Bio Natur - Der Weblog

22.5.2011

Woche der Wälder zum Jahr der Wälder

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 21:14

Ökosystem Wald: Klimaversicherung ohne Kündigungsschutz 

Amazonien: Regenwald voller Energien. Die systematische Zerstörung eines Lebrensraumes.

Bildquelle: Amazonien: Regenwald voller Energien 

Angesichts solcher Bilder habe ich spontan beschlossen, auf meinem Weblog Bio Natur eine Woche der Wälder zu gestalten. D.h, die nächste Woche werde ich mich jeden Tag mit einem Beitrag dem Thema Wald widmen. Das Jahr 2011 sollte eigentlich ganz im Zeichen der Wälder stehen und wurde auch als solches ausgerufen. Doch scheinbar werden die sprichwörtlichen Rufer in der Wüste erst dann gehört werden, wenn sie gemeinsam mit jenen, welche sich jetzt noch hinterwäldlerisch in riesigen klimatisierten und luxuriösen Baumhäusern verstecken, selbst in jener Wüste stehen, welche durch die Abholzung, Brandrodung, Umwidmung in Monokulturen und Ausbeutung dortiger Bodenschätze entstanden sind.

Irgendwann wird der Klimawandel zum endgültigen Stillstand kommen. Spätestens in jenem Augenblick, wenn die fehlenden Wälder den Kohlenstoff nicht mehr speichern können, dasPalmöl gegen Regenwald: Zerstörung von Regenwald für neue Palmöl-Plantagen. Kohlendioxid nicht mehr von den Bäumen und Pflanzen aufgenommen wird dadurch zum Weltklima keinen Beitrag mehr leisten können. Dann wird es vielleicht still auf jenem Planeten, welchen wir bis jetzt noch als unseren Heimatplaneten bezeichnen. Genauso still wie jene lautlosen Riesen, unter deren Blätterdächern und Nadelkronen wir noch sorg- und rücksichtslos unserer Lieblingsbeschäftigung und unseren Visionen einer neuen Weltordnung frönen: Der Zerstörung jeden Lebensraumes.

Bildquelle: Greenpeace. Ein positives Statement von Unilever     

21.5.2011

Günther Oettinger: Energiepolitische Visionen

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 19:41


Europas Zukunft auf dem (alternativen) Energiesektor 

Solarenergie im tiefen Süden, Windkraft im hohen Norden - und dazwischen ein paneuropäisches Energienetz, das die regenerative mit der konventioneller Technik verbinden könne.” (Rheinische Post: EU-Kommissar im Tagebau). Wenn es um die europäische Energiepolitik der Zukunft geht, hat EU-Energiekommissar Günther Oettinger klare Vorstellungen. Insbesondere dann, wenn er diese weisen Worte vor versammelter Mannschaft, bestehend aus PolitikerInnen und WirtschaftsvertreterInnen, im westdeutschen Grevenbroich spricht.

Grevenbroich: Bundeshauptstadt der EnergieGrevenbroich? Kennen Sie nicht? Ein großer Fehler, glauben Sie mir. Denn schließlich handelt es sich, zumindest den gewichtigen Worten der dortigen Bürgermeisterin Ursula Kwasny folgend, um die “Bundeshauptstadt der Energie“. Das hört sich doch wirklich nach energiesparendem Lustgewinn an. Und weil eben der EU-Energiekommissar einer Einladung hoher CDU-Funktionäre zu einem sogenannten “Energiepolitischen Fachgespräch” auf die Neurather Kraftwerksbaustelle gefolgt war, bei welchem auch RWE-Chef Jürgen Großmann anwesend war, folgte auch gleich ein gar wunderschönes kleines Präsent. Eine Krawattennadel mit der Skyline von Grevenbroich. Das macht jetzt wirklich Lust auf mehr, denn ich darf Ihnen gestehen, dass ich bisher der Skyline von Grevenbroich noch nicht wirklich meine Aufmerksamkeit zuteil werden ließ. Ein verhängnisvoller Fehler, wie ich mir und Ihnen zähneknirschend eingestehen muss. Sozusagen der schlipslose Offenbarungseid des Paul Bögle.

