Saigon – oder Ho Chi Minh City ?


15.01.2010 Spaziergang durch Saigon

Vietnam wurde und wird sicherlich noch auf lange Sicht untrennbar mit dem unsäglichen Vietnamkrieg verbunden bleiben. Es soll deshalb auch nicht an dieser Stelle auf den Vietnamkrieg (1960 – 1975) eingegangen werden, da es hierfür bessere und vor allem kompetentere Quellen gibt. Wer sich näher mit dem Vietnam beschäftigt, sei es aus Saigon: Ca phe da, der vietnamesische Eiskaffeegeschichtlichem oder politischem Interesse oder sei es als Vorbereitung einer eigenen Reise in dieses südöstliche Land, wird im vorliegenden Reisebericht und Tagebuch über unsere Reise im Jänner 2010 auch nur wenige Informationen sowohl über den Vietnamkrieg als auch über die französische Kolonialzeit mit Ende des 19. Jahrhunderts vorfinden. Andererseits wird man aber als Reisender vielfach an jene fremden Herren im Vietnam vor Ort erinnert, sei es durch den allgegenwärtigen Ho Chi Minh, sei es durch verschiedene Kriegsschauplätze wie etwa die begehbaren Cu Chi-Tunnelsysteme nordwestlich von Ho Chi Minh Stadt oder das War Remnants Museum (Kriegsmuseum) nahe des Palastes der Wiedervereinigung, welches den Krieg und all seine Schrecken mit vielen authentischen Schwarzweiss-Fotos dokumentiert. Das War Remnants Museum stellt den Vietnamkrieg selbstverständlich aus vietnamesischer Perspektive dar, doch es muß einem Land, welches von Agent Orange noch bis in die heutige Zeit verfolgt wird und die vietnamesischen Nachfolgegenerationen unter dem Einsatz dieses Herbizides bis jetzt noch heimgesucht werden, gestattet werden, die Unmenschlichkeit dieses, nein jeden Krieges an der Zivilbevölkerung, ausländischen Besuchern zu zeigen.

Sämtliche Bilder Copyright © 2010 Paul Bögle

Saigon – oder Ho Chi Minh City? Offiziell wird die Metropole im Süden Vietnams als Ho Chi Minh City bezeichnet, aber der Großteil der Bevölkerung spricht immer noch von Saigon (oder korrekt Sài Gòn), wie die Stadt bis zum April 1975 hieß, wobei Saigon eigentlich nur den ersten District, die ursprüngliche Altstadt rund um die Dong Khoi nahe des Saigon River bezeichnet. Spricht man also von Ho Chi Minh Stadt, ist mehr die Stadt aus Sicht des kommunistischen Staates gemeint, nennt man die Stadt Saigon, sieht man die Stadt möglicherweise mehr unter den Gesichtspunkten der französischen Kolonialherrschaft, deren Baustile und Bauwerke noch überall sichtbar sind. Aber wie das vietnamesische Großstadtkind auch beim Namen genannt wird, egal ob Ho Chi Minh City oder Saigon, die Stadt raubt jedem Besucher förmlich den Atem.

Wieviele Einwohner hat Saigon? Offizielle Zahlen sprechen einmal von vier Millionen Einwohnern, andere wiederum sagen sieben Millionen. Auf meine Fragen diesbezüglich bekam ich allerdings dreimal unabhängig voneinander die Zahl zehn Millionen genannt, die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen, wer will es denn schon so genau nehmen. 

Unternehmen wir doch lieber einen gemeinsamen Spaziergang durch die engen Gassen, begeben wir uns auf Spurensuche und suchen wir nach bekannten, interessanten Saigon: Cong Vien Van Hoa Parkund vielleicht auch weniger bekannten, aber nicht minder schönen Gebäuden, Tempeln, Bauwerken, Pagoden, Märkten und Parks. Und vor allem, schauen wir uns die Menschen an. Es gibt viel zu entdecken. also geben Sie mir Ihre Hand, zumindest noch für die ersten paar Strassenzüge, damit Sie sich an den Verkehr in Saigon gewöhnen können (siehe Saigon – erste Gehversuche). Keine Angst, meine Frau geht dicht hinter Ihnen und passt ebenfalls auf Sie auf.

