Bayerischer Wald: Ur-Laub, Ur-Wald, Kult-Ur. Oder ur-gut und ur-gemütlich 1


[Trigami-Review]

1. Vorgeschichte

Sie folgten den Spuren nun schon mehrere Stunden. Der Regen hatte endlich aufgehört und durch die dichten Wipfel streckte die Sonne ihre wärmenden langen hellen Finger nach ihnen aus. Der dichte Nebel, welcher sie bisher schweigend auf ihrem stummen Marsch begleitete und zärtlich fürsorglich verhüllte, seinen undurchdringlichen weissen kalten Mantel wortlos über sie ausgebreitet hatte, lüftete sich endlich und gab die Sicht zögernd und nur widerwillig frei. Vor ihnen wuchs plötzlich die Schwärze des Tages in die Höhe und gab die schemenhaften Umrisse der Bäume preis. Immer noch fielen Regentropfen von oben herab, trafen sie unangenehm im Genick und krallten sich mit ihren glitzernden Körpern auf ihren Fellmänteln fest, um dort langsam in der dampfenden hauchdünnen Tiefe zu versinken.

Ihre Schritte wurden durch die endlosen Bahnen aus grünem Moos gedämpft, welche sich entlang der Wurzeln unter der beginnenden Sonneneinstrahlung tief in die feuchten Winkel duckten. Nur ein leises Schmatzen und Glucksen war in der Stille des Waldes zu hören, wenn die Ballen unter der Last der Darauftretenden zusammenbrachen und unter dem Druck der Füsse das Nass aus ihrem Innersten auf den dunklen Erdboden erbrachen. Schritt für Schritt folgte der grössere der beiden Jäger seinem Vordermann, sorgsam darauf bedacht, seine Abdrücke immer in die hinterlassenen Kuhlen des Vorangehenden zu setzen. Neben ihnen schlängelte sich die spiegelblanke messerscharfe Klinge eines Gebirgsbaches durch den Waldboden, schnitt sich mit jedem weiteren Tropfen wohlig in den Untergrund hinein, glitt mit flinken glasigen Händen über die moosbewachsenen Felsen, um sich eilig geschäftig plätschernd mit anderen kleinen Rinnsalen zu vereinen.Bayerischer Wald: Nachhaltiges Reisen in intakter Landschaft.   

Immer wieder stellten sich ihnen dürre Äste in den Weg, beobachteten aus helleren hölzernen Augen die seltsamen Eindringlinge und tuschelten und wisperten hinter ihrem Rücken mit dem auffrischenden Wind. Das satte frische Grün eines kleinen Laubbaumes schrie ihnen entgegen, welcher verzweifelt gegen die mit dunkelgrünen Nadeln stachelbewehrten Riesen kämpfte, um sich seinen Platz an der Sonne zu sichern. Daneben stand der gebeugte Leichnam einer mächtigen Fichte. Ein Blitz hatte sie dicht über dem Wurzelstock getroffen, sich in Sekundenbruchteilen durch die rauhe Rinde bis zum Kern durchgefressen, um mit seiner Feuerzunge die Eingeweide der Jahresringe herauszulecken. Dann zog sich sein ausgebrannter Atem genauso schnell wie er gekommen war wieder in die Lüfte zurück, ließ den durch die Hitze erschöpften Baum zurück, welcher sich kraftlos gegen die schweigenden Nachbarn lehnte, um mit jedem Windstoß seiner horizontalen Bestimmtheit ein Stückchen näher zu rücken. 

Plötzlich blieb der vordere Mann stehen. Ohne sich umzudrehen, reichte er seinen Speer nach hinten und, als er den zupackenden Griff und den leichten Ruck seines Begleiters spürte, bückte er sich und griff mit der rechten Hand nach unten. Neugierig trat der andere Jäger daneben und öffnete schon seinen Mund. Doch mit einem fast lautlosen Knurren und einer darauffolgenden gebieterischen Geste befahl ihm der andere zu schweigen. Dann wandte er sich wieder dem Boden zu. Unschlüssig nahm er etwas der feuchten aufgeweichten Masse zwischen Daumen und Zeigefinger und zerrieb sie sorgfältig zwischen den groben und mit struppigen schwarzen Haaren überzogenen Fingern. Immer wieder führte er die Losung an die Nase, schnüffelte, rieb währendessen weiter, bis sich auch die letzten Krümel auf der Erde ausbreiteten. Dann folgte sein Blick der sanften Steigung, welche sich vor ihnen im dichten Wald verlief. Die tiefen Spuren waren jetzt deutlich zu sehen. Fast schnurgerade liefen sie nach oben, bahnten sich ihren Weg durch das Gestrüpp und wichen nur dort aus, wo sich die Kraft der Natur ihnen mit aller Macht in den Weg stellte. In den Abdrücken standen kleine Lachen Regenwasser, welche die Spiegelbilder der Baumwipfel in sich aufnahmen und den beiden Männern entgegenwarfen.

Dann richtete sich der vordere Jäger langsam wieder auf. Die Muskelstränge spannten sich unter den Fellen, welche er sich um die Waden geschlungen und sorgsam mit Lianen verknotet hatte. Dann forderte seine Hand wortlos den Speer zurück. Noch einmal blickte er zwischen den Bäumen hindurch, bevor er weiterging. Dicht über ihnen war ein lange anhaltendes Brüllen zu vernehmen. Sie hatten das Reich des Bären betreten.                   

