Bio Natur - Der Weblog

30.12.2011

Fünf vor zwölf: Silvester Raketen Start Schuss Schluss

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 21:11

Für alle, denen der gute Rutsch nicht hoch genug gehen kann

Nachdem ich Ihnen vor einer Woche mit keinen Weihnachtswünschen dienlich sein konnte, möchte ich zum Jahreswechsel meine bisher eingeschlagene Linie verlassen, um Ihnen mit einem schönen bunten Feuerwerk das bevorstehende Jahr so richtig schmackhaft zu machen. Schließlich kommt es selten genug vor, dass ich mich in Feierlaune befinde und deshalb muss ich dementsprechend die Gelegenheit wahrnehmen, um auch Sie an meiner überschwenglich fröhlichen Art teilhaben zu lassen. Und weil Raketen genauso zu Silvester gehören wie eigentlich auch zu den restlichen Tagen des Jahres, wäre es nicht unbedingt notwendig, auch noch am letzten Tag des Jahres welche starten zu lassen. Aber weil ich ein bürgerlich angepasster Mensch bin, mache ich ausnahmsweise einmal mit und lasse es so richtig krachen.

Paul Boegle vom “Weblog Bio Natur” startet zum Jahreswechsel ein richtig schönes Feuerwerk mit vielen bunten Silvester- und Atomraketen. Gute Vorsätze für das neue Jahr gehen gleich mit in die Luft.

Der rote Faden des Jahres 2011 ist beinahe aufgerollt. Also knüpfen wir eben ein weiteres Jahr an jenes aufgerollte und unter den großen Teppich des vergessenden Schweigens und schweigenden Vergessens gekehrte vergangene Jahr. Schmieden Sie vielleicht, so wie ich es ebenfalls praktiziere, keine allzu hochfliegenen Pläne. Die meisten bleiben sowieso auf dem bereits schon angesprochenen Teppich, um dann mitsamt jenem endlos gesponnenen roten Faden zusammen mit den nächsten guten Vorsätzen im nächsten guten Jahr im nächsten guten Rutsch zum großen Müllberg namens Menschheitsgeschichte hinzugefügt zu werden.

Wir hören, lesen, schreiben und vielleicht sehen wir uns sogar. Wie immer auf und unter meinem Blogteppich.

Paul Boegle

27.12.2011

Gottes Erdboden wird herbizid- und insektizidresistent

Abgelegt unter: Erdreich — Paul Boegle @ 09:46


Die EU-Kommission genehmigt weitere Genmais-Sorten

Jetzt mag es für einige Bürgerinnen und Wähler möglicherweise ganz lobenswert erscheinen, dass sich die politische Verantwortlichkeit auf EU-Ebene so kurz vor Weihnachten noch um Entschlussfreudigkeit bemüht. Schließlich glaubt ja, Gott dabei eher weniger, die gottlose Welt umso mehr, dass PolitikerInnen nur auf eben diesem Gottes Erdboden wandeln und sitzen, um entscheidungsunfreudig von einer Legislaturperiode in die nächste zu wanken, ohne dabei dem Wandel der an Ehre und Ruhm so schnelllebig vergänglichen Welt zu huldigen.

Dies hat sich dementsprechend die EU-Kommission zu Herzen genommen und hat am 22. Dezember, also zwei Tage vor jenem Tage, welcher für die Menschheit so eminent wichtig in Sachen heilsversprechender Geburtsstunde durch Gottes Sohn ist, um noch fast unbemerkt von der Öffentlichkeit in Sachen Unheil versprechender Gentechnik den beiden Firmen Syngenta und Dow Agroscience ein seltsam anmutend anmutiges Geschenk unter den gentechnikveränderten Christbaum zu legen. Denn auf Empfehlung der European Food Safety Authority EFSA oder auf gut deutsch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit dürfen ab diesem Zeitpunkt drei neue Genmais-Sorten von ersterem in Gottes Erdboden wühlendem Unternehmen und eine gentechnisch veränderte Baumwollart, welche durch die menschlich göttlichen Hände von Dow Agroscience das Licht der Welt erblickt haben, in den EU-Raum sowohl eingeführt als auch zu Futter- und Nahrungsmittel verarbeitet werden. Mögen einige nun entgegnen, dass dieser neue Zustand noch weit von jenen gentechnischen Zuständen in den US-amerikanischen Verkaufsregalen entfernt ist, wo veränderter Süßmais dank Monsanto bereits lustvoll lüstern den VerbraucherInnen zur direkten Befriedigung des kleinen Hungers für Zwischendurch angeboten wird, mag dies richtig, aber trotzdem nicht korrekt sein.  

Natürlich und wohlwissend, dass sich an solch Genehmigungen erhitzte Gemüter wie das meinige daran stören könnten, wird dies mit der Versicherung getan, den Anbau selbst nicht zu gestatten. Was aber nach Zwiesprache mit meinem Gemüt nicht wesentlich zur kühlenden Beruhigung beiträgt. Denn wie so oft konnten sich die von der Entscheidung betroffenen EU-Staaten nur durch eine Entscheidung hervortun: Sie fanden nicht die notwendige qualifizierte Mehrheit, um die Verarbeitung und die Einfuhr der nun genehmigten Sorten mit den geheimnisvollen Bezeichnungen MIR604xGA21, Bt11xMIR604, Bt11xMIR604xGA21 und 281-24-236/3006-210-23 (Lebensmittelcluster: Brüssel genehmigt drei Genmais-Sorten von Syngenta) zu stoppen resepktive zu verhindern. Und weil dieses europäische politische Krippenspiel auf Gottes europäischem Erdboden für solche Fälle glücklicherweise mit Gottes Finger namens EFSA ausgestattet wurde, welcher dann zu wackeln beginnt, wenn die Politik ins Wanken gerät, lag die Entscheidung eben letztendlich bei der EU-Kommission. Und die hat kurz vor Weihnachten mit dem gentechnischen Finger kräftig gedeutet.

Denn dass hierbei weder um die Ecke und eigentlich nicht einmal bis zu dieser gedacht wurde, macht Heidemarie Porstner von GLOBAL 2000 klar: “Die Auswirkungen dieser Entscheidung werden enorm sein - neben massiven Umweltbeeinträchtigungen von verseuchten Böden bis hin zum Bienensterben zeugt der Beschluss auch von wenig Weitsicht in sozialpolitischer Sicht: Die Verbreitung von Genmais und Genbaumwolle wird über kurz oder lang zu einer Marktverdrängung der Kleinbauern führen.” (Genehmigung von Genmais: EU gefährdet Umwelt und Bauern). Und weshalb braucht sich Europa einen Dreck um diesen gentechnischen Dreck kümmern? Auch hierzu nimmt die Gentechnikexpertin klar Stellung: “Das bedeutet, dass die das Feld umgebende Pflanzen- und Insektenwelt stirbt, während der Mais munter gedeiht. Für das ökologische Gleichgewicht ist das eine Katastrophe: Insekten und Pflanzen leben in gegenseitiger Abhängigkeit. Es ist mir unerklärlich, warum einerseits das bereits sehr bedrohlich gewordene Bienensterben immer wieder thematisiert wird, aber dennoch weiterhin Saatgut genehmigt wird, das zu genau diesem Bienensterben beiträgt.

