M.A.S.H., Cupcakes und die Hölle in 7:30 Minuten 1



Die „Flame Challenge„: Physikunterricht einmal anders

Johnny Mandel: “Suicide is painless”. M.A.S.H. Theme und Titelsong der gleichnamigen Serie M.A.S.H. (Mobile Army Surgical Hospital).Kennen Sie eigentlich noch Alan Alda? Die Jüngeren unter uns werden jetzt sicherlich etwas ratlos mit den Schultern zucken und sich wieder hingebungsvoll ihren erklärten Lieblingsserien „Two and a Half Men“, „Scrubs“ oder meinetwegen „The Big Bang Theory“ und anderen fernsehgerechten Knallern hingeben und diesen Artikel als für beendet erklären. Reifere ZeitgenossInnen, wobei dieses Adjektiv die wohlformulierte Tatsache für älter bis alt höflich umschreiben soll, werden selbstverständlich anerkennend mit dem telegenen Gaumen schnalzen und sofort an M.A.S.H. denken. Nun gut, vielleicht nicht sofort, aber nach dieser kleinen verbalen Hilfestellung eben jetzt.

Alleine der Titelsong der Serie von Johnny Mandel mit dem Titel „Suicide is painless“ (Selbstmord ist schmerzlos), der Text stammt von dem damals 14-jährigen Mike Altman (Sohn von Robert Altman), verdient es, einmal gehört zu werden. M.A.S.H. oder Mobile Army Surgical Hospital spielt während des Koreakrieges in einem Feldlazarett, dem sogenannten „Sumpf“, und konterkariert die Schrecken des Krieges auf geradezu tragisch-komisch geniale Weise. Im Mittelpunkt der Serie stehen die beiden Chirurgen Hawkeye Pierce und Trapper McIntyre. Doch natürlich kommen auch andere verschrobene und liebenswerte Charaktere wie Major Margarethe Hot Lips Houlihan oder Major Frank Burns (Arbeitsmotto: „Wenn ein Patient stirbt, ist es entweder erstens Gottes schuld oder zweitens die Schuld eines anderen.„) dialoglastig und auf den ersten Blick oberflächlich lapidar zu Wort. Doch nur auf den ersten Blick. Denn bei M.A.S.H. als facettenreiches Spiegelbild für den Schrecken Selbstgemachte Cupcakes von Tochter Sabrina. Paul Boegle dankt auf diesem Wege wieder einmal seiner allerbesten Tochter für so viele Dinge. Ich bin stolz auf Dich, mein Kind.Krieg bleibt einem eigentlich das Lacheln im Halse stecken. Doch das wissen die Älteren unter uns sowieso. Cpt. Benjamin Franklin Hawkeye Pierce wird dabei von dem eingangs erwähnten Alan Alda gespielt, wobei wir endlich das Licht der Flame Challenge entzünden können. Nein, vorher gibt es noch den Refrain aus dem M.A.S.H.-Titelsong:

Suicide is painless,
It brings on many changes,
And I can take or leave it if I please.

Der Freitod ist schmerzlos, er verändert so vieles, und ich kann ihn nach Belieben wählen oder es bleiben lassen.“ Nun, lassen wir doch für heute und hoffentlich auch für spätere Zeiten diese Möglichkeit außen vor und lieben trotz aller Mühen das Leben trotz aller Schrecken. Unser Lebenslicht wird uns auch ohne unser Eingreifen irgendwann ausgeblasen, wobei wir jetzt aber wirklich beim Thema wären. Angesichts solch selbstgemachter Cupcakes meiner Tochter Sabrina wäre Selbstmord zwar auch eine Lösung, wie schon „Das Kleine Arschloch“ von Walter Moers so lebensweise ätzend vorschlug, doch eben nur eine unter physikalisch vielen anderen Möglichkeiten, sich ein allerletztes Mal zu verlustieren. Wobei Physik wohl nicht gerade das erklärte Lieblingsthema meiner selbst ist. Der Quantenphysiker Ben Ames hat dazu sicherlich eine etwas andere Meinung. Und die hat er bei der sogenannten „Flame Challenge“ bestens in Wort und Bild gesetzt.

What is a Flame?“ by Ben Ames

Flame Challenge von M.A.S.H.-Chirurg Cpt. Benjamin Franklin Hawkeye Pierce alias Alan Alda. Das Siegervideo “What is a Flame?” von Ben Ames erklärt auf anschauliche Weise, was nach physikalischen Gesichtspunkten eine Flamme eigentlich ist.Physikunterricht ist nicht jederfraus und jedermanns Sache, wobei dieser weiterführende Link für Lernende und Lehrende aus rein physikalischen Gesichtspunkten vielleicht auch einmal eine Überlegung wert ist. Von kleinen Jederfraus und Jedermanns, gemeinhin auch als schulpflichtige Kinder bezeichnet, ganz abgrundtief verachtungsvoll zu schweigen. Doch manchmal denkt der Nachwuchs ganz anders und bewertet noch viel anderster, wobei ich entschuldigenderweise anführen muss, dass mir außer diesem dudengeächteten „anderster“, welches es so meines Wissens, angesichts meiner unübersehbaren Wissenslücken nur ein schöngefärbter Hilfsausdruck für mein vorhandenes Nichtwissen, nur im süddeutschen und österreichischen Sprachbarriereraum gibt respektive eben nicht gibt, nichts Besseres einfiel, um diesen Tatbestand anschaulich lautmalerisch zu untermalen. Der Sachverhalt, dass Wien anders ist, ließe sich dabei anhand bestimmter Zeitgenossen und Institutionen durchaus in „Wien ist anderster“ transformieren, was aber nicht Gegenstand dieses Artikels sein soll.

Machen wir es aber nun kurz, denn mir gehen schön langsam die Worte aus. Und so lassen Sie mich auf ein probates Mittel zurückgreifen, welches mich schon desöfteren aus solch misslicher Lage befreit hat. Ich zitiere und spreche mit fremder Zunge. In diesem Falle übernehme oder übergebe ich an ScienceBlogs: „Die „Flame Challenge“: Was ist eine Flamme?

Vielleicht hat jemand von euch in den letzten Tagen ein Osterfeuer gesehen. Und vielleicht kam einem von euch dabei der Gedanke: „Was ist eigentlich eine Flamme?“. Das dachte sich auch der 11-jährige Alan Alda. Die Antwort seiner Lehrerin lautete „Oxidation!“. Das fand Alan nicht wirklich befriedigend. Später wurde Alan Alda ein Schauspieler – und Vorstandsmitglied des Center for Communicating Science. Alda ist mittlerweile 76 Jahre alt, aber immer noch sehr daran interessiert, Kindern etwas Wissenschaft beizubringen. Deswegen hat er die Flame Challenge ins Leben gerufen.

Das (englischsprachige) Siegervideo finden Sie bei Klick auf den älteren Mann, welcher sich wohl angesichts solch süßer Versuchung weniger mit physikalischen Gedankenexperimenten tragen dürfte. Da liegt er zumindest auf einer parallelen Linie mit mir. Wobei da gab es ja irgendwann einmal dieses seltsame Parallelenaxiom. Ob es dann immer noch gibt? Wahrscheinlich schon. In der Unendlichkeit. Doch die darf ruhig noch etwas auf mich warten.

A brave man once requested me
to answer questions that are key
is it to be or not to be
and I replied ‚oh why ask me?

Cause suicide is painless
it brings on many changes
and I can take or leave it if I please.
And you can do the same thing if you please.


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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