Bio Natur - Der Weblog

18.3.2011

EU-Volksbegehren gegen Atomkraft

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 19:32

Achse Berlin-Wien strahlt im sozialdemokratischen Licht

Der österreichische Bundeskanzler Faymann bei der Klubtagung in Rust zum EU-Volksbegehren für einen europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft.

Bild: (c) APA/Robert Jaeger (Robert Jaeger)  

Keine Frage, im Moment hat das Reizthema Atomkraft aufgrund von Fukushima oberste Priorität. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel schiesst vor den wichtigen Landtagswahlen in einigen deutschen Bundesländern schnell aus der Hüfte und das Moratorium in die deutsche Kernkraft-Landschaft. Die feuert natürlich aus allen atomaren Rohren zurück und plädiert auf höchste Sicherheitsstandards der strahlenden Geldmaschinen. Und weil politische Entrüstung in Zeiten wie diesen ein probates Mittel ist, um von anderen und wohl genauso tiefgreifenden Problemen abzulenken, hat sich nun auch die österreichische sozialdemokratische Regierungsfront zu Wort gemeldet.

Da aber Österreich nicht Europas Sprachrohr Nummer 1 ist, wenn es um weitreichende (geplante) Umwälzungen geht, holt man(n) sich eben die Roten aus Deutschland ins antikapitalistische Revolutionsboot (Salzburger Nachrichten: Atomkraft: SPÖ und SPD planen EU-Volksbegehren). Und damit die roten Freibeuter auf ihrer Kaperfahrt durch ein atomkraftfreies Europa auch genügend Tiefgang haben, wird gleich die europäische Sozialdemokratie mit an Bord genommen. Sicher ist sicher! Wer ohne Schaden durch diesen Sturm kommen möchte, braucht schließlich auch eine sturmfreie Bude.

Ein EU-weites Volksbegehren gegen die Atomkraft und damit zum endgültigen Atomausstieg muss her! “Es ist die richtige Stunde, unser Wort zu erheben - auch international - und den Ausstieg aus der Atomkraft zu verlangen und nicht zuzuschauen, wie wir von den Lobbyisten auf der ganzen Welt belogen werden“ schmetterte der rote Bundeskanzler bei der hauseigenen Klubtagung im burgenländischen Rust vor voller Runde in dieselbe. Dramatische Worte in einer dramatischen Situation. Und weil Worte die angenehme Eigenschaft haben, sich auf wundersame wieder in Luft aufzulösen, aber die Gunst der Stunde im Moment eine gar so günstige ist, dürften sich wohl schnell eine Million europäische KernkraftgegnerInnen finden lassen, welche mit gespitztem Bleistift und gezücktem Kugelschreiber gierig ihre Unterschrift unter das Papier setzen wollen.

Was aber bei all der Euphorie unter das Rednerpult der roten Recken fällt: Einen konkreten Zeitplan gibt es nicht. Wie auch? Denn um ein derartiges Volksbegehren auf den Tisch der Europäischen Gemeinschaft zu legen, bedarf es dafür notwendiger Gesetze. Und diese wird es erst mit Ende 2012 geben. Solange also können sich Europas Sozialdemokraten filmreif verbrüdern und selbstverständlich im Sinne der Gleichstellung auch verschwestern. Passieren wird vorläufig gar nichts, weil es keine rechtliche Handhabe für diese medienreife Forderung gibt.

Warten wir also gemeinsam bis zum Ende des nächsten Jahres. Bis dahin wird Fukushima aber wohl schon in Vergessenheit geraten sein und unter Unmengen von schweigenden Betonmänteln aus dem sozialdemokratischen Gedächtnis gestrichen sein. Sollte dies aber wider Erwarten doch anders sein, bedarf es mehr als schöner Worte und einer Million Unterschriften williger EU-BürgerInnen. Denn was auch gerne vergessen wird, zumnidest vergessen zu erwähnen, ist die Tatsache, dass selbst eine Million Stimmen nicht verpflichtende Wirkung besitzen. Weder für Herrn Gabriel, Herrn Faymann, Herrn Häupl (Bürgermeister Wien, SPÖ) noch für die EU-Kommission. Denn diese kann dann ein entsprechendes Gesetz gegen Atomkraft erlassen, MUSS aber nicht.

