Die Capri-Sonne wird vergoldet


And the Goldener Windbeutel 2013 goes to …

… Eppelheim in der Nähe des schönen Heidelberg. Ganz genau an Hersteller Wild (SiSi-Werke) und seinen Kinderklassiker Capri-Sonne. Obwohl sich foodwatch erst unlängst noch für die Nominierung des 200 Milli-Liter Beutelchens für den Preis, den wirklich Goldener Windbeutel wurde von foodwatch an Capri-Sonne verliehen.keiner haben möchte, in Form eines Kurzvideos entschuldigt hatte (siehe Education Marketing – Fit, fair und besonders schlau), ließ es sich die Mehrhheit der 120000 an der Abstimmung Beteiligten nicht nehmen, den flüssig gewordenen Kindertraum auf Platz 1 zu hieven und somit mehr Glanz in die Hütte der ohnehin schon leuchtenden Capri-Sonne zu bringen.

Klarerweise hat der Hersteller auch prompt auf die „Gewinnbenachrichtigung“ reagiert. In Form eines Schreibens, in welchem Sie foodwatch, den 51054 WählerInnen, die für die Eppelheimer voteten (42,6 Prozent), den anderen teilnehmenden Verbraucherinnen und Verbrauchern, die nicht für Capri-Sonne stimmten, aber in ihrer Stimmabgabe grundsätzlich genauso richtig lagen

  1. Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke: 51.054 Stimmen / 42,6 %
  2. Paula von Dr. Oetker: 26.231 Stimmen / 21,9 %
  3. Kosmostars von Nestlé: 24.710 Stimmen / 20,6 %
  4. Monsterbacke Knister von Ehrmann: 11.580 Stimmen / 9,7 %
  5. Pom-Bär von funny-frisch (Intersnack): 6.260 Stimmen / 5,2 %

(Quelle: foodwatch – Capri-Sonne erhält Goldenen Windbeutel 2013, Bild und weiteres Material zum Goldenen Windbeutel und selbstverständlich vielen weiteren Themen unter foodwatch – Die Essensretter erhältlich)

und selbstverständlich auch all jenen, welche dieses Mal an der Wahl nicht beteiligt waren, dieses aber sicherlich nächstes Jahr anders machen werden, mitteilten, dass die Annahme des Preises verweigert werde.

Goldener Windbeutel – Annahme verweigert!

Und da Capri-Sonne kein Geheimnis aus dieser Tatsache macht, will ich dies natürlich zum Anlass nehmen, die Stellungnahme (siehe unter Capri-Sonne Presseinformation) zum eigenen Saft aus der Tüte an Sie weiterzureichen. In dieser heißt es dann, um das Ganze jetzt zu komprimieren, dass die Rezeptur in mehr als 40 Jahren nie grundlegend verändert wurde. Und weiterhin, dass die Deutschen Capri Sonne Goldener WindbeutelSiSi-Werke die Zutaten für Capri-Sonne vollständig deklarieren. Ja, und dann dürfen wir uns noch an der Tatsache erfreuen, dass Capri-Sonne seit mehr als 40 Jahren von Jung und Alt getrunken wird. Und wir erfahren, dass Capri-Sonne Bio-Schorly aus 60 Prozent Frucht und 40 Prozent Quellwasser besteht und deshalb von „Öko-Test“ mit „sehr gut“ ausgezeichnet wurde. Aber den ganzen Text können Sie natürlich auch selbst nachlesen.

Alles schön, alles gut! Doch der Goldene Windbeutel wurde leider nicht für die Bio-Schorly verliehen und eine Kennzeichnung der enthaltenen Zutaten sollte sowieso keiner großartigen Erwähnung im Sinne der Gesetzgebung und in erster Linie zum Wohle der Konsumentinnen und Verbraucherinnen bedürfen. Und vielleicht sollte diese Preisverleihung, auch wenn die Annahme verweigert wurde, als Anlass genommen werden, das Denken und Handeln der letzten 40 Jahre noch einmal gründlich (oberflächlich ginge zur Not auch noch) zu überarbeiten, zu hinterfragen und bei Bedarf, und der dürfte scheinbar aus Sicht der Käuferschicht herrschen, zu modifizieren.  

 

       


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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