Saigon: Die Pagoden in Cholon 3


17.01.2010 Saigon und die Pagoden in Cholon

Nachdem wir nun alle Saigon und die Chinesen in Cholon auf dem Binh Tay Markt heil überstanden haben, würde ich vorschlagen, dass wir uns zuerst einmal eine Kokosnussmilch verdient haben. Setzen wir uns für ein paar Momente in den nahegelegenen Park und schauen wir dem bunten Treiben auf, neben und abseits der Strassen in Cholon zu. Wer nun nicht die Muse besitzt, sich uns zu Fuss anzuschliessen, um in Richtung der Pagoden zu spazieren, kann sich natürlich auch ein Cyclo heranwinken und sich gemütlich in das Pagoden-Viertel kutschieren lassen. Es ist vielleicht nicht einmal die schlechteste Idee, da es entlang der Hong Bang Strasse nicht allzu viele Sehenswertigkeiten zu bestaunen gibt.

Saigon Phuoc An Hoi Quan Pagode: Acht Speere, acht Kardinaltugenden

Sämtliche Bilder Copyright © 2010 Paul Bögle

Wir bleiben jedoch bei unserem ursprünglichen Plan, wandern an der für die Vietnamesen historisch bedeutenden Cha Tam Kirche vorbei. Historisch und politisch relevant ist die Cha Tam Kirche deshalb, da sich in ihr 1963 der gehasste Präsident Ngo Dhin Diem vor den Putschisten verschanzte, welche am 01. November 1963 nach einem Staatsstreich die Macht übernahmen. Nachdem er am nächsten Tag der Kapitulation zustimmte, die USA hatten ihm mittlerweile sämtliche Unterstützung verweigert, wurde er von den ARVN-Soldaten abgeholt, anstatt aber, wie ursprünglich vereinbart, ihn in Verwahrung zu nehmen, wurden er und sein Bruder kurzerhand auf dem Weg in die Stadt erschossen.

Nun gut, wir blieben am Leben. Das einzige, was auf uns zuschoss, waren wie immer die Mopeds und Roller, aber die trachteten uns beiden Langnasen eigentlich nicht nach dem Leben.

Erste Station unserer Pagoden-Wallfahrt war die Phuoc An Hoi Quan Pagode. Die Phuoc An Versammlungshalle (Hoi Quan steht für Versammlungshalle) wurde im Jahre 1902 von der Fujian-Gemeinde gestiftet, jenen Nachfolgegenerationen der Chinesen, welche im frühen 18. Jahrhundert aus der chinesischen Provinz Fujian in das Land einwanderten. Die Phuoc An Hoi Quan Pagode wurde zu Ehren des chinesischen Generals Quan Saigon Phuoc An Hoi Quan Pagode: Gelber BuddhaCong erbaut, verehrt wird aber darüberhinaus auch Ong Bon, jener bei den Vietnamesen willkommene Gott des Glücks und des Reichtums. In der Nähe des Hauptaltars fallen sofort acht Speere auf, welche fächerförmig im Wolkennebel der Räucherstäbchen stehen. Sie symbolisieren die acht Kardinaltugenden.

Saigon Phuoc An Hoi Quan Pagode: Fabelwesen, Drache oder Wächter?Ich könnte jetzt stillschweigend weiterschreiben und die Kardinaltugenden einfach übergehen. Da dies aber wohl kaum befriedigend ist, weder für Sie noch für mich, habe ich dementsprechend etwas recherchiert, bin aber zu keinem wirklich befriedigenden Ergebnis gekommen. Falls mir also die eine oder der andere LeserIn etwas Unterstützung und Hilfestellung leisten können beim Erklärungsversuch über die Kardinaltugenden, ich nehme dankend an. Bis dahin möchte ich einen Erklärungsversuch starten.

Im Konfuzianismus gibt es fünf verankerte Kardinaltugenden. Es handelt sich dabei um gegenseitige Liebe, die Tugend der Rechtschaffenheit, das Streben nach Weisheit, das Gebot der Sittlichkeit und nicht zuletzt um Aufrichtigkeit. Diese fünf Kardinaltugenden wiederum werden noch ergänzt durch die drei sogenannten unumstösslichen Beziehungen der Menschen, die da lauten: Unterordnung des Sohnes unter den Vater, des Volkes unter den Herrscher und der Frau unter den Mann.