Und so kann sich Herr Oettinger nun, gut gerüstet mit der stacheligen energiepolitischen Deckung der Bundeshauptstadt der Energie, weiter aufmachen, gegen die atomaren Windmühlen aus Frankreich und Großbritannien anzukämpfen. Ob er dabei bis zum geplanten 01. Juni sein europäisches Pferd Rosinante unter die Kandare gemeinschaftlicher Richtlinien für die Stresstests der Atomkraftwerke bringen kann, bleibt mehr als fraglich. Aber möglicherweise genügt ja schon ein kleiner Stich mit der Grevenbroicher Krawattennadel, um das lahme Ross wieder auf volle Touren zu bringen.

Bleibt zum Schluss nur die offene Frage: Weshalb bezeichnet sich Grevenbroich so volltönend als “Bundeshauptstadt der Energie“? Wie so viele Dinge unseres täglichen Lebens, denken Sie doch nur an die so vielversprechenden Werbelügen für den Goldenen Windbeutel, schießt auch dieser griffige Slogan voll am Ziel vorbei. Denn während eines Wettbewerbes für einen neuen Werbeslogan durch den früheren Bürgermeister Axel Prümm der 65 000 EinwohnerInnen zählenden bis dato titellosen Gemeinde wurde Sabine Kottmann mit ihrem eingängigen Slogan zur Siegerin gekürt (Bürgerinitiative gegen BoA-Erweiterung Niederaußem e.V. Big BEN). Und so kürte sich Grevenbroich eben zu jener “Sie wissen schon-Bundeshauptstadt“.

Dass allerdings Mitte Juli 2010 die Direktive “Energie”-Slogan wird eingedampft ausgegeben und auch umgesetzt wurde, die Gründe hierfür waren verkehrspolitischer Art, ist nur ein Teil der Geschichte. Bei ihrer Amtsübernahme als Bürgermeisterin kündigte Frau Kwasny an, jene restlichen Kohle-Briketts, welche in Folie verpackt als Werbeträger des Slogans dienten, einzustampfen. Was sie wohl auch tat. Dass diese Kohle-Briketts mit Sponsorengeldern von RWE-Power finanziert wurden, macht die Sache natürlich erst so richtig rund. Denn RWE-Power ist, Sie können es sich denken, Teil des RWE-Konzerns (RWE-Power AG). Doch das partnerschaftliche Verhältnis von Grevenbroich und RWE dürfte nicht im mindesten getrübt sein. “Das ist Sache der Stadt. Wir haben nach wie vor ein gutes, partnerschaftliches Verhältnis zu Grevenbroich.” sagte damals RWE-Sprecher Manfred Lang diplomatisch.

Schließen wir jetzt den Kreis und kommen zurück auf EU-Ebene, ohne irgendwelche Hintergedanken in den Raum zu stellen. Die AKW-Stresstests befinden sich also im Nirwana europäischer Entscheidungsfreudigkeit. Doch EU-Energekommissar Oettinger stellt während seines “Energiepolitischen Fachgespräches” klar, dass “die damit verbundene Energiewende dürfe aber nicht die Industrie gefährden.” In meinen Augen ein deutliches Zeichen, dass auch weiterhin fossile Energieträger wie die im Tagebau abgebaute Braunkohle eine wichtige Überlegung in den Entscheidungen des EU-Funktionärs spielen. Und zwar nicht als Übergangslösung, sondern als planerisch weitreichender Schritt in die so euphemistisch proklamierte Energiewende.

Keine Frage, strukturschwache und touristisch reizlose Gebiete, welche ihre Wirtschaftskraft und die dringend benötigten Arbeitsplätze aus Wirtschaftszweigen wie der Braunkohle schöpfen, spielen auf wirtschaftlicher und politischer Ebene eine große Rolle. Denn neben genannten Faktoren stehen auch unzählige WählerInnen hinter den getroffenen Entscheidungen. Aber dann sollten die Verantwortlichen auch Farbe bekennen und dies der Öffentlichkeit mitteilen, anstatt um den heißen Brei herumzureden. Vielleicht sollte sich die Europäische Gemeinschaft der Energie- und UmweltministerInnen deshalb erst einmal daran versuchen, die leichter zu bändigenden fossilen Hühner zu satteln, anstatt sich am Entwirren des morschen Zaumzeugs namens Stresstest der wilden Rosinante zu versuchen.  

