Bio Natur - Der Weblog

30.5.2011

Woche der Wälder ist vorbei …

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 13:36

Paul Bögle allein im Wald. Mit dem Regenwald in Costa Rica auf Du und Du.… doch das Jahr der Wälder geht weiter

So, nachdem ich nun acht Tage oder eben eine Woche plus eins lang dem Thema Wald mit acht Kurzberichten

  1. Woche der Wälder zum Jahr der Wälder
  2. Rettet den Regenwald e.V.
  3. Waldportal: Die Wälder dieser Erde
  4. Kinder.wald.de: Grosser Wald für die Kleinen
  5. Waldseite: Ein Klick für mehr Nachhaltigkeit
  6. Boreale Wälder und weiteres Waldsterben
  7. Freundeskreis Peru Amazonico e.V.
  8. Fotowettbewerb zum Jahr der Wälder

meine ganze Aufmerksamkeit geschenkt habe, wird es Zeit, wieder zu neuen Ufern aufzubrechen. Doch zuvor nehme ich mir zwei Tage frei, denn sonst sieht auch Paul Bögle den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Nebenstehend vielleicht eine kleine Anregung, weshalb sich Paul Bögle so vehement für den Regenwald einsetzt. Denn Costa Rica ohne diese grüne traumhafte Hölle voller Geräusche, aber gleichzeitig ein Ort der Stille, wäre undenkbar.

29.5.2011

Fotowettbewerb zum Jahr der Wälder

Abgelegt unter: Naturfotos — Paul Boegle @ 09:27

Waldkulturerbe: Fotowettbewerb zum Jahr der Wälder.Was wäre in Ihrem Leben anders, ohne den Wald?

Meine ganz persönliche Woche der Wälder neigt sich schön langsam dem Ende zu. Doch das Jahr der Wälder geht weiter. Ich habe nur wenige Projekte, Organisationen und Projekte vorstellen können, welches sich dem Thema Wald in all seinen Ausprägungs- und Erscheinungsformen widmen. Ich habe viele Seiten betrachtet, habe mir viele Dinge durchgelesen und eine Unmenge an Informationen aufgenommen wie unsere Wäler dieser Erde Unmengen von Kohlendioxid aufnehmen. Um nun noch einen allerletzten Vergleich zum Jahr der Wälder heranzuziehen.

Und so bleibt mir jetzt noch ein letzter Hinweis, wie Sie und natürlich auch die Kinder (hier bitte die Erziehungsberechtigten registrieren lassen) unter uns dem Thema Wald noch etwas ganz Positives abgewinnen können. Machen Sie mit beim Fotowettbewerb “Ohne ihn …” Was wäre in Ihrem Leben anders, ohne den Wald? und erzählen Sie aus Ihrem ganz persönlichen Blickwinkel, was sich in unserem Leben ändern würde, gäbe es die Lungen dieser Erde nicht mehr. Zeigen Sie auf ungewöhnliche und unkonventionelle Weise, welch einschneidende Veränderungen sich ergeben, wenn sich der Konjunktiv “Was wäre, wenn …?” erfüllt und wir plötzlich ohne ihn, ohne den Nadelwald, den Laubwald, den Regenwald, den Trockenwald, den Bergnebelwald, den borealen Wald, den Nordischen Wald, den Mischwald und noch viele andere Formen dastehen würden.

Lassen Sie der Phantasie freien Lauf und blicken Sie hinter den Baumstamm, um die kleinen Geheimnisse zu zeigen. Machen Sie nicht das perfekte Foto mit der perfekten Belichtung, sondern zeigen Sie die Waldlichtung, das Blätterdach, die Bewohner des Waldes, Produkte und Früchte, winzige Details des riesigen Ökosystems, wie Sie es mit den eigenen Augen sehen. Nicht die technische Qualität steht im Vordergrund, sondern Ihre eigene kreative Ader ist von Bedeutung.

Und um Ihnen den Fotowettbewerb nun so richtig schmackhaft zu machen und die Entscheidung zu erleichtern, wieder einmal selbst unter echten Bäumen zu wandeln, werfen Sie doch einfach einen kleinen Blick auf die ausgeschriebenen Gewinne.     

28.5.2011

Freundeskreis Peru Amazonico e.V.

