloase Naturgarten” an die grüne Brust gelegt.

Geschmack, die Gesundheit der Pflanzen und regionaler Bezug werden immer entscheidender für unserer Kaufentscheidungen. Kunstdünger, Gentechnik und Pflanzenschutzmittel, alles eine Entscheidung des guten oder eben des schlechten Geschmacks. Und damit dies nicht so bleibt oder sich der gute Geschmack erst gar nicht ändert, bietet die Plattform “Die Umweltberatung” neben zahlreichen anderen Downloads auch den kostenlosen Einkaufsratgeber an. Also reinschauen und umschauen. Schließlich macht das Gemüse die Musik, wie die Gruppe “The Vegetable Orchestra“ immer wieder mit ihren selbst gefertigten Instrumenten aus Gemüse beweist.

Und wie immer, wenn Paul Bögle keinen passenden Bezug und Übergang zum vorhergehenden Artikel herstellen kann, verlinke ich eben grundlos auf meinen Bericht “Bienen und Haie: Ihr Mörder! ” Wobei, so gesehen bieten Sie mit Ihrer ökologisch richtigen Wahl den Bienen den notwendigen Lebensraum.   

9.1.2011

Seltene Erden auf Mutter Erde

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 20:27

Künstliche Verknappung von Metallen

Gar Seltsames las ich wieder einmal über China. Nein, liebe LeserInnen, die künstliche Verknappung der Menschenrechte im Reich der Mitte war nicht Inhalt und schon gar nicht Gegenstand und überhaupt kein Thema des Artikels, denn diese sind auch ohne weiteres Zutun eine gedrosselte Ressource. “China verknappt wichtige Metalle“ war darin zu lesen.

Hochtechnologie-Metalle aus China sind gefragt. Heute mehr denn je. In Europa, den USA und Japan heiß begehrt. Für die Herstellung und die Produktion von Laptops, Handys oder Smartphones und iPhones werden diese sogenannten Seltenen Erden dringend benötigt. Die Welt will miteinander kommunizieren und China steht als wichtigstes Bindeglied, als Hüter dieser Schätze namens Yttrium, Scandium, Lanthan und seinen zugehörigen Lanthanoiden, zwischen meinen Gesprächspartnern und mir. Ich nehme an, bei Ihnen wird es sich ähnlich verhalten? (Sehr ausführlich dazu: Daniel Mehl: “Seltene Erden Metalle Von der Lagerstätte bis zur Verwendung“). Seltene Erden oder speziell Seltene Metalle finden ihre Verwendung übrigens auch in der Auto- bzw. Rüstungsindustrie, aber dies sei hier nur von nebensächlicher und vollkommen untergeordneter Bedeutung, schließlich wollen wir alle gemeinsam keine Kriege führen und schon gar nicht mobil zu jenen Kriegsschauplätzen gebracht werden.

Seltene Erden: Weltproduktion von Ytterium, Scandium oder Lanthan. China beherrscht den Weltmarkt.

Stern.de: Weltweite Vorkommen der seltenen Erden

Und so glühen dementsprechend die Drähte zwischen China und dem Rest der Welt. Die einen haben die Seltenen Metalle, die anderen benötigen diese dringend. Und was Begehrlichkeiten weckt, hat eben seinen Preis. Und je weniger auf den Märkten zu bekommen ist, desto höher steigen die Preise. So ist dies eben in modernen Volkswirtschaften. Die Nachfrage bestimmt den Preis. Ein Postulat der Mikroökonomie. Nicht neu, aber immer noch effektiv. Sozusagen “ceteris paribus“, in den meisten Fällen zumindest. Und je seltener die ohnehin schon Seltenen Metalle, desto astronomischer die Summen, die dafür hingeblättert werden. Egal ob nun japanischer Yen, europäischer EURO oder amerikanischer Dollar. Hauptsache, der Rubel rollt.

