LED LENSER M7: Es werde Licht! 2


[Trigami-Review]

1. Und es ward Licht! Die LED Lenser M7, technologisches Lichtdynamit der Neuzeit!

Ich bitte Sie inständig, liebe Leserinnen, verehrte Leser, klicken Sie nicht weg, bleiben Sie dran und lesen Sie weiter. Auch wenn Sie sich möglicherweise unschlüssig sind, gar von Zweifeln geplagt und diesem Bericht zu Anfang mißtrauisch gegenüberstehen. Es besteht kein Grund hierfür, denn ich möchte die Schöpfungsgeschichte nicht vollkommen neu aufrollen und mich in graue Vorzeiten und finstere Abgründe zurückbegeben. Ganz im Gegenteil: Ich werde ein wenig, sagte ich gerade „ein wenig“, nein, ich werde sehr viel Licht ins Dunkel bringen, sozusagen die Welt der Taschenlampen neu beleuchten.

Sprach ich im letzten Satz von der „Welt der Taschenlampen“? Nein, natürlich werde ich nicht diese komplette Welt der Photometrie, des Lichtstroms, gemessener Lumen und vorhandener Candela vermessen und die einzelnen Kulissen ausleuchten. Ich möchte Sie vielmehr sanft, aber sehr bestimmt, auf die neue LED LENSER M7 Taschenlampe oder kurz LED LENSER® M7 hinführen. Auch wenn Sie bereits dieses Logo

LED Lenser M7: Innovative Led Lenser LED Taschenlampe

kennen, so darf ich Ihren Blick auf die per Microcontroller gesteuerte Taschenlampe fokussieren.

2. Die LED Lenser M7 – auf Herz und Nieren geprüft

Um etwas auf Herz und Nieren, immerhin zwei der lebenswichtigsten inneren Organe des Menschen, zu prüfen, muß ich mich daran machen, das Innere der LED Lenser M7 zu erkunden. Als erstes fällt mir auf, ehe ich mit dem „Sezieren“ beginne: Nichts! Es fällt mir rein gar nichts auf. Und das ist gut so, sogar ausgezeichnet! Denn ich kann keinen Spalt zwischen Verschluss und dem dazugehörigen Batteriefach erkennen. Denn wo Batterien sind, ist im Normalfall auch Strom. Und da auch die LED Lenser M7 diesen lebenswichtigen „Saft“ benötigt, um ihre volle Lichtleistung zu bringen, sollten sich die für den Betrieb der M7 benötigten vier AAA-Batterien, alternativ kann sie auch mit hochstromfähigen Batterien oder sogar 1,2V AAA-Akkus betrieben werden, im Trockenen befinden. Gerade für mich als Outdoor-Urlauber eine unabdingbare Eigenschaft, welche ich an eine Outdoor-Taschenlampe stellen muss, um sicher durch den Regenwald von Costa Rica oder durch die Eingeweide der Cu-Chi Tunnel nördlich Saigons zu kommen und im wahrsten Sinne des Wortes weder im Regen und schon gar nicht im Dunkeln zu stehen.

LED Lenser M7: Perfektes Licht in allen Situationen

Die neue LED Lenser M7: 220 Lumen auf kleinstem Raum

Doch doppelt hält besser. Wer, so wie ich dies im Normalfall tue, Wert auf Kleinigkeiten legt, wird nach dem Öffnen der M7 sofort zwei Dinge bemerken. Der passgenaue Dichtungsring zwischen Battery Cartridge und Schraubverschluss sollte Garantie dafür sein, dass selbst ein Platzregen, ein Sandsturm oder ein blasender statt saugender Staubsauger (hat es alles schon gegeben) die Schaltereinheit nicht vom Strom trennt. Weit interessanter und vor allem äußerst sinnvoll sind jedoch die hartvergoldeten Kontakte, Garant für optimale elektrische Leitfähigkeit und besten Schutz vor Korrosion.