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 08:40

Freundeskreis Peru Amazonico e.V.: Brandrodungen im Urwald des Amazonas reduzieren.Menschenwürde durch Selbsthilfe und Mithilfe

Vielleicht ein etwas ungewöhnlicher Blickwinkel, aus welchem ich mich heute meiner persönlichen Woche der Wälder als kleines Mosaiksteinchen im großen Jahr der Wälder nähere. Lassen Sie mich eines vorab sagen. Die Initiative “Freundeskreis Peru Amazonico e.V.” ist, so wie es mein Blog ist, ebenfalls nur ein kleines Mosaiksteinchen in einer mittlerweile unüberschaubaren Zahl von Hilfsprojekten, Fördervereinen, Umweltorganisationen usw., welche um unsere Gunst werben. Und es ist mir dementsprechend unmöglich, allen den ihnen gebührenden Platz auf meinem Blog einzuräumen. Wahrscheinlich weiss der Freundeskreis Peru Amazonico e.V. nicht einmal, dass ich über ihn einen kurzen Artikel verfasse, doch genau so soll es sein.

Denn was mich sofort angesprochen hat, ist die Idee, der peruanischen Bevölkerung durch Selbsthilfe langfristig Mittel Hautkrankheit Leishmaniose (Weiße Lepra). Kleines Mädchen in Peru.und Wege an die Hand zu geben, um auf diesem Wege nicht in dauerhafte Abhängigkeiten zu gelangen, sondern kleine Projekte in Eigenregie zum Erfolg zu führen. Doch um diesen Erfolg herbeizuführen, bedarf es eben wie vielerorts einer Anschubfinanzierung.

Um die Infrastruktur des Landes zu stärken, um Krankheiten wie die auch mir bisher unbekannte Krankheit Leishmaniose (Weisse Lepra) zu bekämpfen, um Mensch und Natur gemeinschaftlich und nebeneinander gleichberechtigt einen Lebensraum zu schaffen, welcher die immer noch für die ärmsten Bevölkerungsschichten leider lebensnotwendige Brandrodung von Regenwald verhindert, um den Primärwald zu schützen, indem der sekundäre Wald wirtschaftlich besser genutzt und rekultiviert wird, um Kleinbauern technisch und ökonomisch unterstützen zu können, um viele weitere Dinge in Peru zu verwirklichen, welche ein zukünftiges menschenwürdiges Dasein ermöglichen, braucht es Zeit, Geduld und eben auch finanzielle Hilfe.

Ich habe mir einige Zeit überlegt, ob ich Sie mit einem der Bilder konfrontieren soll, welche die Krankheit Leishmaniose zeigt. Ich habe mich dann dazu entschlossen, eines jener veröffentlichten Bilder zu übernehmen, welches Sie auch auf der Projektseite des Freundeskreises Peru Amazonico e.V. finden. Es ist mit Sicherheit eines der harmlosen Bilder, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt solch ein Adjektiv verwenden darf oder sollte.

Es geht hier keinesfalls darum, die Sensationsgier der Menschen zu befriedigen noch darum, durch solches Bildmaterial die peruanische Bevölkerung zu diskriminieren. Es geht einzig und allein darum, zu zeigen, dass die Erde weder eine Scheibe ist noch hinter den eigenen vier Wänden aufhört. Und um dieses zu verdeutlichen, ist die Wahrheit immer noch das eindrücklichste Mittel. Auch wenn sie manches Mal wehtun kann. Doch sie ist für uns Außenstehende sicherlich nicht so schmerzhaft wie jene Wirklichkeit in Peru. Und ich verfolge genausowenig die Intention, Mitleid für die Menschen Perus erwecken zu wollen. Mitleid ist in meinen Augen eine Eigenschaft, welche weder hilft noch andere Vorteile mit sich bringt. Und dementsprechend brauchen die Bevölkerung alles andere, aber Mitleid sicherlich als letztes bzw. gar nicht.

Abschließend darf ich noch die Empfehlung aussprechen, sich doch einmal den Pureperu’s Blog von Henrik Hollensteiner anzusehen, welcher mir bei meinen Recherchen über das Jahr der Wälder “zufällig” über meinen virtuellen Weg gelaufen ist.     

