IMO Car Wash Austria – Hohe Ansprüche, niedrige Instinkte


Wenn die Waschstraße zur potentiellen Wichsvorlage wird

Vielen Autofahrerinnen und -fahrern – übrigens nicht nur in Österreich – sind sicherlich die IMO Waschstraßen ein Begriff. Schnelle Autowäsche für wenig Geld, die da unter dem Namen der IMO Car Wash Group angeboten und auch millionenfach genutzt wird. Von einem makellosen Waschergebnis ist die Sprache und dem Entfernen des oberflächlichen Schmutzes. Und unter der Oberfläche von IMO, hinter den Fassaden, abseits der Waschbürsten? Wer sich einmal auf der österreichischen Internetseite unter „Über-uns“ über das Unternehmen informieren möchte, findet dort sogar Schlagworte wie das „IMO-Erlebnis“ und darf sich bereits jetzt schon über verschiedene Programme für die Befriedigung der individuellen Bedürfnisse freuen. Und dasIMO-Car-Wash-nein-danke-250x114 Unternehmen lässt uns schließlich auch noch wissen: „Jeder Standort hat einen ausgebildeten und zertifizierten Partner, der dafür zuständig ist, beste Ergebnisse zu gewährleisten und sich um alle Ihre Belange zu kümmern.

Nun, genau hier setzt nun dieser Artikel an. Denn meine Tochter als Kundin einer jener Waschstraßen wurde unlängst Teil eines solchen IMO-Erlebnisses der ganz besonderen Art. Dass der dort tätige Mitarbeiter – laut Unternehmen handelt es sich schließlich um einen ausgebildeten und zertifizierten Partner – seine Sicht der individuellen Bedürfnisse etwas großzügiger auslegte als es wohl (hoffentlich) Usus in der Branche ist und nicht unseren persönlichen Vorstellungen von Kundenservice bzw. akzeptablem Verhalten entspricht, macht dann mehr als nachdenklich. Und so wollte ich letzten Endes dem nach eigenen Recherchen vermeintlichen österreichischen Ansprechpartner von IMO CAR WASH ÖSTERREICH ARTEGO Autowasch- und Service GmbH in Wiener Neudorf durch einen ausführlichen Brief darlegen, was meines Erachtens in die Kategorie sexuelle Belästigung fällt. Natürlich auch mit der Bitte um Stellungnahme. Mit der Forderung des zukünftigen Abstellens solcher Missstände. 

Aber der Reihe nach. Der folgende Brief im originären Wortlaut fand also auf elektronischem Wege seinen Adressaten (Namen und Adressen wurde von mir aufgrund des Datenschutzes im folgenden entfernt) und soll hier im Ganzen so wiedergegeben werden, wie er auf virtuellem Wege nach Wiener Neudorf geflattert ist. Einzig die Telefonnummer habe ich nicht gelöscht, da Sie diese bei Bedarf auch selbst im Internet finden können.

Ein Brief an IMO Car Wash mit der Bitte um Stellungnahme

Sehr geehrter Herr …,

ich möchte Sie respektive Ihr Unternehmen mit einem Fall von sexueller Belästigung konfrontieren, der sich am frühen Donnerstagnachmittag in der unter Ihrem Firmennamen „IMO“ betriebenen Autowaschstraße auf der …straße … Wien, zugetragen hat. Leider hatte ich bereits mehrere Male versucht, Sie unter der Telefonnummer +43 2236 660884 in Ihrer Firmenzentrale in Wiener Neudorf zu kontaktieren, doch leider wurde ich unter dieser Nummer jedes Mal durch eine freundliche – aber doch unpersönliche – Tonbandstimme empfangen. Ich bitte Sie also, die folgenden Sätze genau zu lesen, da ich mein weiteres Vorgehen von Ihrer Antwort abhängig mache.