2. Bayerischer Wald: Urlaub im Urwald, Kultur im Grünen

Bayerischer Wald: Urlaub im Urwald und Kultur im Grünen.Dies alles könnte sich so oder zumindest so ähnlich vor 10 000 im erdgeschichtlichen Jungpaläolithikum zugetragen haben. Der Bayerische Wald löste sich langsam aus der Umklammerung der Eiszeit. Unzählige Rinnsale einer bis zu 100 Meter dicken Eisschicht schmolzen, vereinigten sich zu kristallklaren Gebirgsbächen, deren kaltes Gletscherwasser entlang der Findlinge in die nahen Täler strömte und dort heute so bekannten Seen wie den Grossen und Kleinen Arbersee oder den Rachelsee füllten. Vielleicht war es aber auch ganz anders. Wer weiß dies schon, jetzt nach so langer Zeit?

Doch die schweigenden Baumriesen haben die Zeit überdauert. Und wer genau hinhört, wird auch jene Bäume in Mitteleuropas grösster Waldlandschaft manches Mal ein leises Wort sagen hören. Und wenn es nur auf Facebook ist. Wer aber bereit ist, nur einen Bruchteil jener 6000 Quadratkilometer zu erwandern, welche sich dank bestens ausgebauter Wanderwege durch diese im wahrsten Sinne grenzenlose Region zwischen Donau, dem tschechischen Böhmerwald und natürlich auch Österreich ziehen, wird auch ohne Facebook glücklich.

Und wer ohne Facebook auf Schusters Rappen gerne im Nationalpark Bayerischer Wald unterwegs ist, wird mit dem Top Trail Goldweg wohl eine der reichhaltigsten Landschaften kennenlernen, welche sich durch den gleichnamigen Fernwanderweg auf einer Länge von 660 Kilometern durch den Osten Bayerns den WanderInnen erschließt.

Wissen Sie eigentlich, woher dieses geflügelte Wort „Auf Schusters Rappen“ herkommt? Nein? Also, früher war es den Reichen vorbehalten, mithilfe von Pferden voranzukommen. Und die teuersten Pferde waren die schwarzen, die sogenannten Rappen. Wer dementsprechend arm war, dem blieben nur die guten Schuhe, um etwa von A wie ArberLand bis Z wie Zwiesel zu kommen. Und weil die eben in den meisten Fällen ebenfalls schwarz waren und vom Schuster damals noch in Handarbeit gefertigt wurden, waren sie eben des „Schusters Rappen“. Aber dies ist wieder eine ganz eine andere Geschichte. Und vielleicht erzähle ich auch diese irgendwann zu Ende.Bayerischer Wald: Wandern in unberührter Landschaft So wie jene von den beiden Jägern und dem Bären. Oder so viele andere Geschichten rund um den Bayerischen Wald, welche bisher unvollendet geblieben sind und möglicherweise noch gar nicht geschrieben wurden. Und sollten Sie in nächster Zeit nichts mehr von mir hören, was fast unvorstellbar ist, dann finden Sie mich vielleicht dort, wo vor Jahrtausenden ein Blitz in eine alte Fichte einschlug. Oder sollte auch dieses nur ein Traum sein?           

3. Angerhof: Wellness und Fairness unter einem Dach

Sie wundern sich, warum Sie ausgerechnet im Reich des Bären Meister Petz nicht über den WegAngerhof Sport- und Wellnesshotel in St. Englmar: Der Bayerische Wald von seiner schönsten Seite.

laufen? Dafür gibt es natürlich viele gute Gründe. Ein Hauptgrund könnte aber sein, dass sogar ein Bär einmal eine Ruhepause braucht, sozusagen auf der faulen Bärenhaut liegen möchte. Meister Petz und seine beiden Jäger haben nun (endlich) Frieden geschlossen. Und so liegen sie nun in trauter Dreisamkeit vereint im Angerhof Sport- und Wellnesshotel, lassen sich gemeinsam die Wintersonne auf den Bärenbauch scheinen, trocknen die nassen Felle und genießen ein Wellness-Wochenende im Bayerischen Wald.

Und wer weiß, vielleicht liegen die drei Protagonisten meiner Vorgeschichte ja immer noch dort, wenn Sie im Angerhof zu Gast sind. Keine Angst! Die Speere liegen wohlbehütet in einem der Doppelzimmer. Und der Bär? Ja, der Bär schwimmt seine Runden unter Bayerns Wintersonne im Sole-Aussenbecken. Und wenn er nicht dort ist, finden Sie ihn möglicherweise beim Ganzkörperpeeling im Rasul-Bad. Oder er sitzt im Panorama-Palmengarten, trinkt einen bärigen Cocktail an der Wasser-, Tee- oder Saftbar. Ich habe auch keine Ahnung, was so ein Bär den ganzen Tag tut. In Zeiten wie diesen durchaus denkbar, dass er gerade auf Facebook mit dem Angerhof Sport- und Wellnesshotel über einen köstlichen Bärenwitz lacht. 

Angerhof Sport- und Wellnesshotel: Die Phantasie-OaseSie fragen: „Und wenn der Bär gar kein Bär, sondern eine Bärin ist?“ Dann liegt Frau Bärin wohl in der Phantasie-Oase oder lässt sich die Krallen in der Kosmetikabteilung stutzen. Schauen Sie doch am besten gleich selber auf derm Wellnessplan-Karte nach.

Angerhof Sport- und Wellnesshotel Sankt Englmar: Der Wellness- und Spa-Bereich.      

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Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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