LED Lenser M7: Spritzwassergeschützt durch Dichtungsring LED Lenser M7: Hartvergoldete Kontakte

Links: Dichtungsring rechts: hartvergoldete Kontakte

3. Bedienung und Funktionen der LED Lenser M7

Da die Bedienung und die verschiedenen Funktionen wohl zu den elementaren Eigenschaften einer Taschenlampe gehören, habe ich dementsprechend diesem Teil des Testberichtes einen eigenen Punkt gewidmet.
Die beigefügte Bedienungsanleitung, ich will es jetzt einmal vorsichtig und höflich formulieren, gleicht eher einem Beipackzettel eines Herz-Kreislauf-Medikamentes denn einer wirklich hilfreichen Anleitung für den unerfahrenen Anwender. Kleingedruckt ist ja schön und gut, aber wir haben doch keine Versicherung gekauft bzw. unterschrieben. Also, liebe Firma Zweibrüder, ein bisschen größer darf es schon sein, gerade für Menschen wie mich, welche aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters zwar eine Brille bräuchten, aber, bedingt durch die Eitelkeit, lieber in der Öffentlichkeit darauf verzichten, sie auch zu tragen. Und bitte, die Firma Zweibrüder hat ihren Sitz in Solingen, also in Deutschland. Das mit der Smart Card, also der Kurzbedienungsanleitung im Scheckkartenformat zum In-die-Hosetasche-stecken ist im Prinzip eine hervorragende Idee, aber doch nicht in Englisch.
So, aber nun genug der Kritik. Kommen wir zum angenehmen Teil der LED Lenser M7, sprich der sehr überzeugenden und vor allem ausgesprochen benutzerfreundlichen Handhabung. Die M7 verfügt über insgesamt drei verschiedene Modi, also Lichtprogramme, welche die Bezeichnungen Professional, Easy und Defence tragen. Um zwischen den verschiedenen Modi hin- und herzuspringen, tippe ich die Einschalttaste im ausgeschalteten Zustand der Taschenlampe viermal kurz hintereinander an und schalte sie dann ein. Ein ein-, zwei- oder dreimaliges Blinken zeigt mir an, in welchem Modus ich mich gerade befinde. Leuchtet die High-End-Taschenlampe zu Beginn einmal auf, habe ich den Professional Modus gewählt. Dieser Modus beinhaltet insgesamt acht verschiedene Funktionen, welche durch Antippen des Tasters nacheinander angewählt werden. Wer jedoch auf Boost, Morse, Blink oder S.O.S verzichten möchte und sich auf jene Funktionen einer Taschenlampe konzentrieren willl, welche ich als elementar bezeichne, sei empfohlen, die LED Lenser M7 auszuschalten. Und dann, richtig, wieder viermal kurz darauf getippt und anschließend die Tachenlampe einschalten und ich befinde mich auf wundersame Weise im Easy Modus. Dort habe ich wesentlich weniger Möglichkeiten zur Auswahl, was die ganze Sache aber auch erleichtert. Entweder hell oder dunkel, puristisch und übersichtlich, außer ich halte den Taster gedrückt. Dann kann ich die Leuchtkraft dimmen, beginnend von 15% bis zu den gewohnten 100% Lichtstärke.