20.5.2011

Nordico: IM GARTEN oberösterreichischer Lust

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 19:40


Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment

IM GARTEN: Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment im Linzer Stadtmuseum Nordico.Zurück aus dem nachhaltigen Norden der Bundesrepublik Deutschland und auf direktem Wege hinein in die oberösterreichische Stadt Linz. Genauer gesagt und geschrieben in das Linzer Stadtmuseum Nordico. Denn dort möchten die KuratorInnen Karin Standler, Andrea Bina und Magnus Hofmüller und viele ungenannten MitarbeiterInnen den BesucherInnen vom 20. Mai bis zum 16. Oktober 2011 die Möglichkeit geben, der Frage nachzugehen: “Was alles ist ein Garten?”     

Die Lebensräume und damit gleichzeitig die Lebensträume unbegrenzten menschlichen Lustwandelns wurden unwiederbringlich mit der biblischen Vertreibung aus dem Paradies für alle Zeiten begraben, sofern sich biblisches Denken mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbaren lässt. Das Paradies von Eva, der Garten Eden von Adam haben sich durch die inflationäre Urbanisierung und städtebaulichen Ballungszentren des neuzeitlichen Menschen namens Homo urbanus grundlegend geändert. Minimalistische Grünoasen innerhalb riesiger Wohnanlagen sind heutzutage als Rückzugsräume heiß begehrt, Dachgärten fast schon unbezahlbar. Verkehrsinseln werden durch sogenanntes Guerilla Gardening zu Miniaturlebensräumen umfunktioniert. Vorgärten, Balkone und Terrassen bieten wenig, aber zumindest soviel Platz, um Basilikum, Schnittlauch und zwei Tomatenpflanzen für ein kleines bisschen mediterranes Feeling aufkommen zu lassen.

Ein vierstöckiger Gartenturm der Künstlergruppe “Time’s Up“ als experimentelle Erfahrung gärtnerischer Planung und Umsetzung auf engstem Raum. Sensorikstationen, welche den eigenen und oftmals schon längst verloren geglaubten Geruchssinn zu neuem Leben erwecken. Seedbombs für alle grünen AnarchInnen unter uns, welche praxisnah im politisch und ökologisch korrekten und vollkommen legitimen Untergrund aus im Sinne der Natur mit ungefährlichen Bomben aus Ton, Erde und Samen operieren möchten.

Wer also das Gefühl hat, noch nicht alles über Gartenbaukunst im innerstädtischen Bereich zu wissen oder sich einfach nur Ideen für die eigenen vier pflanzlichen Grünwände holen möchte, sollte vielleicht einmal selbst in Linz auf der Nordico vorbeischauen. Und weil Kinder und Jugendliche heutzutage aus ihren virtuellen Käfigen Facebook, Playstation usw. auch selten herauszuholen sind, wäre dies doch eine schöne Möglichkeit, einen gemeinsamen Schulausflug zu starten. Sozusagen, um wieder auf den lange vergessenen und zubetonierten Spuren von Eva und Adam zu wandeln. Vielleicht lassen sich noch winzige Reste des sagenhaften Garten Eden wieder entdecken. Zumindest im Linzer Stadtmuseum Nordico besteht die Möglichkeit, auf der dortigen IM GARTEN nicht in den sauren Apfel beissen zu müssen, sondern vom Baum der ökologischen Erkenntnis naschen zu dürfen.  

       

19.5.2011

Goodgoods öffnet ihre Pforten

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 07:35

Nachhaltigkeit in der Umweltstadt 2011 Hamburg

Noch einmal als kleine gedankliche Auffrischung zu meinem Artikel “Good goods auf der goodgoods vom August 2010. Es ist zwar noch kein Jahr schnell vorüber wie imDie Verbrauchermesse goodgoods zu Gast in Hamburg 2011. Falle des Goldenen Windbeutels, doch auch der Zeitraum 27.-29. Mai 2011 ist irgendwann vorbei. Eigentlich am 30. Mai, aber dies nur der Form halber. Und weil Nachhaltigkeit eben immer noch ein relativ stiefmütterliches, von mir aus auch stiefväterliches, Thema ist, müssen Messen wie besagte goodgoods eben zum wiederholten Male der Öffentlichkeit näher gebracht werden.