Da aber Europa nur die angebauten Produkte wie etwa Baumwolle aus Indien übernimmt und mit den primären Auswirkungen so gar nichts am Hut hat, sehen wir einmal von den fertigen und uns wie auf den Leib geschnittenen Baumwollprodukten ab, welche wir dann von der Stange kaufen, macht es dementsprechend auch nicht viel Sinn, wenn sich weder Europas Importeure, die verarbeitende Industrie noch die Europäische Kommission, denn Europas PolitikerInnen haben sich schließlich mit ihrer Entscheidungsunwilligkeit, um dem Kinde namens “Unfähigkeit” einen etwas euphemistisch klingenden Namen zu verleihen, aus der Verantwortung genommen, dieser weitreichenden Folgen und Problematiken annehmen. Was macht es denn schon aus, wenn Indiens Kleinbauern aufgrund der Tatsache, dass sie durch Knebelverträge und fehlende Alternativen hinsichtlich von Saatgut an die Omnipotenz einiger weniger Hersteller auf Gedeih und Verderb an deren Erzeugnisse gefesselt sind, zu Zehntausenden den Freitod wählen, wie von Alternativ-Nobelpreisträgerin Vandana Shiva unter “taz: Die sind auf Lügen spezialisiert” beschrieben.

Die Ursachen für die Selbstmordraten haben auch andere Gründe

Dass diese Suizide jedoch nicht nur in direktem Zusammenhang mit diesen Knebelungen gesehen werden sollten, sondern viel tiefer wurzelnden Ursachen und vielfach unbeachtete Gründe haben, darf hierbei auch nicht verschwiegen werden. Auf eine Misere soll jedoch explizit verwiesen werden, welche auf den ersten Blick eigentlich so gar nicht mit dem Elend dieser von der Baumwolle abhängigen Menschen in Verbindung gebracht wird. Malcolm Harper, welcher bereits 2007 im Auftrag der indischen Regierung als Experte für Mikrofinanzierung Vorschläge zur Verbesserung der Lage von Kleinbauern erarbeitet hat, bringt dabei sowohl die zunehmende Verschuldung der Bauern bei örtlichen Kredithaien als auch einen interessanterweise direkten Zusammenhang von Formen der finanziellen Unterstützung der Regierung und den beobachteten Selbstmordraten ins Spiel. Und noch etwas macht er für dieses Problem verantwortlich, wie in Welt-Sichten: Tödliche Mischung. Die zahlreichen Bauernselbstmorde in Indien haben vielfältige Ursachen” anschaulich dargelegt und von Anna Latz aus dem Englischen übersetzt.

Minderwertiges Saatgut ist ein weiteres Problem. Im Jahr 2006 machte die Gen-Baumwolle bereits an die 40 Prozent des gesamten indischen Baumwollanbaus aus. Seit der Einführung der genmodifizierten Saaten hatten die Erträge sich beinahe verdoppelt; Indien hat die USA überholt und ist nach China der zweitstärkste Baumwollproduzent der Welt geworden. Angesichts der enormen Beliebtheit der neuen Sorten, des geringen Bildungsniveaus vieler indischer Bauern und unzureichender Schutz- und Urheberrechte ist es kein Wunder, dass massenhaft gefälschtes Saatgut auf den Markt gelangt. Nach Schätzungen ist etwa ein Drittel der modifizierten Baumwollsamen nicht echt, und davon ist wiederum etwa ein Drittel minderwertig. Die geringeren Erträge aus solchen Saaten stehen nicht im Verhältnis zu den erhöhten Kosten für das Saatgut selbst und die übrigen Investitionen. Bauern, die solches Saatgut kaufen, werden geschädigt und es gibt Hinweise, dass Händler Kredite anbieten, um für minderwertige Ware Käufer zu finden.           

Ein klares Zeichen für Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu machen, aber ein unterschiedliches Ergebnis zu erwarten.” Sagte scheinbar, ohne dass ich selbst den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung nachprüfen kann, kein geringerer als Albert Einstein. Sollte ihm dieses Bonmot irrtümlich in den Mund gelegt worden sein, so passt es trotz alledem perfekt auf Europas Politik hinsichtlich Gentechnik. Auch wenn Staaten wie die USA, Argentinien, Brasilien und Kanada zu jenen gehören, welche ihre Felder am liebsten mit Gentechnik beackern und sich die EU hierbei im Rückzugsgefecht befindet. Solange die Gesetzgebung die Grundlagen schafft, dass die Absatzmärkte für solche genmanipulierten Güter vorhanden sind und die Wirtschaftsmacht von Konzernen wie Syngenta, Monsanto, BASF oder Pioneer durch leichtfertigen politischen Umgang weiterhin gestärkt wird, welche dann auf Grundlage einer allmächtigen Kommission die Interessen dieser Lobby vertritt und rigoros nach außen hin vertritt und umsetzt, werden wir weiterhin Kleider von der Stange kaufen. Die Gentechnik kaufen wir stillschweigend und billigend mit ein. Den gesetzlich sanktionierten Mord ebenfalls.

24.12.2011

Auweh-Ohwei-O Weihnacht: Sic Transit Gloria Mundi

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 21:11


Berechtigte Gegenfrage: “Welcher Ruhm soll hier vergänglich sein?

Nachdem also die weihnachtliche Krippe geplündert, die ehemals nichts Böses ahnende schnatternde weihnachtliche Gans nach dem gelassenen Leben wohl auch das daran hängende Fleisch gelassen hat und fein säuberlich abgenagt neben der geplünderten Krippe als fleischfetzenbehangenes Gerippe Ochs, Esel, Hund und Katze zum Fraße vorgeworfen wurden, was das ursprüngliche “Sic Transit Gloria Mundi” naht- und gebeinelos in ein “Sic Transit Gloria Lupi” überführen ließe, stehen, sitzen oder liegen Paul Boegle inmitten der Weihnachtsgans mit Semmelknödel und Rotkraut. Der Ruhm der Welt ist vergänglich. Auweh-Ohwei-O Weihnacht: Sic Transit Gloria Mundinun alle am weihnachtlichen Feste beteiligten ProtagonistInnen unter, neben oder möglicherweise auch auf dem oh Tannenbaum und starren mit trocknenden und bitter enttäuschten Tränen auf die vorangegangene Bescherung, welche neben unerfüllten Wünschen besonders durch die Erfüllung nicht gehegter Wünsche zart schimmernd auf rosaroten Kinderwangen glänzend von glorreichen längst vergessenen Zeiten erzählen.