27.5.2011

Boreale Wälder und weiteres Waldsterben

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 09:20

Nachdem wir uns während der letzten Artikel lesenderweise und hoffentlich auch klickenderweise durch das Jahr der Wälder bewegt haben und ich meinem erklärten Favoriten Regenwald den Vorzug gab, gleichzeitig aber kurz den Terminus “borealer Wald” in die von Jahr zu Jahr weniger werdenden Waldlichtungen warf, habe ich für heute ein paar Filmbeiträge zusammengetragen, welche sich diesen anderen, aber nicht minder wichtigen Formen des Waldes widmen. Darüberhinaus empfehle ich aber, sich einmal selbst das reichhaltige Filmmaterial zum Themenkreis ”Ideas for a cooler world” auf der “Deutschen Welle” anzusehen. 

1. Europas letzte Urwaldbestände im russischen Komi

Im Nordwesten Russlands, in der Republik Komi, wird die karge Landschaft von riesigen Waldflächen bestimmt. Noch. Denn die Holz- und Papierindustrie macht auch vor den ausgewiesenen Schutzzonen auf der Suche nach dem unbegrenzt begrenzten Rohstoff Holz nicht halt. Denn genau diese Stämme für jenes Papier, auf welchem die Vorschriften über den Waldschutz geschrieben stehen und jene Schutzgebiete, welche auf diesen Blättern gekennzeichnet sind, werden im gleichen Atemzug ohne Erlaubnis abgeholzt. Eines der letzten intakten Urwaldgebiete innerhalb Europas, welches Millionen von Tonnen Kohlenstoff speichert und damit einen wichtigen Beitrag für unser Klima leistet, wird rigoros zerstört, ohne für Ersatz zu sorgen.

Denn während im waldreichen Skandinavien eine Aufforstung von 60 Prozent der abgeholzten Baumbestände an der Tagesordnung ist, kommt die russische Region gerade einmal auf 10 Prozent. Viel zu wenig, um das empfindliche Ökosystem auf Dauer im Gleichgewicht zu halten. KlimaforscherInnen wie Swetlana Sagirowa schlagen deshalb Alarm. Denn um diese letzten Urwälder auch für unsere Nachfolgegenerationen zu bewahren, muss Politik und Wirtschaft mehr tun als nur Bestimmungen ausarbeiten, gesetzliche Regelungen schaffen und Kontrakte unterzeichnen. Auf Papier, welches im nächsten Moment gefällt wird, um darauf schreiben zu können.

Boreale Wälder in Russland

2. Costa Rica: Zunehmender Kahlschlag trotz vorbildlichem Naturschutz

Obwohl das kleine mittelamerikanische Land Costa Rica in Sachen Umweltschutz und Aufforstung der Waldbestände eine Vorreiterrolle einnimmt, stellen die Viehzüchter mittlerweile eine ernsthafte Bedrohung für die Waldbestände des Landes dar. Hektar für Hektar von Urwald wird gerodet und abgeholzt, um auf dem gewonnenen Land die eigenen Rinderherden weiden zu lassen. Denn nur die Bepflanzung der höheren Hanglagen gewährleistet einen natürlichen Schutzschirm im Kampf gegen den zunehmenden Klimawandel, steigende Temperaturen und sinkende Niederschlagsmengen sowie die direkte Sonneneinstrahlung des Erdreiches.

Dass der Wald wichtig, sogar überlebenswichtig ist, muss auch in Costa Rica der jungen Bevölkerung anhand von Schulbesuchen in den Waldschutzgebieten erst noch vermittelt werden. Um ein komplexes Ökosystem wie den Regenwald zu verstehen, ist noch viel Aufklärungsarbeit und noch mehr Geduld nötig. Weniger in Costa Rica als vielmehr in sogenannten Industrienationen, denn in Mittelamerika sieht die einheimische Bevölkerung wesentlich schneller die Auswirkungen der fehlenden Waldgebiete als jene Gesellschaft fernab der sterbenden Regenwälder.

