Sauerei unterm Brandenburger Tor in Berlin
Tierquälerei, vegetarisches Essen und andere schweinische Gedanken
Nachdem ich ja, wie Sie aber auch ohne diese einleitenden Worte sehen respektive lesen können, wieder aus meiner temporär abgebrannten Bloggerlandschaft in die virtuelle Welt zurückgekehrt bin, fällt es mir trotzdem schwer, den richtigen Schreibrhythmus zu finden. Also versuche ich zunächst einmal, mit leichter syntaktischer Kost mich über Wasser und Sie als LeserInnen bei Laune zu halten, bis ich mich wieder in den Prozess des Schreibens eingegliedert habe bzw. meine Gedanken aus jenem Teil, welcher nach eigenem Bekunden ausgebrannt war, gemeinhin als Gehirn bezeichnet, sinnvoll ausgliedern zu können, um den Kreislauf des Eingliederns zu vollenden.Sicherlich könnte ich diesen Sachverhalt auch weniger kompliziert ausdrücken und ohne Umschweife sagen, schreiben oder welch
Ich war also in Berlin. Dass die deutsche Hauptstadt mehr bietet als nur Currywurst mit Schrippen, Bockwurst mit Schrippen oder Buletten mit oder auch ohne Schrippen, werden die meisten von Ihnen bereits wissen und ich habe auch schon über die geschlossenen Fleischtöpfe in Form von “Veganz”, dem ersten europäischen Supermarkt mit rein veganem Vollsortiment, berichtet. Dass eine “Schrippe” ein “Brötchen” oder im österreichischen Raum eine “Semmel” ist, wusste ich allerdings auch nicht. Aber glücklicherweise bin ich in Sachen Essen doch äußerst lernfähig. Was ich aber auch bedingt darauf zurückführe, dass sich meine Essgewohnheiten im Laufe meiner doch schon mehrere Jahrzehnte andauernden Odyssee auf diesem Planeten Erde vom ehemaligen Fleischtiger mehr und mehr hin zum Pflanzenfresser verlagert haben und dieser
Umstrukturierungsprozess in Sachen Futteraufnahme immer noch nicht abgeschlossen scheint. Gut, was möchte ich aber damit ausdrücken?
Nun, am 08. Oktober habe ich mich eben an besagtem Brandenburger Tor eingefunden. Denn dort fand eine Kundgebung zum Thema “Vegetarisch essen” statt. Einige werden sicherlich denken: “Nichts Neues unter Berlins Sonne!” “Vollkommen richtig“, pflichte ich bei, während ich justamente, also im Augenblick des Niederschreibens dieser Zeilen, ein köstliches Kürbiskern Pesto im fleischfreien Vakkum zwischen meiner Speiseröhre und der Tastatur meines Laptops in mich hineinlöffle. Aber ein Foto, welches justamente, also in diesem Falle zum Zeitpunkt des Protestes gegen den Konsum tierischer Nahrungsmittel, entstand, möchte ich Ihnen dann doch nicht vorenthalten.
Dass, und hier verwehre ich mich ganz entschieden einer möglichen Unterstellung von Ihrer Seite, diese Aufnahme, also justamente die Betätigung auf den Auslöser meiner Kamera zum Zeitpunkt X, bestimmte Assoziationen schweinischen Charakters oder gar ungehörige obszöne und staatsfeindliche Gedanken bei mir während des Auslösens auslöste, ist vollkommen an den Haaren herbeigezogen und entspricht dementsprechend auch nicht den Tatsachen. Aber schön ist das Bilddokument doch allemal.
Sie möchten wissen, was auf der Kundgebung so alles gesagt und gezeigt wurde? Habe ich natürlich nicht vergessen, aber zugegebenermaßen war ein Auge und vielleicht auch eines meiner beiden großen Segelohren nicht ganz bei der Sache, sondern sozusagen als knipsender Lauschangriff immer langsam diese herrliche Konstellation umrundend. So, ich glaube, ganz im Sinne von Stefan Remmler und den fehlenden Sternen in Athen, ich habe meinen “Rhythmus, wo ich immer mit muss” wieder gefunden und freue mich deshalb wieder auf fröhliches und hoffentlich auch konstruktives Bloggen.



