Ein Streifzug durch die virtuelle (Baum)Wolllust 1



Hi, auch uns ist das Thema faire Arbeitsbedingungen sehr wichtig.

Ich freue sich, wenn ich so etwas unter meinem Artikel Das Sumangali-Prinzip: Textile Leichentücher made in India von einem der betroffenen Unternehmen zu lesen bekomme. In diesem Falle war es die schwedische Modekette H&M, welche sich immerhin dazu bequemte, einen Kommentar auf meinem Blog zu hinterlassen (siehe dazu: Kommentare zu „Das Sumangali-Prinzip„). Nun, weiter schreibt das „H&M Team Deutschland“:

Sumangali ist eine völlig inakzeptable Praxis für H&M und ein klarer Verstoß gegen unseren Verhaltenskodex. Wir widmen uns diesem Problem seit vielen Jahren, gemeinsam mit anderen Firmen und indischen Regierungsvertretern. Siehe hier, was H&M generell für faire Arbeitsbedingungen, einen höheren Mindestlohn und gegen Kinderarbeit unternimmt: http://bit.ly/wYAukV

Selbstverständlich konnte ich dieses nicht unkommentiert lassen, möchte jetzt aber nicht weiter darauf eingehen. Vielmehr hat mich dies dazu inspiriert, mich auf die Suche nach anderen Blogs zu machen, welche sich mit dieser Problematik auseinandersetzen und weiterführende Informationen und Inhaltsreiches bieten. Und so soll dieser Artikel in erster Liie dazu dienen, weider einmal auf die gar nicht so tote Bloggerlandschaft aufmerksam zu machen. Einiges findet sich sicherlich schon in meiner Blogroll, aber gerade zu diesem speziellen Thema finden sich doch äußerst interessante Nischenblogs, welche meine und hoffentlich auch Ihre Beachtung und Wertschätzung verdienen.

Hey, mein Name ist Thorge Ott und ich berichte in meinem Blog regelmäßig über Nachhaltigkeit, Umweltschutz, soziale Themen und ähnliches. Mir ist es wichtig, dass ich auf diese Weise viele Menschen erreichen und diese zum Mitmachen motivieren kann. Schließlich können wir uns gemeinsam viel effektiver für den Umweltschutz und für soziale Gerechtigkeit in der Welt einsetzen - Das sind Themen, die uns alle angehen! Wie Du persönlich am besten anfängst etwas zu unternehmen? Mein Blog bietet dir Tipps & Tricks; schau dich doch gleich hier um!1. Thorgeott.de

Hey,
mein Name ist Thorge Ott und ich berichte in meinem Blog regelmäßig über Nachhaltigkeit, Umweltschutz, soziale Themen und ähnliches. Mir ist es wichtig, dass ich auf diese Weise viele Menschen erreichen und diese zum Mitmachen motivieren kann. Schließlich können wir uns gemeinsam viel effektiver für den Umweltschutz und für soziale Gerechtigkeit in der Welt einsetzen – Das sind Themen, die uns alle angehen! Wie Du persönlich am besten anfängst etwas zu unternehmen? Mein Blog bietet dir Tipps & Tricks; schau dich doch gleich hier um!
(Anm.: Bei Klick auf das Logo funktioniert das übrigens auf einfache Weise.)

Thorge-Tobias Ott bloggt aus Kiel. Kiel und Bloggen? Richtig, da war doch was! Einer meiner absoluten Lieblingsblog namens „Konsumpf – Forum für kreative Konsumkritik“ von Peter Marwitz, damals mein erster Zugang in meiner Blogroll, stammt ebenso aus diesem nördlichen Teil der Bundesrepublik. Thorge schreibt zwar bei Weitem nicht in dem Ausmaß wie Peter, doch wenn er ein Thema anpackt, dann ordentlich und in wohltuender Überlänge. Gerade seine Beiträge zu H&M und das Märchen von der Öko-Kleidung sowie der sehr informative und empfehlenswerte Artikel Fair tragen – Faire Mode im Internet bestellen machen deutlich, dass hier jemand nicht nur um des Schreibens willen bloggt, sondern sich eingehend mit der gewählten Materie befasst und vor allem die verschiedenen Facetten beleuchtet. Fazit: Meine Blogroll ist um einen Zugang reicher.

2. Grüne Mode

Auf den ersten Blick konnte ich eigentlich mit diesem Blog so rein gar nichts anfangen. Nicht inhaltlich, sondern mehr aus dem Blickwinkel des Aha-Erlebnisses. Das sollte sich allerdings schnell ändern, als ich im Impressum den Namen Kirsten Brodde las. Wer auch damit nichts anfangen kann, möge sich vielleicht Artikel wie Bloggerin bedrängt Bankchef Nonnenmacher wegen 24 Euro oder ihr Buch „Protest! Wie ich die Welt verändern und dabei auch noch Spaß haben kann“ durchlesen. Was mich zum einzigen Kritikpunkt bringt. Denn Kirsten Brodde preist dieses Werk auf ihrem Blog zum Kauf an. Was absolut nichts Schlechtes wäre. Doch warum ausgerechnet über Amazon? Nun, da ich bereits seit längerer Zeit meine Mitgliedschaft bei eben diesem Onlinehändler gekündigt habe (siehe z.B. dazu: Blubbernde Blasen und andere unangenehme Blähungen), bleibt mir dieser Weg des Kaufens leider verwehrt.

