Products of Slavery: Kinderarbeit, Ausbeutung, Sklaverei 1



Kinder arbeiten für kleine und große Kinder: Visualisierung eines unsichtbaren Themas

Da sich mit Riesenschritten Weihnachten nähert und Ostern sich eigentlich nahtlos daran anschließt, wäre es doch an der Zeit, sich schön langsam mit Geschenken zuInteraktive Weltkarte von Anti-Slavery: Welche Länder produzieren welche Güter durch Kinderarbeit, ausbeuterische Systeme und sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen. befassen. Denn wie wir alle wissen, machen erst Geschenke, Präsente, Mitbringsel und andere Dinge des „Made in Irgendwo“-Lebens das eigene Leben im neoliberalen Nirgendwo und kapitalistisch zerbombten Sowieso erst so richtig schön, unterhaltsam und selbstverständlich lebenswert. Zumindest ein paar Minuten lang. Eben genau jene Zeitspanne, welche wir benötigen, um das Geschenk mit gierig-schmierigen Fingern auszupacken, mit freudestrahlenden und wohlwollenden Blicken zu begutachten und dann lasziv und „Danke“ murmelnd auf den großen Haufen anderer Geschenke wandern zu lassen, um sich sogleich dem nächsten gönnerhaften Stückchen Glücklichkeit inmitten eines riesengroßen Berges Glücklichsein hingebungsvoll zu widmen. „Süßer die Glocken nie klingen!

Rauschgoldengel im Konsumrausch, die Heilige Familie mit vollbepackten 18 Einkaufswagen im Sanktuarium Shopping-Center, hinter ihnen die Heiligen Drei Könige Products of Slavery: This poster depicts products produced around the world with a high incidence of forced labour. We hope that it will encourage consumers to ask questions about the workers’ conditions producing the goods we buy and that it will motivate companies to put in place systems to identify, prevent and eradicate forced labour.gestresst in der kilometerlangen Warteschlange von einem eigenen Bein auf das andere fremde Füßchen tretend, brandblasenübersähte Hände mit glühenden Kreditkarten werden kühlend in den Kunstschnee getaucht. Die stille Nacht, heilige Nacht dröhnt aus den Lautsprechern, 24 Stunden lang durch Lichterketten erleuchtet. Natürlich mit Energiesparlampen ganz im Sinne des neuen nachhaltigen Einkaufens entzückt verrückt bestückt. Und mitten drin der flauschige Osterhase, schwitzend und transpirierend unter dem weichen Kostüm verborgen macht er Werbung für seine Zeit, welche unheilvoll naht. Konsum-Geburt, Konsum-Kreuzigung und Konsum-Auferstehung, ein Konsum-Triptychon unter den Dächern der glückseligen Glaubensgemeinschaft der ewig sprudelnden Bankomatkarte und des stetig fließenden mahlströmenden Geldstromes im stillen Tanz vereint.

Kinderarbeit bleibt außen vor, denn ausgebeutet werden wir selbst und SklavInnen des Alltäglichen müssen ihrem Herrn dienen. Auf Gedeih und Verderb. Die Welt gehört in Kinderhände. Doch jene Hände haben alle Hände voll zu tun, um uns glücklich zu machen. Zumindest solange, bis der Messias persönlich erscheint und vom Kreuz des fremdgeschmiedeten und zwangsverordneten Glücks herabsteigt, um uns vom Joch der entweihten Geschenke zu befreien. Mit neuen hochglänzend verpackten Mitbringseln aus jenen fremden Ländern, wo Sklaverei und Ausbeutung leise plätschernd durch Kinderhände fließt. Weihnachten und Ostern können endlich kommen.


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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