All jene, welche eine Taschenlampe bisher immer nur als Taschenlampe angesehen haben und nicht als Verteidigungswaffe zur effektiven Selbstverteidigung, bietet die M7 jedoch auch die Funktion namens Strobe. Im ausgeschalteten Zustand tippe ich wieder viermal aufs Knöpfchen und schalte dann die LED-Lampe ein. Wie gewohnt bietet sich uns ein helles ruhiges Licht. Aber wehe, ich tippe kurz auf den Taster. Plötzlich beginnt die M7 wie wild zu blinken, schmettert im Tactical Defence Light Modus Lichtblitze (20 Hz) aus ihrem Lampenkopf. Diese Funktion ist sicherlich ideal für Menschen, welche im Sicherheitsdienst beschäftigt sind, bietet aber auch all jenen Schutz, welche auf einsamen Wegen oder z.B. mit dem Hund unterwegs sind. Aber Vorsicht: Diese Funktion ist wesentlich wirkungsvoller als es den Anschein hat. Deshalb auch ein gut gemeinter Rat. Sollten Kinder die Möglichkeit haben, die LED Lenser M7 in die neugierigen kleinen Finger zu bekommen, nehmen Sie als Voreinstellung keinesfalls den Tactical Defence Modus. Denn die M7 hat eine sinnvolle Eigenschaft: Der voreingestellte Modus wird gespeichert und bleibt bis zum nächsten viermaligen Antippen voreingestellt. D.h., Sie brauchen dem Nachwuchs nicht unbedingt auf die hellerleuchtete Nase binden, wie Sie zwischen den drei Programmen wechseln können.
Apropos einsame dunkle Wege. Normale Taschenlampen haben oftmals die unangenehme Eigenschaft, sich gerade dann zu verabschieden, wenn es am finstersten ist. Ohne Vorwarnung, ohne ein kurzes „Tschüß, ich geh dann mal!“ Sie gehen wortlos dahin und mit ihnen auch ihre hervorragendste Eigenschaft, nämlich das Licht. Die Smart Light Technology der M7 verfügt über ein Element mit dem Namen „Low Battery Message System“. Wie der Name bereits sagt, ca. fünf Minuten, bevor ich endgültig im Dunkeln stehe, signalisiert mir die M7 durch Blinkintervalle alle zehn Sekunden: „Bursche, entweder Du rennst jetzt schneller oder Du wechselst schleunigst die Batterien!“
Doch auch hier habe ich zwei Möglichkeiten, um die Lebensdauer der Batterien und damit auch die Energieleistung zu verlängern. Ich kann mich zwischen zwei verschiedenen Energy Management Modi entscheiden, welche modi-übergreifend sind, also innerhalb Professional, Easy und Defence allgemeingültig funktionieren. Entweder ich wähle den „Energy Saving Modus“ oder ich entscheide mich für den „Constant Current Modus“. Beide Modi starten zunächst für zwei Minuten mit der maximalen Helligkeit (Boost Funktion: 130% oder Power Funktion: 100%). Im Constant Current Modus regelt die Lampe danach innerhalb von fünf Minuten auf 60% der Lichtleistung herunter, wobei diese Leistung bis zum Ende der Batterie- oder Akkuleistung erhalten bleibt. Der Energy Saving Modus verhält sich stromsparender und, um meine Worte von vorhin zu benutzen, ich erspare mir das schnelle und für meine Begriffe unnötige Laufen, schließlich heiße ich nicht Dr. Kimble und bin nicht auf der Flucht. Nach zwei Minuten Höchstleistung, ich spreche nicht von mir, sondern von der M7, fällt die Lichtleistung auf 50% des Ausgangswertes. Diese 50% bleiben dann für etwa 25 Minuten erhalten, dann erfolgt eine weitere Reduktion auf 15%, welche bis zum Ende der Batterien oder Akkus zur Verfügung stehen. Wie schalte ich zwischen den beiden Energy Mangement Modi hin und her? Ich tippe achtmal kurz hintereinander auf den Schalter und schalte die Taschenlampe dann innerhalb von fünf Sekunden ein. Habe ich den Constant Current Modus gewählt, wird mir dies dadurch angezeigt, dass die Lampe für drei Sekunden hell leuchtet und danach schlagartig ausgeht. Nutze ich den Energy Saving Modus, leuchtet die LED M7 ebenfalls für drei Sekunden, um dann aber langsam herunterzudimmen.