Saigon Phuoc An Hoi Quan Pagode: Vogel-Frei?Werte weibliche Leserschaft, bitte schauen Sie nicht mich so zweifelnd an, ich kann auch nichts dafür, ich gebe lediglich das wieder, was ich auf der Suche nach den Kardinaltugenden gefunden habe. Wir sollten deshalb auch nicht vergessen, dass der Konfuzianismus, welcher neben dem Taoismus und Buddhismus ursprünglich die stärkste philosophische Geisteshaltung war, bereits mit Beginn der Han-Dynastie (206 v. Chr.-220 n. Chr.) bis zum Ende des Kaisertums im Jahre 1912 Staatslehre war. Und demzufolge sollte die Geisteshaltung des Konfuzianismus auch immer unter dem Gesichtspunkt des herrschenden Patriarchats, wie es nun einmal über Jahrtausende üblich war, gesehen werden. Wissen Sie was? Machen wir doch aus den acht Kardinaltugenden ganz einfach weniger oder, vielleicht noch besser, jeder nehme sich seine ganz persönlichen Tugenden heraus. Und da ich schon immer ein völlig unverschämter Mensch war, dränge ich mich gleich wieder in den Vordergrund und angle mir die gegenseitige Liebe, dazu hätte ich gerne die Weisheit (warum immer das Unmöglichste?) und da aller guten Dinge drei sind, ach nein, zwei Tugenden genügen für den Anfang, man sollte genügsam sein, auch mit seinen Tugenden.

Wir wandern weiter. Ein letzter Blick zurück, ein leiser Gruß, der Tiger fletscht die Zähne, der gelb gewandete Buddha hinter dichtem Grün lächelt milde zurück und gibt uns hoheitsvoll den Weg frei, während uns ein buntes Fabelwesen mit breitem Maul verabschiedet. Zwei Kraniche versuchen vergeblich, uns zu folgen. Das Gewicht des Porzellans hindert sie, sich dorthin zu erheben, wo sich Vögel frei fühlen.

Auf der Luong Nhu Hoc gehen wir in südlicher Richtung an vielen kleinen Elektroartikel-Geschäften vorbei, der Lärm der Hong Bang Strasse verebbt, es wird wieder beschaulicher in den kleinen engen verwinkelten Gassen. Die kleine Lao Tu Strasse beherbergt die Quan Am-Pagode, nein, sie trennt die Quam Saigon Quan Am-Pagode: AussenansichtAm-Pagode in zwei getrennte Bereiche. Die freundliche helle Fassade leuchtet schon von weitem, satte Rottöne dominieren den Aussenbereich, während die grünen und roten Keramikziegel den Blick des Betrachters auf die reichen Holzschnitzereien und aufwendig gestalteten Keramiken des Daches vorbereiten und hinlenken.

Chinesische Kaufleute errichteten die Quan Am-Pagode 1816 zu Ehren von Quan Am (auch Kwan Yin), der Göttin der Barmherzigkeit. Viele mythologische Gestalten und Gottheiten finden in der Quan Am-Pagode auf den grossen und kleineren Altären ihren Platz. Neben der in strahlendem Weiss dargestellten Quan Am wird Thich Ca gehuldigt, jenem in Indien unter Saigon Quan Am-Pagode: Papier-Lampiondem Namen Siddharta bekannten Buddha. Verschmitzt und glücklich lächelt Di Lac (oder Amida), der Buddha der Zukunft, während der Höllenfürst Thanh Hoang die Gläubigen an ein gottgefälliges Leben ermahnt. Einige der Gläubigen halten Zwiesprache mit Than Tai, dem Gott der Finanzen, während die Himmelsgöttin Thien Hau besonderen Schutz den Seeleuten gewährt.


Rotierende elektrisch betriebene Säulen sind mit unzähligen kleinen Zettelchen behängt, auf denen die Namen der jeweiligen Spender niedergeschrieben sind. Langsam und bedächtig drehen sie sich im Kreise, mit jeder Drehung der Säule werden die Gebete der Spender ein weiteres Mal erhört. In kleinen Öfen zu Seiten der Altäre wird Papiergeld verbrannt, der Rauch zu Ehren der Verstorbenen mischt sich mit dem Duft der vielen Kerzen, mit Duftölen gefüllten Gläser und dem Weihrauchduft, welcher aus allen Ecken und Winkeln strömt.