Naturparadiese in Costa Rica

3. Teeplantagen verdrängen die Bergnebelwälder in Ruanda

Seit deutsche Wissenschaftler im Jahr 1984 mit der Erforschung des Bergnebelwaldes in Ruanda begonnen haben, sind bis zu 90 Prozent der Fläche in bestimmten Gebieten des Landes hauptsächlich den Teeplantagen der Bevölkerung gewichen. Denn Tee ist im Land der 1000 Hügel eines der wenigen Exportgüter, welches den Menschen zum Bestreiten des eigene Lebensunterhaltes dienen. Es wäre deshalb auch vollkommen schwachsinnig, die Menschen für den Raubbau an diesen natürlichen Speichern für Kohlenstoff verantwortlich machen zu wollen. Denn wir als Abnehmer und Konsumenten von Tee tragen sicherlich in gleichem Maß die Verantwortung für diesen Rückgang der Wälder und sind deshalb gefordert, Lösungen zu präsentieren. Denn Wälder können die Bevölkerung nicht ernähren. Und da das Land arm an Rohstoffen und bodenschätzen ist, bleibt nur der Weg über den Ackerbau.

Fehlende Epiphyten, welche als natürliche Wasserspeicher dienen und diese Vorräte nach und nach an die Umgebungsluft abgeben, führen auch in Ruanda zu einer zunehmenden Veränderung des Klimas. Fehlende Bäume, welche durch die Wurzeln den Boden gegen Erosion schützen, führen zu immer größeren Überschwemmungen. Und diese schwemmen mehr und mehr fruchtbaren Boden mit sich fort. Und dies macht die Urbarmachung neuer Ackerflächen notwenig. Ein Teufelskreis, welcher das afrikanische Land gefangenhält.

Erste Konzepte gegen die fortschreitende Erosion sind vielversprechend. Gepflanze Hecken um die Felder binden das Erdreich mit ihren Wurzeln, das abfallende Blätterwerk dient als natürlicher Dünger und somit läst sich der Ernteertrag steigern. Denn die Hecken bedeuten wiederum einen Verlust der Anbaufläche und damit auch eine kleinere Ernte für die Bauern.

Schutz der Bergwälder in Ruanda

26.5.2011

Waldseite: Ein Klick für mehr Nachhaltigkeit

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 09:50

Regenwaldprojekte mit einem einzigen Klick unterstützen

Machen wir es heute kurz und sehr bündig. Sie besuchen jetzt das Projekt Waldseite, stoppen mit einem einzigen Klick den Zähler, welcher die fortlaufende Vernichtung des Lebensraumes Wald anzeigt und wiederholen diese Prozedur, wenn möglich, Tag für Tag. Keine Angst, dieser Klick kostet Sie keinen Cent, denn die Aktion wird durch entsprechende Werbepartner finanziert, welche für nachhaltige Regenwaldprojekte einen festgelegten Betrag spenden. Und so kamen mittlerweile schon einige Zehntausend Euro zusammen, welche in Fundraisingprojekte und sinnvolles Lobbying fließen. Nur durch Menschen wie Sie und mich, welche sich dafür entschieden haben, ein einziges Mal auf die Maustaste zu drücken. 

Noch einmal: Dies ist kein Spendenaufruf oder eine Aktion, welche Ihnen finanziellen Schaden zufügt, sondern wird durch entsprechende Werbepartner drittfinanziert. Ich selbst klicke zwar auch nicht jeden Tag, aber doch immer öfter. 

Regenwald retten: Klicken Sie hier!

Mehr Artikel, Informationen und Vorstellungen von Projekten und Plattformen zu meiner ganz persönlichen Woche der Wälder innerhalb des Jahres der Wälder finden sich unter:

25.5.2011

Kinder.wald.de: Grosser Wald für die Kleinen

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 09:35

Unser Wald: Betreten NICHT verboten! 

Kinder.wald.de: Fragen, Spiele und Spielereien zum Thema Wald für die Kleinsten und Kleinen.Wer lebt im Wald?” “Wie lebt der Wald?” “Wozu brauchen wir den Wald?” Fragen über Fragen zum Wald, welche uns Erwachsenen, seien wir doch ganz ehrlich, in der Beantwortung oftmals schwer fallen. Und da Plattformen wie die sehr umfangreiche Sammlung “Waldportal” doch des Guten zuviel ist, aber das Jahr der Wälder auch am lieben Nachwuchs nicht spurlos vorübergehen sollte, lege ich Ihnen die sehr einfach gehaltene Plattform kinder.wald.de ans grüne Herz. (Möglicherweise auch aus jener immer brennender werdenden Problemstellung sogenannter Generationengerechtigkeit heraus, welche uns sicherlich in naher Zukunft noch beschäftigen wird.) 

