Blogger Boegle – wo warst du? 1



Ein Schreiberling auf Abwegen

Wenn ich mir meinen letzten veröffentlichten Blogpost „Zu Gast bei hessnatur in Butzbach“ vom 05. November so Blogger Paul Boegle ist zurück. Geschrieben wird vorläufig auf “Bio Natur - Bloggen im grünen Bereich!” aber im Schritttempo.ansehe, könnten Sie als Leserin und Sie dort drüben, ja genau, Sie meinte ich, als Leser auf den Gedanken kommen, Blogger Paul Boegle hat ins Gras gebissen. Klare Sache, unter dem Leitmotto meines Blogs „Bloggen im grünen Bereich!“ durchaus eine reizvolle Vorstellung, diesen Weg alles Irdischen auf diesem besonders saftigen und farblich harmonisch abgestimmten Wege, welcher uns irgendwann allen vorherbestimmt ist, zu beschreiten und still und heimlich meiner Lesergemeinde aufs gemeine Geratewohl auf Nimmerwiedersehen zu sagen.

Jetzt bin also doch zurückgekehrt. Nicht aus dem Jenseits, sondern aus einem diesseitigen Krankenhaus. Jaja, das Alter schlägt auch mir mittlerweile ein Schnippchen, Kapriolen gleich dazu und mich verschlug es eben aufgrund dieses schlagkräftigen Tatendrangs dorthin, wo im Allgemeinen das fortschreitende Alter gerne einmal vorbeischaut, nämlich in ein flauschig weiches Krankenhausbett, um letztendlich zu wissen, dass nachher nichts mehr so ist wie es vorher eigentlich auch schon nicht war. So, und jetzt sitze ich also wieder hier, versuche möglichst schnell, im Sitzen wieder Fuß zu fassen, weil ich beim vergangenen Liegen keinen Schritt weit kam.

Im Eingangsbereich des Spitals habe ich übrigens auch nebenstehendes Täfelchen entdeckt. Nun ja, werfen Sie jetzt bitte nicht mir geschmackloses Verhalten vor, schließlich habe nicht ich dieses dort montiert. Bei Klick auf das Bild gelangen Sie allerdings zu einem Artikel, welcher das Thema Rollstuhl näher behandelt und gerade uns Menschen, die wir oftmals so unbedacht durch diese Welt schreiten, Anlass zur (inneren) Einkehr geben sollte. 

Mit Vollgas durch die eigene Seelenlandschaft?

Die Pumpe rennt, das Hirn brennt, also alles beim Alten? Das schon, doch ich möchte es für den Anfang trotzdem langsam angehen lassen. Sehen Sie es mir also bitteschön vor, wenn ich erst wieder meinen bloggenden Rhythmus finden muss. Ich erinnere mich an einen Artikel namens „Beschleunigte Entschleunigung„, den ich vor mehr als drei Jahren auf diesem Blog verfasst habe. Dort schrieb ich unter anderem:

Und jeden Tag wächst die Kamille um einen, manches Mal sogar um drei Millimeter. Zumindet glaube ich das, so ganz ohne Maßband läßt sich das mit bloßem Auge nicht feststellen. Aber eigentlich will ich es auch nicht so ganz genau wissen, denn ich habe unseren Garten zur entschleunigten Zone erklärt, hier beschleunigt jeder, sei es die Ligusterhecke, der Duftrasen, die Lilien, Petunien, Rosen und natürlich auch die Bienen, Wespen, Spinnen, Grashüpfer und Marienkäfer ganz so, wie es im eigenen Ermessen steht.

Nun, im Garten ist für dieses Jahr Ruhe eingekehrt. Der Liguster verliert Blätter wie ich Haare. Die Duftkamille hat beschlossen, für heuer ebenfalls zu verduften und sich bis zum nächsten Lenz einen faulen ebensolchen zu machen. Viele Insekten sind jenen Weg alles Irdischen nun vor mir gegangen und die Rosen winken mit traurigen Hagebuttenarmen leise Abschied. Hätte ihnen noch einen schönen Sommerschnitt verpassen sollten, fällt mir gerade ein, aber jetzt ist es zu spät. Sei’s drum, dann aber umso kräftiger im Frühjahr. So greife ich eben nun nicht zur Schere, sondern zu einem guten Buch. Beschleunigte Entschleunigung!

Wie lange ich dies durchhalte? Keine Ahnung! Aber zu Silvester nehme ich mir schließlich auch immer gute Vorsätze mit ins neue Jahr. Gebrochen habe ich sie noch alle. Die einen früher, die anderen noch früher. Bleiben Sie mir gewogen, denn ich bin zurück. Oder um mit den Worten der steirischen Eiche Arnie Schwarzenegger zu verenden: „I’ll be noch nicht verreckt!


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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