Dass allerdings China nun diese künstliche Verknappung der Ressourcen, immerhin kontrolliert das Land mehr als 90 Prozent des Weltmarktes, im Zusammenhang mit strengeren Umweltschutzauflagen in Verbindung bringt, ist natürlich in den Augen eines grünen Bloggers eine löbliche Maßnahme. Sollte Peking doch tatsächlich sein grünes Herz im Sinne der Umwelt entdeckt haben und sich nach der UN-Klimakonferenz von Tianjin auf zu neuen Ufern machen?

Was höchst seltsam klingt, erklärt Chao Ning, der Sektionschef des chinesischen Handelsministeriums damit, dass sich aufgrund der übermäßigen Ausbeutung in der Vergangenheit und dem damit verbundenen Raubbau an der Natur, den bisher unkontrollierten Grenzwerten der in die Flüsse geleiteten Abwässer und natürlich auch in einer begründeten Angst vor dem zu Neige gehen der so kostbaren Rohstoffe und damit dem Versiegen einer fröhlich plätschernden Geldquelle nun China in der Verpflichtung sieht, zukünftig die alleinige Last von den eigenen Schultern zu nehmen (Financial Times Deutschland: China treibt den Preis für seltene Erden). Wenn dann allerdings ein deutscher Wirtschaftsminister Rainer Brüderle anlässlich des Besuchs des chinesischen Vize-Premierministers Li Keqiang dem chinesischen Staat ob dieser neuen Umweltschutzpolitik Vorhaltungen macht und “die Wichtigkeit der Rohstoffe für den technologischen Fortschritt der Industrienationen” betont, wird wieder einmal mehr als deutlich, welchen Stellenwert manche Politiker dem Umweltschutz beimessen. “China solle seine Haltung zur Einschränkung der Exporte überdenken” kommt da als sanfte und dezente Aufforderung aus Berlin in Richtung Peking. In diesem Falle sogar völlig ohne heisse Drähte, Smartphone oder iPhone. Umwelt hin, Schutz her. Hauptsache, der Rubel rollt.

Dass am Rande der Stippvisite des hohen Funktionärs aus dem Land des Lächelns Unternehmen wie Daimler oder VW leise schaukelnd in den realen und politischen Abwässern mitschwammen, um milliardenschwere Verträge mit chinesischen Partnern zu unterzeichnen, mag vielleicht dazu beitragen und die Entscheidung Chinas erleichtern, die Sache mit den Exportbeschränkungen jener Seltenen Metalle doch noch einmal zu überdenken. Umweltschutz muss ja nicht sofort sein, wenn die Bürden der Mikroökonomie eihnem fast das Kreuz brechen. Natürlich nicht ”ceteris paribus”, denn meine eigenen Annahmen müssen sich nicht unbedingt mit jenen der anderen decken.   

Zum Abschluss noch eines zu jenen Seltenen Metallen. Denn eigentlich ist hierbei der Name nicht unbedingt Programm, weil diese Rohstoffe keine Rarität sind. Beliefert China zwar fast den gesamten Markt, besitzen das Land jedoch nur einen Anteil von 30 Prozent der Bodenschätzen, welcher sich in heimischer Erde versteckt. Die USA selbst könnten 15 Prozent dieser so unerlässlichen Metalle aus dem eigenen amerikanischen Erdreich schürfen. Japan entwickelt nun sogar einen Tauchroboter, welcher vor der eigenen Küste die Rohstoffe an die Oberfläche befördern soll. Und im Vietnam, Südafrika, Kirgistan oder Australien dürfte Ytterium, Scandium oder Lathan auch keine Seltenheit sein. Warum haben sich die führenden Wirtschaftsnationen also bisher auf Gedeih und Verderb in die Abhängigkeit Chinas begeben?

Ganz einfach: Weil dort der Umweltschutz bis zum jetzigen Zeitpunkt bei der Ausbeutung der Seltenen Erden nur von untergeordneter Bedeutung war. Und weil dies eben so war, desto billiger war der Rohstoff zu haben. Irgendwie beisst sich jene ominöse berühmt-berüchtigte Katze wieder einmal selbst in ihren siebenschwänzigen Schwanz.        

