Bio Natur - Der Weblog

25.1.2012

Ein anderes Foto erzählt eine andere Geschichte

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 16:30


Noch eine kurze Geschichte, noch ein aussagekräftiges Foto

Nachdem ich Ihnen unter “Ein Foto erzählt eine Geschichte” anschaulich erklärt habe, was es bedeutet, in Afghanistan für die gerechte Sache zu kämpfen, wenn denn das Vaterland und Mutter Staat Garanten für Gerechtigkeit sind, und bei diesem Kampf für das Gute gegen das Böse dabei unschuldig in Gefangenschaft zu geraten, erzähle ich Ihnen heute noch eine kleine Geschichte. Eine andere Geschichte mit einem anderen Foto, aber im Kontext ähnlich zu der bereits geschriebenen Kurzgeschichte, welche Sie nun bereits kennen und hoffentlich auch bewertet haben. Sollten Sie jedoch die erste Geschichte mit dem dort gezeigten ersten Foto noch nicht gelesen haben, bitte ich Sie, dieses jetzt unter obigem Link nachzuholen. Es dient dem besseren Verständnis.

Lassen Sie mich deshalb auch heute anmerken, dass Sie hier wiederum bis auf Weiteres vollkommen unreflektiert und neutral das Gelesene bewerten und das veröffentlichte Bild als Teil des Textes betrachten sollen. Wie auch schon im ersten Teil geschrieben: Eine persönliche Meinung über die dort herrschenden Zustände ist trotz der Bitte um neutrales Verhalten und unkritische Aufnahme durchaus erwünscht. Verarbeiten Sie die erhaltenen Informationen, geben Sie den Link auch an andere weiter, wenn Sie der (persönlichen) Meinung sind, dass solche Dinge verbreitet werden müssen. Schließlich bilden Nachrichten nicht nur in Demokratien die Grundlage und einen festen Bestandteil unseres Alltäglichen, um innerhalb und über die Grenzen des eigenen Landes hinaus über Ereignisse, Veranstaltungen, Zustände, Missstände und was auch immer interessant und wissenswert für unser Weltbild ist, bestens informiert und auf dem Laufenden gehalten zu werden. Was gibt es also Neues aus Afghanistan zu berichten?  

Geheime Fotos von Folterungen in Afghanistan

Zustände in Gefangenenlager ähnlich wie in Guantanamo

Laut Nachrichtenagentur dpad sind nun neue Fotos im Internet aufgetaucht, welche amerikanische Soldaten bei der Folterung von How media can manipulate our overview oder die Manipulation durch unkritische Informationsaufnahme. Wie sogenannte unwiderlegbare Bildbeweise gewünschte Informationen verbreiten und glaubhaft untermauern.Kriegsgefangenen in einem Lager nahe der zweitgrößten afghanischen Stadt Kandahar zeigen. Die Aufnahmen, welche wahrscheinlich aus der afghanischen Zivilbevölkerung stammen, jedoch von einer deutschen IP-Adresse aus ins Netz gestellt wurden, lassen keinen Zweifel daran, dass das amerikanische Militär mit allen Mitteln versucht, Druck auf die gefangenen Terroristen auszuüben. Die südlich der Hauptstadt Kabul gelegene Enklave gilt schon seit längerer Zeit als Hochburg der Al-Qaida. Nachdem in letzter Zeit immer wieder die in Afghanistan stationierten Streitkräfte Ziele von terroristischen Anschlägen wurden, konnte nun ein neuerliches Selbstmordattentat in letzter Minute nach Hinweisen aus der Bevölkerung durch ein Spezialkommando verhindert werden.

Gerüchte über die unmenschlichen Zustände und das Fehlverhalten der Sicherheitskräfte sickerten immer wieder durch, konnten jedoch aufgrund der hermetischen Abriegelung des militärischen Sperrgebiets nicht mit Sicherheit bewiesen werden. Doch angesichts der jetzt kursierenden Fotos, auf einem wird einem völlig erschöpften Kriegsgefangenen eine Waffe von zwei amerikanischen Soldaten an die Schläfe gepresst, muss sich das Verteidigungsministerium mit neuen Unregelmäßigkeiten und Vorwürfen von Menschenrechtsorganisationen und NGOs auseinandersetzen.

In einer ersten Stellungnahme zu den erhobenen Vorwürfen erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses, dass eine Sonderkommission bereits auf dem Weg nach Kandahar sei, um vor Ort mit den Verantwortlichen die derzeitigen Zustände zu erörtern und eventuelles Fehlverhalten zu überprüfen. Bei dem Gefangenenlager etwa 80 km südlich von Kabul handelt es sich um ein Militärgefängnis unter dem Oberkommando der US-Streitkräfte, in welchem Al-Qaida Angehörige und mutmaßliche Taliban inhaftiert sind. Verfehlungen wurden jedoch von einem ranghohen General der in Kandahar stationierten Bodenkräfte gegenüber der Presseagentur dementiert.

Allerdings räumten andere Angehörige der Streitkräfte schon vor längerer Zeit ein, dass man sicherlich “nicht sehr zimperlich mit den Gefangenen umgehe“, aber immer innerhalb der Grenzen des Erlaubten. Man müsse schließlich für die Sicherheit des Landes garantieren, deshalb seien gewisse Maßnahmen einfach nicht zu verhindern, soll ein deutscher Soldat geäußert haben, ohne jedoch konkret auf die Bedingungen in Kandahar einzugehen. Dass das jetzt veröffentlichte Bildmaterial jedoch anderes vermuten lässt, wollte bisher niemand kommentieren.

Das soll es nun wieder einmal gewesen sein. Genug für heute über Krieg, Gehorsam gegenüber Vater Land und die damit begründeten Leiden von Mutter Courage. Doch die Serie ist damit nicht zu Ende, sondern das sogenannte dicke Ende folgt erst noch. Bleiben Sie mir also gewogen, denn schließlich möchte ich Ihnen mit diesen beiden Meldungen etwas ins Bewusstsein rufen. Das lesen Sie dann unter “How the media can manipulate our viewpoint“.

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