Japans Mammut Projekt 1


Etwas Großes entsteht im Land der aufgehenden Sonne

Wahrhaftig Großartiges haben die Töchter und Söhne Nippons vor. Geradezu gigantisch soll es werden, ein Mammut-Projekt im wahrsten Sinne des Wortes. Oder einfach gesagt: Japans Forscher möchten das Mammut wieder auferstehen lassen. Aus Erbgut eines gefrorenen Mammut-Kadavers aus russischen Tiefkühlfächern soll, wenn es nach Wissenschaftlern der Universität Tokyo geht, in den nächsten fünf bis sechs Jahren ein Klon des Urzeitriesen aus den Reagenzgläsern seinen Weg in die Wirklichkeit finden (Scientists aim to bring mammoth back to life). Und damit dieser Weg nicht allzu beschwerlich wird, soll jener neue alte Vorgänger des Elefanten genau in solch einen eingesetzt werden. Oder besser gesagt in eine Elefantenkuh.

Den mehrere 10 000 Jahre alten Vorgänger unserer heutigen Elefanten wollten schon andere Forscher aus den Tiefen der Zeit reanimieren und aus genau jenen wieder an die Oberfläche unseres Zeitalters katapultieren. Allerdings scheiterten diese 1999 von Bernard Buigues initiierten Versuche mehr als kläglich (interessant und teilweise amüsant dazu: Spiegel online: Jäger des verlorenen Fleisches). Und so stehen die heutigen Experten dem japanischen Klon-Experiment bisher auch mehr als skeptisch gegenüber. Doch Japan glaubt unbeirrt an den Erfolg des Projektes. Was dem Entwicklungsbiologen Teruhiko Wakayama vom Riken Center für Entwicklungsbiologie in Kobe 2008 mit Mäusen gelang, sollte anhand der Weiterentwicklung der Forschungen auch mit einem Mammut möglich sein (Handelsblatt: Japanische Forscher wollen Mammut klonen).

Naja, dann kann ich nur meine besten Wünsche, verbunden mit viel Erfolg, nach Tokyo schicken. Eine Frage bleibt zum Schluss: „Was heißt eigentlich Jurassic Park auf japanisch?“ Und eine zweite Frage daran anschließend: „Darf ich mich in fünf bis sechs Jahren am Elfenbeinschmuggel im grossen Stile beteiligen?“

   


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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