     

 

17.12.2010

Das Gemüse macht die Musik

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 04:20

The Vegetable Orchestra

The Vegetable Orchestra: 100% vegetarische Musik

Bildquelle: The Village Voice Blogs 

Keine Frage: Der Ton macht die Musik. Doch wie in vielen Bereichen unseres Lebens ist eben auch wiederum hierbei einiges Schall und Rauch. Töne verflüchtigen sich, Oktaven kommen in den Stimmbruch, Symphonien verblassen unter den Taktstöcken. Oder anders ausgedrückt: Je älter das Gemüse, desto niedriger deren Vitamingehalt. Doch weil ein Ton alleine selten aus einer Plattitüde eine Attitüde macht, hat es sich ”The Vegetable Orchestra” zur Aufgabe gemacht, die Flüchtigkeit des tonalen Moments durch entsprechende kurzlebige Tongeber zu verstärken.   

Dieses Prinzip der Verflüchtigung und Auflösung hat sich die 1998 gegründete Wiener Künstlergruppe “The Vegetable Orchestra“ zu Herzen genommen. Doch nicht die Töne verlieren hierbei an Intensität, sondern die vorab designten und benutzten Instrumente im Verlauf und besonders am Ende der Konzerte neben ihrer Funktion auch ihre Vitamine. Wenn der Begriff “gehaltvolle und nahrhafte Musik” im wahrsten Sinne der Worte irgendwo seine Berechtigung hat, dann sicherlich bei dieser Art von Musik. Und wer sich an frischen Tönen erfreuen kann, darf bei der Gemüse-Kombo sicher sein, dass diese Gelüste auch mit dem letzten gespielten Ton befriedigt werden. Wobei die Zubereitung der Instrumente schon eine Sache für sich ist. Denn alles, was abgeschnitten, ausgehöhlt und weggeraspelt wird, wird nicht weggeworfen. Ganz im Gegenteil!

Die Wiener Künstergruppe The Vegetable Orchestra. 

Vor einem Konzert wird frisches Gemüse gekauft, dieses wird zu den Instrumenten transformiert, der Rest zu einer Gemüsesuppe verarbeitet und nach dem Auftritt werden die bissfesten Vitamin- und Tönespender an das Publikum verschenkt, nebst einer kräftigen Gemüsesuppe natürlich. Getreu dem Motto: Vorbereiten, aufbereiten, zubereiten.

Die Instrumente der Wiener Künstlergruppe The Vegetable Orchestra.Wer sich also vorstellen kann, zu pfeifenden Karotten, quietschenden Paprika, rasselnden Rettichen oder trommelnden Kürbissen zu jammen und swingen, sollte sich unbedingt einmal das Ensemble anhören. Und nicht vergessen: Vor dem Konzert nichts essen! Schließlich warten am Schluss der Konzerte die Reste von Gurkophon, Lauchgeige und Karottenflöte darauf, den notwendigen Vitaminschub zu verabreichen.

Und wer nachher sagt, dass war so gar nicht nach meinem Geschmack, muss wirklich völlig den fleischlichen Gelüsten verfallen sein. Aber vielleicht bringt ja diese Art von Kunst endlich einmal Veganer und Fleischfresser an einen gemeinsamen Tisch. Und sei es auch nur, um über A-Dur und C-Moll zu fachsimpeln. Wäre doch zu schön, wenn es mehr Anhänger von (ökologisch) wertvoller Musik gäbe.

Wer nun neugierig geworden ist, welche Töne und Stimmungen “The Vegetable Orchestra” ihren handgefertigten Instrumenten entlocken, möge sich das folgende Video ansehen. Hier läuft einem beim Wort ”Kunstgenuss” doch gleich das Wasser im Munde zusammen.

