„He can kill Angela with his troops“ 1


Kriegszustände ganz ohne Atomwaffen

Auch wenn ich gestern der Ex-Klimakanzlerin und der Mutti der Nation (weshalb, weiter unten) Angela Merkel unter Ich frage nicht: „Wie geht es der Erde?“ hinsichtlich ihrer Zuneigung zur gold-geld-flüssigen Ökonomie und der damit implizierten Abneigung gegen die umständliche „Green Economy“ (und unverständliche Hungergefühle im Milliardenbereich) attestiert habe, welche wohl auch nach Rio plus 20 in anderen Umständen bleiben wird, d.h. sie wird weiterhin maximal schwanger gehen, wenn nicht sogar als totgeborenes Umweltverschmutzungskind das Licht der ebenfalls geschwängerten, allerdings mit CO2, Erde erblicken, so liest sich der FAZ-Artikel „EnBW-Kauf: Mappus war gesteuert“ doch wie ein guter Roman mit Anleihen an „Alien und Predator“ und entgeltlicher Mitwirkung von „Starship Troopers“. So ganz nebenbei: Wissen Sie eigentlich, wie schwierig es für einen wie mich ist, aufgrund der fehlenden Bildung auf dem Sci-Fi-Bankensektor solcherlei Filme ausfindig zu machen, welche das Geschriebene metaphorisch anschaulich untermalen? Wollte ich nur einmal so ganz nebenbei geschrieben haben. Doch diese filmreifen Geschichte im Ländle Baden-Württemberg könnte sich nun wirklich zum politischen Blockbuster entwickeln. Und der ehemalige Ministerpräsident Stefan Mappus als Darth Vader light mittendrin im extra-terrestrischen Kampf um irdische Macht.

Notheis rät Mappus auch, die Kanzlerin einzuspannen, um ein „Meeting mit Sarko“ zu organisieren. EdF ist ein Staatsbetrieb und der deutsch-französische Atom-Deal politisch heikel: „Du fragst Mutti, ob sie Dir das arrangieren kann.“ Und es ist Notheis, der den Deal rettet, als die Franzosen in letzter Minute bockig werden. In einer Wut-Mail zu mitternächtlicher Stunde, drei Tage vor Bekanntgabe der Transaktion, droht Notheis unverhohlen mit Mappus’ Macht: „Wenn er kapiert, dass hier Spielchen gespielt werden, kann ich für nichts garantieren. Dann kannst Du sicher sein, dass Angela im Elysee anruft“, mailt Notheis an Frankreichs Morgan-Stanley-Boss René Proglio. Mappus habe die Kanzlerin unter der Knute, er kontrolliere 30 Prozent der CDU-Delegierten: „He can kill Angela with his troops.“ Als der französische Kollege die erlösende Mail schickt – „problem solved“ –, atmet Notheis auf: „What a movie…“.

Mitte März 2011 hatte Greenpeace unter „EnBW Geschäftsmodell nicht zukunftsfähig“ geschrieben: „Es steht nicht gut um den baden-württembergischen Energieversorger EnBW. Richtet er seine Geschäftspolitik nicht konsequent neu aus, könnte er schon bald zum Sanierungsfall werden. Das zeigt eine neue Studie, die der Energiewissenschaftler Prof. Dr. Uwe Leprich im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.“ Vielleicht hätte man statt damals schon statt der Worte „… Energieversorger EnBW“ „… Ex-Minsterpräsidenten Stefan Mappus“ einsetzen sollen.

Jetzt ist es ja so, dass die kreditinstitutionelle Welt im kleinen Österreich hinsichtlich fremdfinanzierter Kriegsberichterstattung ebenso zu den führenden nimmersatten kapitalen Rüstungskonzernen mit deutscher Beteiligung (siehe BayernLB verklagt Ex-Vorstand wegen Hypo-Kaufs oder Wolfgang Kulterer: Ex-Hypo-Alpe-Adria-Chef muss hinter Gitter) gehört und im gierigen „Möcht ich haben, möcht ich gerne“-Möchtegerne Krieg der Sterne mit hoher Feuerkraft aus vollen Rohren pfeffert, doch angesichts der hier veröffentlichten Dinge könnten sich einige inländische BankerInnen durchaus noch Anschauungsunterricht in Sachen atomar betriebenes Fremdkapital nehmen. Da nimmt der Begriff Bürgerbeteiligung doch gleich richtig Struktur und Form an. Und es beweist, dass demokratisch gewählte Heuschrecken durchaus in der Lage sind, ihre Beißwerkzeuge zu privatwirtschaftlich ferngesteuerten Lenkraketen im Dienste der Allgemeinheit oder möglicherweise auch im allgemeinen Verdienst umfunktionieren können.

Wenn Sie, so wie ich es aus purer Machtgier Neugier gemacht habe, auf der eigenen Homepage von Stefan Mappus (eine Verlinkung lasse ich dabei bleiben) vorbeizuschauen, können Sie dort folgende Worte finden:

Liebe Internetnutzer,

es freut mich, dass Sie auf meiner Homepage vorbeischauen.

Auf diesen Seiten erfahren Sie etwas über mich, meine Arbeit im Wahlkreis und fürs Land. Darüber hinaus finden Sie hier Pressemitteilungen und meine aktuellen Termine.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung zu aktuellen Themen oder zu meiner Homepage mitteilen.

Ihr Stefan Mappus

Der letzte Eintrag ist übrigens vom 23.07.2011. Doch wenn Ihnen mit den Überzeugungen von Herrn Mappus gedient ist, welche sicherlich aktueller denn je sind, dann lesen Sie doch einfach weiter:

Gute Politik braucht Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen haben können in ihre gewählten politischen Repräsentanten. Deshalb müssen in der Politik wie im Leben Grundsätze, getroffene Vereinbarungen und gemachte Zusagen gelten. Mit dieser Motivation habe ich früh politische Verantwortung übernommen. Sie prägt auch heute mein Verständnis von politischer Arbeit.

Naja, dann! 


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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