Denn, und hier liegt der wölfisch treu ergebene Hund begraben, welcher leise röchelnd und gierig schlingend die letzten Restbestände des weihnachtlich ex-schnatternden Festbratens in seine hündische Treuergebenheit würgt, blieb das Christkind trotz der immer und immer wieder aus lügendem Kindermund triefenden Versicherung, das ganze Jahr besonders brav im Dienste der Menschheit denselben getan zu haben und ohne Fehl und Tadel durch die christlich vorweihnachtliche Zeit von Januar bis Ende Dezember mit lückenhaften Versatzstücken etwa um die Osterzeit, welche die weihnachtlichen Geschenke für kurze Zeit vergessen machen lässt, was jedoch meist schon mit dem Auspacken passiert weil volle Konzentration auf die Erfüllung der österlichen Wunscherfüllunggefordert, gestolpert zu sein, doch wie jedes Jahr mit dem angehäuften Wunschkatalog und der hoffnungsfrohen Erfüllung und Abarbeitung dieser fein säuberlich mit der Excel-Tabelle erstellten konsumorientierten Berge doch wiederum recht sparsam. Weshalb, warum und wieso dies so ist oder durch den Dunstkreis des verschleiernden Blickes voller Enttäuschungen retrospektiv so war, bleibt natürlich rätselhaft und verschließt sich dem bitterlich verzerrten Kindermund genauso wie die real existierende unverschlüsselte Tatsache Fakt auf dem sich biegenden Gabentisch, welcher unter der Last der angehäuften Lügen zum Zwecke christkindlicher Bestechungsversuche noch um ein paar Zentimeter weiter in die gedrechselten Mahagoniknie aus Echtholzfurnier auf nicht ganz so echtem, aber genauso wischfestem Laminatboden geht, dass die große Schwester, obwohl beim “Oh du fröhliche, oh du und so weiter fröhliche, oh du selige und so weiter selige” ad eins viel leiser und ad zwei viel falscher gesungen hat und trotzdem beim alljährlich stattfindenden Wettlauf um die schönsten Geschenke ein weiteres Mal die gepuderte Nase um eine gepuderte Nasenlänge vorne hat.

Da hilft es jetzt auch nichts mehr, den Taschenrechner aus dem Kinderzimmer zu holen und die per Internet gegoogelten Kaufpreise, welche jedoch schon als bereits im Februar verankertes Manifest im kleinen wohlsortierten Kinderhirn vor sich hin gammmelten und bis zum Erklingen der bescherungsverkündenden gläsernen Glocke, welche anstatt vom Christkind höchstpersönlich, von mit Gänsefett triefender Mutterhand, von der sich ein einzelner fetter Tropfen der ehemals glücklich schnatternden Weihnachtsgans verstohlen auf dem wischfesten Laminatboden, welcher widerum unter der Last der mahagonifleischgewordenen Last des weihnachtlichen Gabentisches gottlos ergeben vor sich hin keucht und auf Erlösung wartet, lasziv räkelt, um nach Erklingen der gläsernen Wunscherfüllungsvolltrunkenheit still und heimlich fröhlich mit den unerfüllten Kinderwünschen noch weggewischt zu werden, dort plötzlich am 24. Dezember auf wundersame Weise zum Leben erweckt zu werden, fein säuberlich in einer weiteren Excel-Tabelle zusammenzutragen und unterm Strich zu der wenig hilfreichen, aber lauthals gesungenen und unter tränenreicher und um so tränenerstickterer Piepskinderstimme oh du schon viel weniger fröhlich und so weiter und nach nochmaliger Durchsicht der ganz persönlich enttäuschenden kostenrechnerisch einwand- und fehlerfreien Weihnachtsgabenbilanz mit noch viel vertikal fließendem salzigem Sturzbach über ehemals rosarote und nun zorngerötete Kinderwangen traurigen Erkenntis zu kommen, dass hier Unrecht am einzig aufrechten Menschen getan wurde. Denn die Einkaufstempel haben bereits geschlossen und die letztmögliche Chance auf Wiedergutmachung dieses himmelhoch jauchzenden himmelwärts schreienden Unglücks durch zusätzliche geschenkekaufende kompensatorische Maßnahmen im Sinne des gefährlich wankenden und nur noch lose in den Angeln hängenden Weihnachtsfriedens ist unwiderbringlich dahin.

Meine Tochter Sabrina hat mich übrigens diese Woche als “Weihnachtsgrinch” bezeichnet. Dies ist natürlich mein schönstes Geschenk. Nicht diese Bezeichnung, sondern die Tochter. Und Alexander, ihr Bruder. Und, Sie werden es nicht für möglich halten, die allerbeste Ehefrau dieser Welt. Habe ich also schon drei Geschenke bekommen. Und nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr. So, ich sehe gerade, dass sich auf dem Laminatboden ein hässlicher Fleck befindet. Hat diese verdammte Weihnachtsgans schon wieder hingeschissen, bevor sie sich unter dem Gabentisch versteckt hat. Was das Ganze nun mit Sic Transit Gloria Mundi” zu tun hat? Keine Ahnung. Fragen Sie doch den Wolf im Schafspelz.

 

23.12.2011

Frohe Weihnachten: Ausgehungert nach Geschenken

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 08:49

Paul Boegle hat keine Weihnachtswünsche - leider auch nicht für Sie

Was würde sich an solch wundervoll friedlichen und besinnlichen Festtagen wie dem Weihnachtsfest besser anbieten, als seinen LeserInnen ein ebensolch wundervoll friedliches und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen? Eigentlich nichts. Also lasse ich es doch gleich bleiben und verzichte auf diese floskelreiche Zeit voller gesagtem Nichtssagenden und ungehörten Leidtragenden. Sie werden “Frohe Weihnachten” und ähnlich abartig geartete wunschlos verbale Glückseligkeiten, dessen bin ich mir sicher, von vielerlei anderen Stellen und aus viel berufeneren gesegneten Mündern als dem meinen in diesen Tagen zu hören bekommen. Nehmen Sie also in diesen reichen Zeiten der überreichen Beschenkungen diese kleine Bescherung von mir entgegen. Vorausgesetzt, das Sättigungsgefühl hat noch nicht eingesetzt und unser Hunger nach immer mehr ist weiterhin ungestillt. 

Paul Boegle hat weder eigene Weihnachtswünsche noch leicht dahergesagte und dahingeschriebene “Frohe Weihnachten” für die LeserInnen von “Bio Natur - Der Weblog”. Sondern nur eine Bildcollage “Ausgehungert nach Geschenken”.

22.12.2011

Grüne Weihnachten dank grüner Geschenke

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 21:25

Paul Boegle inmitten des Geschenkewahnsinns?