    


23.11.2010

Grüne Vernunft vs. Greenpeace

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 02:43

Prof. Klaus Ammann auf den Spuren des Martin Luther

In Hamburg wandelte nun der Schweizer Botaniker und Professor im Ruhestand, Prof. Klaus Ammann, auf den Spuren des Reformators und Ketzers von Gottes Ungnaden Martin Luther schlägt die 95 Thesen an die Türe der Schlosskirche von Wittenberg.oder kurz und knapp Martin Luther. Gemeinsam mit Dr. Uwe Schrader, seines Zeichens Vorsitzender des Forums Grüne Vernunft, nagelte Ammann, so wie anno dazumal (1517) Luther seine 95 Thesen in die altehrwürdige Türe der Schlosskirche zu Wittenberg mit lauten Hammerschlägen trieb, ein Kernpapier an die Türe der Deutschlandzentrale von Greenpeace. Wobei diese Hammerschlag-Geschichte wohl mehr eine Hypothese ist denn ein wirkliches Ereignis unserer Geschichte (siehe dazu Legenden um Luther: Der Thesenanschlag).

Inhalt des mit dem Gummihammer plakatierten Schreibens: “Zwölf Thesen zur Grünen Gentechnik” und die damit verbundene Einladung an die Greenpeaece-Verantwortlichen, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, um über die Aspekte der modernen Biotechnologie zu sprechen. Die Aktion ist nicht einmal von schlechten Eltern, muss sogar ich zugeben, handelt doch Greenpeace immer wieder nach ähnlichen Mustern, um die Öffentlichkeit zu wecken und auf Probleme aufmerksam zu machen.

Auch mit der Grundhaltung der Aktion, nämlich “Klimawandel und Sicherung der Welternährung sind die brennendsten Fragen unserer Zeit” stimme ich überein. Allerdings finde ich die Aussage, dass durch eine “ideologiegetriebene Blockadehaltung zur Grünen Gentechnik“, welche die Gentechniklobbyisten gegenüber Greenpeace gemeinsam mit diesen zwölf Thesen mit an die Pforte schlagen, dann doch des Guten zuviel. Auch wenn Herr Ammann Papst Benedikt XVI. (siehe dazu die Aussagen im unten bereitgestellten Video) als positiven Faktor und womöglich Befürworter in Sachen Gentechnik vor sich herschiebt, sollte man sich bei aller propagierten Dialogbereitschaft das Geflecht der Plattform “Grüne Vernunft” genauer anschauen.

Ist doch zufällig Uwe Schrader auch Kontaktperson und darüberhinaus Vorstandsvorsitzender der Agro-Technik Vereinigung InnoPlanta. Und diese InnoPlanta hat auf ihren gentechnisch veränderten und genmanipulierten grünen Fahnen die Autogramme sehr illustrer Gäste. So wird voller Stolz auf der eigenen Webseite berichtet, dass zum ersten InnoPlanta AGIL Feldtag am 06.07.2009 in Üplingen einige Gäste von weither angereist waren. So durfte der Chef höchstpersönlich die Nordeuropa-Chefin der Monsanto AG begrüssen, ein Privileg in den (Dunst)Kreisen der Gentechnik. Und über Monsanto und Freunde wie Syngenta (z.B. Toscanella - Tomaten aus der Toscana) herrschen durchaus andere Meinungen vor als die Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung der Gentechnik-Anhänger. Und welcher Schauplatz wäre für InnoPlant geeigneter gewesen als der Gentechnik-Schaugarten der Firma BioTech Farm GmbH. Und dieser steht zufälligerweise auch in Üplingen.

Im Streichelzoo für GVO: Gentechnik-Schaugarten der Firma BioTech Farm GmbH.

SchülerInnen, StudentInnen und auch allen anderen Menschen sollen dort die Vorzüge der Gentechnik praxisnah und mundgerecht nahegebracht werden. Einträchtig stehen pralle Felder voller Mais, Zuckerrüben, Weizen und Kartoffeln dort und präsentieren sich den BesucherInnen im schönsten Licht der Gentechnik. Ein wundervoller Garten Eden der Genmanipulation, gehegt und gepflegt im Schutze der neuesten Erkenntnisse und Anwendungstechniken von Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Ein gar lieblicher Streichelzoo für GVO.

