Mehr wissen! Mehr tun!: Tu’s einfach am “Tu’s Day”
Nachhaltigkeit kann jeder. Nicht nur am 20. September
Zugegeben, ich selbst komme am 20. September dieses Jahres ganz schön in Schwierigkeiten. Und mehr noch: Ich bringe auch Sie in ordentliche Kalamitäten. Nicht im
ursprünglichen Sinne, denn der Dreißigjährige Krieg ist glücklicherweise seit Jahrhunderten in den Annalen der Geschichte untergegangen und zumindest dieses große Unglück oder eben diese Kalamität hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, wenngleich die gegenwärtigen Kriege dieser Welt Millionen von KalamitosInnen, also jene Menschen, welche durch eine Kalamität ins Unglück und Verderben gestürzt werden, auf ihrer grenzenlosen Flucht über Grenzen hinweg tagtäglich hungernd, durstig und krankmachend begleiten. Von Kalamitäten in der Forstwirtschaft und dem natürlichen Feind des Baumes, dem Borkenkäfer, möchte ich jetzt gar nicht reden, wobei ich ja gestern schon über andere künstlich eingefärbte Waldbewohner geschrieben habe.
Keine Angst, denn dieser Artikel soll auch kein Spendenaufruf für “Ärzte ohne Grenzen” sein, wobei Sie sich durchaus einen Ruck geben dürfen und einmal ganz unverbindlich und unverfänglich dort vorbeischauen dürfen. Rein symblolisch gesprochen, mehr metaphorisch geschrieben. Aber genug der Kalamitäten in einer Welt voller Absurditäten und zahlloser anderer “-itäten“.
Am 20. September, was zufälligerweise ein Dienstag oder im englischen Sprachgebrauch ein “Tuesday” ist, was Sie aber nach dem respektvollen Lesen meines Artikels “Tag des Respekts: Mehr Toleranz, weniger Respektlosogkeit” sowieso schon wissen, findet der sogenannte “Tu’s Day” statt. Sie werden insgeheim denken: Was soll ich denn noch in mein Smartphone gedankenunterstützend schreiben oder, wenn Sie es so machen wie ich, ganz profan in meinem Terminkalender handschriftlich notieren. Keine Frage, eine gute und nicht von der schreibenden Hand zu weisende Frage. Aber weil sich Nachhaltigkeit leider nur durch nachhaltige Berichterstattung und dementsprechend noch nachhaltigere Aktionen und tatkräftige Gedankenunterstützung auf Dauer in unser aller Leben manifestierend einbrennen lässt, habe ich oder eigentlich in diesem Falle die Initiative “Mehr wissen! Mehr tun!” den “Tu’s Day” am Tuesday oder, weil es eine deutschsprachige Mitmachaktion ist, am so ordinären umgangssparachlichen Dienstag jenes 20. Septembers 2011 ausgerufen.
Und weil Ausrufen auch ein gewisses Aufrufen und das wiederum ein noch gewissenhafteres Mitmachen
und Teilnehmen impliziert, mache ich Ihren Terminkalender noch ein Stückchen voller und das Smartphone, oder welch geistige Gedankenunterstützung Sie auch immer verwenden, noch ein bisschen speicherbelegender, sofern es diesen Ausdruck überhaupt im deutschen Sprachgebrauch gibt. Und weil sich aus der verbalen imperativen Formel “Mehr wissen! Mehr tun!” die nicht-mathematische Ableitung, wobei ich mit Kurvendiskussionen und anderen Mitternachtsformeln zeitlebens auf Kriegsfuß stand und immer noch stehe, sozusagen eine ganz persönliche Kalamität des Paul Boegle, welche sogar die Dimensionen eines Dreißigjährigen Krieges mittlerweile um ein gutes Jahrzehnt gesprengt hat, schließe ich mit der sicherlich nicht weniger diskussionswürdigen Feststellung: “Nachhaltigkeit kann jede(r). Ich tu’s! Und Du?”