Der Lampenkopf der LED Lenser M7 lässt sich in der jeder Fokussierstellung arretieren

Eine wesentliche Neuerung gegenüber der P7: Die Arretierung des Lampenkopfes verhindert das unbeabsichtigte Verstellen der Fokussierung. Übrigens: Die Gelse am linken Bildrand gehört nicht zum Lieferumfang der M7.

Der gerändelte Griff der LED Lenser M7 sorgt für perfekten Halt in jeder Lage Die LED Lenser M7 liegt perfekt in der Hand

Der gerändelte Griff der M7 sorgt auch bei Regen oder schweissnassen Händen für perfekten Halt. Meine dreckigen Finger bitte ich zu entschuldigen, aber auch Blogger arbeiten nicht nur an der Tastatur.

4. Resümee

Die unglaubliche Lichtleistung der LED Lenser M7 dank der Smart Light Technology, welche mithilfe des eigens für die M-Serie entwickelten computeroptimierten intelligenten Microcontrollers gesteuert wird, lassen definitiv keine Wünsche offen. Die Steuerung der acht Lichtprogramme über einen einzigen Tastschalter mag zu Anfang gewöhnungsbedürftig und unverständlich sein, doch bereits nach wenigen Sekunden des eigenen Experimentierens mit den verschiedenen Lichtfunktionen stellt sich der gewünschte Learn-by-doing-Effekt ein. Einer der wohl grössten Vorteil ist jedoch meines Erachtens die gegenüber der P7 meines geschätzten Arbeitskollegen (siehe unten) Fast-Lock Funktion der Fokussierung, d.h. endlich ist es möglich, die voreingestellte Fokussierung gegen unbeabsichtigtes Verrutschen zu sichern. Das Speed-Focus Schiebesystem funktioniert leichtläufig, ohne jedoch wackelig zu wirken.
Ein weiterer gravierender und nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber der P7 ist die Lichtleistung der M7 in den beiden Extremeinstellungen, sozusagen mit dem bloßen Auge sind hierbei Unterschiede schon erkennbar. Im komplett ausgefahrenen Zustand, also vollständig fokussiert, besitzt die M7 eine wesentlich stärkere Lichtbündelung, was sich besonders auf große Entfernungen bemerkbar macht und für ein erfreuliches „Eincashen“ der ausgeleuchteten Fläche sorgt. Doch auch im „Flächenbombardement“, also im defokussierten Zustand, bietet die M7 dem Auge des Betrachters einen wesentlich breiteren Lichtkegel oder dementsprechend eine im Radius größer ausgeleuchtete Fläche.
Der Tastschalter zum Einschalten der LED Lenser M7, der sogenannte Clicky, hat einen festen, in meinen Augen jedoch nicht zu harten Druckpunkt. Will man nur einmal schnell etwas beleuchten oder anschauen, genügt ein leichter Druck mit dem Daumen, ohne den Clicky vollständig durchzudrücken, um „Licht in die Sache zu bringen“.    
Was gibt es zu bemängeln? Das Fokussiersystem der LED-Handlampe besteht aus Kunststoff, was mithin kein Nachteil sein muss, aber einer werden kann, wobei hier erst die Praxis zeigen wird, ob sich der Mechanismus im Laufe der Zeit abnützen wird. Ein weiterer Nachteil, und hier sollte Zweibrüder auf jeden Fall nachbessern, ist der Gürtelclip. Es ist nicht fast, sondern vollkommen unmöglich, die LED-Leuchte ohne gehörigen Kraftaufwand wieder aus den Fesseln der laut einrastenden Zangen zu bekommen. Was aber Ästheten immens stören wird, sind die dabei entstehenden lauten Kratzgeräusche und daraus resultierend sicherlich viele Kratzer, welche innerhalb kürzester Zeit in der gerändelten Grifffläche ihre Spuren hinterlassen werden. Und da wir uns hier auf einem Bio und Natur Blog befinden, welcher niemals, auch bei aller Euphorie nicht, die Umwelt aus den Augen verliert, sollten die beigelegten AAA-Batterien ohne Wenn und Aber gegen umweltschonende Akkus ausgetauscht werden. Natürlich darf ein entsprechendes Ladegerät nicht fehlen, was sich sicherlich im Preis bemerkbar machen wird. Doch wer genauer darüber nachdenkt, wird a la longue neben der Entlastung von Mutter Erde auch wohlwollend eine spürbare Entlastung seines Geldbeutels bemerken.
Wobei zur Verteidigung, hier spreche ich nicht vom für Spezialeinheiten des Law Enforcement entwickelten Taktischen Lichtwerkzeug LED Lenser M7T, von Zweibrüder gesagt werden muss, dass die in Kürze erscheinende LED Lenser M7R bereits mit einem Floating Charging System ausgerüstet sein wird und diese aufladbare Version zumindest Teile meiner Forderung nach umweltbewusstem Verhalten erfüllt.

Zu guter Letzt sei noch eines vermerkt. Ich kann selbstverständlich nicht alle Details und sämtliche Aspekte bezüglich der LED Lenser M7 beleuchten. Deshalb bitte ich jene Fragen und Punkte, die in diesem Artikel keinen Platz gefunden haben, im LED Lenser Forum der dortigen Community zu stellen. Desweiteren finden sich natürlich sowohl auf Facebook als auch auf Twitter weitere Informationen zu den LED Lenser Produkten. 

