Sorry George: UNO-Botschafter Clooney vs. fairer Kaffee



Die gerechte Nestlé Nespresso Kaffeewelt des Schauspielers George Clooney

Solidar Suisse, das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) setzt sich für eine sozial, politisch und ökonomisch gerechtere Gesellschaft ein.Dass diese schöne Welt nicht fair ist, hatte ich erst gestern wieder festgestellt (Hurra, hurra, die Schule brennt). Die Schweizer Plattform Solidar Suisse geht das Problem mit fair gehandelten Produkten auf geradezu köstlich aufgebrüht abgebrühte Art und Weise in Form einer Adbusting-Kampagne an. Dazu vielleicht noch der eingeschobene Relativsatz, dass Nestlé und das Produkt KitKat, welches uns soviele schöne Momente bereitet, bereits von Greenpeace wunderbar, wenngleich mit ziemlich drastischen Bildern „beworben“ wurde (Have a break? Palmöl aus Indonesien für Schokoriegel von Nestlé). In einem kurzen Werbespots mit George Clooney in der „Hauptrolle“ zeigen sie uns, was es heißt, als UNO-Botschafter im Dienste des Nestlé-Konzerns Werbung für Produkte zu machen, welche so gar nicht zum Erscheinungsbild eines solchen Repräsentanten für eine gerechtere Welt in Einklang stehen.

Dass der Feschak und Frauenschwarm Clooney zusammen mit John Malkovich für die Nespresso-Kapseln Werbung macht, ist an und für sich nichts Neues. Dass er diesGeorge Clooney macht Werbung für die Nespresso-Kapseln von Nestlé. Solidar Suisse hat daraus eine Adbusting-Kampagne aus Protest gegen die Arbeitsbedingungen der KaffeepflückerInnen in Diensten von Nestlé gedreht. Sorry George, so fühlt es sich an, wenn man als Kaffeepflücker ausgebeutet wird. dabei gleichzeitig in seiner Rolle als Botschafter der Vereinten Nationen erledigt und in diesem Zusammenhang für faire Lebensbedingungen und als erklärter Kriegsgegner in Diensten der UNO eintritt, macht die Sache jedoch weniger schmackhaft. Und so hat sich eben Solidar Suisse ein graumeliertes George Clooney-Double geschnappt und einen eigenen Werbespot gedreht. Ganz nach Art des (Nestlé)-Hauses beginnt die Sache mit dem altbekannten Klavier, welches vom Himmel fällt. Und, soweit hält sich die Adbusting-Kampagne noch an das Original, Mister Clooney muss sein erfolgreiches Leben und sein nicht minder blendendes Aussehen nicht unter einem herabfallenden Klavier beenden. Aber wie das Ganze dann weitergeht, sollten Sie sich doch selbst anschauen. Am besten bei einer schönen Tasse Kaffee. Natürlich nicht unbedingt aus dem Hause Nestlé.

Der nebenstehende Screenshot leitet Sie nicht auf das Video weiter, sondern zur Protestaktion von Solidar Suisse. Das Video selbst gibt es am Schluss dieses Beitrages.

Um Sie aber auf den Spot neugierig zu machen, sei Ihnen nur soviel verraten: George Clooney (in diesem Falle natürlich das Double) wird schmerzhafte Erfahrungen machen müssen, wenn es darum geht, als Werbe-Ikone Teil dieser Ausbeutung zu sein. „Sorry George, so fühlt es sich an, wenn man als Kaffeepflücker ausgebeutet wird.“ Spätestens, wenn diese Stimme aus dem Off ertönt, sollte auch er wissen, was heißt, einen täglichen Tritt in die Weichteile verpasst zu bekommen.

Und wenn Sie danach ein glaubhaftes Statement, anders als Herr Clooney als UNO-Botschafter, für eine gerechtere Welt und faire Arbeitsbedingungen und vor allem höhere Löhne für jene KaffeepflückerInnen setzen möchten, welche für uns den Inhalt dieser exclusiven Kaffeekapseln trotz steigender Kaffeepreise, aber nahezu unveränderten Lohnsteigerungen zur Verfügung stellen, dann wissen Sie jetzt sicherlich, was zu tun ist. Dass Nestlé diesen geheimen Werbespot jetzt verbieten lassen will (Nespresso-Schild trifft Clooney-Double in die Weichteile), macht die ganze Geschichte eigentlich nur umso interessanter und dementsprechend verlockender, die darin enthaltene Botschaft weiter zu verbreiten. Ganz ohne Nespresso-Kapseln, aber mit dem nötigen Quentchen „Aufwachen Welt!

Um nun aber den Weichteilen der Vortritt zu lassen, hier jene Parodie, welche George Clooney vielleicht dazu bewegen wird, in Zukunft die Kapseln mit dem sündhaft teuren Inhalt hermetisch verschlossen zu halten und sich als Mensch in Diensten der UNO jener Welt zu öffnen, welche so unbeachtet und abseits der Industrienationen durch unsere Gegenwart fließt.


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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