Lassen Sie mich vorweg noch feststellen, dass ich bzw. in erster Linie meine Tochter in diesem Fall keine standardisierte Entschuldigungsformel von Ihnen erwarte und akzeptieren werde, sondern Sie bitte, die nun folgenden Vorwürfe, denn sexuelle Belästigung ist sicherlich kein Kavaliersdelikt und bedarf einer eingehenden Prüfung der Umstände sowie der erhobenen Anschuldigungen, eingehend und in Ruhe zu prüfen.

Der folgende Vorfall trug sich also am Donnerstag, den 12.09.2013 gegen 13:15 Uhr in der bereits oben angeführten IMO-Waschstraße auf der …straße, Wien, zu.

Meine Tochter … hatte am Donnerstag den Entschluss gefasst, in alten Leggins bekleidet ihr Auto in der Waschstraße auf der Breitenfurterstraße reinigen zu lassen. Als sie an der Reihe war, wurde sie von besagtem Mitarbeiter gefragt, ob auch die Felgen einer Reinigung unterzogen werden sollen. So weit, so gut! Selbst seine nächste Frage, weshalb sie denn „keinen Rock beim Autofahren trage“, lässt sich mit einigem Wohlwollen noch in die Kategorie Smalltalk ablegen. Da unsere Tochter sehr gut erzogen ist, ließ sie diese Frage nicht unbeantwortet und entgegnete, dass sie ihr Auto putze und dies beim Reinigen wesentlicher bequemer sei.

Anscheinend dürfte sich diese Aussage auf die Libido des Mitarbeiters ungünstig ausgewirkt haben und in weiterer Folge wohl auch seine sexuellen Phantasien anregt haben. Denn er ließ daraufhin meine Tochter ungefragt wissen: „Ich habe schon lange keine goldene Mitte mehr gesehen!“ Möglicherweise haben andere Menschen mit solcherlei intimen Bekenntnissen keinerlei Probleme und in manchen Bereichen unserer Gesellschaft sind solche Lippenbekenntnisse wohl durchaus an der Tagesordnung. Für uns – und hier spreche ich sowohl im Namen meiner Tochter, meiner Frau und nicht zuletzt in meinem eigenen Interesse – wurden hier Konventionen gebrochen, die wir nicht akzeptieren werden. Denn … wusste in diesem Moment nicht einmal, von welcher „goldenen Mitte“ hier die Rede sei und sah sich hektisch im Fahrraum und besonders der Mittelkonsole um, was denn damit gemeint sein könnte.

Als sie schließlich ratlos und völlig unbedarft den Mitarbeiter fragte, was er damit meine, antwortete dieser – jetzt bereits zum vertraulichen Du übergehend – mit folgenden Worten: „Das, was Du zwischen den Beinen hast!“

Dies war nun der Punkt, das Gespräch zu beenden und meine Tochter kurbelte vollkommen angewidert die Scheibe hoch, wobei der Mitarbeiter aber weitere Tiraden folgen ließ. Hätte sie die Gelegenheit gehabt, die Waschstraße sofort zu verlassen, hätte sie diese Chance auch genutzt. So aber musste sie erst noch das Auto durch die Waschanlage fahren, um dann endlich die Flucht zu ergreifen.

Wie ich Ihnen zu Anfang meines Briefes geschrieben habe, bitte ich Sie deshalb, sich mit diesem Verhalten des Mitarbeiters, welches wir weder akzeptieren und schon gar nicht tolerieren können (und sicherlich werden), auseinanderzusetzen. Auch wenn andere Menschen dies vielleicht als Bagatelle sehen, darf ich Ihnen sagen: Ich bzw. meine Tochter tun dies sicherlich nicht und werden dies dementsprechend nicht auf sich beruhen lassen.

Ich habe nun bereits zwei Leserbriefe verfasst, wobei einer an den Standard und der zweite an die Kronenzeitung adressiert ist. Bevor diese nun ihr Ziel finden, möchte ich Ihnen jedoch die Gelegenheit geben, diesen Vorfall eingehend zu analysieren und sich uns gegenüber zu den vorgebrachten Anschuldigungen zu äußern. Weiterhin erwarte ich mir von Ihnen eine Stellungnahme, wie Sie in Zukunft solch ein Verhalten von MitarbeiterInnen zu verhindern versuchen, bzw. welche Maßnahmen Ihr Unternehmen ergreifen wird, damit sich solche Dinge nicht wiederholen und mit welchen Sanktionen dieses geahndet wird.

