Auweh-Ohwei-O Weihnacht: Sic Transit Gloria Mundi



Berechtigte Gegenfrage: „Welcher Ruhm soll hier vergänglich sein?

Nachdem also die weihnachtliche Krippe geplündert, die ehemals nichts Böses ahnende schnatternde weihnachtliche Gans nach dem gelassenen Leben wohl auch das daran hängende Fleisch gelassen hat und fein säuberlich abgenagt neben der geplünderten Krippe als fleischfetzenbehangenes Gerippe Ochs, Esel, Hund und Katze zum Fraße vorgeworfen wurden, was das ursprüngliche „Sic Transit Gloria Mundi“ naht- und gebeinelos in ein „Sic Transit Gloria Lupi“ überführen ließe, stehen, sitzen oder liegen Paul Boegle inmitten der Weihnachtsgans mit Semmelknödel und Rotkraut. Der Ruhm der Welt ist vergänglich. Auweh-Ohwei-O Weihnacht: Sic Transit Gloria Mundinun alle am weihnachtlichen Feste beteiligten ProtagonistInnen unter, neben oder möglicherweise auch auf dem oh Tannenbaum und starren mit trocknenden und bitter enttäuschten Tränen auf die vorangegangene Bescherung, welche neben unerfüllten Wünschen besonders durch die Erfüllung nicht gehegter Wünsche zart schimmernd auf rosaroten Kinderwangen glänzend von glorreichen längst vergessenen Zeiten erzählen.

Denn, und hier liegt der wölfisch treu ergebene Hund begraben, welcher leise röchelnd und gierig schlingend die letzten Restbestände des weihnachtlich ex-schnatternden Festbratens in seine hündische Treuergebenheit würgt, blieb das Christkind trotz der immer und immer wieder aus lügendem Kindermund triefenden Versicherung, das ganze Jahr besonders brav im Dienste der Menschheit denselben getan zu haben und ohne Fehl und Tadel durch die christlich vorweihnachtliche Zeit von Januar bis Ende Dezember mit lückenhaften Versatzstücken etwa um die Osterzeit, welche die weihnachtlichen Geschenke für kurze Zeit vergessen machen lässt, was jedoch meist schon mit dem Auspacken passiert weil volle Konzentration auf die Erfüllung der österlichen Wunscherfüllunggefordert, gestolpert zu sein, doch wie jedes Jahr mit dem angehäuften Wunschkatalog und der hoffnungsfrohen Erfüllung und Abarbeitung dieser fein säuberlich mit der Excel-Tabelle erstellten konsumorientierten Berge doch wiederum recht sparsam. Weshalb, warum und wieso dies so ist oder durch den Dunstkreis des verschleiernden Blickes voller Enttäuschungen retrospektiv so war, bleibt natürlich rätselhaft und verschließt sich dem bitterlich verzerrten Kindermund genauso wie die real existierende unverschlüsselte Tatsache Fakt auf dem sich biegenden Gabentisch, welcher unter der Last der angehäuften Lügen zum Zwecke christkindlicher Bestechungsversuche noch um ein paar Zentimeter weiter in die gedrechselten Mahagoniknie aus Echtholzfurnier auf nicht ganz so echtem, aber genauso wischfestem Laminatboden geht, dass die große Schwester, obwohl beim „Oh du fröhliche, oh du und so weiter fröhliche, oh du selige und so weiter selige“ ad eins viel leiser und ad zwei viel falscher gesungen hat und trotzdem beim alljährlich stattfindenden Wettlauf um die schönsten Geschenke ein weiteres Mal die gepuderte Nase um eine gepuderte Nasenlänge vorne hat.

Da hilft es jetzt auch nichts mehr, den Taschenrechner aus dem Kinderzimmer zu holen und die per Internet gegoogelten Kaufpreise, welche jedoch schon als bereits im Februar verankertes Manifest im kleinen wohlsortierten Kinderhirn vor sich hin gammmelten und bis zum Erklingen der bescherungsverkündenden gläsernen Glocke, welche anstatt vom Christkind höchstpersönlich, von mit Gänsefett triefender Mutterhand, von der sich ein einzelner fetter Tropfen der ehemals glücklich schnatternden Weihnachtsgans verstohlen auf dem wischfesten Laminatboden, welcher widerum unter der Last der mahagonifleischgewordenen Last des weihnachtlichen Gabentisches gottlos ergeben vor sich hin keucht und auf Erlösung wartet, lasziv räkelt, um nach Erklingen der gläsernen Wunscherfüllungsvolltrunkenheit still und heimlich fröhlich mit den unerfüllten Kinderwünschen noch weggewischt zu werden, dort plötzlich am 24. Dezember auf wundersame Weise zum Leben erweckt zu werden, fein säuberlich in einer weiteren Excel-Tabelle zusammenzutragen und unterm Strich zu der wenig hilfreichen, aber lauthals gesungenen und unter tränenreicher und um so tränenerstickterer Piepskinderstimme oh du schon viel weniger fröhlich und so weiter und nach nochmaliger Durchsicht der ganz persönlich enttäuschenden kostenrechnerisch einwand- und fehlerfreien Weihnachtsgabenbilanz mit noch viel vertikal fließendem salzigem Sturzbach über ehemals rosarote und nun zorngerötete Kinderwangen traurigen Erkenntis zu kommen, dass hier Unrecht am einzig aufrechten Menschen getan wurde. Denn die Einkaufstempel haben bereits geschlossen und die letztmögliche Chance auf Wiedergutmachung dieses himmelhoch jauchzenden himmelwärts schreienden Unglücks durch zusätzliche geschenkekaufende kompensatorische Maßnahmen im Sinne des gefährlich wankenden und nur noch lose in den Angeln hängenden Weihnachtsfriedens ist unwiderbringlich dahin.

Meine Tochter Sabrina hat mich übrigens diese Woche als „Weihnachtsgrinch“ bezeichnet. Dies ist natürlich mein schönstes Geschenk. Nicht diese Bezeichnung, sondern die Tochter. Und Alexander, ihr Bruder. Und, Sie werden es nicht für möglich halten, die allerbeste Ehefrau dieser Welt. Habe ich also schon drei Geschenke bekommen. Und nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr. So, ich sehe gerade, dass sich auf dem Laminatboden ein hässlicher Fleck befindet. Hat diese verdammte Weihnachtsgans schon wieder hingeschissen, bevor sie sich unter dem Gabentisch versteckt hat. Was das Ganze nun mit Sic Transit Gloria Mundi“ zu tun hat? Keine Ahnung. Fragen Sie doch den Wolf im Schafspelz.

 


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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