Dass Herr Faymann so ganz nebenbei Reformen für gerechtere und effiziente Sozialsysteme forderte und sogar vor Steuerdumping warnte, fällt zwar nicht in die Rubrik ”atomarer Super-GAU”. Aber seltsam ist es doch, rechnet doch die Regierung für 2011 mit einem Defizit von 7,6 Milliarden Euro. Und das, obwohl durch Steuererhöhungen und neue Steuern im Jahr 2011 fünf Milliarden in die leeren Haushaltskassen des Staates fließen (Das österreichische Budget 2011).

In einer österreichischen Bildzeitung, in diesem Falle Bildzeitung, weil diese sogenannte Zeitung aus vielen bunten Bildern besteht, stand heute am 18.03.2011 als Aufmacher: “Das tragen die Dancing Stars.” Na, wenn das keine guten Nachrichten sind. Ohne heute kein morgen. Oder so ähnlich eben. 

   

16.3.2011

Isar 1 trotz Moratorium immer noch in Betrieb

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 21:41


Betreiber E.ON nimmt Isar 1 nicht vom Netz

Isar 1 und E.ON: Energiepolitik Ohne Nachzudenken.Obwohl sich die deutsche Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel entschlossen hat, aufgrund der Katastrophe von Japan die Laufzeitverlängerungen für deutsche AKWs zumindest einmal für drei Monate außer Kraft zu setzen, findet der Betreiber E.ON nichts Anstössiges dabei, den Reaktor weiter am Sieden zu halten. Nachdem sogar der bayerische Umweltminister Michael Söder (CSU) offen davon sprach, dass Isar 1 nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesichert sei und der Koalitionspartner der FDP (Wirtschaftsminister Martin Zeil) aus dieser Folgerung ableitete, dass “er nicht glaube, dass Isar 1 noch eine Zukunft habe” (Süddeutsche: Entschiedenes Abwarten), bleibt der Siedewasserreaktor nun doch am Netz.

Eigentlich hatte Johann Seidl, Sprecher des Konzerns, vollmundig angekündigt: “Wir reduzieren seit dem Spätvormittag die Leistung“. Und dieser Plan sah vor, den Reaktor bis zum Abend komplett herunterzufahren. Jetzt herrscht allerdings Verwirrung (Eon lässt Isar 1 weiterlaufen - Grund unklar), denn entgegen der Ankündigung fährt Isar 1 weiterhin mit 15 Prozent Leistung und ein Zeitpunkt für das endgültige Abschalten steht plötzlich im leeren niederbayerischen Raum. Laut E.ON seien einige technische Prüfungen für den Weiterbetrieb verantwortlich, dass der Meiler weiter im atomaren Saft stehe. Doch andererseits wollen die Atom(Pilz)köpfe solange den Reaktor am Leben erhalten, bis es eine offizielle Anweisung des deutschen Umweltministeriums gebe.

Und erstaunlicherweise geht E.ON nicht einmal davon aus, dass der veraltete Atomstrom-Samenspender für immer in der Versenkung verschwinde. Nach eigenem Bekunden erfülle der Reaktor alle Sicherheitsvorschriften. Und die neue CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt spricht im Münchner Merkur ganz im Sinne der Atomlobby: “Nach allem, was ich über das Kraftwerk Isar 1 weiß, gehört auch diese Anlage in die Kategorie: ergebnisoffen prüfen” (Münchner Merkur online: Hasselfeldt: Wiedereinschaltung von Isar 1 prüfen). Was de facto bedeutet, dass bei den in Frage kommenden Abschaltungen von Isar 1 und wohl auch den anderen in der Schusslinie stehenden Kernkraftwerken noch lange nicht das letzte Wort gesprochen wurde.

