Nachhaltiger Nachholbedarf: Energieeffizienz und Energiesuffizienz


Beim Energiesparen schauen wir oft in die Röhre

Energiesparen mit Holzpellets

Richtig heizen mit Holzpellets. Damit wir beim Energiesparen nicht in die Röhre schauen!

Obwohl solch ein Fremdwort wie Energiesuffizienz immer noch zu jenen verbalen Ungetümen zählt, welches nur den wenigsten Menschen geläufig ist, zählt es trotz zungenbrecherischer Halsstarrigkeit auf den Stimmbändern zu den Urgesteinen der grünen Energiebewegung. Wenngleich es sich dabei aber trotzdem um eine vollkommen neuartige Herangehensweise respektive Forschungsfeld in Sachen Energiereduktion handelt, welches ein Phänomen beleuchtet, das bis dato vor allem im Bereich Bauen und Wohnen noch wenig Eingang gefunden hat. Denn trotz sinkendem Energieverbrauch durch immer energieeffizientere Geräte und sparsamere Technologien – was für viele gleichbedeutend mit einer dementsprechend höheren Energieeffizienz ist – reduziert sich trotz dieser Verhaltensweisen zum Energiesparen der absolute Energieverbrauch nicht im gleichen Maße.

Oder andersrum: Obwohl wir mehr und mehr unsere Energieressourcen dank moderner Methoden und Techniken bewusst schonender einsetzen, setzen wir oftmals unbewusst auch mehr und mehr an fossilen (und erneuerbaren) Energieträgern ein. Wir könnten es natürlich auch so machen wie jener fernsehmüde Mensch auf dem nebenstehenden Bild, welches ich selbst genau so an der irischen Westküste fotografiert habe. Dass bei diesem alten Röhrenfernseher der Energieverbrauch drastisch reduziert wurde, ist zwar sehr löblich. Doch sich dabei wie die Axt im Walde zu benehmen, zeugt nicht gerade von großem Umweltbewusstsein.

Die energetische Geschichte mit dem energieeffizienten Gefrierbrand im Gesicht

Diese Problematik ergibt sich aus der Tatsache, dass wir Verbraucherinnen und Konsumenten zwar bei den täglichen Energieverschwendern im Haushalt immer öfter auf energiesparende Technologien beim Fernseher oder der Waschmaschine bauen. Doch andererseits ändern sich auch unsere Wünsche und Bedürfnisse in die gegensätzliche Richtung. Denken wir doch an das labende Vollbad am Abend oder an ein anderes klassisches Beispiel. War früher der altmodische Röhrenfernseher mit 80 cm Bildschirmdiagonale und einem Stromverbrauch von ca. 80 bis 120 Watt das Nonplusultra, so frisst ein moderner LCD-Flachbildschirm oder Plasma-TV grob gesagt nur noch die Hälfte. ABER! Wer gibt sich aufgrund der besseren Bildqualität und des werbewirksam ausgerufenen Energiesparpotentials heutzutage noch mit einem 32 Zoll (entspricht etwa 80 cm) Gerät an der Wohnzimmerwand zufrieden? Da friert uns ja sozusagen vor lauter indifferenter Energieeffizienz auf der weitsichtigen Fernbedienung das restlos bediente fernsehende Gesicht ein.

Schließlich hat sich ja auch die Nachbarfamilie erst gestern per Schwertransport sage und schreibe 240 cm telegene Plasmaspende frei Haus liefern lassen. Hat der Hausmeister gesagt. Und der muss es schließlich wissen, besitzt der doch seit der letzten Fußball-WM einen LCD mit einer Flügelspannweite so groß wie ein Königsalbatros in der Mauser.

Richtig Heizen beim Dauerglotzen?

Also wird auf Gedeih und Verderb Länge mal Breite oder eben Bildschirmdiagonale kreuz und quer aufgerüstet und letzten Endes ist die sorgsam proklamierte und ökologisch programmierte Energieeffizienz mit jedem Quadratzentimeter Sehfläche wieder dahin. Oder wer denkt schon an die angekoppelten Zusatzgeräte wie DVB-T Box, SAT-Receiver oder die angeschlossene Stereoanlage? Und so ziehen sich unsere Komfortansprüche wie ein glühend roter Faden durch unser dank EU-Energielabel optimal optimiertes Heim und Haus. Und letzten Endes schauen wir in puncto Energieeffizienz in die Röhre, obwohl wir die eigentlich schon lange entsorgt haben.

Selbstverständlich ließe sich jetzt fadenscheinig einwenden: Dann kaufe ich mir eben einen möglichst großen Plasma-Fernseher und dank Dauerbetrieb während der olympischen Winterspiele heize ich mit diesem dann gleich die ganze Wohnung. Gut gebrüllt, Löwe! Doch schlaue Füchse bevorzugen hier eine etwas andere Art des energieeffizienten Heizens im heimisch heimeligen Fuchsbau. Denn wer im Löwenkäfig sitzt, sollte nicht mit Steinen um sich werfen. Denn die entschwinden genauso sang- und klanglos durch die Gitterstäbe hindurch wie die Energie durch einfach verglaste Gitterfenster.