Wir könnten graben und graben in diesem Filz und Dickicht aus Wirtschaft, Gentechnik und selbstverständlich auch Politik. Also buddeln wir noch etwas tiefer hinein in diesem Sumpf. Wenn man sich einmal auf der Seite der BioTech Farm GmbH umschaut, wird man entdecken, dass im Impressum eine Frau Kerstin Schmidt als Geschäftsführer, steht so dort, nicht Geschäftsführerin, ich kann es auch nicht ändern (will ich auch gar nicht), aufgeführt ist. Dieser Name besagter Frau Schmidt ist desweiteren auf den Webauftritten der Firmen BioOK, BioMath GmbH und Biovativ zu finden, wie Antje Lorch und Christoph Then im Auftrag der Bündnis90/Die Grünen Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken umfassend in ihrem Bericht Kontrolle oder Kollaboration? Agro-Gentechnik und die Rolle der Behörden recherchiert haben. Besonders sei hierbei der Punkt “4.1.2 Welche Funktion hat der Verein FINAB im Zusammenhang mit dem umstrittenen Montoringplan für MON810-Mais?” erwähnt.

Und BioMath wiederum betreibt die Webseite der schon angesprochenen BioTech Farm GmbH. Aber damit nicht genug. BioMath ist auch verantwortlich für den sogenannten Monitoringplan der Firma Monsanto und deren gentechnisch veränderter Maissorte MON 810. Ziel dieses Planes ist die Wiederzulassung dieser gv-Maissorte, deren Verkauf bereits 2007 mit Bescheid des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ohne Vorlage solch eines Monitorings vorläufig verboten wurde (siehe Verwirrung um Auflagen für gentechnisch veränderten Mais).

Die Interessen und Verstrickungen der Firma Biovativ sind dagegen anders gelagert. Selbst preist sich die Firma wie folgt an: “Dienstleistungen rund um die Entwicklung, Analyse und Bewertung von agrobiotechnologischen Produkten und Methoden an. Das Leistungsspektrum reicht von Anbauversuchen im Feld über Gewächshausversuche aller Art bis zu gentechnischen Analysen im Labor.” Und so ist sie offenbar unter anderem mit der Durchführung von Freilandversuchen mit transgenem Weizen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt betraut, ohne dass dies jedoch aus den Antragsunterlagen hervorgeht (Umweltinstitut München e.V.: Wer ist wer im Gentechnik-Filz?). Dass das Dörfchen Üplingen in der Region Sachsen-Anhalt liegt, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung.

Weiterhin ist Biovativ ein 100%-iges Tochterunternehmen des gemeinnützigen Vereins FINAB. Dieser “Verein zur Förderung innovativer und nachhaltiger AgroBiotechnologie” hat selbstverständlich auch wieder hehre Ziele, welche den BesucherInnen gleich eingangs auf dem Webauftritt präsentiert werden: “Der gemeinnützige Verein FINAB e.V. wurde 1999 mit dem Ziel der Förderung der Agrobiotechnologie in MV gegründet. Wichtiger Meilenstein hierfür war die Errichtung eines Kompetenz- und Gründerzentrums für Agrobiotechnologie. Das AgroBioTechnikum Groß Lüsewitz konnte im November 2004 eröffnet werden. Zeitnah gründete FINAB Ende 2003 seine 100%ige Tochterfirma biovativ GmbH, die am 01.07.2004 ihre Geschäftstätigkeit aufnahm. FINAB und biovativ nutzen seit Beginn 2005 das AgroBioTechnikum für ihre Forschungs- bzw. Dienstleistungstätigkeiten.”

So weit, so gut. Besonders interessant ist dabei jedoch, dass der Verein FINAB ein Projekt (Laufzeit 23.08.2004 - 31.12.2006) beschreibt, welches der ”Entwicklung eines standardisierten Verfahrens zur Minimierung der Auskreuzungsraten von transgenem Raps am Standort Groß Lüsewitz” dient. Und Sie werden es nicht glauben, das finanzielle Volumen von fast 630 000,– Euro wird zu 80% aus Mitteln des deutschen Staates gefördert. Dass der Verein dabei stark mit der Universität Rostock kooperiert, mag auf den ersten Blick eine lässliche Sünde sein. Dass die FINAB-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Inge Broer heisst, soll uns ebenfalls recht sein. Dass Frau Prof. Broer dabei an der Universität Rostock den Lehrstuhl für Agrobiotechnologie inne hat, wird Sie wahrscheinlich auch nicht mehr verwundern. Und dass auf Umweltinstitut München e.V.: Wer ist wer im Gentechnik-Filz? zu lesen ist, dass Frau Broer nebenbei Gesellschafterin von BioOK und Gesellschaftervorsitzende von Biovativ ist, sollte jetzt auch nicht mehr ins Gewicht fallen.