I:CO Award. Forschungspreis für innovative Ideen im Schuh- und Textilrecycling.Gespannt bin ich dabei besonders auf die Vergabe des Forschungspreises I:CO Award, welcher für die besten Recyclingkonzepte auf dem Sektor Schuhe und Textilien verliehen wird. Natürlich auch aus einem gewissen Eigeninteresse, da ich selbst unlängst ein Video über Boombuz 100% nature gedreht habe. Wer also am 27. Mai um 11:30 Uhr aus welchen Gründen auch immer zu Gast auf der goodgoods oder der Umweltstadt Hamburg ist, könnte vielleicht einen Blick riskieren. Wobei ich gestehen muss, dass die wunderschöne Hansestadt im Norden der Bundesrepublik weit mehr zu bieten hat. Aber dies auch nur der Form halber.   

17.5.2011

Goldener Windbeutel: Den Preis, den niemand will

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 03:47


Goldener Windbeutel: Der Preis für die dreisteste Werbelüge.Ein Jahr ist schnell vorüber …

singt die “Münchner Freiheit” nun doch schon einige Jahre. Der Liedtext hat sich ebenso wenig geändert wie jene Werbetexte, deren MacherInnen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln eine riesige Propagandamaschine aus Schönfärberei, Unwahrheiten und Unverschämtheiten die VerbraucherInnen zum Narren halten. Und so sitzen jene Werbeprofis und Marketing-ExpertInnen in ihrem Narrenturm aus Lug und Trug, gebaut auf einem Fundament aus seichter Belanglosigkeit in den morastigen medialen Tümpeln des Werbefernsehens, hinter dicken Mauern aus versprochenen, aber im selben Augenblick gebrochenen Träumen, und schauen von dort auf die Konsumköpfe ihres zahlenden Publikums.

Doch genau jenes zahlende Publikum zahlt seit dem Jahr 2009 mit gleicher klingender Münze heim. In Form des Goldenen Windbeutels, welcher nun schon zum dritten Mal von abgespeist.de unter tatkräftiger Unterstützung kritischer KonsumentInnen jenem Unternehmen überreicht wird, welches sich aus einem Meer von dreisten Werbelügen um das gewisse Etwas von den Mitbewerbern abhebt.   

Wieder ist ein Jahr ins Land gegangen, hat sich das Klima gewandelt, hat sich die Einstellung vieler Menschen zur Atomkraft nach Fukushima geändert oder wurde das Erbgut weiterer Nutzpflanzen dank Gentechnik verändert. Doch bei all diesem unbeabsichtigten Wandel, gewollten Streben nach Veränderung und nicht zu beeinflussender Naturkatastrophen ist eine Sache gleich geblieben: Die Werbelügen der Wirtschaft. Marketingabteilungen verkaufen uns immer noch ihre fadenscheinigen Produkte unter dem Siegel der Nützlichkeit, propagieren dreist den haltlosen Mehrwert ihrer Güter und belügen uns mit inexistenten Eigenschaften ihrer Erzeugnisse und schöngefärbter Farblosigkeit nutzloser Konsumversprechen.

Und aus dieser riesengroßen Menge an täuschenden Werbebotschaften und enttäuschenden Produkteigenschaften hat abgespeist.de auch für 2011 wieder die fünf besten derDer Goldenen Windbeutel ruft zur Abstimmung auf: Fünf Kandidaten für den Preis der dreistesten Werbelüge. besten Werbelügen herausgefiltert, um aus diesen den endgültigen Sieger mit dem Goldenen Windbeutel 2011 zu küren. Im Vorjahr durfte sich der unglaubliche Monte Drink von Zott über den Preis, den kein Unternehmen haben möchte, nicht freuen. Mein heimlicher Favorit, der fast noch unverschämtere Gelbe Zitrone-Physalis von Pfanner, musste sich damals mit dem undankbaren zweiten Platz begnügen, aber eigentlich gibt es unter den nominierten Firmen für den Goldenen Windbeutel nur Verlierer. Nein, natürlich nicht nur, denn Umsatzeinbußen und negative Berichterstattung hat auch schon manchmal zum Umdenken beigetragen.

