Rainbow Warrior III: Naturschutz mit Tiefgang


Open-Boat-Veranstaltung von Greenpeace

Open-Boat-Veranstaltung von Greenpeace am 22. und 23. Oktober im Hamburger Hafen. Der Regenbogen-Krieger, die Rainbow Warrior III. öffnet ihre Decks für BesucherInnen.

Gestern noch hoch in den Lüften und heute fahren wir alle gemeinsam zur See. So schnell ändern sich die Zeiten und mit ihnen die Gezeiten. Sozusagen vom Regen in die Traufe, aber mit gesetzen Segeln Richtung Regenbogen am grünen Horizont.

Ich hatte Anfang Juli schon einmal darauf hingewiesen, dass das neue Greenpeace Flaggschiff, die Rainbow Warrior III, demnächst vom Stapel läuft und im Zeichen des Regenbogens wieder die grünen Klingen mit den blutigen Klingen der Walfangjäger kreuzen wird. Natürlich hoffe ich, dass dieses martialische Treiben nicht Realität wird und sich solche Hochseegefechte auf verbale Scharmützel beschränken werden, da die jährlichen Walfangquoten im fadenscheinigen Zeichen der Wissenschaft wohl für genügend echtes Blutvegießen sorgen.

Ich hatte dabei die Ankündigung von Greenpeace übernommen, dass dieser schwimmende bunte Krieger am 14. Oktober für alle Landrättinnen und Seebären zum 40. Geburtstag der Umweltschutzorganisation seine Segel symbolisch im Hamburger Hafen setzt, um all jenen die Möglichkeit zu geben, den Fuß (oder auch beide) auf die Planken zu setzen, um sich ein eigenes Bild über die Arbeit an Deck zu machen. Und natürlich die anwesenden Crew-Mitglieder, Meereskampaigner und altgediente (Meeres)Hasen mit jenen Fragen zu löchern, welche hoffentlich und zukünftig die einzigen Löcher bleiben werden, mit welchen die Rainbow Warrior III konfrontiert wird.

Nun, es bleibt selbstverständlich dabei. Die einzige Änderung: Der Termin hat sich etwas verschoben und wissbegierige Rättinnen und neugierige Bären zu Land und zu Wasser kommen jetzt erst am 22. und 23. Oktober in den Genuss, sich auf den grünen Planken des Regenbogens zu bewegen. Alle weiteren Informationen dazu gibt es aber auch unter „Fragen und Antworten zum Besuch der Rainbow Warrior III„. Wie Ihr am besten dorthin kommt (natürlich mit den Öffis oder dem Fahrad) und dass der Besuch selbstverständlich kostenlos ist. Und für weitere Fragen steht Euch Cordula Gartmann zur Verfügung.

So, Thema Nummer 1 für heute hätte ich erledigt. Aber in Hamburg ist bereits am 01. Oktober der alte Seebär los. Und zwar mit Namen Captain Paul Watson. Wird einigen sicherlich kein Begriff sein, aber möglicherweise ist der Name „Sea Shepherd“ eher geläufig. Wem auch dieser Name nichts sagt, möge sich den folgenden Trailer zu Gemüte führen. Allerdings sei gleich darauf hingewiesen, dass für zartbesaitete Gemüter die blutrote See der abgeschlachteten Wale kein sehr angenehmer Anblick sein dürfte. Doch die Realität stellt sich leider nicht in cineastischen Hochglanzproduktionen aus dem Reiche Hollywood dar.

Am 01. Oktober feiert im Rahmen des Hamburger Filmfestes der 90-minütige Film „Confessions Of An Eco-Terrorist“ (mehr dazu bei Klick auf das Filmplakat) desIm Rahmen des Hamburger Filmfestes feiert dieses Jahr Confessions of an Eco-Terrorist seine Deutschland-Premiere. In diesem Film wird die Geschichte von Captain Paul Watson und Sea Shepherd in 1 1/2 Stunden in atemberaubenden Bildern zusammengefasst. Confessions of an Eco-Terrorist ist anders, als alle anderen bisher dagewesenen Filme & Dokus über Sea Shepherd! Mannschaftsmitglieds und Filmemacher Peter Jay Brown seine deutsche Premiere. Unveröffentlichtes Filmmaterial aus 30 Jahren Geschichte der Sea Shepherd Conservation Society mit ihren abtrünnigen Umweltschützern und Guerilla-Taktiken“ lassen jetzt schon vermuten, dass der Film für viel Zündstoff und Diskussionen sorgen wird.

Und weil bis zum 01. Oktober noch ein paar Tage Zeit sind, vielleicht nochmal zum Aufwärmen eine kurze Animation von Uli Henrik Streckenbach zum Thema „Überfischung der Meere„. Und sollte dann immer noch nicht der Appetit auf Meeressäuger vergangen sein, wäre vielleicht noch ein Artikel zu empfehlen, welcher sich mit dem leider völlig unbekannten Problem des maritimen Bushmeat auseinandersetzt. Ich hoffe, spätestens dann vergeht uns allen der Hunger nach mehr Meer.


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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