5. Ein Streit unter Arbeitskollegen ist entbrannt   

Ich hätte Ihnen gerne mehr über die innovative Smart Light Technology oder auch das revolutionäre Advanced Focus System der neuen M7 geschrieben, doch mein lieber Arbeitskollege war schneller. Obwohl er bereits zwei LED-Leuchten aus dem Hause Zweibrüder sein eigen nennt, ist er der Meinung: „Aller guten LED-Dinge sind drei!“ Zum einen besitzt er die handliche LED Lenser P7, also das Vorgängermodell der hier vorgestellten LED Lenser M7 für den täglichen Hausgebrauch, wobei hier der Begriff „täglich“ eher dem Wort „nächtlich“ weichen sollte, da mein lieber Kollege im Nachtdienst beschäftigt ist und dementsprechend eine zuverlässige Taschenlampe zu jeder Zeit griffbereit haben muß, um schnell Licht in die noch so dunkelsten Ecke bringen zu können. Doch damit nicht genug, hat er sich unlängst das absolute Flaggschiff aus dem Hause Zweibrüder, die phantastische X21, gegönnt. Wer dies nun für eine Werbemaßnahme von meiner Seite hält: Die beiden folgenden Fotos sollten für sich sprechen.

LED Lenser X21: Auf zu neuen Horizonten Die LED Lenser Sternenflotte: X21, M7 und P2

Drei Beispiele aus der Sternenflotte LED Lenser von links nach rechts: Die X21, die neue M7 und der Licht-Däumling P2

Nun, zu guter Letzt konnten wir unseren Streit zu unserer beider Zufriedenheit beilegen. Ich darf meine M7 behalten, dafür habe ich meinem Lieblingskollegen den entscheidenden Tipp für seine eigene LED Lenser M7 gegeben, kurz und bündig lautet er: Jetzt zum Produkt!

6. Willkommen bei Physik-Paul´s Pastelstunde

So, meine liebe LeserInnen und ganz besonders, liebe Kinder! Nachdem wir nun eine Menge Informationen und technische Details anhand von Trockenübungen über die LED Lenser M7 gelesen und verarbeitet haben, wollen wir uns endlich der Praxis zuwenden. Und wer könnte hier kompetenter sein als Physik-Paul, der Herr über Licht und Zeit! Und so wollen wir uns heute bei Physik-Paul´s Pastelstunde etwas ganz besonderes basteln. Wir bauen uns einen Materieumwandler der Kawumm-Bumm-Klasse, also quasi ein Scotty-Beam-Me-Up-Haushaltsgerät. „Warum denn gerade einen Materieumwandler?“ fragen Sie. Darauf hat Physik-Paul natürlich die richtige Antwort parat: „Warum denn nicht?“ Denn ein Materieumwandler ist eine wirklich feine Sache. Wir können uns mit so einem Umwandler der Kategorie KB, dem höchsten seiner Art, nämlich in Nullkommanix einfach wegbeamen. Also, liebe Kinder, deshalb merkt Euch eines: „Ein Kawumm-Bumm-Beschleuniger sollte in keinem guten Haushalt fehlen!“ Was brauchen wir?

6.1. Benötigte Materialien 

Eigentlich solltet Ihr alles in Eurem Haus finden, was wir für den folgenden Versuch benötigen. Wenn Ihr etwas nicht findet, geht ganz einfach zu Mama und Papa. Die helfen Euch sicherlich gerne. Ihr braucht ja nicht gleich sagen, dass Ihr einen Materieumwandler bauen wollt. Erzählt Ihnen, dass Ihr irgendetwas im Physikunterricht machen müsst. Oder dass Euer Hamster so komische Geräusche von sich gibt und Ihr ihn reanimieren müsst. Meine Tochter erzählt mir auch jeden Tag solche Dinge und ich glaube ihr einfach alles. Aber Vorsicht: Mütter sind wesentlich misstrauischer als Väter. Also geht lieber zu Papa.
Folgende Dinge solltet Ihr Euch zusammensuchen:

  1. Eine kleine Farbwalze zum Dämpfen der Vibrationen, denn es werden irrsinnige Schwingungen entstehen bei Eurem Ritt durch Zeit und Raum. Sollte Euer Vater eine handwerkliche Niete sein, geht zu Opa und sagt ihm, dass Ihr den Gartenzaun streichen wollt. Er wird es Euch danken. 
  2. Einen runden Verstärker von etwa 30-40 cm Durchmesser, um die notwendige Energie für die Materienumwandlung in die dafür notwendige Überschallfrequenz zu transformieren. Ich habe dafür den Deckel unseres Behälters für die schmutzige Wäsche genommen. Ein kleiner Tipp am Rande: Solltet Ihr gerade noch irgendwo dreckige Socken oder sonst etwas im Zimmer herumliegen haben, sagt Eurer Mutter, dass jetzt ein günstiger Zeitpunkt wäre, dass sie das wegräumt. Solltet Ihr keinen Metalldeckel zur Verfügung haben, könnt Ihr selbstverständlich auch die Satellitenschüssel im Garten abbauen. Je größer der Durchmesser, um so mehr Kawumm-Bumm, wie der Physiker sagt.
  3. Ein etwa 50 cm langes Kunststoffrohr von 40mm Durchmesser (ganz wichtig!!!) und einem dazu passenden Dichtungsring, um die Ionenkanalisierung von Ausgangsquelle zum gewünschten Beam-Objekt herzustellen. Ich habe natürlich lange herumexperimentiert, um den größtmöglichen Kawumm-Bumm zu erzielen, wie der Physiker sagt. Ihr wollt wissen, wo Ihr so ein gutes Stück bekommt? Geht entweder in die Küche oder ins Badezimmer. Unter dem Waschbecken ist fast immer eines in der richtigen Länge angeschraubt, wobei der Durchmesser in diesem Fall wichtiger ist. Einfach abschrauben, loslegen und Freude haben! Sollte Eure Mutter in der Zwischenzeit das Geschirr oder die Haare waschen wollen, kein Problem! Sagt einfach, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, um die Wohnung wieder einmal richtig aufzuwaschen.
  4. Wo befestigen wir die ganze Versuchsanordnung? Ich habe für meine Zwecke einen CD-Ständer gefunden, welcher einfach perfekt ist. Eure große Schwester oder der kleine Bruder werden Euch mit Freude unterstützen. Wenn nicht, gar nicht lange fragen. Denn wer lange fragt, geht lange irr, wie der Physiker sagt. Und wer irr geht, kann kein Kawumm-Bumm herstellen, wie der irre Physiker sagt. Also schmeißt die ganzen CD´s einfach irgendwo hin, ist sowieso nicht Euer Musikgeschmack.
  5. Das Kernstück des Ganzen ist natürlich die neue LED Lenser M7. Ohne die M7 geht rein gar nichts! Ihr habt keine? Kein Problem: Hier geht´s zum Produkt! Wegen der Bezahlung macht Euch keine Sorgen, Da Ihr sowieso zum Opa wegen der Farbwalze müsst, macht gleich noch einen Kurzbesuch bei der Oma und sagt, dass der Lebenshaltungsindex, bedingt durch die steigende Inflation, welche durch die globale Wirtschaftskrise ausgelöst wurde, geradezu horribel für Euch ist und Ihr Euch gezwungen seht, Euren Goldhamster im Tierheim abzuliefern, da die Futtervorräte vollständig zur Neige gehen. Wenn Oma darauf nicht reagieren sollte, legt noch was drauf! Wenn Ihr beiläufig erwähnt, dass Ihr seit gestern Vollwaise seid, stehen Euch plötzlich alle materiellen Türen offen.

Wir basteln uns einen Teilchenbeschleuniger: Was benötigen wir? Wir bauen uns einen Teilchenbeschleuniger

Bestandteile von Physik-Paul´s Materieumwandler

6.2. Der Versuchsaufbau

Alles kein Problem, liebe Nachwuchs-Kawumm-Bummer, wie der Physiker seine gelehrigen Schüler liebevoll und anerkennend nennt. Schaut Euch einfach die folgenden Bildern an und Ihr werdet sehen: Alles halb so schwer! Und solltet Ihr doch Fragen haben. Nein, Ihr geht weder zu Mama, Papa, Oma oder Opa, das wäre komplett falsch! Sendet einfach eine Email an Physik-Paul Kennwort: Pastelstube Kawumm-Bumm-Materieumwandler und ich sende Euch die notwendigen Zisch-Blitz-Informationen zu, selbstverständlich verschlüsselt und kostenfrei!