Nein, selbstverständlich nicht. Aber da mich drei Tage bereits eine gewisse Lethargie gefangen hält und mir das Bloggen derzeit so schwer fällt wie Facebook der Datenschutz, mache ich es auch heute recht kurz und noch viel bündiger. Wer sich also schon dem alljährlichen Konsumwahn unter dem Dach des Stalles zu Bethlehem hin- und ergeben und möglicherweise auch im Zuge dieses Gebens und Nehmens kapituliert hat, was eigentlich vor grauer Vorzeit einmal Sinn und Zweck des Weihnachtsfestes Go Green Or Die. Pünktlich zur Weihnachtszeit möchten wir euch auch dieses Jahr wieder mit ein paar grünen Geschenken beglücken. Zu gewinnen gibt es dieses Jahr einen prallgefüllten Sack mit wunderbaren Sachen. Die Teilnahme ist wie gehabt ganz einfach: Schickt uns einfach bis zum 24. Dezember 20011 eine mail an contact@go-green-or-die.net – In die mail packt ihr einfach einen grünen Link z.B. zu einer Publikation, einem Shop, einem Projekt oder allem, was euch sonst so an spannenden Sachen in diesem Jahr zum Thema Nachhaltigkeit begegnet ist.   Wir losen dann pünktlich an Heilig Abend die Gewinner der Preise aus. Und die gesammelten Links findet ihr zum Fest auf go-green-or-die.net  —  damit keiner leer ausgeht!war, nicht das Kapitulieren, sondern die Geburt Christi, dürfte wahrscheinlich insgeheim denken, dass ich den folgenden Tipp um einige Stunden zu spät offenbare.

Da die Glaubensgemeinschaft, zumindest jene, welche dieses originäre Weihnachten nicht schon mit dem heutigen Erlöser namens Verkäufer sowohl in männlicher als auch weiblicher Form gleichgesetzt hat und die Tempelreinigung von Jesus als seine legitimen NachfolgerInnen noch wesentlich gründlicher in jenen modernen Einkaufstempeln heutiger Formen von glitzerndem Bethlehem und glöckchenklingendem Schweinestall voller Kreditkarten praktiziert, da also diese Gemeinschaft genauso schnell schwindet wie die Polarkappen, könnten böse Menschen hier sogar eine gewisse Kausalität hinein interpretieren und sagen: “Der Klimawandel hat mit der Geburt von Jesus begonnen!“. Eine kühne These, muss ich zugeben, aber wie bereits geschrieben, hält mich mein lethargisches Alter ego im Moment von vernünftigen Gedankengängen ab, so dass ich mich eben mit solch unglaublichen Dingen über Wasser halten muss, um zumindest irgendetwas auf meinem Blog zu präsentieren.

Wissen Sie was! Schwamm drüber und der Hinweis zur XMAS-Verlosung von “Go Green Or Die“, welche bei Klick auf das folgende Schaubild ebenso einfach zu erreichen ist wie jener Stern von Bethlehem sschnurstracks den Heiligen Drei Königen hinterhergekrochen ist. Obwohl, damals war der Luftraum noch relativ leer, also darf ich doch sogar von einem Fliegen ausgehen. Könnte jetzt wieder zu der fadenscheinigen These verleiten, dass die ersten Flughäfen nach Sichtung dieses ominösen Flugobjektes entstanden sind. aber das ist wiederum eine ganz andere Weihnachtsgeschichte

18.12.2011

Facebook: Erneuerbare energiegeladene Abhörfalle

Abgelegt unter: Erneuerbare Energie — Paul Boegle @ 02:22


Neues Rechenzentrum des sozialen Netzwerkes in Schweden

Ich muss kurz eine retrospektive Position einnehmen, bevor ich dann gleich vorausblickend schreibe. Ich hatte in meinem lFacebook will grüner werden. Die neuen Pläne von Facebook zur Nutzung erneuerbarer Energie. Das führende soziale Netzwerk baut neues Rechenzentrum im im nordschwedischen Luleå. Greenpeace spricht dabei vom Erreichen der vorgegebenen Kampanienziele “Victory! Facebook ‘friends’ renewable energy”. Dass dabei der Datenschutz aufgrund des von Schweden 2008 beschlossenen FRA-Gesetzes völlig ad absurdum geführt wird, interessiert niemanden. Klimaschutz erfüllt, Datenschutz vollständig unterwandert.etzten Beitrag “Die Johanniter. Aus Liebe zum (guten) Leben” von guter und kostenloser Literatur der Heinrich Böll Stiftung geschrieben. Richtigerweise wäre es gewesen, dabei auf einen Artikel zur “Friedrich Naumann Stiftung: Für die Freiheit” zu verweisen, welche ich bereits einmal zum Gegenstand dieses Blogs gemacht habe und was ich hiermit auch dementsprechend tue.

Es hört sich doch eigentlich alles bestens an. Nach 20 Monaten des Protestes lenkt nun Mark Zuckerberg und sein Facebook-Imperium ein und seine milliardenschwere virtuelle Luxuslimousine folgerichtig auf die grüne Überholspur. Grund für die freudigen Botschaften, welche im allgemeinen Tenor des kräftigen sozialen Schulterklopfens sogar vom Erreichen der von Greenpeace vorgegebenen Kampanienziele (”Victory! Facebook ‘friends’ renewable energy“) sprechen, ist der nun spruchreif gewordene Plan, für den hohen Energiebedarf seiner Rechenzentren eines dieser stromfressenden Ungetüme nun in Nähe des Polarkreises zu bauen. Mit erneuerbarer Energie in und aus Schweden, genauer gesagt im nordschwedischen Luleå, soll also zukünftig soziales Netzwerken umweltfreundlich werden und die bestens vernetzte Internetgemeinde nach der webbasierten Sozialrevolution nun guten Gewissens auch Teil dieser Energierevolution werden.

Facebook will grüner werden” und ähnliche Meldungen schreiben dementsprechend auch die Klimaretter, viele andere und alle freuen sich zusammen mit 700000 an der jetzt erfolgreichen Kampagne (The Guardian: “Greenpeace targets Facebook employees in clean energy campaign“) teilnehmenden Menschen kontra Energie aus Kohlekraft, wie ursprünglich geplant, und pro zukünftigem Saft aus Wasserkraft, wie ab 2013 umgesetzt. Es hört sich also eigentlich alles bestens an.

Wäre ja noch schöner, wenn sich die ganze Welt, vielleicht abgesehen von den USA, den BASIC-Staaten Brasilien, Südafrika, Indien und China, den ab nun abseits des Kyoto-Protokolls luftverschmutzenden, aber beträchtliche Milliarden sparenden KanadierInnen und dem einen mehr oder weniger der Atom- und fossilen Brennkraft nicht abgeneigten Industrienationen nicht auf die inneren und äußeren grünen Werte besinnen würden. Rechnet man jetzt auch noch, rein auf den gesamten Stromverbrauch bezogen, Facebook als einen territorialen Staat ohne real existierendes Hoheitsgebiet hinzu, würde dies bedeuten, dass sich der Netzwerkriese im Moment mit Platz 5 auf dieser Skala ganz oben befindet. Grund genug also, sich Gedanken über nachhaltige Strategien im Sinne des Klimaschutzes zu machen.