Und da kommt dann tatsächlich ein Martin Luther der Neuzeit daher, nagelt zwölf Thesen an die grüne Pforte von Greenpeace und freut sich auf konstruktive Gespräche? Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr. Richtig, bevor ich es nun vergesse! Das Video natürlich. Schließlich will ich nicht alleine das Privileg genießen, mich im Sumpf der Gentechnik zu suhlen.


22.10.2010

Der Wildstauden-Virus der Patricia Willi

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 20:33

And the Prix Bio von Bioterra 2010 goes to …

… Patricia Willi aus Luzern. Der mit 10 000 Schweizer Franken dotierte Preis Prix Bio für besondere Leistungen auf den Gebieten biologische Landwirtschaft sowie Bio- und Naturgarten wird von Bioterra an die “wilde Staudengärtnerin” aus dem schweizerischen Luzern vergeben. 

Susanne Hochuli, die Präsidentin der Bioterra-Jury begründete die Preisverleihung an Patricia Willi mit ihrem Engagement zugunsten der einheimischen Wildpflanzen und des bei Hobbygärtnern so ungeliebten Naturgartens. Ich bin zwar ein Freund von Guerilla Gardening, aber dier wilden Patricia gebührt mein ganzer Respekt und meine Hochachtung. Und da soviel Einsatz auch im Namen der Bienen und Hummeln belohnt werden muss, sei hiermit der Slogan der Schweizerin “Hier ist die Natur nicht Rahmen, sondern Inhalt” und die damit verbundene Webseite “Die Wildstaudengärtnerei Patricia Willi” explizit empfohlen.

Zum Abschluss nur noch eines, wie immer der Form halber: Ich habe bereits in meinem Artikel Landliebe von Campina - ohne Gentechnik darauf verwiesen, dass ich für die Berichterstattung weder bezahlt wurde noch andere Vorteile daraus ziehe. Und diese Tatasache soll auch für den hier geschriebenen Artikel Gültigkeit haben. Selbstverständlich finden Sie auch bezahlte Werbung auf meinem Weblog, aber diese wird immer als solche gekennzeichnet.

Bioterra vergibt den Prix Bio 2010 an die wilde Staudengärtnerin Patricia Willi.

Patricia Willi (links) bei der Preisverleihung des Prix Bio mit Susanne Hochuli, der Präsidentin der Bioterra-Jury. (Bildquelle: Bioterra.ch)

    



13.9.2010

Lasst wohlbeleibte Pflanzen um mich sein!

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 19:04


Shakespeare für eine grüne Arbeitswelt

Keine Angst, ich werde mich heute nicht dem grossen Shakespeare ergeben. Also packen Sie Ihren ergebenen Kapitulationsblick wieder hinter die Netzhaut (aber diesen Artikel trotz alledem bis zum (bitter)süssen Ende durchlesen, denn dann gibt es noch ein paar wertvolle Tipps). Obwohl, bei näherer Betrachtung hätte ich schon grosse Lust, in die Rolle von Julius Cäsar hineinzuschlüpfen und der intriganten (Arbeits)Welt lauthals entgegenschleudern:

“Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein, mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen.”

Ich vertrete zwar die Meinung, dass fliegende und pollensammelnde Bienen, welche tagsüber fleissig ihren Dienst verrichten, fetten glatzköpfigen faulen Männern vorzuziehen sind, aber auch Julius Cäsar war nicht unfehlbar.