Es steht vielmehr zu erwarten, dass sich die deutsche Bundesregierung nach dem dreimonatigen Moratorium, sollte es denn überhaupt solange dauern, mit weitreichenden Schadensersatzforderungen der verschiedenen Betreiber konfrontiert sieht. Da passt es gut ins Bild, dass sich nun auch der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen zu Wort meldet und plötzlich zurückrudert. Das beschlossene Moratorium sei ”politisch zu verstehen, nicht rechtlich.” Im Jargon der Rechtsanwälte, welche wohl schon im Hintergrund händereibend Schlange stehen, bedeutet dies nichts anderes, als dass die von Kanzlerin Merkel getroffene Entscheidung über die Aussetzung der Laufzeitverlängerungen möglicherweise sogar außerhalb der Gesetzgebung steht.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) geht so weit, dass die jüngsten atompolitischen Entscheidungen ohne gültige gesetzliche Regelungen getroffen wurden und demnach ohne Zustimmung des Bundestages unzulässig sind (Berliner Zeitung: Verwirrung um Aussetzung der Atomlaufzeiten). Thomas Oppermann von der SPD siehr ähnliche rechtliche Bedenken: “Merkel operiert damit außerhalb der Verfassung.”

Nun ja, in einer Demokratie haben wir die gesetzlichen Bestimmungen natürlich einzuhalten und auch zu befolgen. Das ist sogar mir bewusst. Aber ebenso steht es jeder denkenden Bürgerin und jedem mündigen Bürger auch frei, sich den eigenen Stromanbieter auszusuchen. Und wer bei E.ON Verbraucherin und Kunde ist, kann schließlich auch den Anbieter wechseln. Man kann selbstverständlich E.On weiterhin als Stromlieferant nutzen, muss aber nicht. In diesem Sinne wünsche ich frohes Schaffen und vielleicht auch fröhliches Wechseln.

Paul Bögle 

Unbearbeitete Bildquelle: tz: AKW Isar 1: Polizei stoppt Greenpeace      

14.3.2011

Deutsche AKWs: Laufzeitverlängerung ausgesetzt

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 17:42

Die Katastrophe in Japan zeigt Wirkung

Man könnte nun sagen, dass sich die deutsche Bundesregierung auf dem richtigen Weg ihrer bisherigen Pro-Atompolitik befindet. Bundeskanzlerin Merkel hat nunAusgestrahlt: Gemeinsam gegen Atomenergie. nach dem wahrscheinlich völlig außer Kontrolle geratenenen Atomkraftwerk im japanischen Fukushima ein Moratorium angekündigt, welches die erst vor wenigen Monaten beschlossenen Laufzeitverlängerungen für deutsche Kernkraftwerke außer Kraft setzt. Allerdings mit dem Zusatz, diese Regelung gelte vorläufig nur für die nächsten drei Monate.

Dabei gibt es kein Tabu.” Die Worte der deutschen Kanzlerin klingen zu schön, um wahr zu sein. Die Kettenreaktion in Japan, die Kernschmelze wird immer wahrscheinlicher, kann aber nur eine Forderung nach sich ziehen: Biblis A und Neckarwestheim 1 müssen sofort vom Netz. Die japanische Regierung betreibt Desinformation, die Betreiber in Fukushima haben Anfängerfehler begangen. Die schwarz-gelbe Regierung in Deutschland kann nun mit gutem Beispiel vorangehen und ein erstes Zeichen in Deutschland, in Europa, in der ganzen Welt setzen.

Schutzklauseln für die Konzerne, welche mit Atomkraft strahlende Gewinne auf Jahrzehnte einfahren werden, dürfen unter diesen Umständen nicht über die Sicherheit der Menschen gehen. 30 Milliarden möchte die Regierung aus den Gewinnen der Strombetreiber abschöpfen. Doch ob sich die Verantwortlichen mit diesen Milliarden das künftige Vertrauen der Menschen erkaufen können, bleibt mehr als unwahrscheinlich.

Ausgestrahlt: Gemeinsam gegen Atomenergie.Atomenergie als Brückenenergie steht auf mehr als tönernen Füßen, denn eine Verlängerung von bis zu zwölf Jahren der AKWS stellt nach meinem Dafürhalten keine Brücke, sondern ein Fundament des Schreckens dar. Regenerative Energien müssen jetzt nicht mit inhaltslosen Phrasen gefordert, sondern von der Regierung gefördert und schnellstmöglich umgesetzt werden. Das jetzt verkündete dreimonatige Moratorium stellt vielleicht selbst einen Brückenkopf dar. Und zwar mit dem Kalkül, sich über die anstehenden Landtagswahlen hinüberzuretten.   

