Börsenplätze: Der Terror der Dinge oder Mein Schatz



Der moderne Gollum der ausgehöhlten Finanzhöhlen leidet an Höllenzahlen

Kleiner Nachtrag zu „84 Sekunden für 0,05 Prozent Finanztransaktionssteuer“ und für alle FreundInnen von J.R.R. Tolkien und anderer mehrteiliger Literatur bzw. cineastischer Mehrzweckwaffen mit dem Sinn sogenannter Unterhaltung. Natürlich könnte ich das ganze Geschreibsel auch abkürzen und einfach sagen, dass die Collage für jene gedacht ist, welche vielleicht weniger lesen möchten, dafür aber mehr in Bilderrätseln angesprochen werden wollen. So wie ich es auch gelegentlich ganz gerne habe und handhabe. Sozusagen von der Hand in den übervollen Mund. Wobei im vorliegenden Fall der Herr der Ringe nur eine untergeordnete Rolle übernimmt und dem Terror der Dinge großzügig seinen Platz überlässt. Selbstverständlich und trotz aller widerlichen widrigen Umstände, unhaltbaren Zustände und vorsitzenden Vorstände seinen finanziellen Platzhalter immer im Arm haltend.

Was jetzt noch die Frage aufwirft und möglicherweise schon die Antwort vorgibt, ob das schöne und sicherlich kontextuell in vollkommen anderem Zusammenhang verwendete Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ speziell für all jene, also die endlos gierigen Investment-Banker, hoffnungslos monetär verliebten Spekulanten und verfressenen sowie nimmersatten Hedgefonds-Manager beiderlei Geschlechts, von einer abschließenden Aufzählung weiterer ähnlicher Berufsgruppen und, weil es so schön passt, Berufsbilder mit finanziellem Hintergrund und ebensolchen Hintergedanken, bitte ich aus Zeitgründen und anderen Abgründen abzusehen, ins Leben und die Welt gerufen wurde.

Warum ein einziger Satz aus so vielen Wörtern, welche miteinander kompliziert verschachtelt eigentlich auch in wesentlich verkürzter Form einen Sachverhalt wiedergeben würden, der sich, wie anfangs der erneuten verschachtelten Frage gefragt, auch wesentlich unkomplizerter ausdrücken ließe? Ganz einfach: Ich wollte sehen, ob ich es fertig bringe, jenem 84-Sekunden-Video von Oxfam auch einen 84-Wörter-Satz folgen lassen kann. Und, aber dies können Sie selbst nachzählen, ich habe es tatsächlich geschafft. So, jetzt aber genug der langen Rede kurzer Unsinn, bevor die Sicherungen wirklich noch durchbrennen.  

Börsenplätze: Der Terror der Dinge oder Mein Schatz. Eine Bildcollage von Paul Boegle. Eigene Gedanken zur Finanztransaktionssteuer. Der Herr der Ringe heißt heutzutage Investment-Banker, Spekulanten und Hedgefonds-Manager und ist ein moderner Gollum im Maßanzug und lackglänzenden Business-Schuhen.

Und wer sie noch nicht kennt, möge doch innehalten und daran naschen. An meinen Früchten des Zorns. Pflücken Sie sich doch gratis einen faulen Apfel aus dem erdölverschmierten Gefieder des Pelikans und riskieren Sie einen Blick jenseits des Gitters. Nein, keine Lust auf faules Obst? Kein Wunder vor den herannahenden Herbststürmen, welche die letzten Blätter von den Bäumen wehen. Dann basteln wir uns eben ein entzückendes Kastanienmännchen. Stilecht mit hübscher Gasmaske natürlich. Aber Vorsicht, denn auch die heutigen Schätze der Natur bergen nicht immer das, was man sich dahinter erwartet. Sie sind mehr der zupackende Mensch, welcher gerne selbst Hand anlegt und sich am liebsten an den wirklichen wertvollen Dingen des modernen Lebens erfreut. Dann lassen Sie faules Obst weiter vor sich hin faulen, die Kastanien liegen und knacken Sie die letzten Geheimnisse von Mutter Natur. Sollten Sie dabei bedächtig und zustimmend nicken, ist dies ein gutes Zeichen. Dann haben Sie die Funktionsweise der Pferdekopfpumpe wirklich verstanden. Aber machen Sie sich dabei nicht die Hände an den vielen Petrodollars schmutzig. Was mich jetzt noch veranlasst, auf mein viertes und letztes Bild dieses vierteiligen Bilderzyklus aufmerksam zu machen. Ohne viele weitere Worte und verbal beschleunigt: „Aggregat-Zustände„.


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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