Und aus diesem guten Grunde haben sich die Verantwortlichen unter Führung von Facebook-Manager Tom Furlong also daran gemacht, bis 2014 diese ökolgisch hochfliegenden Pläne in die Tat umzusetzen. Schließlich macht es durchaus Sinn, bei jährlichen Durchschnittstemperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt die erhitzen Gemüter der vom permanenten Chatten glühenden Datenzentren dort abzukühlen, wo es wenig Energie braucht. Und sollte sich doch einmal wider Erwarten ein Tag mit 15 Grad über dem Nullpunkt in die beschauliche nordschwedische Landschaft verirren und zum Schwitzen einladen, stehen rund um den Fluss Lule Älv immerhin 14 umweltfreundliche Wasserkraftwerke zur Verfügung, um helfenderweise das nasse Händchen zu reichen. Dass dabei noch weit mehr entscheidende Vorteile auf der Hand liegen, hat Furlong zusammen mit seinem Kollegen und Facebooks Head of Corporate Communications EMEA Stefano Hesse mit vorzüglich schönen und wohl auch überzeugenden Worten in einem Interview mit netzwertig.com unter “Für Nutzer in Europa wird sich die Performance verbessern” der um das klimawandelnde Wohl besorgten Öffentlichkeit dann auch nähergebracht.

Der Luleå-Standort soll anders als die US-Rechenzentren zu einem großen Teil mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Spielt das Thema Nachhaltigkeit für Facebook zukünftig eine größere Rolle?
Datenzentren müssen da errichten werden, wo es aus geschäftlichen und operativen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Wir benötigen die Kapazitäten an der Ost- und Westküste der USA, wo aber ungefähr die Hälfte der Energie aus Kohlekraftwerken stammt und 20-25 Prozent aus Kernkraft. Insofern werden wir auch zukünftig in manchen Fällen die vorhandenen Ressourcen nutzen müssen, selbst wenn uns “grüner Strom” lieber wäre. Aber das ist eben einer der Gründe, der für die Etablierung in Nordschweden spricht. …

Nun, bis hierher hört sich doch alles immer noch verdammt gut an. Ein wahrgewordener Traum jedes umweltbewussten Menschen im Web 2.0 Paradies.

Das schwedische FRA-Gesetz: Vergleiche mit der Stasi

Nun bringt diese sicherlich sehr löbliche neue Energiepolitik von Facebook allerdings ein klitzekleines Detail am Rande des Polarkreises mit sich, welches die meisten euphorischen Berichte bei solch ambitioniertem Tun außer Acht lassen. Schweden, auf dessen Staatsgebiet dieses Rechenzentrum errichtet werden soll, hat neben seinem kühlen und deshalb für die giganischen Klimaanlagen günstigen Klima auch noch etwas anderes zu bieten. Ein sogenanntes FRA-Gesetz, welches im Jahre 2008 nicht unumstritten, aber eben doch mit der dafür notwendigen Mehrheit verabschiedet wurde und von dem das schwedische Online-Medium “The Local” schreibt: Sweden’s new wiretapping law ‘much worse than the Stasi’. Nun, wo das Wort “Stasi” fällt, da muss ich natürlich etwas nachforschen.

All our phone calls, emails and surfing habits will be observed by Sweden’s National Defence Radio Establishment (Försvarets Radioanstalt - FRA), which is why the proposed legislation is known as the “FRA law”.

There are no courts involved, and the government and all its agencies - including the police and the security police - will be able to snoop around in the tapped phone and email correspondence of its citizens.

This is much, much worse than the East German Stasi, which was only capable of tapping a small sector of the population. This is also something that has been pointed out by German members of parliament with first-hand experience of the Stasi.

Oder, um es mit kurzen Worten ins Deutsche zu übertragen, wie von der Süddeutschen in “Facebook: Polarkreis-Rechenzentrum könnte zur Abhörfalle werden” bestens für mich erledigt:

Das sogennante “FRA-Gesetz” erlaubt es einer Behörde des Verteidigungsministeriums (Försvarets Radioanstalt, kurz “FRA” genannt), den Internetverkehr, der die Landesgrenzen passiert, ohne gerichtliche Anordnung anzuzapfen. Auch Telefongespräche kann der Staat abhören.

De facto bedeutet dies also, dass es dieser schwedischen FRA (Radioanstalt der Verteidigung), welche nichts anderes als eine Sondereinheit des Geheimdienstes und damit der verlängerte Arm des schwedischen Verteidigungsministeriums darstellt, möglich ist, auch ohne begründete Verdachtsmomente die Massenüberwachung der gesamten Kommunikation der schwedischen BürgerInnen zu vollziehen. Welche Folgen sich daraus ergeben, verdeutlicht unwatched.org. unter “ENDitorial: Das FRA-Gesetz – wir schlafwandeln unaufhaltsam in eine Überwachungsgesellschaft“:

Das Schwedische Parlament hat letzten Juni eine umstrittene Gesetzgebung, das sogenannte FRA-Gesetz, verabschiedet. Man war sich offensichtlich nicht im Klaren darüber, worüber man da abgestimmt hat. Das FRA-Gesetz ist eines mehrer Gesetze, die die Massenüberwachung gewöhnlicher Bürger fordern. Es befugt den schwedischen technischen Geheimdienst (FRA), alle zivile Internet-, Telefon-, und Faxkommunikationen abzuhören und zu überwachen und Buch über die sozialen Netzwerke unschuldiger Bürger zu führen. Das wird durch den Zugriff auf verschiedene bestehende Datenbanken bewerkstelligt, in denen Informationen über Rassenzugehörigkeit, ethnische Herkunft, politische Einstellung, Gewerkschaftsmitgliedschaft, sexuelle Gewohnheiten etc. einer beliebigen Person geführt werden. Dazu kommt, dass die FRA-Behörde befugt ist, persönliche Daten an ausländische Staatsmächte weiterzugeben. Daraus folgt, dass die FRA dich womöglich besser kennst als du selbst. Eine Menge unschuldiger Privatpersonen zu überwachen ist inakzeptabel und widerspricht den Grundsätzen herrschender demokratischer Regierungen. Zu dem Schluss kommen die 13 Forscher und Fachleute aus verschiedenen Fachgebieten, die das FRA-Gesetz untersucht haben.

Auch futurezone.at hat erst unlängst unter “Facebook will Datenzentrum in Schweden bauenüber den Bau dieser ersten Server-Farm auf europäischen Boden berichtet. Unter anderem stand dort zu lesen:

Europäisches Recht
Interessant ist auch der rechtliche Aspekt: Denn mit der Inbetriebnahme eines Server-Zentrums in Europa würden Daten der Nutzer nicht mehr nur in den USA, sondern in Europa gespeichert werden - wodurch Datenschutz europäischen Richtlinien unterliegen würde.

