Auf die Tube des erdrückend gedruckten Etikettenschwindels drücken 1



Foodwatch bläst zum großen Halali auf die Werbewirtschaft

Habe ich schon gestern am Schluss meines Beitrages mit fremden Zungen gesprochen, so mache ich es mir heute noch einfacher und lasse das eigene Sprachorgan gleich ganz zwischen Ober- und Unterkiefer träge in der eigenen speicheltriefenden Sonnenfinsternis liegen. Selbstverordneter mundtoter Müßiggang sozusagen. Oder verbale Befehlsverweigerung. Oder keine Lust zu schreiben. Nein, Letzteres stimmt sicherlich nicht, schließlich habe ich das windige Thema beuteltierischer Werbeversprechen schon zur Genüge z.B. unter „Goldener Windbeutel 2012: Die Spatzen pfeifen es von den Dächernabgehandelt. Doch weil eben jede Wahl eine Deadline hat, möchte ich deshalb noch einmal die Gelegenheit nutzen, um auf die letzten verbleibenden Tage hinzuweisen, eigenständig dem eigenen Unmut freien Lauf zu lassen. Jetzt könnte ich noch voranstellen, in Anbetracht der gewählten Überschrift würde es sich um das große Teekesseltreiben in Sachen Etikettenschwindel handeln, doch das hieße, meine Sympathie allzu offen kundzutun und zur Schau zu tragen. Also lasse ich, wie bereits kundgetan und dann doch nicht eingehalten, meine lästerlich lästernde Zunge eingeklemmt zwischen meinen freudig erregten Gaumen, wir können hierbei durchaus von kommenden Gaumenfreuden sprechen, und komme endlich zu einem gütlichen Ende. 

Ob Sie sich dabei mit Clausthaler Classic von Radeberger im volllaufen lassen oder zu Stadt, Land oder auf dem Fluss der Landlust Mirabelle & Birne von Teekanne zum großen Durchbruch verhelfen, ist Ihnen freigestellt. Natürlich dürfen Sie auch der Becel.pro avtiv von Unilever kurzfristigen Erfolg mit unbekannten Langzeitfolgen verordnen oder Ihre Jüngsten ab dem 12. Monat dank HIPP Instant-Früchtetee zum zuckersüßen Wonneproppen aufpäppeln. Und wenn Sie der Meinung sind, dass man bei Netto in Sachen Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung nicht alles auf die Goldwaage, sondern möglicherweise sogar gesteigerten Wert auf den Goldenen Windbeutel legt, ist auch dieses eine gute Wahl unter fünf mehr als schlechten Wahlen. Doch mitmachen müssen Sie natürlich schon. Keine Angst, es tut nicht weh! Zumindest nicht Ihnen.

Hallo und guten Tag,
nur noch 6 Tage, dann verleihen foodwatch-Aktivisten den Goldenen Windbeutel 2012 für die Werbelüge des Jahres. Und zwar persönlich am Firmensitz des Gewinners – entweder bei Unilever, Teekanne, Netto, Radeberger oder Hipp. Wohin unsere Reise geht, entscheiden Sie! Noch ist alles offen. Bis Montag können Sie abstimmen, ob wir den Windbeutel nach Hamburg, Düsseldorf, Maxhütte-Haidhof, Frankfurt oder Pfaffenhofen bringen. Machen Sie jetzt noch schnell mit unter:

www.abgespeist.de

Tausende von Verbrauchern haben bereits mitgemacht. Sie sind schon dabei? Falls Sie bereits gewählt haben, können Sie uns helfen: Leiten Sie jetzt diese Mail an Freunde und Bekannte weiter und empfehlen Sie den Goldenen Windbeutel weiter. Je mehr Menschen bei der Wahl zur dreistesten Werbelüge mitmachen, umso deutlicher das Signal an die Lebensmittelindustrie.

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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