Detailaufnahme der Teilchenbeschleunigers mit der LED Lenser M7 Der Parabolspiegel des Teilchenbeschleunigers mit der LED Lenser M7 Lichtquelle Die LED Lenser M7 im Hochbetrieb

Die LED Lenser M7 als zentraler Bestandteil

6.3. Das Experiment

Ihr seid soweit, liebe Nachwuchs-Kawumm-Bummer? Nun denn, dann lasst die Spiele beginnen! Aber trotz ausführlichster Testreihen meinerseits mit meinen Geckos, der Katze und meiner Schwiegermutter bleibt selbstverständlich immer ein kleines Restrisiko, die sogenannte Kawumm-Bumm-Konstante, wie der experimentierfreudige und zu allem entschlossene Physiker sagt. Also würde ich vorschlagen, Ihr beginnt erst einmal im Kleinen, sprich mit Eurem Hamster. Sollte irgendetwas fehlschlagen, könnt Ihr Eurer Oma immer noch sagen, dass trotz der finanziellen Zuwendungen die globale Wirtschaftskatastrophe einfach destrasiös war und Euer Hamster vor lauter Hunger am Hungertuch genagt hat und dabei erstickt ist. Dafür könnt Ihr beiläufig erwähnen, dass Ihr mit einem weiteren Kostenzuschuss vielleicht neue Eltern adoptieren könnt. Aber wir wollen ja nicht den Teufel an die Wand leuchten, sondern positiv denken.

Die folgenden Aufnahmen sind deshalb auch eine Weltsensation und wurden noch niemals gezeigt. Sie zeigen Physik-Paul´s Materieumwandler, wie ihn die Welt noch nie gesehen hat, nämlich in Betrieb. Ich habe mich nach langem Hin und Her dazu entschlossen, mich selbst für das alles entscheidende Experiment zur Verfügung zu stellen. Wohlwissend, dass damit all mein Wissen für immer verloren gehen könnte. Bevor Sie und natürlich Ihr, meine über alles geliebten Hilfs-Kawumm-Bummer, Euch nun entscheidet, die Bilderserie zu betrachten, muss ich unmissverständlich eine Warnung aussprechen. Wer ein schwaches Gemüt hat und von labilem Wesen ist, stoppen Sie und Ihr nun hier und hören Sie und Ihr auf, weiterlesen bzw, weiterzuschauen! Ich kann nicht ausschließen, dass trotz eingehender Untersuchungen alleine das Betrachten der Bilder nicht schon zu gesundheitsschädlichen Folgen führen kann. Aha, ich sehe schon, Sie nd vor allem Ihr platzt förmlich vor Neugierde! Na dann, auf Ihr und Euer eigenes Risiko! Sehen Sie und all meine Kawumm-Bumm-Nachwuchshoffnungen also Bilder, wie sie die Welt noch niemals gesehen hat. Und danach könnten die Erwachsenen vielleicht vorsichtig anfragen, wer denn eigentlich für den Physik-Nobelpreis in Stockholm so vorgesehen ist.

Der Materieumwandler mit der integrierten LED Lenser M7 entfaltet innerhalb von Millisekunden seine volle Lichtleistung. Wie man unschwerlich erkennen kann (oder auch nicht), traf ich entsprechende Schutzmassnahmen, um auf meinem Ritt durch Raum und Zeit gewappnet zu sein. Möglicherweise habe ich den berühmt-berüchtigten Kawumm-Bumm-Katapulteffekt schon erwähnt, wie der entgeisterte Physiker sagt. Hierbei gilt vor allem zu beachten, dass Sie, bedingt durch die gefürchteten Kawumm-Bumm-Zentrifugalkräfte, wie der Physiker sagt, Ihre Unterhose durch Anbringen spezieller Unterhosen-Hosenträger fest und sicher am Körper halten sollten. Oder noch besser, Sie machen es wie ich und reisen überhaupt ohne Unterhose durch Raum und Zeit. Aber lassen wir das!