13.3.2011

Atomkraft: “Ja bitte!”

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 13:56

Wir brauchen mehr Kernkraftwerke

Macht es eigentlich wirklich noch Sinn, sich gegen Atomkraft auszusprechen und den Ausstieg aus der Atomkraft zu fordern? Hat sich die Politik und die dicht mit ihr vernetzten VertreterInnen der Atomkraft-Industrie und Pro-Atom-Lobby nicht schon lange verselbständigt und führt ein unkontrollierbares Eigenleben außerhalb der demokratischen Grundsätze? Werden die BürgerInnen überhaupt noch wahrgenommen und der Wunsch nach einer atomfreien Zukunft respektiert?

Ich aber nun einmal meinen Blog durchstöbert. Am 12.10.2010 habe ich den Artikel “Atomkraft? Nej tack” geschrieben. Fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor habe ich im Artikel “Das Atom vom Strom“ über das Endlager für Atommüll im sibirischen Sewersk berichtet. Weihnachten 2010 habe ich damit verbracht, in meinem Artikel “Geo-Engineering, ein Himmelfahrtskommando” unter anderem auf die Tatsache hinzuweisen, dass Bill Gates und die Firma Toshiba einen Atomreaktor für den Hausgebrauch entwickeln möchten.

Ich habe unterschwellig gegen Atomstrom in der Vorstellung der Adbusting-Kampagnen von Greenpeace gewettert. Da fällt mir noch nebenbei die Greenwashing Kampagne von Vattenfall ein, also vielleicht zwei Minuten Zeit nehmen für das folgende Video. 

Am 23.09. des Jahres 2010 wollte ich das Atomzeitalter mithilfe meines Artikels “Manche (Atom)Uhren ticken eben anders!” aufhalten. Ein utopisches Unterfangen, aber es war einen Versuch wert. Zwei Wochen zuvor hatte ich zum Einspruch gegen Mochovce aufgerufen. Ich habe mich in das Jahr 1957 zurückbegeben und mich ausführlich mit dem immer noch nur wenigen Menschen bekannten GAU im damals noch unter Sowjetherrschaft stehenden Majak beschäftigt. Ein atomares Desaster, ähnlich dem viel bekannteren Tschernobyl (siehe dazu “Majak - das Tschernobyl vor Tschernobyl“).

Fast auf den Tag genau auf das strahlende 25-Jahre-Jubiläum von Tschernobyl (26.04.1986) leuchtet nun der Himmel über Japan. Das japanische Atomkraftwerk in Fukushima hält die Welt in Atem und Gerd Jäger, Technikvorstand des (atomaren) Energieriesen RWE äußerst sich dazu folgendermaßen: “Naturkatastrophen in der Größenordnung des Tsunamis in Japan sind in Europa einfach nicht zu erwarten.” (Roth nennt Merkels Äußerungen zu Atomkraft zynisch). Da passt es bestens ins Bild, dass die Bundestagsfraktionsvorsitzende Birgit Homburger von der deutschen FDP am gefassten Beschluss über die Laufzeitverlängerungen deutscher AKWs festhält respektive diesen nicht einmal in Frage stellt.

Scheinbar habe ich einfach immer noch nicht verstanden, wie Politik in demokratischen Staaten funktioniert. Nicht die ohnmächtige Mehrheit bestimmt den Weg, sondern eine schlagkräftige Minderheit sagt uns, wohin wir zu steuern haben. Also her mit neuen Atomkraftwerken. Nach “Apokalypse Now” aus dem Jahr 1979 könnten wir wieder einmal eine Fortsetzung vertragen. Nach den Atomunfällen 1952 (Chalk River), fünf Jahre später in Kyschtym (Majak) und im britischen Windscale, dem auch bereits in Vergessenheit geratenen amerikanischen ”Three Miles Island” und unzähligen anderen Unfällen sind die Drehbücher fix und fertig und warten nur darauf, filmreif aus der Steckdose in unsere heimischen Wohnzimmer zu kriechen. Japan ist schließlich weit weg und der Aus-Schalter der Fernbedienung liegt griffbereit neben uns.  