Eine Biene bei der Arbeit. Eine Rose als Arbeitgeber

Paul Bögle und seine fleissigen Mitbewohner

Was wäre unsere planungssichere Welt ohne diese lethargischen trägen Menschen, welche sich im Status Quo ihrer Genügsamkeit und Selbstgefälligkeit nicht suhlen können und dürfen und genügsam gleich Lemmingen von den Klippen der Unveränderbarkeit in die Abgründe des Unabänderlichen springen? Nichts natürlich, schließlich kann diese Welt nicht nur aus dem Typus Gaius Cassius bestehen, jenem hohläugigen Menschen, welcher zuviel denkt und demzufolge gefährlich ist.

Aber, um bei der Wahrheit zu bleiben, und in diesem Falle muss ich dies leider, kam mir die Idee zu diesem Artikel aufgrund eines Kommentares von Julia zu meinem Artikel Stimmungsaufheller Natur und meiner darauf gegebenen Antwort. Sie werden sich jetzt stirnrunzelnd fragen, warum dieses “leider bei der Wahrheit bleiben.” Nun ja, schauen Sie doch auf die Uhr. Es ist bereits spät am Abend und ich habe mein gesamtes Lügenkontingent von ca. 150 bis 200 Lügen, glaubt man statistischen Erhebungen und ich bin ein Mensch, welcher so ziemlich alles glaubt, für den heutigen Tag bereits aufgebraucht. Auf eine Lüge mehr oder weniger soll es mir dabei nicht ankommen, keine Frage, aber als angepasster Durchschnittsmensch inmitten einer angepassten Durchschnittsgesellschaft möchte ich mich schon der Mehrheit unserer Gesellschafts-Herdentiere anpassen, sozusagen im gemeinsamen Strom von Lug und Trug mitschwimmen.

Wo wollte ich eigentlich hin, bevor ich Sie schamlos angelogen habe bzw. eben nicht, weil ich mich entschlossen hatte, Sie ausnahmsweise nach einem harten hundertfach verlogenen Arbeitstag mit der Wahrheit zu konfrontieren. Übrigens, es gibt ein schönes kaukasisches Sprichwort: “Wer die Wahrheit sagt, sollte sein Pferd gesattelt lassen!” Sie wissen, welch wunderbaren geistvollen Gehalt dieses Sprichwort beinhaltet? Menschen, welche einen lasziven Hang zur Wahrheit haben und diesen auch gegenüber den Nächsten in allen passenden oder unpassenden Augenblicken und Situationen wollüstig ausleben, stossen dementsprechend öfter auf eine Mauer der Ablehnung und des Widerstandes. Ein schöner Artikel von Uli Kulke findet sich übrigens unter Hundertfünfzig Lügen pro Tag, nicht nur lesenswert für alle notorischen Lügner und Notlügen-Lügner.  

Ich sehe schon, ich habe die Zügel wieder einmal schleifen lassen und bin im Dickicht meines eigenen Lügengeflechts verloren gegangen. Also zurück auf den Weg der Wahrheit. Was also tun, wenn, wie in meinem oben erwähnten Artikel, der nächste Park durch die abgasgeschwängerte Luft eines 378 Meter breiten Betongrabens getrennt wird und ich mich partout den Freudensinnen natürlichen Grüns hingeben möchte. Nun, die wohlverdiente Mittagspause ist nur von kurzer Dauer und so verhallt der Ruf “Hinaus in die Natur!” ungehört in den hohlen Gemäuern des Bürogebäudes. Also bleibe ich gleich im Büro und erfreue mich an meiner selbstgezogenen Natur innerhalb der vier Wände.