Dies bedeutet also auf den ersten Blick, dass die gespeicherten Daten der Facebook-Gemeinde in Zukunft nicht mehr die Grenzen der paranoiden US-amerikanischen Datenschnüffler passieren und deshalb außerhalb Reichweite zum weiteren Auswerten liegen. Denn europäische Facebook-NutzerInnen steuern bisher (unwissentlich) jene Datenserver an der US-amerikanischen Ostküste an, um dann innerhalb der virtuellen und in weiterer Folge auch realen US-amerikanischen Grenzen am großen Datenaustausch-Kuchen ihr kleines Krümelchen beizusteueren. Denn, und das macht der bereits angesprochene Tom Furlong auch deutlich, die Facebook-UserInnen aus Europa hätten einen Vertrag mit Facebook Ireland (europäischer Hauptsitz) abgeschlossen. Was gleichfalls heißt, dass hier zwar laut Nutzungsbedingungen europäisches Datenschutzrecht zur Anwendung kommt, aber nicht ausschließt, dass durch die Umleitung des Datentransfers auf US-amerikanische Server genau diese nach europäischem Recht behandelten Privatdaten nicht auch jenseits des Atlantiks gespeichert und ausgewertet werden können. Was jedoch im Falle des kommenden schwedischen Datenzentrums in Luleå verschwiegen wird und was wir bereits oben gelesen haben: “Im Bezug auf das neue Datenzentrum von Facebook bedeutet das, dass es der FRA technisch möglich sein wird, den Datenverkehr von allen europäischen Facebook-Nutzern zu überwachen - und zwar durch eine Kopie, die spätestens dann gemacht werden muss, wenn die Daten Schweden verlassen. (futurezone.at: “Facebook: Datenverkehr wird künftig abgehört).

Vielfach immer noch unbeachtet ist auch, dass die Wiener Studentengruppe “Europe versus facebook” mit ihrem Initiator Max Schrems bereits Klage gegen die Datenschutzrechtsverletzungen von Facebook bei der irischen Datenschutzbehörde eingereicht hat. Und was ebensowenig bekannt sein dürfte: Nicht einmal Datenkrake Google, welche auch schon mit einem Engagement in Schweden liebäugelte und wohl nicht gerade bekannt für übermäßigen Datenschutz ist, konnte sich aufgrund dieses schwedischen Überwachungsgesetzes, welches einem Offenbarungseid von geradezu Orwell’schen Dimensionen gleichkommt, dazu durchringen, ein Investment im skandinavischen Garten Eden bürgerlicher Überwachung zu tätigen. Siehe dazu z.B The Register: “Facebook’s Swedish data centre will be subject to Snoop Law” oder den Blogbeitrag des darin angesprochenen Peter Fleischer unter “Sweden and government surveillance“.

Wenngleich Peter Fleischer mit den Worten “Sometimes, a government has to make difficult choices. It would be a sad day for Sweden, if it passes the most privacy-invasive legislation in Europe, and thereby puts itself outside of the mainstream of the global Internet economy. And don’t get me wrong, I love Sweden. That’s why I care.” endet. Das Gesetz wurde durchgebracht. Und Facebook hat zum Wohle der Umwelt damit begonnen, erneuerbare Energien für völlig andere Zwecke zu missbrauchen, als Greenpeace sicherlich gerne hätte. Dass sich Karl Petersen, der Bürgermeister von Luleå, mit der Situation vollkommen zufriedengibt, passt da ins Bild. Er hofft, dass auch andere Konzerne “die klimatischen Qualitäten und die Vorteile der Region” erkennen und Facebook folgen. (Europa-Server von Facebook: Nachrichten aus der grünen Datenhölle).

Dass die schwedische Bürgerrechtsstiftung Centrum för rättvisa (Zentrum für Gerechtigkeit) gegen den Beschluss des FRA-Gesetzes sogar Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht hat (Freiheitblog: FRA-Gesetz- die nächste Runde), um dahingeghend zu prüfen, ob eine Verletzung von Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Jede Peraon hat das Recht auf Achtung des Privatlebens) vorliegt, dürfte Facebook wahrscheinlich wenig interessieren. Hauptsache kühlen Kopf und schockgefrorene Anwenderdaten bewahren um jeden Preis bewahren. Und wenn dies dann von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace noch als Sieg verkauft wird, erhält solch ein heißes Eisen doch gleich die Unbedenklichkeitserklärung frei Haus geliefert.

15.12.2011

Die Johanniter. Aus Liebe zum (guten) Leben

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 21:06


Drückeberger und Berge von Drückern nicht nur zur Weihnachtszeit

Da bekanntlich, zumindest mit dem heutigen Tage, weil gerade geschreiben und somit publik gemacht, Heinrich Böll (gute Literatur gibt es von der gleichnamigen Stiftung oftmals gratis) zu meinen Lieblingen deutschsprachiger Literatur zählt, bietet sich dementsprechend und weil eben auch in weiterer Folge dieser nun folgenden Verkettung äußerst unglücklicher Umstände die Weihnachtszeit (Occupy Northpole nicht vergessen !!!) vor der Türe steht und oftmals mit derselben mit allerlei singenden Engeln ins Haus fällt, machen wir uns dies zunutze und wollen ein wenig feiern. Ob Sie dabei an der biologisch bedenklichen Spitze des Eisbergsalates mümmeln oder lieber im unbedenklichen Hilton in Mainz lümmeln, sei Ihnen selbst überlassen. Denn schließlich soll die Liebe zum Leben, mitunter mehr ein Nehmen denn inkludiertes Geben, auch ordentlich bei Laune gehalten und das eine oder andere Mal haltlos gefeiert werden. Sozusagen lebensbejahende Feierlaune eben. Eben! Aber es sei Ihnen vorab eines gesagt, was Sie sich unbedingt merken sollten: Nur wer auch wirklich einen guten Lauf hat, kann Überschüsse in solch launemachende Feierlichkeiten investieren.

Manch LeserIn wird nun insgeheim die Hände flehentlich zum Himmel erheben und leise fluchend nach Rettung schreien, weil ich wieder einmal ab ovo und lose im Sattel sitzend das Pferd von hinten aufzuzäumen versuche und über Umwege zum Ziel meines Themas stolpernd schleiche. Aber, weil wunderbarerweise bereits das Wörtchen “Rettung” im letzten ein wenig verschachtelten Satze fiel, bin ich eigentümerlicherweise relativ schnell, zumindest nach meinen Maßstäben, zu eben diesem Ziel gelangt. Wer den “Report Mainz” gesehen hat, wird nun vielleicht schon ahnen, wohin die heutige Reise mit viel Tatütata und virtuellem Blaulicht geht und vor allem fährt. Wer möglicherweise den Report verpasst hat, weil gerade mit dem Ausfüllen eines Spendenformulars oder noch besser, mit dem Ausfüllen einer Einzugermächtigung für “Die Johanniter” beschäftigt, sollte sich nicht grämen. Ihr Geld ist in allerbesten Händen.

Jetzt haben aber Oliver Heinsch und Edgar Verheyen seltsamerweise auch andere Dinge rund um den nicht gerade zäh rinnenden Spendenfluss jener aus Liebe zum Leben tätigen Johanniter in einem 6:30 Minuten langen Beitrag mit dem Titel “Die fragwürdigen Methoden der Johanniter Drückerkolonnen auf Mitgliederfang” (Report Mainz aus der Sendung vom Dienstag, 13.12. | 21.45 Uhr | Das Erste) aus dem spendenfreundlichen vorweihnachtlichen “Erste Hilfe Kasten” an die Oberfläche befördert. Was umso erstaunlicher ist, da ich (nach Ansehen der Reportage) einmal auf der Johanniter-Webseite ohne viel Tatütata und Blaulicht virtuell vorbeigefahren bin.