Und weil Verlieren auch schön sein kann, in diesem Falle für die KonsumentInnen, welche die dreisteste Werbelüge wählen dürfen, stehen Ihnen bis zum 16. Juni 2011 die virtuellen Wahlurnen zur Verfügung. Treten Sie also ein und machen Sie mit bei der Wahl des Goldenen Windbeutels, um jenen Kandidaten der Werbewirtschaft zu zeigen, was Sie von deren Konsumgütern halten. Nämlich nichts!

Ich bin natürlich höchst erfreut, dass abgespeist.de auch der Firma Ferrero ihre volle Aufmerksamkeit mit der so sagenhaften “Milch-Schnitte“ geschenkt hat, wobei dies nicht als Beeinflussung der Wahl gedacht ist, sondern nur als Weiterführung auf meinen Artikel “Die Extra-Portion Milch … sicher nicht vom Ferrero Kinder-Riegel“. Denn ich kann mich ebenso mit jenen anderen vier potentiellen Werbelügen anfreunden oder besser anfeinden, welche sich berechtigte Hoffnungen auf den Goldenen Windbeutel machen dürfen.

Ob ich dabei auf das feine Gürkchen-Schlemmertöpfchen von Kühne mächtig sauer bin, der immer wieder gerne gesehenen Firma Danone, immerhin Goldener Windbeutel 2009-Sieger mit Actimel und nun mit Activia erneut ganz vorne dabei, den Inhalt meines Verdauungstrakts offenbare, meinen Ärger und gleichzeitig den Bluthochdruck mit den “Ferdi Fuchs Mini-Würstchen” von Stockmeyer ins Unermessliche steigere oder besser “Nimm0″ anstatt ”Nimm2“ von Storck in Betracht ziehe, die Qual der Wahl ist furchtbar schwierig. Doch weil jede Qual irgendwann ein Ende hat, heißt es nun für Sie ab zur Abstimmung.

Die dreisteste Werbelüge: Wer erhält den Goldenen Windbeutel von abgespeist.de? VerbraucherInnen stimmen ab.   

  

16.5.2011

Klimafolgenforschung: Bewältigung des Klimawandels

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 01:02

Wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen zum globalen Wandel

Es gibt manchmal Begriffe aus dem Bereich der Nachhaltigkeit, des Klimawandels und allem, was sonst noch dazugehört, welche einem bis dato unbekannt waren. “Klimafolgenforschung” ist solch ein verbales Ungetüm. Aber der Inhalt hinter dieser sprachlichen Lautmalerei ist sehr ernst und überaus interessant. Wer sich Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK): Robuste Optionen für die Bewältigung des Klimawandels durch interdisziplinäre Forschung aufzeigen. Denn es bleibt nicht mehr viel Zeit, um das Unbeherrschbare noch zu vermeiden und das Unvermeidbare sicher zu beherrschen.beispielsweise auf den Seiten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) umsieht, wird bemerken, dass Klimafolgenforschung weit über die elementare Analyse des Klimawandels hinausgeht. Und interessanterweise vertritt hierbei das PIK den Ansatz, dass interdisziplinäres Forschen auf diesem Gebiet nicht nur die verschiedenen Naturwissenschaften zum Inhalt hat, sondern dass in zunehmendem Maße die Sozialwissenschaften mit eingebunden werden müssen, um der Gesellschaft “robuste Optionen für die Bewältigung des Klimawandels aufzuzeigen. Denn es bleibt nicht mehr viel Zeit, um das Unbeherrschbare noch zu vermeiden und das Unvermeidbare sicher zu beherrschen.”