12.3.2011

Hilfe für Japan: Wolle für Erdbebenopfer

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 20:38

Strickanleitung für Stola kaufen und direkt helfen

Direkthilfe für die Erdbebenopfer in JapanPrometheus: Hilfe für Japan durch Kauf einer Strickanleitung.. Bitte in Euren Blogs auf die Aktion hinweisen.

Der Erlös aus dem Verkauf dieser Stola geht als Hilfe für die Erdbebenopfer in Japan an eine Hilfsorganisation. Falls die Organisation “Luftfahrt ohne Grenzen” sich mit einer Hilfsaktion beteiligt geht der Erlös an diese Stelle. www.luftfahrtohnegrenzen.de/Hier weiß ich dass die Hilfe direkt zu den Betroffenen gelangt.Sollte sich “Luftfahrt ohne Grenzen” nicht mit einer Hilfsaktion beteiligen geht der Erlös an “Ärzte ohne Grenzen”.

Danke für Eure Mithilfe.

Direkt zur Hilfsaktion von Monika Eckert

11.3.2011

Blogger United: Plattform für BloggerInnen

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 23:42

Blogger-Landschaft: Grauer Alltag statt grüne Wiesen

Blogger United: Plattform für BloggerInnen. Den eigenen Blog bekannt machen.Ich möchte eingangs dieses Artikels all meine LeserInnen um Verzeihung bitten. Paul Bögle bittet Sie um Verzeihung? Da stimmt was nicht. Das stimmt! Also, es ist richtig, dass etwas nicht stimmt. Und in diesem ganz speziellen Fall stimmt das Thema des Beitrags nicht. Beschäftige ich mich ansonsten mit Umwelt, Naturschutz oder sonstigen grün angehauchten Themen, begebe ich mich heute in die Tiefen der Vernetzung von BloggerInnen. Für all jene, welche also dem Bloggen als Tätigkeit an sich kein besonderes Interesse abgewinnen können, bitte ich, Nachsicht mit mir walten zu lassen. Wer aber selbst als BlogbetreiberIn einen eigenen Blog führt, möge mit Interesse weiterlesen.

Das nebenstehende Logo von “Blogger United” ist möglicherweise schon den einen oder anderen BloggerInnen über den virtuellen Weg gelaufen. Die Plattform “Blogger United“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die immer noch unterentwickelte deutschsprachige Blogger-Landschaft, vergleichen wir diese mit den USA als Paradebeispiel der Bloggergemeinde, aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken.

Denn Bloggen bedeutet in unseren Breiten- und Längengraden immer noch Spaß am Schreiben. Das Entwickeln eigener Gedanken und anschließende Publizieren, die breite Streuung bereits bestehender Meldungen oder das Anregen konstruktiver Disskussionen zu den vielfältigsten Themen steht im Vordergrund der schreibenden Gilde, welche in der Mehrzahl doch Hobby-BloggerInnen sind. Doch genau dieses Interesse verliert sich schnell, wenn die notwendigen Erfolge ausbleiben. Ohne die notwendigen LeserInnen macht das schönste und beste Bloggen keinen Spaß. Abgegebene Kommentare sind das Salz in der eigenen (Buchstaben)Suppe. Zugriffe sollen stetig steigen, gute Blogbeiträge verlinkt werden, andere BloggerInnen zur Aufnahme in die eigene Blogrolle bewegt werden. Die Theorie sieht grün oder eben rosig aus. Alleine der typische Alltag der typischen Alltags-BloggerInnen ist meist mit dem grauen Schleier nicht Nichtbeachtung bedeckt.