Die folgenden Bilderserien sind innerhalb weniger Millisekunden entstanden und ich benötigte dementsprechend sensilble und sündhaft teure Aufnahmegeräte, wie sich der Laie sicherlich denken kann. Hier halfen mir meine jahrelangen sorgsam gepflegten Kontakte und Konnecktschions (oder so ähnlich) zu NASA und ESA. Der Großteil des entwendeten, Verzeihung, verwendeten Equipments stammt deshalb auch aus den Beständen der beiden Weltraumorganisationen und wurde mir dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Nun gut, manches habe ich vielleicht auch ohne deren Wissen bei mir gebunkert, aber zumindest werde ich alles wieder zurückgeben. Nun, möglicherweise nicht gleich auf einmal, aber so peu à peu eben. In der Zwischenzeit wird es zwar keine Bilder von der nächsten Marsexpedition geben, aber was bitte schön ist eine ordinäre Marsexpedition gegen Physik-Paul´s Pastelstunde. Aber jetzt genug der Worte!

Die LED Lenser M7 entfaltet ihre volle Leistung

Physik-Paul im Lichtkreis des Kawumm-Bumm

Die LED Lenser M7 auf Hochtouren Die Materumwandlungssequenz beginnt Die LED Lenser M7 Transformation

Die letzten Prä-Kawumm-Bumm-Nanosekunden

Die Transformation von Physik-Paul Die Materieumwandlung mithilfe der LED Lenser M7: Es gibt kein Zurück mehr! Physik-Paul im Grenzbereich zwischen Raum und Zeit

Die Kawumm-Bumm-Auflösungserscheinungen

Die Überwindung von Raum und Zeit

Der Grenzgänger von Raum und Zeit am Ziel seiner Träume

Der Traktorstrahl der LED Lenser M7 

Der Traktorstrahl der LED Lenser M7 erfasst den Raum-Zeit-Reisenden

 Die Kawumm-Bumm-Raum-Zeit-Reinkarnation

Die Kawumm-Bumm-Raum-Zeit-Reinkarnation

6.4. Danksagung

Wem gilt mein spezieller Dank? In erster Linie meinen drei Geckos, meiner Katze und meiner Schwiegermutter, welche sich selbstlos (also mehr oder weniger) in den Dienst der Wissenschaft gestellt haben. Alle sind wohlbehalten wieder zurückgekehrt aus den weiten Welten des Universums, haben Mr. Spock getroffen, sich mit HAL 9000 beim Schachspiel unterhalten und Sigourney Weaver bei ihrem Kampf gegen Aliens unterstützt.

Und was wäre eine Danksagung ohne die Nennung meines Sponsors. Soviel wie eine Oscar-Verleihung ohne die obligatorischen Tränen der Preisträger. Deshalb sage ich Dank der Firma Zweibrüder, welche mir die neue LED Lenser M7 und als Draufgabe noch den Licht-Däumling LED Lenser P2 kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

So sende ich ein krachendes Kawumm-Bumm durch Raum und Zeit. Bleiben Sie mir gewogen. Und wenn Sie der Meinung sind, dass ich mit Physik-Paul´s Pastelstunde zu Ihrer Unterhaltung beigetragen habe, könnten Sie mir auf der LED Lenser Gallery Ihre Stimme geben, sozusagen als kleines Dankeschön für das großartige Experiment. Es grüßt Sie aus den finsteren Gewölben und Katakomben seiner Pastelstube Physik-Paul mit einem dreifachen Kawumm-Bumm, Kawumm-Bumm, Jetzt zum Produkt.   


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


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2 Gedanken zu “LED LENSER M7: Es werde Licht!

  • Paul Boegle Beitragsautor

    Lieber Phil, vielen Dank für die Blumen. Denn glaube mir, dafür war doch eine ganze Menge Arbeit notwendig, auch wenn alles so locker leicht geschrieben aussieht. Aber das Lob ist das Brot des Künstlers und deshalb freue ich mich über solche Rückmeldungen wie von Dir natürlich umso mehr. So grüsse ich aus dem Reich der Finsternis sprich aus meinen dunklen und streng geheimen Versuchswerkstätten, in denen ich Tag für Tag neue schreckliche Versuchsanordnungen ausbrüte.