Eine Botschaft des WWF an Dich 1



Elektronische Post vom Pandabären an Paul Bögle

Eine Botschaft des WWF an Dich“ bekam ich am heutigen Nachmittag per Email. Geschrieben von Paula Hannemann, welche laut Internet die Social Media Managerin für den WWF Deutschland ist und in Zeiten wie diesen wohl nicht gerade die dankbarste Aufgabe im Reich des Pandabären zu bewerkstelligen hat. Doch der erste Shitstorm ist vorüber, die Wogen haben sich nicht geglättet, aber zumindest haben sich die Gemüter beruhigt. Vielleicht auch mit ein Grund, dass die Urlaubszeit und andere Probleme in dieser schnelllebigen Zeit unsere Aufmerksamkeit beanspruchen und sich die Internet-Gemeinschaft geschlossen weiter wälzt.

Der Begriff „Shitstorm“ ist in diesem Zusammenhang nichts Anrüchiges, sondern ein durch das Medium Internet hervorgerufenes Phänomen, welches unsachliche Kritik, Beschimpfungen und persönliche Beleidigungen gegen meist große Konzerne und deren auf den Diskussionsplattformen Rede und Antwort stehenden MitarbeiterInnen dieser Arbeitgeber. Oder wie in diesem Falle den WWF betreffen, welcher durch den filmischen Beitrag “Der Pakt mit dem Panda – Was uns der WWF verschweigt” und der damit bekannt gewordenen Vorkommnisse, Skandale oder Unregelmäßigkeiten einen Sturm der Entrüstung nach sich zieht. Dazu vielleicht weiterführend Hannes Mehring: WWF-Vorwürfe: Wie eine Diskussion vom TV ins Social Web wechselt.  

Dieses vulgäre „Es regnet Scheiße“ beinhaltet also erzürnte Posts und die Wiedergabe der eigenen Meinung auf eine Art und Weise, welche den Höflichkeits- und Umgangsformen oder der Internet-Etikette (Netiquette) zugegen läuft. Nun, im Falle des WWF herrscht allerdings Handlungsbedarf, denn die von Huismann in seinem Beitrag erhobenen Vorwürfe wiegen schwer, sehr gewichtig. Und sie haben auch bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, wie ich mit meinen zerstörten Illusionen über den Panda zum Ausdruck brachte. Dass Paula Hannemann nun um Schadensbegrenzung bemüht ist, ist sicherlich nachvollziehbar. Doch um das verlorene Vertrauen von Spendenwilligen, UnterstützerInnen und SympathisantInnen in den WWF zurückzuholen, bedarf es meiner Meinung eines langwierigen Prozesses.

So endet denn auch die Botschaft mit „Dein Vertrauen in den WWF ist für uns ein hohes Gut, das wir niemals aufs Spiel setzen werden.“ Nun gut, ich lasse mich also von den zukünftigen Emails des Pandas überraschen. Dass diese Diskussion auf sachlicher Ebene geführt werden sollte, ist auch mein persönlicher Wunsch. Aber ein fahler Nachgeschmack wird trotzdem auf lange Zeit bleiben.

Im folgenden der Brief des WWF an mich. Nicht als Zeichen der Übereinstimmung, aber zumindest als Chance, die Zukunft im Sinne des Umwelt-, Natur- und Tierschutzes nach klar definierten und in erster Linie nachvollziehbaren Regeln und Maßstäben zu gestalten. Und selbstverständlich auch als Erinnerung an uns alle, wobei ich mich ebenfalls ohne Wenn und Aber einschließe, bestimmte Umgangsregeln und einen gewissen Benimmstandard einzuhalten. Nicht nur im Sinne der drei oben angeführten guten Gründe. Die Verlinkungen unten funktionieren allerdings nicht, da es nur eine reine Kopie ist. Aber wer suchet, wird finden. Was nicht nur auf den WWF und seinen derzeitigen Vertrauensverlust zutrifft. Denn die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. 

WWF: Der Panda sendet eine Botschaft an Paul Bögle

Eine Botschaft an Dich: Der WWF zu den erhobenen Vorwürfen von “Der Pakt mit dem Panda - Was uns der WWF verschweigt”.

 


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kommentar erstellen