Ein Blick lohnt sich aber auf alle Fälle. Besonders gelungen ind dabei die sogenannten „Grünen Listen“ (Bei Klick auf … Naja, eigentlich recht eindeutig), eine Grüne Mode - grüne Listen. Wer bewusster Mode einkaufen möchte, findet hier Hilfe. Auf der grünen Liste finden sich über hundert Label, die sauber und sozialverträglich produzieren.Zusammenstellung grüner Modelabels und Klamottenläden mit grüner Philosophie. Wobei hier wiederum die Frage erlaubt sein muss, nach welchen Kriterien und unter welchen Aspekten diese Listen entstanden sind. Wenn ich dort den C&A Onlineshop oder Adidas vorfinde, kommen einem doch leichte Zweifel. Mag zwar sein, dass hier nur grüne Gesichtspunkte in die Bewertung mit einflossen, doch gerade diese Reduktion wollen wir doch eigentlich alle gemeinsam vermeiden. Da wäre die Berücksichtigung von Faktoren wie Kinderarbeit oder soziale Komponenten wie gerechte Entlohnung sicherlich wünschenswert. Möglich, dass die Liste einfach nur wieder einmal aktualisiert werden sollte. Stand 2009 ist nicht unbedingt von heute.

3. LAMM – Liga der Außergewöhnlichen Montagsmailer

LAMM - Liga der Außergewöhnlichen Montagsmailer. Wir sind junge Menschen, die neugierig durchs Leben gehen und sich Fragen zu ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit stellen. Kleine, auf den ersten Blick banal erscheinende Fragen, auf die wir aber nicht immer selbst eine einleuchtende Antwort finden.Liest sich beim ersten Zungenschlag höchst sperrig, ist es aber beileibe nicht. Denn die jungen SchweizerInnen, nach bestätigten Meldungen auf der eigenen Seite handelt es sich beim Vorstand um Ligavizepräsidentin Jeannie Nelson, Ligavizepräsident Dorian Gray, Ligavizepräsident Allan Quatermain, Ligapräsidentin Willhelmina Harker, haben alle gemeinsam eines im Sinne. Als bloggende Lämmer werden sie unablässig von Fragen geplagt, welche nach Antworten heischen. Oder, um das LAMM-Leitbild friedlich und im vollen Wortlaut wiederzugeben:

Wer sind wir?

Wir sind junge Menschen, die neugierig durchs Leben gehen und sich Fragen zu ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit stellen. Kleine, auf den ersten Blick banal erscheinende Fragen, auf die wir aber nicht immer selbst eine einleuchtende Antwort finden.

Wieso hat die Stadt Zürich eigentlich keine Grünabfuhr?

Wieso sind Bio-Zucchini in der Migros aufwändiger verpackt als „normale“ Zucchini?

Weshalb lässt Coiffeur Valentino in seinen Salons die ganze Nacht über die Lichter brennen?

Was tun wir?

Diese kleinen Fragen stellen wir denen, die in der Lage sein sollten eine klare, einleuchtende Antwort zu geben. Wir schreiben Coiffeur Valentino, der Migros oder der Stadt Zürich ein nettes Mail und bitten um Aufklärung. Erhalten wir eine Antwort, veröffentlichen wir unsere Frage mitsamt dem Antwortmail auf unserem Blog.

Weshalb tun wir das?

Weil wir uns alle diese kleinen Fragen schon mal gestellt haben und wir ein Recht auf eine Antwort haben.

Denn Wir glauben,

  • dass wir in einer Zeit leben, in der nachhaltiges Verhalten kein Luxus sein darf.
  • dass Unternehmen und staatliche Behörden die Stimmen der Bürger nicht ignorieren.
  • dass wir Unternehmen und Verwaltungsbehörden dazu bewegen können
    umweltfreundlicher zu arbeiten, wenn wir sie daran erinnern, dass ihr
    Handeln aufmerksam beobachtet wird.
  • dass wir wissen sollten, welchen Unternehmen wir unser Vertrauen
    schenken.

Das Frage- und Antwort-Spiel der blökenden bloggenden Lämmer aus Zürich geht auf. Auf amüsante Art und Weise verpacken sie kritische Themen in scheinbar ach so belanglose Anfragen an Unternehmen wie eben auch H&M (siehe z.B. Wo versteckt H&M seine Biokleider?) und enttarnen diese dann mit einfachsten Mitteln, indem sie deren oberflächliche und oft hilflose Antworten auf ihrem Blog präsentieren. Schlussendlich führen sie die Unternehmen nicht an der Nase herum, sondern fordern diese auf harmlose Weise auf, diesen Schritt selbst zu vollenden. Fazit: Kommt in meine Blogroll. Weiter so!

Was bliebe zum guten Schluss noch zu schreiben? Ich habe mich durch eine Unmenge an privaten Blogs, verkaufsfördernden professionellen Tagebüchern und mehr oder weniger grünen Seiten durchgelesen. Ich habe Altbekanntes wiedergefunden und Neues entdeckt. Dass ich hier nur des berühmten Eisbergs Spitze präsentiere, welche leise klingend aus dem riesigen Heuhaufen Internet gefallen ist, soll nicht unerwähnt bleiben. Dass ich wohl vieles, wenn nicht das meiste übersehen, überlesen oder erst gar nicht gefunden habe, was hier hätte erwähnt werden sollen müssen können dürfen, möge frau und man mir verzeihen.   


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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