Welche Pflanzen kommen aber überhaupt in Frage, um mich in meiner Arbeitsplatzumgebung etwas heimisch zu fühlen. Antworten auf diese Frage gibt etwa die Seite Plants for People. Lassen Sie sich nicht vom englischen Titel abschrecken, denn Pflanzen für Menschen ist in schönstem Deutsch gehalten. Die Plattform gibt viele Informationen und hilfreiche Tipps, wie sich die positive Wirkung von Pflanzen auf die Arbeitsumgebung übertragen lässt. Auch Heidi Fülle bietet mit ihrem Artikel “Die besten Pflanzen fürs Büro” Anregungen für die Arbeitstiere unter uns, wie sich der Hektik des Arbeitstages erträglich begegnen lässt. Und auf Lebende Luftreiniger - Pflanzen im Büro finden sich unter dem Artikel (es ist immer von Vorteil, wenn man etwas zu Ende liest) bestimmte typische Problemstellungen der Arbeitswelt (Formaldehyd, Elektrosmog, Lacke und Reinigunsmittel) und die dafür geeigneten grünen natürlichen Helferlein. Oder wussten Sie, dass in einer Welt voller Computer, Telefone und sonstiger Elektrosmog verbreitender Geräte der Säulenkaktus in nächster Umgebung wahre Wunder wirkt? (Siehe dazu z.B. Der DHA Garten-Tipp: SOS für Büropflanzen)

Auch Katzen haben ihre grünen Seiten, natürlich in freier Natur.

Paul Bögle: “Lasst dicke faule Katzen um mich sein!”

In diesem Sinne grüsst Paulus Gaius Cassius die arbeitende Bevölkerung innerhalb einer begrünten Arbeitswelt. Grüner Daumen hoch!    

24.8.2010

Lange Nacht der Naturparke 2010

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 22:00

Österreich abseits der Skipisten

Dass unser schönes kleines Land Österreich weit mehr als nur ein Paradies für Skifahrer und Wiener Schnitzel ist, propagiere ich immer wieder wieder (siehe z.B. Gartenhotel Theresia in Saalbach-Hinterglemm). Aber wussten Sie, dass das Land Niederösterreich am 18. September 2010 die 3. Lange Nacht der Naturparke bzw. Naturparks veranstaltet? Stören Sie sich bitte nicht am Plural von Naturpark, welcher da lautet: Naturparke. Es sind beide Schreibweisen möglich, sowohl Naturparke als auch Naturparks.

Die Naturparke Niederösterreichs laden grosse und vor allem kleine Besucher zum dritten Mal ein, die Nacht vom 18. auf den 19. September 2010 einmal anders zu erkunden. Wandern Sie, nur mit einer Stirnlampe “bewaffnet”, durch das Hochmoor Schrems. Reagieren unsere Sinne bei Dunkelheit anders als unsere Wahrnehmung bei Tageslicht? Mehr Informationen zur Langen Nacht der Naturparke im Hochmoor Schrems.

Bleiben wir im Waldviertel. Das Motto der Langen Nacht im Naturpark Geras lautet: “Nur für Mutige!” Wer sich allerdings nicht für ganz so mutig hält, der schlägt sich eben die Lange Nacht bzw. den Langen Nachmittag ab 14:00 Uhr in Dobersberg um die Ohren. Wandern Sie mit einem Vertreter der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft durch die Wälder und entdecken Sie die Welt der Pilze (bei uns heissen diese natürlich Schwammerl). Sie halten die Lange Nacht der Naturparke für “unter aller Sau?” Dann nichts wie hin in den Naturpark Leiser Berge. Eine Kinderwildschweinjagd und eine Sternenbeobachtung für Gross und Klein steht dort auf dem Programm.

Sie ziehen das idyllische Mostviertel dem herben Charme des Waldviertels vor? Auch die Naturparke Ötscher-Tormäuer und Eisenwurzen laden ihre Besucher zur Langen Nacht der Naturparke 2010 ein.

Wer sich dagegen im Grossraum Wien befindet und den Grossstadtdschungel einmal mit der grünen Natur tauschen möchte, kann sich im Wiener Wald in Purkersdorf oder Sparbach nach Herzenslust austoben. Aber auch die Hohe Wand als Teil der Wiener Alpen lockt am 18. September alle Interessierten zur 3. Langen Nacht der Naturparke Niederösterreich. Einen Übersichtsplan zu den verschiedenen Veranstaltungen finden Sie unter folgendem Link auf der Webseite der Naturparke Niederösterreich.  

Karte der Naturparke Niederösterreich



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