Um nun nicht wieder vollkommen einseitiger Berichterstattung bezichtigt zu werden, der Form halber noch ein an die Reportage anschließendes Interview mit Oliver Heinsch und Edgar Verheyen unter “Autorengespräch: Drückerkolonnen auf Mitgliederfang. Moderator Fritz Frey im Gespräch mit den Autoren Oliver Heinsch und Edgar Verheyen“, welches ebenfalls aus der Sendung vom 13.12.2011 stammt. Dabei kommen die beiden zu dem Schluss, dass “Die Johanniter” die Spenden sehr wohl für caritative Zwecke verwenden (ab 3:55 Min des Beitrages). Das anschließende “Aber” von Heinsch überlasse ich jetzt jedoch Ihrer eigenen Interpretation.

Was zuvor von Verheyen angesprochen wird, ist dabei auch interessant. Wer sich einmal auf die Suche nach der angesprochenen “Gesellschaft für Information und Publizistik (GIP)” mit Sitz in Dortmund begibt, wird auch nach längerer Suche im Internet nicht wirklich fündig, abgesehen von diversen Angaben über Firmensitz und ähnliche Dinge. Wer jetzt den Tatendrang hat, wirklich die Webseite von GIP zu suchen und zu besuchen, bekommt von mir nun die einmalige spendenfreie Gelegenheit, unter der Internetadresse http://www.gip.de/ das höchst informative Projekt anzuschauen. Sollten Sie allerdings mehr finden und sehen als ich es getan habe, lassen Sie es mich bitte wissen. Möglicherweise ist mir dabei etwas entgangen. Einzig unter “Außendienstmitarbeiter (m/w)” liest die/der interessierte kontaktfreudige, motivierte, zuverlässige und gepflegt auftretende MitarbeiterIn für die Zukunft in Diensten der Johanniter dann, dass solch Arbeit zum Zwecke der Fördergewinnung wirklich zu vergeben ist. Wer nun kein Interesse an solch hehrem Tun hat oder bereits bis zum Hals im Arbeitsleben steckt, kann sich aber auch noch von der GIP-Geschäftsführerin Kati Nega in die Entschlüsselung der geheimnisvollen japanischen Schlankheitsformel einführen lassen (den Link gebe ich jetzt bewusst nicht an). Hat zwar nichts mit den Johannitern zu tun, aber sicherlich gut zu wissen, dass Frau Nega auch auf solchem Gebiet aktiv am Wohlbefinden der Menschheit mitwirkt: “Die Yoshimasu-Formel ist der ultimative Weg zur Traumfigur. Sie wirkt immer - auch in hoffnungslosen Fällen.” Na dann! Aus Liebe zum figurbetonten Leben.

So, nun lasse ich Sie alleine zurück. Bleiben Sie schön in Feierlaune und lassen Sie sich vor allem dieselbe nicht verderben. Ich werde jetzt noch ein bisschen lesen und verdrücke mich dementsprechend für ein kleines Weilchen. Vielleicht “Fürsorgliche Belagerung“. Natürlich von Heinrich Böll. Obwohl, kenne ich schon. Dann eben “Die schwarzen Schafe“. Auch wieder von Böll und mir ebenfalls bekannt. Natürlich könnte ich auch “Hausfriedensbruch” zur Hand nehmen. Ursprünglich zwar ein Hörspiel, aber man kennt ja mittlerweile ganz eigentümliche Dinge so vom Hörensagen. Ja, sie wissen es bereits. Geschrieben von Heinrich Böll und gehört und auch gelesen von Paul Boegle. Also doch zum ich weiß nicht wievielten Male die “Ansichten eines Clowns“. Sie wissen schon, der Bettler, der eigentlich keiner war. Passt eigentlich am besten in diese zwischenmenschlich fröhliche Weihnachtszeit. Selbstverständlich nicht nur zur Weihnachtszeit.

13.12.2011

Gefälschte Bio-Zertifikate: Die Spitze des Eisbergsalates

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 19:50


Bio-Lebensmittel oder Drogenhandel? Welche Geschäfte sind einträglicher

Italienwelten: Italien ist Europas größter Produzent von Bio-Produkten. Die italienischen Bio-Bauern dominieren damit den europäischen Markt. Ein Drittel der europäischen Produktion an biologischem Obst und Gemüse stammt aus Italien. Mehr als 1.168.000 Hektar Ackerfläche stehen für den Anbau von Bio-Produkten zur Verfügung.   Der Löwenanteil von biologischem Obst und Gemüse wird in die europäischen Nachbarländer exportiert. Die Italiener selbst sind noch zurückhaltend beim Kauf von ökologischen Lebensmitteln.Nun hat die schöne Bio-Welt voller gesunder Bio-Produkte nach dem schönen Weltklimagipfel voller gesunder unabsichtlicher Absichtserklärungen also ihren nachhaltigen Skandal mit sicherlich weitreichenden ökologischen, aber wohl noch drastischeren ökonomischen Folgen für Hersteller und Vertriebsketten. In erster Linie natürlich oder eben leider nicht natürlich für die Konsumentinnen und Verbraucher, welche ihr Vertrauen in solch zertifizierte und von allerhöchster Stelle als aus biologischem Anbau erklärte Ware verloren haben bzw. noch verlieren werden, da die ganzen unerträglichen Ausmaße über die Tragweite des Handels mit gefälschten Zertifikaten erst noch unter der gefälschten Erde hervorgegraben werden müssen.

Da mutet es geradezu grotesk an, wenn die Website “Italienwelten” damit Werbung macht, dass Italien Europas größter Produzent von Bio-Produkten sei. Wobei ich anmerken darf, dass die Betreiber dieses Projektes sicherlich genauso gutgläubig den italienischen und wahrscheinlich auch anderen Bio-Produkten ihren Vertrauen entgegengebracht haben.

Italien ist Europas größter Produzent von Bio-Produkten. Die italienischen Bio-Bauern dominieren damit den europäischen Markt. Ein Drittel der europäischen Produktion an biologischem Obst und Gemüse stammt aus Italien. Mehr als 1.168.000 Hektar Ackerfläche stehen für den Anbau von Bio-Produkten zur Verfügung.

Der Löwenanteil von biologischem Obst und Gemüse wird in die europäischen Nachbarländer exportiert. Die Italiener selbst sind noch zurückhaltend beim Kauf von ökologischen Lebensmitteln. Im Schnitt geben sie nur 20 € jährlich für den Kauf von Öko-Produkten aus (Schweiz: 105 € pro Einwohner und Jahr).