Es freut mich selbstverständlich, wenn Sie auf Ihrer Webseite unter http://www.imocarwash.com/at/about/youre-in-safe-hands/ verlautbaren lassen:

In guten Händen

Alle unsere Waschstraßen haben einen ausgebildeten Partner. Er sorgt für eine persönliche Note, kümmert sich um Sie und Ihr Fahrzeug und steht Ihnen für Fragen und Anliegen gerne zur Verfügung.

Seit letztem Donnerstag klingt es allerdings doch mehr als befremdlich, wenn ich unter oben angeführter Quelle den Satz „Einzigartig ist bei IMO Car Wash das engagierte Kundenmanagement, das Ihnen bei Fragen zur Verfügung steht.“ lese. Ich kann mir, aber auch hierbei lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, beim besten Willen nicht vorstellen, dass Ihre MitarbeiterInnen ausgebildet wurden, der persönlichen Note dadurch Ausdruck zu verleihen, dass sie auf anzügliche und primitive Art und Weise zu Geschlechtsverkehr auffordern respektive diesen einfordern.

Unter engagiertem Kundenmanagement hatte sich meine Tochter eigentlich etwas anderes vorgestellt als die Tatsache, dass sie zur Entblößung ihrer „goldenen Mitte“ unverblümt aufgefordert wird. Ich bin mir sicher, dass Sie mir zustimmen werden, wenn ich sage, dass das, was ein Mensch – gleich welchen Geschlechts – „da zwischen den Beinen hat“, zur unbedingten Intimsphäre zählt und wohl kaum im Bereich von Kundenservice liegt.

Ich würde mich um eine baldige Stellungnahme von Ihrer Seite freuen, welche ich unter meiner Email-Adresse boegle.paul@freie-zeit.at erwarte. Sollte ich allerdings bis nächsten Mittwoch nichts von Ihnen hören, muss ich davon ausgehen, dass Sie diesem Vorfall keine Dringlichkeit respektive Bedeutung beimessen und werde die bereits angesprochenen Briefe den entsprechenden Redaktionen zukommen lassen. Lassen Sie mich vielleicht zum Abschluss noch sagen, dass wir auf eine persönliche Entschuldigung des beschuldigten Mitarbeiters keinen Wert legen, da meine Tochter von dessen Aussagen immer noch vollkommen angeekelt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Boegle  

Kurz und knapp – Die Antwort von IMO Car Wash

Sehr geehrter Herr Boegle,

Da unsere Autowaschanlagen verpachtet sind, dürfen wir Sie bitten mit dem Pächter Kontakt aufzunehmen.

Ein kurzer Satz, der in seiner knappen Formulierung eigentlich mehr als deutlich macht, welche Einstellung der sogenannte „weltgrößte Betreiber von Autowaschstraßen“ in Sachen sexuelle Belästigung und frauenfeindliches Verhalten an den Tag legt. Keine Zusicherung der Aufklärungsbereitschaft, kein (Eigen)Interesse zur Behebung dieses Verhaltens. Natürlich kann sich die österreichische zentrale Anlaufstelle in Wiener Neudorf nicht mit jedem Wehwehchen der auf billiges Waschvergnügen und schonende Katzenwäsche bedachten Kundschaft kümmern. Die Bürsten müssen sich weiterdrehen, der Rubel rollen, the IMO Car Wash Show must go on. Und selbstverständlich ist es nicht möglich, sich mit sämtlichen Verfehlungen respektive Fehlverhalten der Pächterinnen und Pächter auseinanderzusetzen. Ich möchte hierbei anmerken, dass die Mehrzahl der BetreiberInnen sicherlich korrekte und vor allem gute Arbeit abliefern und solch eine Entgleisung sicherlich die Ausnahme bildet. 

Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass das Unternehmen selbst keinerlei Wert auf eine erbetene Aufklärung dieses Vorfalls legt. Verantwortungsgefühl gegenüber der Kundschaft? Kooperationsbereitschaft im Sinne des eigenen guten Rufes. Möglicherweise hat IMO gar keinen guten Ruf zu verlieren und der tagtägliche Umgang miteinander spielt sich vielleicht in dementsprechenden verbalen Grenzwertigkeiten ab, dass dies schon wiederum zum guten Ton gehört. Das vielzitierte IMO-Erlebnis eben, von dem schon weiter oben die Sprache war. 

Wahrscheinlich sieht auch die Gesetzeslage solch eine Mithilfe von Seiten der Franchisegeber nicht vor und, wie sicherlich richtigerweise in der kurzen und bündigen Antwort angemerkt wurde, ist ein dementsprechender Kontakt mit dem jeweiligen Pächter der bequemere Weg, um sich dieser Verantwortung zu entziehen. Die Notwendigkeit des Handelns auf die Entfernung des Oberflächenschmutzes beschränkt. Jeder Dreck, der tiefer liegt, wird auch dort belassen und totgebürstet. Und jetzt? Was ist mit dieser primitiven Art verbaler sexueller Belästigung, wie sie meiner Tochter widerfahren ist?   

Sexuelle Belästigung? Das österreichische Strafrecht sieht das leider anders

Haben wir es also in diesem Fall mit einem Akt von sexueller Belästigung zu tun? Der Artikel Ist Pograbschen sexuelle Belästigung? (erschienen in Die Presse.com vom 20.11.2012) gibt darüber in einem weitaus eindeutigeren Fall Auskunft. So heißt es dort:

Wie sachverhaltsbezogen Anschuldigungen dieser Art vor Gericht behandelt werden, erklärt Leo Levnaic-Iwanski, Richter am Oberlandesgericht Wien, anhand eines anderen Beispiels. Obwohl ein Mann einer Frau auf den nackten Po fasste, wurde er vom Obersten Gerichtshof vom Vorwurf der sexuellen Belästigung freigesprochen, weil ihm ein sexuelles Motiv nicht nachgewiesen werden konnte. Levnaic-Iwanski: „Auch wenn Grabschen in jeder Form natürlich abzulehnen ist, zieht nun einmal nicht jede Tat eine strafrechtliche Konsequenz nach sich.“

Da staunt frau und man kann sich freuen. Arsch anfassen mit Ansagen und das Ganze auch noch straffrei. Solange der Schwanz in der Hose bleibt, ist laut Gesetz alles in bester Ordnung. Immer schön brav notgeil bleiben, liebe Männer! Aber mit Contenance, dann ist Straffreiheit garantiert. In der Wiener Zeitung vom 30.01.2013 findet sich unter Sexuelle Belästigung, Nötigung und andere Schweinereien -Der „Klaps auf den Hintern“ fällt nicht unters Strafrecht sogar noch konkreter:

Diverse Delikte im Strafgesetzbuch (StGB) im Bereich der strafbaren Handlung gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung stellen auf das Vorliegen einer geschlechtlichen Handlung ab (unter anderem §§ 202, 207, 207a, 207b, 212, 213, 214, 215a). Eine geschlechtliche Handlung liegt aber nur bei einer intensiven Berührung eines primären oder sekundären Geschlechtsorgans vor. Im Unterschied zum Analbereich zählt das Gesäß nach herrschender Rechtsprechung nicht zu den unmittelbaren Geschlechtssphären eines Menschen – das „Po-Grabschen“ fällt also nicht darunter.

Der erzwungene Kuss ist Nötigung
§ 218 StGB bedroht sexuelle Belästigung mit Freiheitsstrafen bis sechs Monaten oder einer Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen. Strafbar sind auch unerwünschte geschlechtliche Handlungen an oder vor einer Person, zum Beispiel Onanie. Verbale Belästigungen sind nicht umfasst.