Um nun diesen undurchsichtigen Schleier zu lüften und sich selbst aktiv an der Promotion und Forcierung des eigenen Blogs zu beteiligen, finden sich auf “Blogger United“ mehrere Möglichkeiten. Zwingend ist allerdings im ersten Schritt, dass Ihr als BloggerIn Euch als Fan der Seite auf Facebook erklärt, was Ihr mit dem Klick auf “Facebook-Fanpage Blogger United” erledigen könnt. Und dann könnt Ihr beginnen, das Motto “Blogger weltweit vereint” in die Tat umzusetzen. Wie dies funktioniert? Das überlasse ich Euch nun Eurer eigenen Phantasie und Kreativität.      

10.3.2011

Wohlfühloase Naturgarten: Gratis-Ratgeber 2011

Abgelegt unter: Garten — Paul Boegle @ 20:13

Der Lenz ist da! Zumindest teilweise

Die Gartensaison 2011 rückt näher. Und für all jene, welche Mutter Erde den notwendigen Respekt entgegenbringen (möchten) und sich dem Grundsatz ökologischerUmweltberatung: Einkaufsratgeber “Wohlfühloase Naturgarten” 2011 kostenlos downloaden. Gartenbewirtschaftung und in weiterer Folge daraus gesunde Gartenprodukte wollüstig aus dem selbst bestellten Stückchen Erde ernten möchten, sozusagen die eigenen biologischen Früchte, sei hiermit der kostenlose Einkaufsratgeber “Wohlfühloase Naturgarten” an die grüne Brust gelegt.

Geschmack, die Gesundheit der Pflanzen und regionaler Bezug werden immer entscheidender für unserer Kaufentscheidungen. Kunstdünger, Gentechnik und Pflanzenschutzmittel, alles eine Entscheidung des guten oder eben des schlechten Geschmacks. Und damit dies nicht so bleibt oder sich der gute Geschmack erst gar nicht ändert, bietet die Plattform “Die Umweltberatung” neben zahlreichen anderen Downloads auch den kostenlosen Einkaufsratgeber an. Also reinschauen und umschauen. Schließlich macht das Gemüse die Musik, wie die Gruppe “The Vegetable Orchestra“ immer wieder mit ihren selbst gefertigten Instrumenten aus Gemüse beweist.

Und wie immer, wenn Paul Bögle keinen passenden Bezug und Übergang zum vorhergehenden Artikel herstellen kann, verlinke ich eben grundlos auf meinen Bericht “Bienen und Haie: Ihr Mörder! ” Wobei, so gesehen bieten Sie mit Ihrer ökologisch richtigen Wahl den Bienen den notwendigen Lebensraum.   

8.3.2011

Bienen und Haie: Ihr Mörder!

Abgelegt unter: Tierisches — Paul Boegle @ 19:23

Die gefährlichsten Bestien für die Menschheit

Weisser Hai frisst Biene. Wenn Irrtümer wahr werden.Welch Schlagzeile für manches Boulevardblatt. Und die Wirklichkeit? Die müsste, damit Sie nun (nicht) im “Bild” sind, eher lauten: “Die gefährlichsten Irrtümer der Menschheit!” Also weg von Umwelt- und Klimaschutz und hin zu den wirklichen Gefahren, welchen sich die Menschheit stellen muss und die uns tagtäglich bedroht.

Das Zusammentreffen Mensch - Hai verursacht pro Jahr weltweit statistisch gesehen etwa 70 bis 80 Unfälle. Dabei kommen, wieder statistisch betrachtet, ca. 10 Menschen ums Leben. Im gleichen Zeitraum lassen alleine in Deutschland 20 Menschen ihr Leben aufgrund von Bienen-, Hornissen- und Wespenstichen.

Ein Wahnsinn“, sagen Sie? “Selbstverständlich“, entgegne ich. Ich plädiere deshalb dafür, natürlich darf ich das nicht allzu laut sagen, Sie wissen schon, wegen den Tierschützern und so, dass wir die Haie nun endgültig ausrotten und daraus eine anständige Haifischflossensuppe daraus machen. Und Honig bekommen wir schließlich aus dem Supermarkt. Wer braucht denn Bienen?