Denn gerade diese Fragen der Kinder erinnern doch fatalerweise an jene Borkenkäfer, welche ihren eigenen Nachwuchs unter der Rinde der Bäume in langen Holzgängen als Eier ablagern. Sie können uns Erwachsene genau systematisch löchern wie es die Rüsselkäfer mit den Baumstämmen machen. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt,an welchem wir dann plötzlich lahmgelegt sind. 

Die Seite kinder.wald.de versucht deshalb, den Kindern den Wald spielerisch näherzubringen, ohne aber auf den Holzweg der Unverständlichkeit zu führen. D.h., auf einfache und nachvollziehbare Weise wird dem Nachwuchs z.B. erklärt, welche Bewohner des Waldes welche Nahrung zu sich nehmen. Welche Aufgaben die Baumwurzeln erfüllen und weitere elemtare Eigenschaften des weit verzweigten Ökosystems Wald. Mit dem Cursor muss dabei etwa das richtige Futter den gezeigten Tieren zugeordnet werden. Zwei Schwierigkeitsstufen sorgen dafür, dass die Kleinsten dabei nicht überfordert werden und das Interesse an den Spielen verlieren.

Besonders gut gefällt mir das Spiel “Wozu brauchen wir den Wald?” Mit Cräcker, dem Eichhörnchen geht es auf Erkundungstour durch den heimischen Wald. Fragen zu den verschiedenen Funktionen und Eigenschaften der Bäume müssen beantwortet werden und für jede richtig beantwortete gibt es eine Eichel für das Vorratslager des kleinen Nagers. Schade ist, dass nach sechs Fragen Schluss ist, denn etwas mehr Wissen könnte durchaus der Sache dienlich sein. Abgesehen davon, dass ich alle sechs Fragen richtig beantwortet hatte und dementsprechend meinen Triumph gerne länger ausgekostet hätte. 

Wer aber, abgesehen von mir, für die Jüngsten einfache Aufgabenstellungen sucht oder mit Begriffen wie Photosynthese und Chlorophyll selbst auf Kriegsfuss steht, aber trotzdem nicht am eingangs erwähnten Borkenkäfer-Syndrom verzweifeln möchte, kann an einem regnerischen Tag dem Nachwuchs auch einmal ein halbes Stündchen im virtuellen Wald auf kinder.wald.de genehmigen.

Wem der liebe Nachwuchs allerdings schon über das eigene Haupt gewachsen ist, möge sich die Zeit nehmen, die ebenfalls auf meinem Blog schon vorgestellte und ebenfalls in meinem Augen recht angenehme und sinnvolle Seite Umweltspiele.ch ansehen oder mit der Familie nach Wels ins Science Center Welios fahren.        

24.5.2011

Waldportal: Die Wälder dieser Erde

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 17:49

Waldportal: Aktuelle Informationen und Links zu den verschiedensten Wäldern dieser Erde.Aktuelle Informationen und Links zu den Wäldern dieser Erde

Das “Waldportal” ist weder Spendenorganisation, Interessensvertretung oder Umweltschutzverband wie die bereits vorgestellte NGO “Rettet den Regenwald e.V. ” im eigentlichen Sinne. Denn die Seite bietet wirklich Interessantes und Weiterführendes zum Thema Wald in großer Bandbreite. Wenn auch unseren grünen Lungen dieses wunderschönen Planeten Tag für Tag die Luft langsam ausgeht, das Waldportal schöpft gerade aus diesem Kampf gegen das Waldsterben immer wieder neuen Atem.

Keno Tönjes leistet wirklich ganze Arbeit in Sachen stille Baumriesen. Was aber besonders gelungen und in meinen Augen hilfreich ist: Die immer noch vernachlässigten, weil wenig bekannten und deshalb auch in den Überlegungen des Waldschutzes kaum vertretenen Waldgebiete der Taiga finden ihren gebührenden Platz auf dem Waldportal. Denn diese sogenannten borealen Wälder auf unserer Nordhalbkugel stehen leider nicht nur räumlich im Abseits, sondern finden auch aufgrund ihrer geringeren Biodiversität nur wenig Beachtung.