Verbale Belästigungen sind nicht umfasst. Dies bedeutet also im Umkehrschluss, dass sich ein Mensch – nicht nur, aber leider meist eine Frau – also Obszönitäten und Anzüglichkeiten ohne Wenn und Aber gefallen lassen muss. Wer wortwörtlich zur goldenen Mitte drängt und dabei den goldenen Mittelweg wählt, ohne die Finger schamlos ins Bodenlose gleiten zu lassen, darf fröhlich ausgelassen seine unausgegorenen Unverfrorenheiten zur Schau stellen. Solange, ja solange keine konkrete sexuelle Handlung nachgewiesen werden kann. Und solange dies außerhalb der Arbeitswelt geschieht. Denn seltsamerweise gelten im Zusammenhang mit dem Gleichbehandlungsgesetz (siehe dazu z.B. Bundeskanzleramt Rechtsinformationssystem: Gesamte Rechtsvorschrift für Gleichbehandlungsgesetz, Fassung vom 25.09.2013) in der Arbeitswelt wesentlich härtere Bestimmungen. So steht etwa unter § 6 (2) zu Sexuelle Belästigung im „I. Teil: Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt, Geltungsbereich“:

Sexuelle Belästigung liegt vor, wenn ein der sexuellen Sphäre zugehöriges  Verhalten gesetzt wird, das die Würde einer Person beeinträchtigt oder dies  bezweckt, für die betroffene Person unerwünscht, unangebracht oder anstößig ist (…)

Also Männer (zumindest mehrheitlich) hergehört! Wenn ihr richtig geil seid und eure Triebe nach Herzenslust ausleben wollt, so macht dies in der Freizeit. Ob jetzt an der Waschstraße oder an der Bar, spielt keine Rolle. Sprecht das Freiwild Frau unverblümt auf ihre goldene Mitte an, fragt sie nach Lust und Laune, ob die eigene Wolllust nicht Laune auf Lust macht und greift den Frauen herzhaft an den Arsch, bis die Backen wackeln. Nur die Schamlippen bleiben tabu, alleine die Brüste lasst in Ruh‘! Denn merke: Ein Betasten am Gesäß stellt – sofern nicht während der Arbeitszeit begangen – im strafrechtlichen Sinne keine sexuelle Handlung dar, da das Gesäß nicht zur unmittelbaren Geschlechtssphäre des Menschen zählt. Von verbalen Eingriffen in die sexuelle Integrität ganz zu schweigen respektive schweigt sich die Gesetzgebung weiterhin beharrlich aus. Der Mann kann immer, die Frau darf nichts. Und Vater Staat und Mutter Land kopulieren fröhlich im straffreien Raum weiter. 

Sexuelle Belästigung ist also erst dann strafrechtlich relevant, wenn „geschlechtliche Handlungen“ vorliegen, die eine Involvierung der Geschlechtsorgane oder der weiblichen Brust verlangen. Im Gegensatz dazu knüpft die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz an der Unerwünschtheit der Handlung an und umfasst somit neben körperlichen auch verbale Eingriffe in die sexuelle Integrität. (Quelle: Parlamentarische Anfrage an die damalige Justizministerin Bandion-Ortner  Zahl 4999/J XXIV. GP, vom 26.3.2010, betreffend Reformbedarf hinsichtlich des Straftatbestandes sexuelle Belästigung.)

Eigentlich nicht weiter erstaunlich, wenn hier ein einziger Satz genügt, um sich seiner Verantwortung zu entledigen und dieselbe weiterzuschieben. Keine Eier in der Hose nennt dies der Volksmund. Dieser in Diensten von IMO schaffende Verbalerotiker ist nur einer von vielen Männern, die glauben, neben der Waschstraße auch sämtliche anderen Rechte an den Frauen gepachtet zu haben. Wenn die Waschstraße zur Wichsvorlage wird, dann steht die ausgebildete Gesellschaft bereits bis zum Hals im zertifizierten Dreck.

IMO – 800 Millionen Kunden weltweit.    IMO! Ab jetzt eine Kundin weniger.

IMO – Seit 1965.                                     IMO! Seit gestern.


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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