Friends of the Earth International: 40 Jahre und ein Tag



Herzliche Gratulation für 40 Jahre aktiver Umweltschutz

Friends of the Earth International feiert 40-jähriges Jubliläum.Vor lauter bevorstehender Troubles und bereits feststehender Probleme, Vorwürfe und Unregelmäßigkeiten des WWF und eines kleinen Spaziergangs durch Wien abseits der breiten Masse hätte ich doch fast vergessen, mich den vielen Glückwünschen rund um das weltweit grösste Netzwerk für Umweltschutz mit Namen „Friends of the Earth International“ oder kurz FoEI anzuschließen.

Friends of Earth International: Nostalgie pur in Schweden des Jahres 1972.Wer es noch nicht weiß bzw. wissen möchte. Der deutsche Ableger von FoEI ist der BUND (der Link befindet sich natürlich neben weiteren guten grünen Seiten und Projekten in meiner Blogroll auf der unteren rechten Seite) und in Österreich ist Global 2000 (auch hier hilft meine Blogroll) als Teil der Freunde der Erde im vollen Einsatz gegen die Umweltkrise und für eine lebenswerte Umwelt. Schauen wir noch kurz zu unseren Schweizer Nachbarn und statten wir dort eine kurze Stippvisite Pro Natura (jaja, die Blogroll, werden Sie sagen) ab, bevor ich zusammenfassend sagen kann, dass in diesen mehr als vier Dekaden globaler Veränderung, atomarer Katastrophen, nicht mehr gutzumachender Umweltschäden und was Sie auch immer an negativen Folgen für Mensch, Tier und Pflanzen anführen möchten, mittlerweile Dutzende nationaler Umweltschutzorganisationen, Tausende lokale Gruppen und (zwei) Millionen einzelne Menschen aktiven und passiven Natur- und Umweltschutz vor-, aus- und hoffentlich noch lange erleben.

Zu feiern gäbe es natürlich immer etwas. Z.B. im Moment die Tatsache, dass Cavaliere Silvio Berlusconi nach seinem für ihn vernichtenden Referendum für den Wiedereinstieg Italiens in die Atomenergie nichts zu feiern hat. Aber lassen wir das Nichtfeiern den anderen über und konzentrieren wir uns gemeinsam auf die nächsten 40 Jahre Umweltschutz. Oder wie es einer jener Vertreter der Benzinbrüder (und wohl auch Schwestern) marketingtechnisch so treffend vor einigen (oder waren es viele?) Jahren formulierte: „Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an!“

Das nebenstehende Bild, welches ich mir vom BUND „entliehen“ habe, führt Sie beim Klicken darauf übrigens auf die umfassende Bildergalerie. Es ist zwar immer wieder schön, nostalgische Momente zu genießen, doch um alle gemeinsam noch einiges bewegen zu können, müssen wir alle unseren Blick vorwärts richten. Dorthin, wo sich irgendwann einmal die Zukunft unserer Kinder hoffentlich in eine grüne Gegenwart verwandelt.

Ich darf vielleicht die Gelegenheit nutzen, noch einmal auf meinen Artikel „Klimawandel und Generationengerechtigkeit“ zu verweisen. Denn wer, wenn nicht die heutigen Generationen, sind zu großen Teilen für die zukünftigen Schäden auf dem Planeten Erde verantwortlich. Das Problem dabei: Wie sollen uns jedoch zukünftige Menschen, welche die Erde besiedeln, zur Rechenschaft ziehen. Wir stehlen uns mit unserem Tod aus dieser Verantwortung. Natürlich eine schlechte Sache für uns. Aber wahrscheinlich auch nicht viel besser für unsere Kindeskinder, wenn wir so weiter machen wie bisher.


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kommentar erstellen