Greenovate – Entrepreneurship goes green 1


Technologischer und wirtschaftlicher Fortschritt ohne ökologischen Rückschritt

Aus mehreren Gründen heute einmal ein Artikel speziell für die auf meinem Blog lesende BloggerInnengemeinde. Was aber nicht bedeuten soll, dass Sie und Sie und natürlich auch Sie da hinten links nicht weiterlesen dürfen. Und machen wir, also eben ich im Pluralis Majestatis, sozusagen mein altes Alter ego und andere, welche unter einem gemeinsamen twenty.twenty stellt sich brennenden Fragen der Gegenwart und beschränkt sich mit möglichen Antworten nicht auf die kommenden zwei, drei Jahre. Nachgedacht wird über die »mittelferne« Zukunft, konkret das Jahr 2020. Welchen Nutzen und welchen Preis hat der technische Fortschritt? Wie wird er unser Leben verändern? Gibt es eine Alternative zu Facebook? Werden Privacy und Intimsphäre künftig überhaupt noch relevant sein? Oder sind diese bald bloß noch ein Thema für soziologische Forschungsprojekte, Stoßrichtung »Das Konstrukt Privatsphäre in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts« – ganz so wie sich Literaturwissenschafter heute dem mittelalterlichen Minnesang widmen.Dach und im Oberstübchen meiner selbst hausen, die ganze Sache noch etwas spezieller. Besonders bloggende Menschen, welche im Einzugsgebiet von Wien hausen, egal ob nun als Einzelperson oder als Mehrparteienhirnhaushalt (welch Wort!), dürfen sich nun an einer Blogparade (dazu später mehr) beteiligen. Also, zumindest wenn es Euch beliebt, um den majestätischen Zyklus jetzt wieder zu schließen.

Aber, um jetzt die nicht bloggende Mietergemeinschaft in und um Wien völlig auszugrenzen: Am 30. November findet zum wiederholten Male eine  von twenty.twenty initiierte Veranstaltungsreihe im The HUB Vienna statt. Unter dem Titel „twenty.twenty: Greenovate! Entrepreneurship goes green“ soll dabei der Frage nachgegangen werden, welche Merkmale und Ausprägungen sogenanntes grünes Unternehmertum oder eben Entrepreneurship in dieser Dekade, also bis zum Jahr 2020, besitzen soll. Dass sich diese Art nachhaltigen Denkens, gepaart mit wirtschaftlichen Faktoren und unternehmerischer Zukunftsgestaltung, zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor und Wirtschaftszweig (siehe z.B. Kommentar zu Energiesparlampen: Helle Birnen entsorgen richtig) entwickelt hat und wohl auch oder gerade in Zukunft eine tragende Rolle spielen wird, haben mittlerweile nicht nur die Großen der verschiedensten Branchen erkannt (auf das Problem Greenwashing möchte ich jetzt nicht näher eingehen), sondern mehr und mehr kleine und mittelständische Betriebe drängen durch innovative Ideen und ökologisch sinnvolle Problemlösungen auf diese Märkte. Welche Teilbereiche innerhalb dieser Hochtechnologien und Forschungsfelder sollen dabei in den Fokus gerückt werden, damit der Dienst am eigenen finanziellen Fortkommen auch einen damit verbundenen Dienst an der Umwelt impliziert?

Wer also Lust und Laune hat, am 30. November 2011 diese Fragestellungen mit zu erörtern oder einfach im schönen siebten Wiener Gemeindebezirk (Lindengasse 56/ Top 18-19) abseits der kommerziellen Weihnachtsmärkte Gleichgesinnte kennenzulernen möchte, möge dies tun. Und damit dies nun auch in den richtigen Email-Kanal weitergeleitet wird: Andreea [sic] Dosa steht euch unter der Email-Adresse dosa@monopol.at zur Verfügung. Und der Vollständigkeit halber nun noch die offizielle Mitteilung von twenty.twenty zur kommenden Veranstaltung.

Greenovate! Entrepreneurship goes green

Ökologie und Technologie sind längst kein Widerspruch mehr. Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts sind rund 375 österreichische Unternehmen und 22.000 Beschäftigte im Bereich Umwelttechnik tätig. Die Wirtschaftsleistung dieses Industriezweiges steigt kontinuierlich. Am interessantesten ist dabei die Tatsache, dass der Exportanteil 2/3 ausmacht. Die Gründe dafür liegen vor allem in der Innovationsfreude der österreichischen Unternehmen und dem hohen Forschungsanteil. Trotz der schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage haben Umwelttechnologien weiterhin Wachstumspotenzial. Die siebente Veranstaltung von twenty.twenty stellt die Frage, wie grünes Unternehmertum im Jahr 2020 aussehen soll und was die interessantesten Innovations- und Forschungsfelder für Hochtechnologie im Dienste der Umwelt sind.
Unser Keynote-Speaker ist Ulfert Höhne, Geschäftsführer der HEI Eco Technology GmbH. Er wird in seinem Eingangsstatement „Daniel Düsentrieb am Energie-Chakra“ der Frage nachgehen, wie technologische Innovationen die Akupunktur-Punkte zur Gesundung der globalen Gesellschaft treffen können.

Greenovate! Entrepreneurship goes green findet am 30. November 2011 im HUB Vienna statt. Beginn ist wie immer 18.30.

Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung.

Greenovate-Blogparade: Überlegungen zu Ökologie und Nachhaltigkeit

Und was hat das Ganze nun mit den zu Anfang angesprochenen BloggerInnen zu tun? Abgesehen davon, dass ihr auch ganz herzlich eingeladen seid, steht noch eine in diesem Zusammenhang stattfindende Blogparade im (öffentlichen) Raum. Darüber will aber nun nicht mehr soviele eigene Worte verlieren, sondern gleich zum Wesentlichen kommen und deshalb den Aufruf zur Greenovate-Blogparade starten.

Greenovate! Was fehlt?

Überlegungen zu „Ökologie“ und „Nachhaltigkeit“ haben mittlerweile Eingang in die Strategien vieler Unternehmen gefunden und auch im privaten Bereich ist ein grünes Bewusstsein längst nicht mehr nur etwas für verträumte Weltverbesserer. In der Politik rückt der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen immer mehr in den Fokus und das von der globalen bis zur regionalen Ebene. Während Wachstum und Ökologie in den 1970er Jahren noch als Widerspruch gesehen wurden, herrscht mittlerweile die Meinung vor, dass sich diese verbinden lassen. Ein österreichisches Beispiel ist der Sektor der Umwelttechnologien. Der wächst stärker als andere Wirtschaftszweige und weist eine hohe Exportquote auf. Ein Grund dafür liegt in der regen Innovationstätigkeit dieser Branche. Innovation entsteht sehr oft aus einer Notwendigkeit: der Notwendigkeit zur Kostensenkung, zum schonenderen Einsatz von Ressourcen oder um Kunden bedienen zu können, die selbst immer umweltbewusster werden. Wir stellen in der Blogparade zu „Greenovate – Entrepreneurship goes green“ die Frage, was noch fehlt. Welche Greenovations brauchen wir noch, um der drohenden Klimakatastrophe entgegensteuern zu können? Welche Rahmenbedingungen braucht es in Österreich, damit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Greenovations entstehen? Was braucht es, um Greenovations noch besser zu vermarkten, damit grüne Technologien und Ideen noch intensiver eingesetzt werden?


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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