Andererseits wird mir jetzt schön langsam verständlich, weshalb die feschen Italienerinnen und feurigen Italiener so zurückhaltend in Sachen Bio sind. Bei solch aktuellen Meldungen, dass 700 000 (!) Tonnen hundsgemeine Lebensmittel fälschlicherweise mit eben diesem Prädikat abgestempelt wurden und in Europa zum Verkauf kamen, würde etwas mehr Zurückhaltung in Sachen gesunder Lebensweise ganz gut tun. 220 Millionen Euro Warenwert, und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergsalats. Dass der Standard allerdings schreibt, dass “gefälschtes Essen lukrativer als Drogen” sei, ist dann doch wohl etwas überzogen. Oder vielleicht doch nicht?

Der Markt mit falsch ausgewiesenen oder gefälschten Lebensmitteln ist ein Milliardengeschäft, das in den vergangenen Jahren massiv gewachsen ist, heißt es bei Europol: Das Risiko ist gering, der Ertrag enorm. 1000 Dollar würden, in die Lebensmittelfälschung investiert, wesentlich höhere Profite abwerfen als etwa im Drogenhandel.

Fragen Sie mich bitte jetzt nicht, welche Summen mit Drogen zu verdienen wären. Doch wenn ich mir vorstelle, dass, so wie wie weiter berichtet, das Risiko mit dieser Art grünem und sogar staatlich autorisiertem Drogenhandel weit geringer einzuschätzen ist als jenes, bei Drogengeschäften erwischt zu werden, möchte ich mir deshalb lieber gar nicht vorstellen, wo die 20-prozentige Spitze dieses biologischen Eisbergsalates endet und die 80 Prozent gefälschten Bio-Zertifikate beginnen, welche ja bekanntlich, wenn ich mir neben meiner schon begonnen Vorstellung über mögliche Traumgewinne durch Drogen, das bekannte Eisbergmodell ins Gedächtnis rufe, welches eigentlich mehr in der Kommunikationstheorie beheimatet ist und gut getarnt unter der Oberfläche lauern.

Während ich diese Zeilen schreibe und nebenher weiterhin mit einem tränenden Auge die aktuellen Meldungen beobachte, kommt dann doch tatsächlich diese Schlagzeile hereingeschwommen: “Bio-Skandal: Hunderte Tonnen nach Österreich geliefert“. Natürlich auch mit Bezug und Reichweiten für Deutschland.

Schon am Dienstagvormittag war bekannt geworden, dass hunderte Tonnen gefälschter Bio-Produkte wahrscheinlich nach Deutschland geliefert worden waren. Auch in Deutschland soll es sich vor allem um Futtermittel wie Soja und Raps gehandelt haben. Eine Gesundheitsgefahr habe nicht bestanden. Die Produkte hätten aber nicht als Bioware verkauft werden dürfen. Die deutsche Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) erklärte, wenn sich die ersten Angaben aus Italien bewahrheiteten, handle es sich wohl um “Betrug in großem Stil”.

Reiner Betrug oder doch schon Gesundheitsgefährdung?

Ob diese Lebensmittel wirklich so ungefährlich sind, wie von Frau Aigner vermutet, muss sich jedoch auch noch erweisen. Aber angenommen, dies trifft zu, muss neben der Tatsache, dass hier die KonsumentInnen gnadenlos über den Tisch gezogen wurden und wohl über unbestimmte Zeit noch werden, auch noch untersucht werden, inwieweit diese Futtermittel Auswirkungen auf den biologischen Fleischmarkt haben werden. Wenn Europol nach Bekanntwerden der ersten Verdachtsmomente schon die ersten Razzien gestartet hat und reichhaltig fündig wurde, bleibt eines unter dieser Spitze des jetzt biologisch entwaffneten Eisbergsalates verborgen.

Mehr als 13.000 Flaschen Olivenöl, 12.000 Flaschen Wein, 30 Tonnen Tomatensauce, fünf Tonnen Fisch und Meeresfrüchte und 77 Tonnen Käse: Das ist die Ausbeute, die Polizisten in ganz in Europa vom Markt nehmen. Der Grund: Die Lebensmittel waren gefälscht. Sogar Bio-Produkte sind betroffen.

Das alleine wäre eigentlich schon Anlass genug, sich Gedanken über das derzeitige Kontrollsystem und die Vergabe der Zertifikate zu machen. Doch in diesem Zusammenhang stellt sich noch ein anderes Problem. Wohin wanderten diese Berge an Soja und Raps, wenn nicht in die Ställe, wo sie dann als Futtermittel für weitere biologische Fälschungen umgewandelt werden. Dass aber diese Verwässerung wohl noch schwieriger nachzuvollziehen sein wird als die primären Falsifikationen mit billig erkauften Bio-Siegeln, dürfte klar sein. Wenn dann jedoch noch vermeldet wird “Wer die Speisen und Getränke zu sich nehme, gefährde seine Gesundheit, erklärte Europol“, die deutsche Verbraucherministerin aber keine gesundheitlichen Bedenken hat, habe ich irgendwie schon meine Bedenken, ob sich jene polizeilichen Bedenken und die konträren und so harmlos vorweihnachtlich klingenden politischen Unbedenken so bedenkenlos unter einen biologischen Hut bringen lassen. Immerhin gibt selbst das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, welches ja von Frau Aigner geführt wird, in der aktuellen Pressemitteilung Nr. 270 vom 13.12.11: “Betrug mit gefälschten Bio-Produkten in Italien: Bundesministerin Aigner dringt auf rasche Aufklärung” zu, dass hierbei noch nicht das letzte Wort gesprochen sei respektive keine vollständigen Fakten auf dem Tische lägen. Ob deshalb die Behauptung, der Lebensmittelskandal stelle keine gesundheiltiche Gefährdung für die Betroffenen dar, nicht etwas zu optimistisch klingt, muss wohl erst noch den VerbraucherInnen schmackhaft gemacht werden.

In Deutschland hatte sofort nach Bekanntwerden des Betrugsfalls die zuständige Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn Kontakt zum italienischen Landwirtschaftsministerium aufgenommen. Ferner hat die BLE unmittelbar die zuständigen Behörden der Bundesländer über den Vorfall informiert. Mittlerweile hat die BLE aufgrund polizeilicher Auskünfte erste Informationen über gefälschte Bio-Zertifikate und Empfängerunternehmen in Deutschland erhalten und diese unmittelbar an die zuständigen Länderbehörden weitergegeben. Allerdings liegen bisher noch keine abschließenden Daten aus dem italienschen Landwirtschaftsministerium zur Gesamtmenge der nach Deutschland gelieferten Waren vor. Nach übereinstimmenden Informationen italienischer und deutscher Sicherheitsbehörden ist nach gegenwärtigem Kenntnisstand von einer mittleren dreistelligen Tonnage auszugehen.

Was ich heute essen werde, weiß ich nicht. Vielleicht sollte ich mir Italien zum Beispiel nehmen und mehr Amore machen. Aber nur Luft und Liebe soll ja auch nicht gesund sein. Überhaupt bei all dem Feinstaub und dem CO2, welches nach dem Weltklimagipfel in Durban auf erlösende Maßnahmen harrt. Sollte natürlich noch Platz unter dem Eisbergsalat sein, immer hinunter damit. Schließlich müssen wir in Zeiten wie diesen etwas enger zusammenrücken.

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