Saigon Quan Am-Pagode: SiddhartaSaigon Quan Am-Pagode: Göttliches InnenlebenSaigon Quan Am-Pagode: Drachensäule

Vertieft in die facettenreichen geschnitzten Holzpaneele im Eingangsbereich der Quan Am-Pagode, welche das traditionellen chinesischen Leben darstellen, werde ich zart von einer Vietnamesin angestossen, mit einem lautlosen strahlenden Lächeln bittet sie mich um ein Foto.

Saigon Quan Am-Pagode: Drachenrelief auf der Südseite der Quan Am-PagodeSie gibt mir zu verstehen, wo sie fotografiert werden möchte, ich fotografiere, sie löst sich von der Wand, schaut sich mit strahlenden Augen das Foto an, bittet mich um ein weiteres und noch eines und ein weiteres. Ich fotografiere, wir schauen uns gemeinsam das Resultat an, sie gibt mir neue Instruktionen, ich fotografiere, wir schauen uns gemeinsam das Ergebnis an und so weiter und so fort. Wieder werde ich sanft angestossen, freundlich drehe ich mich um, bereit, einer anderen jungen hübschen

Saigon Quan Am-Pagode: Meine neue vietnamesische Freundin

Vietnamesin zu Diensten zu sein. Meine Frau steht vor mir! Richtig, da war ja noch etwas, meine Frau habe ich doch vollkommen vergessen. „Na, eine neue Freundin gefunden?“ Schuldbewusst senke ich meinen Blick, im Gesicht des Höllenfürsten Thanh Hoang meine ich ein hämisches Grinsen zu sehen, während mir Quan Am einen barmherzigen Blick schenkt, mag Saigon Quan Am-Pagode: Relief mit Musikanten auf der Südseite der Quan Am-Pagodesein, dass ich Barmherzigkeit mit Spott verwechsle, doch lassen Sie mir doch diese Illusion.

Im Fahrwasser der allerbesten Ehefrau schwimme ich wieder auf die engen Gassen Saigons zurück. Die Kapitänin voran, heisst das wirklich Kapitänin oder sagt man Frau Kapitän, nun egal, auf alle Fälle, der Fotografen-Leichtmatrose immer dicht hinter ihr. Was läge da näher, als in weiterer Folge die Thien Hau-Pagode zu besuchen. Sie erinnern sich? Thien Hau, Himmelsgöttin, Meeresgöttin und Schutzpatronin der Seeleute.

Saigon Thien Hau-Pagode: AussenansichtHohe Mauern versperren die Sicht auf das Atrium. Der Blick wandert an den rauhen Mauern nach oben, bleibt am Dachfries mit Motiven aus chinesischen Sagen hängen, unzählige handgeschnitzte Holzfiguren in kleinen Gruppierungen bevölkern fiktive handgeschnitzte Städte aus Holz. Zwei Lindwürmer schlängeln sich am höchsten Punkt des Daches, ihre langen gewundenen Körper mit den fein gearbeiteten Schuppen zeichnen sich scharf gegen Saigon Thien Hau-Pagode: Holzfigurengruppe am Dachfriesden blauen Himmel ab. Durch den mit vergoldeten Ornamenten verzierten Eingangsbereich fällt sofort der dichte Rauch des grossen bronzenen Weihrauchkessels auf.

Rote Papierstreifen hängen an den Wänden, sogenannte Gebetsfahnen. Mit jedem Windstoss, der durch den Tempel weht, werden die auf die Fahnen geschriebenen Gebete, Wünsche und Bitten zu Thien Hau getragen. Dicht an dicht hängen Räucherspiralen beim Hauptaltar von der Decke. Die meist weiblichen Gläubigen schreiben auf längliche Zettel ebenfalls ihre Wünsche auf, bringen diese kleinen Papierchen am oberen Ende der Wunschspirale an, worauf sie die Räucherspirale an einer Kerze entzünden. Mit Hilfe einer langen Stange werden sie dann an der Saigon Thien Hau-Pagode: InnenbereichDecke aufgehängt, wo sie sich im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auflösen. Langsam frisst sich die Hitze bis zum Ende der Spirale hinauf, um zu guter Letzt den Zettel mit den Bitten zu erreichen, welcher schließlich und endlich im alles verzehrenden Feuer aufgeht, um das Flehen der Menschen im Rauch zum Himmel hinaufzutragen.Saigon Thien Hau-Pagode: Detail Holzschnitzerei

