Wir sind doch nicht blöd! Ökologisch und fair



Ein Atheist in Gottes Namen

Die “Christliche Initiative Romero” stellt den Imperativ: “Wir sind doch nicht blöd!” Wenn sich KonsumentInnen über die erschreckenden Zustände in den Weltmarktfabriken, in den Kohleminen und auf den Blumenplantagen informieren, taucht häufig die Frage auf: „Was kann ich dagegen tun?“Dass Menschsein nicht mit Christentum und Menschlichkeit schon gar nicht mit christlicher Glaubenslehre in unmittelbarer Nachbarschaft stehen muss, nehme ich anhand meiner eigenen Person als Grundlage für eine solche Sichtweise in Anspruch. Doch mehr möchte ich zu dieser Thematik schon nicht mehr äußern. Und trotzdem bekomme ich in regelmäßiger Folge Post von der „Christlichen Initiative Romero„. Gewollt, weil angefordert. Nicht per Email, sondern so richtig altmodisch durch die Post. In Papierform, zum Anfassen, Begreifen, als raschelndes Zeugnis. Keine Frage, als bloggender Mensch fühlt man sich geradezu herausgefordert, solch handgreifliche Dinge des ansonsten virtuellen Alltags besonders genau unter die Lupe zu nehmen.

Und weil mir das, was ich zu lesen bekam, sehr zusagte, muss ich natürlich gleich die virtuelle Feder spitzen und jene Dinge weitergeben, welche ich für Gottes Lohn in Gottes Namen, was jetzt nicht als sardonische Redensart oder sarkastisches Daherschreiben begriffen werden soll, der Internet-Gemeinde weiterreichen. Dieses „Gottes Lohn“ passt deshalb, weil ich es gestern schon verwendete und damit die Gelegenheit nutzen möchte, treffender- und sinnigerweise auf meinen letzten Artikel zu verlinken, welchen Sie eben unter „Gottes Lohn“ in irdischer Form zu Gesicht bekommen. Wenngleich der Inhalt jenes Artikels schon mehr in Richtung „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving tendiert, wobei hier die Wahl zwischen Geburt und Abtreibung wohl schon lange nicht mehr zur Disposition steht, sondern eher die Frage, wielange sich wohl das Kind Erde noch am Leben erhalten lässt.Christliche Initiative Romero: “Vielen Dank für die Blumen!” Arbeitsbedingungen in einer globalisierten Welt. Ökologisch und fair - wie geht das?

Aber auch dies ist wieder eine andere Geschichte. Und damit dieser Artikel jetzt nicht zu einer Art Schöpfungsgeschichte ausufert, bitte ich doch, auf die beiden Bilder zu klicken, um die tiefere Bedeutung des eingangs gestellten Imperativs „Wir sind doch nicht blöd!“ zu erfassen. Oder, um retrospektiv zu enden: Was ich in raschelnder Form bereits in Händen halte und an ebensolche Menschen mit nicht blöder Gesinnung verteile, könnte auch bald im selben Zustand des materiellen Widerstandes gegen den herrschenden derzeitigen materiellen Zustand in ihrem Besitz sein. Natülich auch nur für kurze Zeit. Denn „Geben ist seliger denn nehmen!„, um jetzt endgültig mit biblischen Worten zu schließen, ohne jedoch die weltlichen Themen aus dem Auge zu verlieren.

Da geht jetzt doch noch was. Wenn schon Welt, dann z.B. die strahlend reine Welt der Waschmittelindustrie. Oder um Ihre Neugierde zu wecken: Warum Pinocchio der ideale Werbepartner für Henkel, Procter & Gamble oder Unilever wäre.  


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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