Doch selbstverständlich bekommen bei Tönjes auch die heimischen Bäume den ihnen gebührenden Platz, vom Regenwald der Tropen und Subtropen brauchen wir erst gar nicht zu reden. Was das Waldportal aber für mich zu einer Inspirationsquelle macht, sind die unzähligen Verlinkungen auf der rechten Seite, welche Bereiche und Problemstellungen zum Thema Wald in den Fokus rücken, welche in der Unzahl an Meldungen leider oftmals übersehen werden. Und weil sich unsere heutige Gesellschaft in zunehmendem Maße nur noch passiv verhält, bietet das Waldportal eben auf der rechten Seite auch eine schöne Auswahl von Protest- und Emailaktionen für aktiven Umweltschutz. Das dabei verwendete Zitat von Mahatma Gandhi, welches das Portal selbst sehr trefflich anführt, hat mir so gut gefallen, dass ich es unbedingt auch hier wiedergeben muss.

“Erst ignorieren sie Dich.
Dann lachen sie über Dich.
Dann bekämpfen sie Dich.
Dann gewinnst Du.”

Waldportal: Deutschsprachiges Internet-Projekt zu allen Wäldern dieser Erde.Was bleibt zum Abschluss zu sagen, nachdem eigentlich Mahatma Gandhi alles gesagt hat, was wichtig ist? Ach ja, natürlich widmet sich das Waldportal auch dem Medium Fernsehen in nicht zu knapper Form. Wie könnte es anders sein, steht auch hier wiederum der Wald im Mittelpunkt der Betrachtung. Wer also auf der Suche nach ausgefallenen Sendungen ist, aber vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht, schaut sich die Fernsehtipps von Keno Tönjes an. Und damit der Wald nicht in Vergessenheit gerät, nicht nur im Jahr der Wälder, würde ich nun empfehlen, dem Waldportal jetzt einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich auf alle Fälle.              

23.5.2011

Rettet den Regenwald e.V.

Abgelegt unter: Plattformen und Projekte — Paul Boegle @ 13:03

Jahr der Wälder und Jahre ohne Wald

Banner: Nicht nur der Regenwald stirbtNachdem wir dieses Jahr zum Jahr der Wälder erklärt haben, wie ich bereits anhand des Artikels “Kahle Erde: Wüstenplanet durch Waldverlust” gepostet habe, möchte ich diese Woche nutzen, um in Kurzbeiträgen spezielle Plattformen, Initiativen und Organisationen in sehr komprimierter Form vorstellen, welche sich in den Dienst unserer grünen Lungen des Planeten Erde stellen. Der Weblog Bio Natur erklärt also im Namen von Paul Bögle diese Woche zur ganz persönlichen Woche der Wälder.

Rettet den Regenwald e.V. setzt sich für meinen absoluten Lieblingswald, den Regenwald in seinen fast 40 verschiedenen Formen ein, wie ich bereits vor fast einem Jahr im Artikel ”Kampf um jeden Meter” geschrieben habe. Die Organisation ist politisch unabhängig und eine ihrer Hauptziele ist die Unterstützung von anderen Umweltorganisationen und Naturschützer, welche aktiv und zum grössten Teil vorort in den Tropen gegen die Zerstörung der Regenwälder kämpfen.

Denn die Vernichtung von Regenwald bedeutet in vielen Fällen nicht nur die Zerstörung einzigartiger Leensräume für Flora und Fauna, sondern ebenfalls die Missachtung von Menschenrechten indigener Stämme. Die Ausbeutung der Wälder durch Erz- und Diamantminen, Ölbohrungen oder Goldschürfungen ist vielfach auch eng mit der Vertreibung der dort lebenden Menschen aus dem eigenen Stammesgebiet verbunden. Wer Regenwald zugunsten von Monokulturen wie Palmölplantagen opfert, unkontrollierten Holzeinschlag seltener Tropenhölzer betreibt und riesige Flächen von Primärwald für die Errichtung von Staudämmen vernichtet, nimmt neben der Zerstörung komplexer Wechselbeziehungen dieser ökologischen Systeme auch die Vertreibung der dort lebenden Indianer, Pygmäen und anderer Minderheiten vorbehalt- und rücksichtslos in Kauf.

Im Jahr 2002 untersuchte die Zeitschrift ”Öko-Test” 19 verschiedene deutsche Umweltorganisationen hinsichtlich des Umgangs mit Spendengeldern. Rettet den Regenwald e.V. war eine von drei Organisationen, welche die Note “Sehr gut” erhielten.

Bild Rettet den Regenwald e.V.

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