Holzpellets: Kost‘ fast nix, aber heizt fix!

Holzpellets: Natürlich mit Holz heizen

Holzpellets – NATÜRLICH Holz: Mit Holz heizen! Das geht runter wie (Erd)Öl und spart Kohle. Aber eben ohne Öl und Kohle.

Mit was also dann um sich schmeißen? Nehmen Sie doch einfach Holzpellets und werfen Sie diese nicht zum Fenster hinaus, sondern in eine neue Heizung! Hinein natürlich. Kost‘ fast nix, aber heizt fix! Holzpellets für ein besseres Klima? Das geht runter wie (Erd)Öl und spart dabei auch noch Kohle. Viele von uns sind zwar immer noch der Meinung, dass nur Öl, Kohle oder Atomstrom der richtige Weg in eine strahlende Zukunft sind, doch da sind wir leider auf dem Holzweg. Auch wenn im Moment die Energiepreise für Öl und Gas im Kohlenkeller sind. Wie lange dieser „Schockzustand“ noch anhält, kann niemand vorhersagen. Wer also jetzt schon auf regenerative Energieformen baut, baut auf die Zukunft. Und hier kommt das gute, alte Holz ins Spiel.

Also Pellets, kein Petroleum!

Holzpellets zählen zu den sogenannten regenerativen Energieträgern. Ausgangsstoff für die Biomasse ist – wie könnte es auch anders sein – Holz. Oder besser gesagt Holzreste, Hackschnitzel und Hobel-/Sägespäne, welche bei der Produktion von Möbeln, Holzbrettern oder -balken als Abfallprodukt in Sägewerken/Tischlereien anfallen und die zu kleinen Stäbchen verpresst werden. Und werden diese Holzpellets einer Pelletheizung verbrannt, so geschieht dies fast klimaneutral. Denn beim Verbrennungsprozess wird nur jenes CO2 wieder freigegeben, welches der ursprüngliche Baum während seines Wachstums auch aufgenommen hat.

Dass eine Umrüstung auf einen Pellet-Kessel (Nutzung auch als Zentralheizung möglich) oder Pelletofen mit zusätzlichen Kosten – neben einem erhöhten Platzbedarf – verbunden ist, soll nicht verschwiegen werden. Doch das Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen wird staatlich gefördert. Wer also auf Holzpellets setzen möchte, sollte sich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schlau machen, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Und ebenfalls interessant sind die Zuschüsse und günstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Doch auch wenn ein Umstieg auf Holzpellets nicht für jederfrau und jedermann möglich ist. Umweltfreundliches Verhalten, energieeffizientes Heizen und letzten Ende Kostensparen mit einfach durchzuführenden Maßnahmen beginnen bereits mit einer optimierten Heizung.

Energieeffizientes Heizen – Alles eine Frage der Einstellung

Richtig heizen im Winter fängt zwar an mit einigen grundlegenden Dingen wie z.B. Heizkörper entlüften, Heizungsrohre isolieren und mehrmaliges Stoßlüften am Tag, währenddessen die Thermostate abgedreht bleiben. Und denken Sie besonders an Herz und Kreislauf. In diesem Falle nicht an den eigenen, sondern an den Kreislauf der Heizung, welche als Heizungs- bzw. Wärmepumpe das Herzstück darstellt. Denn die pumpt und pumpt und pumpt. Und mit jedem Stoß pumpt sie dementsprechend Energie. Und diesen lasterhaften Stromverbrauch gilt es einzudämmen! Denn gerade hier ist der Holzwurm drin.

Vielleicht haben Sie sich ja auch schon einmal gefragt, warum die Heizung so gluckernde Geräusche von sich gibt? Oder ist da auch nur der Holzwurm drin, der seit Jahren lauthals um Hilfe schreit, weil er keine Luft mehr bekommt. Nein, ganz im Gegenteil: Der Holzwurm respektive die Heizung hat schon viel zu viel Luft. Und diese „Störgeräusche“ machen sich dann bemerkbar. Nicht nur geräuschvoll, sondern vor allem in der nicht gerade herzerwärmenden Tatsache, dass die eigentlich unser Herz samt Kreislauf erwärmende Heizung nicht mehr richtig warm wird. Und das geht dann – zumindest wer jetzt eiskalt rechnet – richtig ins Geld. Denn auch jene Energie, die beim (nutzlosen) Aufheizen des Warmwassers verschwendet wird, muss bezahlt werden.

Also Bauch rein! Und besonders Luft raus! Oder noch besser sind – wie in unserem Haushalt seit Jahren genutzt – Ventile mit Selbstentlüftungsfunktion. Denn: Heizung entlüften hilft Kosten sparen


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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