Nehmen wir also als recht verständliches und vor allem gängiges Beispiel die Gletscherschmelze. Fakt ist etwa, dass es in zunehmendem Maße zu einer spür- und leider auch messbaren Erwärmung der Höhenlagen bestimmter Regionen, z.B. im Himalaya, kommt. Das wiederum führt dazu, dass Gletscher mehr und mehr abschmelzen. Doch wie kommt es zu diesem Phänomen?

Die Klimafolgenforschung beschäftigt sich mit solchen und anderen Dingen des Klimawandels, jedoch nicht vom Standpunkt der Resultate aus, sondern dieser Forschungsbereich hinterfragt vielmehr, welche Faktoren für die Gletscherschmelze verantwortlich sind. Dass die Treibhausgase und der uns allen mehr oder weniger bekannte Treibhausgaseffekt eine entscheidende Rolle für die Erderwärmung spielen, steht für die meisten Menschen mit gesundem Menschenverstand mittlerweile außer Frage. Die Tatsache, dass etwa der deutsche Wissenschaftler Klaus-Peter Kolbatz im Jahr 2008 eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet hat, welche die Auforderung beinhaltete, die Klimapolitik noch einmal neu zu überdenken, ist sicherlich sehr löblich. Seine Begründung, ”dass es keinen Treibhauseffekt geben kann, da Wärme grundsätzlich nach oben steigt und ungehindert in das Weltall entweichen kann”, lässt sich nach physikalischen Gesichtspunkten sicherlich nicht von der Hand weisen, lässt aber wiederum die Vermutung zu, dass möglicherweise mit diesem physikalischen Phänomen auch der gesunde Menschenverstand nach oben gestiegen ist und ungehindert in den Weiten des Weltalls verschwunden ist (siehe auch “Geo-Engineering, ein Himmelfahrtskommando). Aber dies nur nebenbei.

Welch gefährliche Mischung jedoch neben den CO2-Emissionen für die globale Gletscherschmelze im allgemeinen und regional bedingtes Dahinschmelzen am BeispielKlimafolgenforschung: Welche Faktoren bestimmen Probleme wie Erderwärmung, Gletscherschmelze oder Anstieg der Wassertemperatur? des Himalaya letztendlich in ihrer Gesamtheit verantwortlich sind, gilt es erst noch intensiver zu erforschen. So kommen die KlimafolgenforscherInnen zu dem Schluss, dass als weitere bisher noch wenig beachtete Faktoren Ruß und Staub tiefschürfend in diesen Prozess eingreifen. Und diese Schmutzpartikel sind in weiterer Folge für Veränderungen von Feuchtigkeits- und Energiegehalt der Atmosphäre verantwortlich. All dies muss jedoch noch erforscht werden.

Dss sogar der Vatikan als Sprachrohr für mehr als eine Milliarde Menschen mittlerweile den Klimawandel mit anderen Augen sieht und diesen als potentielle Gefahr für die Schöpfung betrachtet, ist nach Hans Joachim Schellnhuber, dem Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ein gutes Zeichen oder besser ”ein wichtiges Signal“ (Gletscherschmelze ist Vorbote des Klimawandels). Wiederum beiläufig erwähnt: Wer im Moment schneller schmilzt, die Gletscher oder die Mitgliederzahlen der katholischen Kirche, wäre sicherlich auch einmal ein ausgiebiges Thema für eine Forschungsarbeit. Aber ich möchte nun nicht die Probleme der christlichen Glaubensgemeinschaft unnötig ins Lächerliche ziehen, sondern ganz im Gegenteil diese neue Soziallehre der Kirche als Beispiel für fortschrittliches Denken erwähnt wissen. Dazu siehe auch die äußerst interessante Abhandlung von Ottmar Edenhofer “Eine Ethik der Nachhaltigkeit. Die deutschen Bischöfe zu den Gefahren des Klimawandels“.    