Die Ruhe des Tempels wird von den drei Statuen der Göttin am Hauptaltar überstrahlt, jener Göttin all derer, welche den vielen Gefahren des Südchinesischen Meeres ausgesetzt waren. Die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Pagode wurde von denjenigen aufgesucht, welche, aus China kommend, das Südchinesische Meer mit Hilfe von Thien Hau sicher durchschifft hatten und dementsprechend der Göttin ihre Danksagung überbringen wollten. Doch überwiegend wird die Frauen-Pagode von einheimischen Frauen aufgesucht. Frauen erbitten göttlichen Beistand von Me Sanh, der Göttin der Fruchtbarkeit und junge Mütter danken Long Mau, der Beschützerin der Mütter und der Neugeborenen.

Apropos neugeboren. Ich weiß, schön langsam werden Ihnen die Füsse schmerzen vor lauter Tempeln und Pagoden. Aber bedenken Sie eines: So oft kommen wir nicht gemeinsam nach Saigon und so billig und preisgünstig schon gar nicht. Aber ich will Sie nun nicht mehr weiter quälen, also beenden wir unseren gemeinsamen Spaziergang in den Gassen Cholons und lassen wir es für heute genug sein.

Saigon: Cholon-Moschee

Ui ui ui, schauen Sie sich das an. Ja, genau direkt rechts an der Nguyen Trai Strasse. Nein, nicht da, weiter rechts, hinter dem Haus da. Man sieht sie kaum von der Strasse, aber glücklicherweise habe ich mich schon vorher schlau gemacht, dass man die Nghia An Hoi Quan-Pagode von der Nguyen Trai nicht direkt sehen kann. Jetzt kommen Sie schon, die eine Pagode schauen wir uns auch noch an, auf die soll´s wirklich nicht mehr drauf ankommen. Danach stärken wir uns dann auf dem Xa Tay-Markt, der liegt direkt neben der Cholon-Moschee, keine Angst, die schauen wir uns nicht auch noch an, ich zeige Ihnen schnell ein Foto, dann können Sie behaupten, auch dort gewesen zu sein.

So, hätten wir dieses nun auch erledigt, aber jetzt wollen wir uns zum Schluss noch die Nghia An Hoi Quan-Pagode ansehen.

Saigon Nghia An Hoi Quan-Pagode: Aussenansicht

Wie wir alle bereits wissen, war Quan Cong ein chinesischer General, welcher zu Zeiten der Drei Reiche (220-280 n. Chr.) lebte und wirkte (zu den Drei Reichen siehe z.B. Chinesische Zeitgeschichte: Die Drei Reiche). Die heroischen Taten des rotgesichtigen Generals Quan Cong ließen ihn desweiteren zum Sinnbild für Recht und Gerechtigkeit werden, in den ihm geweihten Tempeln wurden deshalb auch oftmals Schiedssprüche gefällt. Und, nicht genug der vielen Lobpreisungen, Quan Cong gilt als Patron der Gelehrten und Händler.Doch was wäre ein General zu Pferde Saigon Nghia An Hoi Quan-Pagode: Holzrelief Tigermutter mit zwei Jungenohne seinen treuen Stallknecht. Und wenn wir schon beim Heiligsprechen sind, was wäre ein zum Gott erhobener General ohne das dazu gehörige heilige Pferd. Nun, um die Sache abzukürzen. Der treue Stallknecht des Generals hörte auf den schönen Namen Nghia An. Auf welchen Namen nun das rote Pferd hörte, weiss ich beim besten Willen nicht, vielleicht kann mir hier jemand aus der Bredouille helfen. Ansonsten begnügen wir uns eben mit der Tatsache, dass in der Nghia An Hoi Quan-Pagode die Gläubigen sowohl den General, seinen treuen Stallknecht als auch das rote Pferd verehren.Saigon Nghia An Hoi Quan-Pagode: Räucherspiralen

Der Tempel besticht auch wie viele andere Pagoden wiederum durch die filigranen Holzarbeiten. Betreten wir die von Räucherstäbchen vollkommen vernebelte Haupthalle und wandern zum Hauptaltar, sehen wir die Bildnisse von Quan Cong sowie seiner zwei wichtigsten Berater. Zu seiner Linken können wir den Militärmandarin Chau Xuong erkennen, während der General zu seiner Rechten von Quan Binh, dem wichtigsten Zivilmandarin, flankiert wird. Ong Bon, der Glücksgott darf ebenso wenig fehlen wie wunderbar gearbeitete Holzfriese von Tigern und Drachen.

