Biorama: Magazin für nachhaltigen Lebensstil 1


Wir leben jetzt bewusst

hat sich das Magazin Biorama auf die eigene Fahne oder besser gesagt auf das Cover geschrieben. Ich muss gestehen, ich kannte Biorama bis dato selbst nicht. Aber, und ich hoffe, dies freut die Verantwortlichen rund um den Herausgeber Thomas Weber, ich bin sehr angetan und muss dieses Lob und meine Freude dementsprechend durch eine Erwähnung auf meinem Blog kundtun.

Biorama: Magazin für nachhaltigen Lebensstil

Blättere ich in der aktuellen Ausgabe 12 vom Oktober 2010, so steht auf Seite 5 rechts unten geschrieben: „Biorama ist ein unabhängiges, kritisches Magazin, das sich einem nachhaltigen Lebensstil verschreibt. Die Reportagen, Interviews, Essays und Kolumnen sind in Deutschland, Österreich und der ganzen Welt angesiedelt. Sie zeigen Möglichkeiten für ein Leben mit Qualität für Mensch und den Planeten Erde. Ohne dabei den Zeigefinger zu erheben.“

Hört sich doch fürs erste nicht schlecht an. Der Themenschwerpunkt der aktuellen Biorama-Ausgabe ist für alle Rindvieher gedacht. Auch nicht schlecht, fühle ich mich doch gleich verstanden und unter meinesgleichen. Und so folgt das Magazin auch gleich den Kuhpfaden und bietet mit dem Interview mit Bernhard Kathan, dem Autor des Buches „Schöne neue Kuhstallwelt“ sogleich interessante Ansätze bezüglich der Vergleichbarkeit der heutigen menschlichen Gesellschaft mit jenen Mechanismen, Strukturen und vor allem lange praktizierten Automatismen heutiger hochmoderner Kuhställe. Kathan erklärt in seinem Buch, warum der Mensch durch seine selbst gewählte, weil bequeme Knechtschaft in einem ähnlichen Martyrium gefangen ist wie es die vierbeinigen kuhäugigen (natürlich, was denn sonst) Milchlieferanten in ihren spezialisierten Kuhställen sind.

Und wenn sich Biorama schon mit Rinder beschäftigt, darf dementsprechend die künstlerische Sicht nicht außen vor gelassen werden. „Das Rindvieh im Zeitalter seiner technischen Reduzierbarkeit aufs Wirtschaftliche …“ (Biorama Ausgabe 12 Oktober 2010 S. 24 f.) klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch. Die Euterskizzen der Vorarlbergerin Barbara Husar reduzieren sich auf das Wesentliche, nämlich auf den betriebswirtschaftlichen Aspekt der Milchdrüse.

Doch bei aller Kuhlastigkeit und Kuhlasterhaftigkeit finden selbstverständlich auch jene Themen in Biorama ihren Platz, welche sich mit Lifestyle of Health and Sustainability oder marketingstrategisch kürzer LOHAS beschäftigen.

Ich möchte jetzt nicht weiter auf Biorama eingehen, sondern empfehle diesbezüglich, doch am besten selbst einmal auf der Webseite Biorama vorbeizuschauen. Zwei abschliessende Kritikpunkte oder besser geschrieben Anregungen seien hier zum Schluss angemerkt. Natürlich interessiert es mich schon, wer hinter solch einem Magazin steckt. Und da ich eingangs geschrieben habe, „rund um den Herausgeber Thomas Weber„, so habe ich natürlich bei meinen Recherchen im Netz Milo Tesselaar als den eigentlichen Gründer von Biorama gefunden. Weiter heisst es dazu in einer von Milo Tesselaar an Fr.Jona&son gerichteten Email: „Als Gründer, Chefredakteur und Herausgeber von Biorama teile ich hiermit mit, dass ich mich aus persönlichen und strategischen Gründen vom „Projekt“ BIORAMA und damit allen diesbezüglichen
Tätigkeiten zurückgezogen habe….“

Vielleicht besteht die Möglichkeit, in einer der nächsten Biorama-Ausgabe etwas detaillierter Stellungnahme zu diesem Wechsel zu beziehen, da sich scheinbar auch andere Menschen die Frage stellten, warum es zu diesem Sinneswandel kam. Und zu guter Letzt habe ich eines vermisst, wobei zu guter Letzt die Sache sehr gut trifft. Leser wie ich sind furchtbar neugierig. Und deshalb wollen Leser wie ich furchtbar viel wissen. Z.B. wäre es interessant zu wissen, was denn so alles für die nächste Ausgabe geplant ist. Also ein kleines Nachwort, welche Schwerpunkte für die nächste Ausgabe ins nachhaltige Auge gefasst werden, sofern dies zum jeweiligen Zeitpunkt des Drucks bereits feststeht.

Bleibt mir nun wie immer bei solchen Artikeln (siehe etwa meine Schlussworte bei „Der Wildstauden-Virus der Patricia Willi„) noch eines anzumerken. Dies ist weder ein bezahlter Beitrag noch ziehe ich sonstige Vorteile aus der Veröffentlichung dieses Artikels. Natürlich bin auch ich Belohnungen und Aufträgen jeder erdenklichen Form nicht abgeneigt, aber diese werden dann am Anfang der Beiträge gekennzeichnet. Und da dies in diesem speziellen Fall nicht so ist, können Sie ganz beruhigt und entspannt bis zum Ende lesen.

Wobei, das Ende ist eigentlich erreicht. Es kommt jetzt nichts mehr. Nein, wirklich! Jetzt hören Sie endlich auf zu lesen. Definitiv. Aus. Ende. Schluss für heute. 




Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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