Eine andere Forschungsgruppe regionaler Klimafolgenforschung wurde nun im brandenburgischen Neuglobsow ins Leben gerufen. Am dortigen Stechlinsee untersuchen Klima- und in erster Linie Gewässerforscher unter Mark Gessner anhand eines weitweit einzigartigen Pilotprojektes, welche Faktoren für die Erwärmung des oberflächennahen Wasser entscheidend sind. Ausgehend von der Tatsache, dass zwischen 1958 und 2009 die Wassertemperatur um + 1,5 Grad Celsius angestiegen ist, sollen die Messungen zum Verstehen dieses Wandels beitragen. Dass es aber Jahre dauern wird, bis die wichtigsten Fragen auf diesem weitgehend unbekannten Gebiet, der sogenannten Limnologie, beantwortet sein werden, stellt Gessner jetzt schon klar. (Weltweit einmalige Versuchsanlage zur Klimafolgenforschung in Neuglobsow eingeweiht).
Je früher die Klimafolgenforschung also vorzeigbare Ergebnisse liefern kann, desto eher wird es uns vielleicht noch möglich sein, durch interdisziplinäres Forschen brauchbarer Lösungskonzepte ”das Unbeherrschbare noch zu vermeiden und das Unvermeidbare sicher zu beherrschen.” Während des Verfassens dieses Artikels sind sicherlich schon wieder etliche Liter Gletscherwasser den Himalaya und andere Hänge hinuntergeflossen. Ich weiss nicht, wie viele es waren. Aber mit Sicherheit viel zu viele.      

15.5.2011

Biorama: Kostenlos ins Gartenhotel Theresia

Abgelegt unter: Reisen — Paul Boegle @ 20:49

3 Nächte mit Halbpension in Saalbach-Hinterglemm zu gewinnen

Bleiben wir doch gleich auf der Welle der Inspiration und verbinden diese mit einem nachhaltigen Gewinnspiel vom Allerfeinsten. 

Beim Stöbern auf der Biorama-Webseite bin ich auf ein Gewinnspiel gestossen, welches ich aufgrund meiner eigenen Besuche im Garten- und Aparthotel Theresia imPaul Bögle macht Urlaub im Gartenhotel Theresia in Saalbach-Hinterglemm: Biorama verlost 3 Nächte mit Halbpension. wunderschönen österreichischen Saalbach-Hinterglemm nur wärmstens empfehlen kann. Pünktlich zum neuen Launch der überarbeiteten Biorama-Seite lautet das Motto: 

Biorama verlost 3 Nächte in Saalbach Hinterglemm

Wer bis zum 30. Mai 2011 das Gefühl, ein paar herrlich entspannte Tage zu zweit und vor allem kostenlos könnten für Körper und Seele nicht von Nachteil sein, sollte unbedingt an der Verlosung teilnehmen. Denn Familie Brettermeier-Egger und die komplette Belegschaft sorgen wirklich dafür, dass der Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Wie gesagt, ich spreche hierbei aus eigener Erfahrung.

Sollten Sie die oder der glückliche GewinnerIn sein, bitte ich Sie um einen einzigen Gefallen: Richten Sie ganz liebe Grüsse von Gaby und Paul Bögle aus Wien aus.  

14.5.2011

Love Green: Nachhaltige mediale Inspiration

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 13:54

Nachhaltiges Interesse für die breite (Bio)Masse

Love Green: Die erste deutschlandweite Medien-Initiative zum Thema Nachhaltigkeit.

Legen wir den radioaktiven Kapitalismus für kurze Zeit beiseite, lassen wir das verstrahlte Kleingedruckte deutscher Banken dort, wo es hingehört, nämlich in der untersten Schublade, und widmen wir uns wieder dem Thema Nachhaltigkeit.

Eine neue Plattform hat das Licht der Medienlandschaft erblickt. Mit “Love Green” versucht ein weiteres Projekt, Überzeugungsarbeit hinsichtlich grüner Themen und nachhaltigen Lebensstil zu leisten und der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Ob der eingeschlagene Weg der richtige sein wird, wird sich erst noch heraustellen müssen. Denn das Projekt ”Love Green” versteht sich selbst als bundesweite (Deutschland) Medienkampagne, welche mittels den Massenmedien Fernsehen und Internet der breiten Öffentlichkeit den Bereich Nachhaltigkeit schmackhaft machen möchte.