Saigon Nghia An Hoi Quan-Pagode: Holzstatuen von Nghia An und dem roten heiligen Pferd

Doch das wirklich Interessante der im Jahre 1840 erbauten Nghia An Hoi Quan-Pagode, oder auch Chua Ong (Tempel des Großvaters) genannt, befindet sich direkt neben dem Eingang. Eine riesige Holzstatue in Form des heiligen roten Pferdes sowie von Nghia An sind das wirkliche Ziel der Einheimischen. Um den Segen zu erbitten, werden die beiden Holzstatuen berührt, andere wiederum läuten das kleine Glöckchen am Halfter des Pferdes. Und wenn Sie als Besucher jemanden sehen, der unter dem Pferd durchkriecht, wundern Sie sich nicht. Um auch noch die letzten Reste von Segen zu „erwischen“, bitte dies wortwörtlich zu nehmen, wischen die Gläubigen durch das Hindurchkriechen den Segen sozusagen symbolisch auf.

Saigon Nghia An Hoi Quan-Pagode: Farbig, schön, aber für Langnasen unverständlich

So, meine lieben LeserInnen, wir sind am Ende unserer heutigen Entdeckungsreise durch Ho Chi Minh City oder, um das gebräuchliche Wort Saigon zu verwenden, angekommen. Es gäbe noch vieles zu sagen, es wäre noch einiges hinzuzufügen, ich könnte noch stundenlang weiterschreiben. Aber nicht jetzt, aber nicht mehr heute. Denn auch ich bin von all diesen überbordenden Eindrücken, welchen die verschiedenen Pagoden, Tempel und heiligen Stätten in Cholon dem Betrachter und Besucher bieten, vollkommen erschlagen. Lassen wir es nun also wirklich gut sein und beschliessen wir den Tag mit jenem Ritual, das der allerbesten Ehefrau und mir mittlerweile schon zu einer heiligen Pflicht geworden ist.

Sie wollen wissen, was uns noch heiliger ist als die Pagoden in Cholon? Nun denn, dann wollen wir Ihnen auch diesen Wunsch erfüllen. Aber lautlos, ganz ohne Worte, schließlich versteht man dort sein eigenes Wort sowieso nicht.

Saigon: Hard Rock Cafe

Eines noch zum Abschluss, bevor ich es vergesse. Das war es jetzt erst einmal mit Saigon, d.h. wenn wir uns hoffentlich bald wiederlesen, werden wir uns, sofern Sie, liebe Mitreisende, nichts dagegen haben, für drei Tage ins Mekong-Delta wagen. Da ich mir aber bereits den Wetterbericht für die nächsten Tage angesehen haben, könnte es sein, dass es zumindest einen Tag regnen könnte, wahrscheinlich wird es das sogar. Vergessen Sie dementsprechend nicht, sich vielleicht einen Regenschutz mitzunehmen. Wer keinen hat, auch kein Problem, die Temperaturen bleiben trotzdem angenehm im Süden Vietnams. Also, es heisst bei unserem Trip in das Mekong-Delta wieder einmal früh aufstehen, aber Sie wissen ja bereits: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm!

In diesem Sinne heißt es wieder einmal: Pagoden-Paul grüßt den Rest der wurmstichigen Welt. Fortsetzung folgt!  


Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


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3 Gedanken zu “Saigon: Die Pagoden in Cholon

  • Paul Boegle Beitragsautor

    Nun, liebe Lele, jetzt stellt sich für mich aber die Frage, wogegen sollte ich respektive die Mitreisenden nichts dagegen haben?
    1. Daß Sie die Pagoden Cholons besuchen?
    2. Daß Sie sich ins Mekong-Delta begeben?
    3. Daß wir uns wiederlesen?
    Ich würde mich um eine dementsprechende Antwort von Ihnen freuen. Und ich würde mich natürlich um so mehr im Meer meiner Eitelkeiten baden, wenn Ihnen meine Reiseberichte über den Süden Vietnams gefallen haben. Sie wissen ja: Lob ist das Brot des Künstlers.
    So sende ich liebe Grüsse aus dem frühlingshaften Wien
    Paul