„Home“ von Yann Arthus-Bertrand



Atemberaubende Luftaufnahmen des wunderbaren Planeten Erde

Für mich stellt „Home“ sicherlich ein, wenn nicht sogar das Highlight in puncto Landschaftsaufnahmen, Tierdokumentation, Städtearchitektur und nicht zuletzt menschlicher Portraits dar. Eine Dokumentation über den Reichtum, die Vielfalt und die verschwenderische Fülle unseres Heimatplaneten,ohne jedoch die tiefgreifenden Probleme zu vergessen, für welche jene, welche sich tagtäglich diese Erde als irdische Untertanen selbst und vielfach unbeherrscht untertan machen, die Verantwortung tragen.

Wer wissen will, wie sich wohl Ikarus auf seinem Weg zur Sonne gefühlt haben muss, bevor ihn die Hölle namens Erde wieder in ihren Fängen willkommen hieß, wird mit „Home“ durch geradezu psychedelische Luftaufnahmen einerseits zum fliegenden Träumen und traumhaftem Schweben animiert. Doch Yann Arthus-Bertrand vergisst genauso wenig, jene andere Erde, den von Menschenhand zu großen Teilen vernichteten Planeten zu zeigen. Immer von oben, immer im Schwebezustand, immer aus der Distanz des Bodenlosen. Der Film berührt, ohne jedoch selbst zu berühren. 90 Minuten ohne einen einzigen Schritt auf der Erde selbst zu tun, macht sich Yann Arthus-Bertrand auf den Weg, vier Milliarden Erdgeschichte und jenen verschwindend geringen Zeitraum von 200 000 Jahren Menschheitsgeschichte aus der Perspektive eines teilnahmslos teilnehmenden Betracht“Home” von Yann Arthus-Bertrand: Eine Luftreise durch 50 Länder dieser Erde.ers, welcher wort- und sprachlos, aber umso bildgewaltiger diese Momentaufnahmen einfängt, um sie dann in atemberaubend schöne Bilder zu verpacken.

Der Filmemacher blättert und entblättert, facettenreich und detailgetreu bietet er der Zuschauerin und dem Betrachter Einblicke, welche uns so wohl für immer verborgen blieben und möglicherweise zukünftig bleiben. Denn und doch genau hier liegt sein unterschwelliger Appell, welcher den Film jede Sekunde begleitet: Wir, die wir uns ohne Einwilligung aufgemacht haben, Flora und Fauna in einem rücksichtslosen Verdrängungswettbewerb untertan zu machen und in weiten Teilen dieses brachiale Werk bereits vollendet haben, sind aufgefordert, unsere eigenen Entscheidungen genauestens zu überdenken, um diese Heimat auch weiterhin zu erhalten, zu verbessern und in einem Zustand des Gleichgewichtes zwischen Nehmen und Geben zu hinterlassen.

Die Verantwortung, welche wir Lebenden heutzutage tragen, die Auswirkungen, welche unser heutiges Wirken in naher oder ferner Zukunft nach sich ziehen wird, wird erst nachfolgenden Generationen (Stichwort Generationengerechtigkeit) bewusst werden. Wir werden uns dieser Verantwortung in den meisten Fällen nicht mehr selbst stellen müssen. Und wenn doch, wird die ganze Tragweite dieses Tuns erst zu einem Zeitpunkt zur Geltung kommen, welcher nicht mehr in unser Bewußtsein dringen wird und uns dann dorthin zurückgeführt hat, woher wir einst kommen. Aus dem Staub einer gottlosen Masse, welche in Milliarden von Jahren und mithilfe von Milliarden von Zufällen das geschaffen hat, von dem wir so unbedacht Tag für Tag Besitz ergreifen.

Es würde für diesen Beitrag eigentlich genügen, jetzt die Bilder des Films „Home“ (Link am Ende des Artikels bei klick auf das Schaubild) für sich selbst sprechen zu lassen. Aber, um die Intention und Botschaft, welche Yann Arthus-Bertrand mit seinen traumhaften Aufnahmen uns, jenem gierigen und zerstörerischen Lebewesen namens Homo sapiens, mitteilen möchte, lasse ich noch den Künstler selbst zu Wort kommen.  

Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.

Yann Arthus-Bertrand

Home, ein atemberaubender Film über die Schönheit unserer Erde von Yann Arthus-Bertrand.

 


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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