Ob allerdings die dafür eingesetzten Mitteln, nämlich hauptsächlich das Zusammentragen fremder Gedanken, Meinungen, Informationen und Intentionen von schreibenden Menschen, welche in den meisten Fällen eigene Blogs führen, unbedingt zum geplanten Erfolg führen, mag dahingestellt sein. Ein persönlicher Blog, ein Firmenblog wohl in erweiterter Weise auch, stellt in meinen Augen eine langsam gewachsene virtuelle Struktur dar, welche durch den Gedankenaustausch der Bloggenden mit den LeserInnen wächst und sich weiterentwickelt. Die Interaktion von lesendem Publikum und schreibendem Menschen, Aktion und Reaktion als Resultat dieser Gedankengänge, ist meines Erachtens immer nur die wichtigste Eigenschaft und primäre Funktion, welche ein Blog erfüllen sollte. Ob sich Nachhaltigkeit durch das Wiederholen, Komprimieren und Zusammenführen einzelner Mosaiksteine auffächern lässt? Lassen wir uns überraschen.   

Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen. Ob die beiden Kommunikationsprofis Philipp A. Thode und Markus Schmidt, welche hinter “Love Green” stehen, damit nicht etwas zu hoch gegriffen haben, wird die Zukunft zeigen. Die Tatsache, dass die beiden mithilfe der schlagkräftigsten Waffen Internet und Fernsehen auf die Bevölkerung eindreschen (ich bitte diesen martialischen Ausdruck zu verzeihen!) wollen, macht die Sache interessant und spannend. Und genau aus diesem Grund halte ich das Projekt auch für erfolgsversprechend, denn ohne diese Massenmedien wird die Menschheit auch zukünftig nicht “überleben” können.

Allerdings glaube ich nicht unbedingt, dass SAT1 und ProSieben die richtigen Informationsträger für solches Nach- oder sogar Umdenken sind. Der Gedankengang ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, dass durch diese privaten Fernsehsender ein breites Publikum erreicht wird. Auch steht es außer Frage, dass sich nur durch ein breit gestreutes und vor allem flächendeckendes Informationsangebot zum Thema Nachhaltigkeit überhaupt erst einmal Interesse herstellen lässt. Aber ob eben Menschen, welche durch solche Sender auf eher leichte Unterhaltung und TV-Konsumation konditioniert sind, auch von Inhalten dieser Machart begeistert werden können, werden die Macher erst noch beweisen müssen.

Weiterhin wird es sicher einen Balanceakt darstellen, die “richtigen” Unternehmen, Stiftungen und die öffentliche Hand aus der Vielzahl an Greenwashing-Kampagnen und grün-schwarzen Schafen herauszufiltern, welche letztendlich mit den zur Verfügung gestellten Geldern ”Love Green” unterstützen werden und dementsprechend auch den eigenen guten Namen der breiten (Bio)Masse näherbringen möchten. Die Reichweite und der Bekanntheitsgrad von Privatsendern wie SAT1 und ProSieben ist mit Sicherheit ein verlockendes Instrument, die vielleicht nur hellgrüne Firmenpolitik auf der Mattscheibe dunkelgrün erscheinen zu lassen.  

Die Tatsache, dass ich mich mit dem Projekt “Love Green” mit diesem verfassten Artikel auseinandersetze, zeigt aber, dass ich solchen Ideen grundsätzlich positiv gegenüberstehe. Denn beim Durchstöbern der Inhalte haben sich auch mir neue Blogs und Themenbereiche erschlossen, welche wiederum Inhalte für eigene Berichte bieten. Und diese wiederum dienen dazu, meiner eigenen Leserschaft Neues zum Thema Nachhaltigkeit bieten zu können. Und so schließt sich der Kreis irgendwo und irgendwie doch wieder. Zumindest dann, wenn sich “Love Green” nicht im selben endlos weiterdreht, sondern das Interesse einiger bis vieler Menschen für das Thema Nachhaltigkeit weckt.

Love Green: Die erste deutschlandweite Medien-Initiative zum Thema Nachhaltigkeit.       

« Vorherige SeiteNächste Seite »

läuft stressfrei mit WordPress ( WordPress.de )