Nachhaltigkeit kommt in Mode: Recycling als Modetrend 1



Gegen die Schnelllebigkeit in der Modebranche

Dass sich die Begriffe Bio, Fairtrade, Öko usw. mittlerweile sehr gut und damit auch gewinnbringend vermarken lassen und dementsprechend der stetig steigenden Klientel mit vollmundigen Versprechen und Kampagnen unter die grünen Nasen gerieben wird, hat sich wohl bis in die hintersten Winkel herumgesprochen. Dass die schwarzen Schafe dabei dicke Mäntel aus biologisch angebauter Schurwolle zu Markte tragen, ist deshalb auch eine Modeerscheinung mit Gewinnabzielungsabsicht. Aber trotzdem lässt sich manchmal die grüne Spreu vom gentechnisch manipulierten Weizen trennen.

Auf Global 2000 bin ich also auf ein Interview mit zwei jungen, aber schon äußerst erfolgreiche DesignerInnen gestoßen. Im Artikel „Bio und Fairtrade – Trendwende zurAustrianfashion.net: Austauschform für Modeschaffende namens Austrianfashion.net, eine Initiative und ein Netzwerk, welche österreichisches Modedesign über die Grenzen des Landes hinaustragen möchte. grünen Modelandschaft“ erklären Claudia Rosa Lukas und Wolfgang Langeder, was es für sie bedeutet, in Zukunft nachhaltige Mode langfristig und trotzdem erfolgreich auf dem rasanten und sich ständig verändernden Modesektor zu etablieren. Denn, wie ich unlängst in meinem Artikel Magischer Abfall: Künstlerische Ader der Umweltbelastung bereits geschrieben habe, entdecken immer mehr Menschen besonders der jüngeren Generation jene Dinge, Materialien und Werkstoffe welche für „Normalsterbliche“, man möge mir diesen Ausdruck nachsehen, als wertlos und unnütz erachtet werden.

Und weil dies auch publik gemacht werden sollte, verweise ich neben dem oben erwähnten Interview auch auf zwei Plattformen. Zum einen sei hier die von Claudia Rosa Lukas und Wolfgang Langeder mit begründete Austauschform für Modeschaffende namens Austrianfashion.net genannt, eine Initiative und ein Netzwerk, welche österreichisches Modedesign über die Grenzen des Landes hinaustragen möchte. Und zum anderen möchte ich das Wiener Unternehmen Backhausen namentlich nennen, welches durch ein sogenanntes Cradle-to-Cradle System die verkauften Stoffe nach Ende eines hoffentlich langen Lebenszyklus wieder zurücknimmt und einer Wiederverwertung zuführt. Von der Wiege zurück zur Wiege und nicht, wie so oft in der Modebranche üblich, von der Hand in den Mund und danach auf die Mülldeponie, sondern Returnity-Stoffe, welche nach Gebrauch ein neues Leben zu beginnen.

So, zum Schluss wieder einmal der obligatorische Hinweis: Für die Nennung der Firma bzw. der Plattform bekomme ich weder Geld noch andere geldwerte Vorteile. Wäre zwar schön, aber dies geschieht aus freien Stücken, freiem Willen und sonstigen Freiheiten, welche sich Paul Bögle eben so nimmt. Bezahlte Artikel werden deutlich von mir gekennzeichnet, aber dies wissen viele meiner LeserInnen sowieso schon.  


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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