Bienen und Haie: Ihr Mörder! 1


Die gefährlichsten Bestien für die Menschheit

Weisser Hai frisst Biene. Wenn Irrtümer wahr werden.Welch Schlagzeile für manches Boulevardblatt. Und die Wirklichkeit? Die müsste, damit Sie nun (nicht) im „Bild“ sind, eher lauten: „Die gefährlichsten Irrtümer der Menschheit!“ Also weg von Umwelt- und Klimaschutz und hin zu den wirklichen Gefahren, welchen sich die Menschheit stellen muss und die uns tagtäglich bedroht.

Das Zusammentreffen Mensch – Hai verursacht pro Jahr weltweit statistisch gesehen etwa 70 bis 80 Unfälle. Dabei kommen, wieder statistisch betrachtet, ca. 10 Menschen ums Leben. Im gleichen Zeitraum lassen alleine in Deutschland 20 Menschen ihr Leben aufgrund von Bienen-, Hornissen- und Wespenstichen.

Ein Wahnsinn„, sagen Sie? „Selbstverständlich„, entgegne ich. Ich plädiere deshalb dafür, natürlich darf ich das nicht allzu laut sagen, Sie wissen schon, wegen den Tierschützern und so, dass wir die Haie nun endgültig ausrotten und daraus eine anständige Haifischflossensuppe daraus machen. Und Honig bekommen wir schließlich aus dem Supermarkt. Wer braucht denn Bienen?

Aber es kommt noch besser. Bleiben wir dabei der Einfachheit halber in Deutschland. Pro Jahr werden bei Verkehrsunfällen 5000 Menschen getötet. 20 000 Menschen hingegen werden von der Grippe dahingerafft. Ganz nebenbei, ich wusste schon immer, dass meine Hypothese, Autofahren ist gesünder als ein ordentlicher Schnupfen, irgendwann einmal bestätigt wird. Aber trotzdem müssen wir, um konsequent unserer Linie treu zu bleiben, sowohl Autos als auch Grippe abschaffen. Es geht hier um unser Leben, vergessen Sie das bitte nicht! Und dann hätte wir noch unser grösstes Laster, den tödlichen Glimmstengel. Über 100 000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen des Rauchens. Da wirken die fünf verlorenen Menschenleben durch Blitzschlag geradezu erbärmlich. Aber es hilft nichts! Neben den Zigaretten wird es in Zukunft auch kein Gewitter mehr geben.

Schauen wir doch zwanglos über die Grenzen Europas hinaus. Da hätten wir den Tiger. Eine ganz miese Ratte. Nicht nur im chinesischen Horoskop. 50 Menschen in Indien, Bangladesch usw. werden bestialisch von ihm gemeuchelt. Sein afrikanischer Artverwandter, der Löwe, verhält sich übrigens nicht viel besser. Und dann noch das Nilpferd, diese fette Sau des Wassers. Ist so heimtückisch wie Tiger und Löwe zusammen, sprich hat 100 Menschen pro Jahr auf dem gewissenlosen Gewissen. Ich kann Hemingway verstehen, wenn er soviel Spaß an der Großwildjagd hatte. Recht hatte er. Nicht umsonst wurde er so ein erfolgreicher Schriftsteller.

Aber jetzt kommt es so richtig dick. Wissen Sie eigentlich, wieviele Menschen durch Elefanten jährlich gemeuchelt werden? Nein, können Sie nicht wissen. Aber ich sag es Ihnen. Der Dickhäuter bringt es auf die erschreckende Zahl von 500 Homo sapiens, welchen er mit seinem faltigen Rüssel das Lebenslicht ausbläst. Ich fühle mich jetzt schon viel besser, wenn ich an meine Billardkugeln aus echtem Elfenbein denke. Am liebsten würde ich damit auch noch all diese kleinen Biester namens Skorpione, Wanderspinnen und sonstigen Ekelerreger erschlagen. Von den Alligatoren und Krokodilen ganz zu schweigen. 1000 Menschen zu zerfleischen ist wohl kaum die feine Art. Und da wundern sich diese Bestien, wenn Handtaschen und wunderschöne Stiefel und Gürtel aus ihnen gemacht werden. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Giftschlangen. Kein Pardon diesen Massenmördern, welche etwa 50 000 bis 100 000 Menschenleben hinter ihrer Kriechspur lassen. Weg damit!

Gegen Landminen und Streubomben.Schade übrigens, dass sich noch keine Verwendungsmöglichkeit diesbezüglich für diese anderen Parasiten gibt. Sie wissen schon! Plasmodium und so weiter. Aber außer Malaria schleppen die einfach nichts in unsere wohlgeordnete Zivilisation ein. Doch fangen wir, wie schon gesagt, einmal klein an und beginnen mit den Haifischen und Bienen. Aber ausgerottet gehören selbstverständlich all diese subersiven Elemente der Fauna. Wo kommen wir denn da hin?

Eines noch zum Abschluss, bevor ich mich dem Abschuss widme. Bis zum heutigen Tag wurden 100 000 Menschen Opfer von Streubomben und Streumunition. 27 Prozent dieser Opfer sind Kinder. Was gehört nun zuerst abgeschafft? Der Mensch, der sie produziert und einsetzt oder die Streumunition selbst? Ich weiss es nicht. Aber eines weiss ich. Haie und Bienen benutzen weder Landminen noch Streubomben. 

  

Zu den verwendeten Zahlen, Fakten und Statistiken siehe auch: Haiwelt.de: Gefährlichkeit von Haien, Süddeutsche.de: Welche sind die tödlichsten Tiere?, Gesundheitsberichterstattung des Bundes     


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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