Golf von Mexico lebt: Neue Bohrungen genehmigt 1


Wasser marsch! Öl marsch! Geld marsch!

Endlich ist es wieder soweit. Was lange währt, wird endlich gut. Im Golf von Mexico darf wieder nach dem schwarzen Gold namens Erdöl gebohrt werden. Die USA hat die Strasse der Ölsardinen neu gepflastert und schickt die Ölkonzerne nach Beendigung des Moratoriums erneut auf den Highway der glitzernden Überhol- und Ölspuren. In Zeiten von Fukushima und atomaren Moratorien, welche im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, keine schlechte Strategie der Amerikaner. Und natürlich ganz im Sinne der Ölkonzerne, um nicht sofort wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Die weltweite Entrüstung gegen BP und die in den Fluten des Golfs versunkene Öl-Plattform Deepwater Horizon ist im Fahrwasser der Atomkraftwerke versunken und Stille ist eingekehrt. Sicherheitsbedenken gibt es keine. Warum auch? Schließlich hat laut amerikanischer Aufsichtsbehörde BOEM das Unternehmen Noble Energy ausreichend bewiesen, dass es im Falle einer neuerlichen Ölkatastrophe in der Lage ist, eine Unterwasser-Explosion zu verhindern. Neue Vorschriften zu Sicherheit und Transparenz wurden laut BOEM-Chef Michael Bromwich „mit Erfolg unter Beweis gestellt.“ Also spricht nichts dagegen, sich zum wiederholten Male auf die Spuren von Jules Verne zu begeben und die ölbetriebene Nautilus in die Tiefen der Meere zu schicken.

Übrigens hat BP bislang selbst noch keine Genehmigung für Erdöl-Bohrungen in der Tiefsee erhalten. Aber das dürfte im Moment nicht allzu dramatisch sein. Schließlich sind die Engländer Mehrheitseigner an Noble Energy (Finanznachrichten: BP will im Golf von Mexico wieder nach Öl bohren). Und wenn die bohren, bohrt BP im Hintergrund fleissig mit. Auch keine schlechte Strategie.      


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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