Aber es kommt noch besser. Bleiben wir dabei der Einfachheit halber in Deutschland. Pro Jahr werden bei Verkehrsunfällen 5000 Menschen getötet. 20 000 Menschen hingegen werden von der Grippe dahingerafft. Ganz nebenbei, ich wusste schon immer, dass meine Hypothese, Autofahren ist gesünder als ein ordentlicher Schnupfen, irgendwann einmal bestätigt wird. Aber trotzdem müssen wir, um konsequent unserer Linie treu zu bleiben, sowohl Autos als auch Grippe abschaffen. Es geht hier um unser Leben, vergessen Sie das bitte nicht! Und dann hätte wir noch unser grösstes Laster, den tödlichen Glimmstengel. Über 100 000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen des Rauchens. Da wirken die fünf verlorenen Menschenleben durch Blitzschlag geradezu erbärmlich. Aber es hilft nichts! Neben den Zigaretten wird es in Zukunft auch kein Gewitter mehr geben.

Schauen wir doch zwanglos über die Grenzen Europas hinaus. Da hätten wir den Tiger. Eine ganz miese Ratte. Nicht nur im chinesischen Horoskop. 50 Menschen in Indien, Bangladesch usw. werden bestialisch von ihm gemeuchelt. Sein afrikanischer Artverwandter, der Löwe, verhält sich übrigens nicht viel besser. Und dann noch das Nilpferd, diese fette Sau des Wassers. Ist so heimtückisch wie Tiger und Löwe zusammen, sprich hat 100 Menschen pro Jahr auf dem gewissenlosen Gewissen. Ich kann Hemingway verstehen, wenn er soviel Spaß an der Großwildjagd hatte. Recht hatte er. Nicht umsonst wurde er so ein erfolgreicher Schriftsteller.

Aber jetzt kommt es so richtig dick. Wissen Sie eigentlich, wieviele Menschen durch Elefanten jährlich gemeuchelt werden? Nein, können Sie nicht wissen. Aber ich sag es Ihnen. Der Dickhäuter bringt es auf die erschreckende Zahl von 500 Homo sapiens, welchen er mit seinem faltigen Rüssel das Lebenslicht ausbläst. Ich fühle mich jetzt schon viel besser, wenn ich an meine Billardkugeln aus echtem Elfenbein denke. Am liebsten würde ich damit auch noch all diese kleinen Biester namens Skorpione, Wanderspinnen und sonstigen Ekelerreger erschlagen. Von den Alligatoren und Krokodilen ganz zu schweigen. 1000 Menschen zu zerfleischen ist wohl kaum die feine Art. Und da wundern sich diese Bestien, wenn Handtaschen und wunderschöne Stiefel und Gürtel aus ihnen gemacht werden. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Giftschlangen. Kein Pardon diesen Massenmördern, welche etwa 50 000 bis 100 000 Menschenleben hinter ihrer Kriechspur lassen. Weg damit!

Gegen Landminen und Streubomben.Schade übrigens, dass sich noch keine Verwendungsmöglichkeit diesbezüglich für diese anderen Parasiten gibt. Sie wissen schon! Plasmodium und so weiter. Aber außer Malaria schleppen die einfach nichts in unsere wohlgeordnete Zivilisation ein. Doch fangen wir, wie schon gesagt, einmal klein an und beginnen mit den Haifischen und Bienen. Aber ausgerottet gehören selbstverständlich all diese subersiven Elemente der Fauna. Wo kommen wir denn da hin?

Eines noch zum Abschluss, bevor ich mich dem Abschuss widme. Bis zum heutigen Tag wurden 100 000 Menschen Opfer von Streubomben und Streumunition. 27 Prozent dieser Opfer sind Kinder. Was gehört nun zuerst abgeschafft? Der Mensch, der sie produziert und einsetzt oder die Streumunition selbst? Ich weiss es nicht. Aber eines weiss ich. Haie und Bienen benutzen weder Landminen noch Streubomben. 

  

Zu den verwendeten Zahlen, Fakten und Statistiken siehe auch: Haiwelt.de: Gefährlichkeit von Haien, Süddeutsche.de: Welche sind die tödlichsten Tiere?, Gesundheitsberichterstattung des Bundes     

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