Greenpeace Gentechnikratgeber – Essen ohne Gentechnik


Die pestizidbelasteten Füllhörner der Ceres 

So, nachdem Jesus in meinem letzten Artikel “What would Jesus buy?” Ehrlich gesagt: “Keine Ahnung!“ die rhetorische Frage, was er in der guten alten Zeit vor zweitausend Jahren alles gekauft hätte und bis heute immer noch nicht zufriedenstellend beantwortet hat, bleiben wir doch gleich dort, wo wir gerade herkamen. In der guten alten Zeit.

Essen ohne Gentechnik – Einkaufsratgeber zu HandelskettenFrüher war alles besser. Nein, viel besser natürlich. „Natürlich„, das richtige Stichwort zum richtigen Zeitpunkt. Sie wissen schon, in den guten alten Zeiten, als Großmutter noch das eigene Obst im eigenen Garten zu eigener Marmelade verarbeitete, welches Opa vor dem ersten Väterchen Frost, ja den gab es damals noch in schöner Regelmäßigkeit, welcher als Vorbote von General Winter, ja der stand damals noch verlässlich in weißer prächtiger Hab-acht-Stellung in regelmäßiger Schönheit stramm, bevor er in seinen aufwändigen Kriegsvorbereitungen vom Klimawandel zum lauwarmen Statisten degradiert wurde, bevor also Großvater Gevatter Frost die naturnahen Früche der herbstlichen Erdkrume entriss.

Nein, so einfach ist es jetzt selbstverständlich nicht. Das mit den guten alten Zeiten meine ich natürlich. Auch unsere Vorfahren haben schon mit Pestiziden und anderen unlauteren Spritzmittelchen der Natur auf die Sprünge geholfen, um die Erträge zu steigern und der fruchtbaren Ceres mehr abzuverlangen, als es diese freiwillig getan hätte. Und trotzdem war alles nicht ganz so exzessiv wie es die heutige moderne Landwirtschaft im gefährlichen Spagat zwischen künstlich vermehrender Gentechnik und der Forderung nach Verbrauchertransparenz und Mut zu „Weniger ist mehr“ vollführt. Die industriell gefertigten Füllhörner müssen angesichts steigender hungriger Weltbevölkerung, dem wachsenden Bedarf nach Biosprit oder dem kollektiven Schrei nach fleischlichen Gelüsten, welcher die nimmersatten Mäuler der vorgeschalteten Rindsviecher mit Bergen aus Tierfutter stopft, welches sich dann in methangeschwängerten Rauchschwaden in heiße Luft auflöst, auf Teufel komm raus schütten, was das Zeug hält. Und schlussendlich stehen wir dann vor den überberstenden Verkaufsregalen, lobpreisen den Herrn des Einzelhandels, welcher seine quantitativ gütigen Hände flink und behende über die Barcodes der hübsch luftdicht verpackten Waren gleiten lässt und uns mit jedem scannenden Biep das Ergebnis dieses fortschrittlichen Handelns in den plastikkartenummantelten Ohren klingeln lässt.

And Now for Something Completely Different.“ Möglicherweise nicht ganz so lustig wie die Anarcho-Truppe von Monty Python’s, aber Truppe bleibt Truppe.

Was gibt es Neues vom „Monte Ulle“?

Früher war alles besser. Jaja, ich weiß. Ich wiederhole mich. Aber da bin iORF ZIB 20 vom 16.09.2012: Aufregung um Ulrichsbergtreffen (01:03) “Ja meine Güte, was ist denn schon Schlechtes an der Waffen-SS”, sagt der neue Präsident des extrem umstrittenen Ulrichsberg-Heimkehrertreffens Hermann Kandussi. Und ein Festredner der Veranstaltung ist auch ein ehemalige Mitglied der Waffen-SS.ch glücklicherweise nicht ganz alleine. Wenn ich da etwa an den ehrenwerten Hermann Kandussi denke, fühle ich mich doch gleich viel besser und das vaterländische Herz schlägt mir freudig erregt in der heldenhaften Brust. Nein, besagter Herr Kandussi hat als Obmann der Ulrichsberggemeinschaft (UBG) nichts mit Gentechnik am Hut, glaube ich zumindest. Aber den ertragreichen Heimatboden bearbeitet und beackert er schon ordentlich. Besonders den rund um den im Volksmund als „Monte Ulle“ so bezeichneten Ulrichsberg im schönen Kärnten. Dort wachsen dann auch besonders blumige Aussagen aus der braungebrannten Erde wie z.B. folgende zur ehemaligen Waffen-SS:

Das waren Soldaten wie alle anderen auch. Und die Waffen-SS war auch keine verbreche­rische Organisation.“ (Ulrichsberg: Staatsanwalt ermittelt)

Nun ja, was denn so Schlechtes an der Waffen-SS sein soll, wie er gegenüber dem ORF (Rede von Ex-Mitglied der Waffen-SS abgesagt) wen auch immer inklusive vielleicht sich selbst fragte, weiß ich natürlich so aus dem Stegreif auch nicht. Kann aber auch nicht so schlimm und schlecht sein, schließlich ist Hermann Kandussi Mitglied der SPÖ und die regieren immerhin das schöne Land Österreich samt Ulrichsberg und anderer hinterster Winkel der Republik. Dass die Waffen-SS bei den Nürnberger Prozessen zur verbrecherischen Organisation erklärt wurde, kann da wohl nur ein Fauxpas der damaligen Richter sein.

Ulrichsberggemeinschaft auf Facebook. Viele interessante Posts wie etwa folgender: “Wir leben in der Meinungsdiktatur der “Müllsortierer”. Es sind genau diese Menschen, welche Werte, Traditionen, Identität und ein ehrenhaftes Gedenken mit den Füssen treten. Auf dem letzen Ulrichsberg-Gendenken, waren viele aufrichtige Menschen aller Altersgruppen anwesend. Dieses lässt hoffen, dass die Flamme unseres Volkes noch brennt.”Aber eigentlich wollte ich über ganz andere Dinge schreiben. Hat zwar auch irgendwie mit braunem Erdreich zu tun, ist sicherlich ebenfalls nicht zu verharmlosen und an Geschmackslosigkeiten fast nicht mehr zu überbieten. Bei manchen Dingen kann einem schon gehörig der Appetit vergehen.

Bei Klick auf den folgenden Link können Sie sich die kostenlose PDF-Datei „Essen ohne Gentechnik – Einkaufsratgeber zu Handelsketten“ bei Greenpeace herunterladen. Gut zu wissen, wer welchen Müll in den Regalen zum Verkauf anbietet. Apropos Müll. Wer sich für Einkaufsführer, Rattenvolk (nein, nein, damit meine ich meinen Artikel Neues von Monsanto: Der Rattenschwanz NK603) oder gentechnisch verändertes Vaterland und pestizidverseuchten Mutterboden interessiert, sollte vielleicht einmal auf der Facebook-Seite der Ulrichsberggemeinschaft vorbeischauen (den Link erspare ich mir). Da finden sich dann solch schöne Postings wie der nebenstehende Screenshot mit vielen wunderbaren Statusmeldungen oder wie immer dies auch heißt:

Wir leben in der Meinungsdiktatur der „Müllsortierer“. Es sind genau diese Menschen, welche Werte, Traditionen, Identität und ein ehrenhaftes Gedenken mit den Füssen treten. Auf dem letzen Ulrichsberg-Gendenken, waren viele aufrichtige Menschen aller Altersgruppen anwesend. Dieses lässt hoffen, dass die Flamme unseres Volkes noch brennt.

Naja, was beweist, dass auch Müllverbrennungsanlagen ab und zu auf Sparflamme brennen. Ach, wie endete eigentlich das diesjährige Treffen am Monte Ulle? Natürlich ganz im Sinne der Veranstalter, wie ein offensichtlich Anwesender so schön patriotisch auf ebenda Facebook schrieb:

Der Heimatabend endete mit dem gemeinsamen Singen von Soldaten– und Heimatliedern, nachdem Jugend und Weltkriegsveteranen bis in die späten Abendstunden gemeinsam eine schöne Zeit verbrachten. Ganz genau !!!


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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