Love Green: Nachhaltige mediale Inspiration


Nachhaltiges Interesse für die breite (Bio)Masse

Love Green: Die erste deutschlandweite Medien-Initiative zum Thema Nachhaltigkeit.

Legen wir den radioaktiven Kapitalismus für kurze Zeit beiseite, lassen wir das verstrahlte Kleingedruckte deutscher Banken dort, wo es hingehört, nämlich in der untersten Schublade, und widmen wir uns wieder dem Thema Nachhaltigkeit.

Eine neue Plattform hat das Licht der Medienlandschaft erblickt. Mit „Love Green“ versucht ein weiteres Projekt, Überzeugungsarbeit hinsichtlich grüner Themen und nachhaltigen Lebensstil zu leisten und der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Ob der eingeschlagene Weg der richtige sein wird, wird sich erst noch heraustellen müssen. Denn das Projekt „Love Green“ versteht sich selbst als bundesweite (Deutschland) Medienkampagne, welche mittels den Massenmedien Fernsehen und Internet der breiten Öffentlichkeit den Bereich Nachhaltigkeit schmackhaft machen möchte.

Ob allerdings die dafür eingesetzten Mitteln, nämlich hauptsächlich das Zusammentragen fremder Gedanken, Meinungen, Informationen und Intentionen von schreibenden Menschen, welche in den meisten Fällen eigene Blogs führen, unbedingt zum geplanten Erfolg führen, mag dahingestellt sein. Ein persönlicher Blog, ein Firmenblog wohl in erweiterter Weise auch, stellt in meinen Augen eine langsam gewachsene virtuelle Struktur dar, welche durch den Gedankenaustausch der Bloggenden mit den LeserInnen wächst und sich weiterentwickelt. Die Interaktion von lesendem Publikum und schreibendem Menschen, Aktion und Reaktion als Resultat dieser Gedankengänge, ist meines Erachtens immer nur die wichtigste Eigenschaft und primäre Funktion, welche ein Blog erfüllen sollte. Ob sich Nachhaltigkeit durch das Wiederholen, Komprimieren und Zusammenführen einzelner Mosaiksteine auffächern lässt? Lassen wir uns überraschen.   

Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen. Ob die beiden Kommunikationsprofis Philipp A. Thode und Markus Schmidt, welche hinter „Love Green“ stehen, damit nicht etwas zu hoch gegriffen haben, wird die Zukunft zeigen. Die Tatsache, dass die beiden mithilfe der schlagkräftigsten Waffen Internet und Fernsehen auf die Bevölkerung eindreschen (ich bitte diesen martialischen Ausdruck zu verzeihen!) wollen, macht die Sache interessant und spannend. Und genau aus diesem Grund halte ich das Projekt auch für erfolgsversprechend, denn ohne diese Massenmedien wird die Menschheit auch zukünftig nicht „überleben“ können.

Allerdings glaube ich nicht unbedingt, dass SAT1 und ProSieben die richtigen Informationsträger für solches Nach- oder sogar Umdenken sind. Der Gedankengang ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, dass durch diese privaten Fernsehsender ein breites Publikum erreicht wird. Auch steht es außer Frage, dass sich nur durch ein breit gestreutes und vor allem flächendeckendes Informationsangebot zum Thema Nachhaltigkeit überhaupt erst einmal Interesse herstellen lässt. Aber ob eben Menschen, welche durch solche Sender auf eher leichte Unterhaltung und TV-Konsumation konditioniert sind, auch von Inhalten dieser Machart begeistert werden können, werden die Macher erst noch beweisen müssen.

Weiterhin wird es sicher einen Balanceakt darstellen, die „richtigen“ Unternehmen, Stiftungen und die öffentliche Hand aus der Vielzahl an Greenwashing-Kampagnen und grün-schwarzen Schafen herauszufiltern, welche letztendlich mit den zur Verfügung gestellten Geldern „Love Green“ unterstützen werden und dementsprechend auch den eigenen guten Namen der breiten (Bio)Masse näherbringen möchten. Die Reichweite und der Bekanntheitsgrad von Privatsendern wie SAT1 und ProSieben ist mit Sicherheit ein verlockendes Instrument, die vielleicht nur hellgrüne Firmenpolitik auf der Mattscheibe dunkelgrün erscheinen zu lassen.  

Die Tatsache, dass ich mich mit dem Projekt „Love Green“ mit diesem verfassten Artikel auseinandersetze, zeigt aber, dass ich solchen Ideen grundsätzlich positiv gegenüberstehe. Denn beim Durchstöbern der Inhalte haben sich auch mir neue Blogs und Themenbereiche erschlossen, welche wiederum Inhalte für eigene Berichte bieten. Und diese wiederum dienen dazu, meiner eigenen Leserschaft Neues zum Thema Nachhaltigkeit bieten zu können. Und so schließt sich der Kreis irgendwo und irgendwie doch wieder. Zumindest dann, wenn sich „Love Green“ nicht im selben endlos weiterdreht, sondern das Interesse einiger bis vieler Menschen für das Thema Nachhaltigkeit weckt.

Love Green: Die erste deutschlandweite Medien-Initiative zum Thema Nachhaltigkeit.       


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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