Wir wollen uns heute einmal das Zentrum Saigons anschauen. Auf der Cao Thang Street schlendern wir gemütlich Richtung Cong Vien Van Hoa Park, jenem dreigeteilten Park, innerhalb dessen Grenzen sich der Reunification Palace oder Reunification Hall, der Palast der Wiedervereinigung befindet. Architektonisch zwischen den berühmt-hässlichen Plattenbauten der ehemaligen DDR und eben dem typisch minimalistischen Baustil der 60er-Jahre angesiedelt bietet das Bauwerk, in welchem sich ab 1975 der Norden und der Süden Vietnams politisch wieder näherten und letztendlich zur Kapitulation Südvietnams führten, intakte Wohnräume, erlesenes Mobiliar sowie ein im Keller befindlicher Bunker nebst Befehlsstand. Aber, ich hoffe, Sie stimmen mir zu, bei solch schönem Wetter lassen wir den Palast Palast sein, setzen wir uns doch lieber hinter Wiedervereinigungspalast auf einen cà phê đá nieder, jenen köstlichen und bei diesem heissen Wetter erfrischenden schwarzen Eiskaffee. Ach, Sie trinken Ihren Eiskaffee mit Milch? Dann müssen Sie natürlich einen cà phê sữa đá bestellen, natürlich können Sie auch auf Englisch bestellen, in Vietnam überhaupt kein Problem.

 

Wunderschön, wie hier in Saigon die Parks zum Verweilen einladen, fernab der hektischen Strassen, schauen Sie sich all die aus den Bäumen gestalteten Tiermotive an. Na gut, ein Foto noch, aber dann bin ich schon auf das Hauptpostamt und Notre Dame gespannt. Mal schauen, ob hier die Franzosen wirklich so detailgetreu gearbeitet haben wie in Paris. So, haben Sie ausgetrunken? Dann will ich zahlen, Sie sind von meiner Frau und mir selbstverständlich eingeladen. Also, ein cà phê đá und zwei cà phê sữa đá, Saigon: Stromnetz oder Telefonkabel? Wer will es schon so genau wissen!macht 42 000 Dong, umgerechnet ca. 1,70 Euro (Stand 01/2010).

So, geben Sie mir noch ein letztes Mal Ihre Hand, denn wir überqueren die sehr breite Nam Ky Khoi Nghia. Wie bitte, Sie wollen sich lieber von meiner Frau an die Hand nehmen lassen? Wie Sie meinen, dann kann ich eben nebenher fotografieren. Auf der anderen Seite gehen wir dann weiter bis zur zweiten Querstrasse und dann bitte rechts. Und passen Sie mir bitte auf, dass Sie vor lauter Schauen nicht irgendwo im Saigoner Strom- und Telefonnetz hängenbleiben. Wir wollen schließlich nicht schuld daran sein, dass irgendwo im weitverzweigten, übersichtlichen und natürlich wohlgeordneten Stromnetz der Stadt plötzlich der Wurm drin ist. Eines muss man allerdings sagen: In Saigon gewinnt der Begriff Kabelsalat wirklich an Bedeutung.

Nach einigen wenigen Minuten befinden wir uns an der Rückseite von Notre Dame oder Nha Tho Duc Ba, wie die grösste in den ehemaligen französischen Kolonien erbaute Kathedrale in Vietnam heisst. Die wie ein Backsteinbau anmutende Basilika, rote Fliesen (Kacheln) sorgen für diese Optik, bietet im Inneren wenig Sehenswertes, feierlich, aber schlicht präsentiert sie sich dem Besucher. Der leider nur am Sonntag geöffnete Glockenturm bietet sicherlich einen herrlichen Ausblick über Saigon, aber leider ist heute eben nicht Sonntag.

Saigon: Notre Dame nach französischem VorbildSaigon: Der Innenraum der Kathedrale Notre Dame

Dann wenden wir uns doch einem der schönsten Bauten Saigons zu, von Notre Dame blicken wir auf das von Gustave Eiffel geplante und erbaute Hauptpostamt. Betreten Saigon: Hauptpostamt Innenansichtwir die Innenhalle, fühlen wir uns irgendwie an einen Bahnhof erinnert. Schmiedeeiserne grüne Säulen mit ebensolchen Halbrundbögen in der Gewölbedecke, die wunderschönen Steinfliesen des Fussbodens und zwei riesige Landkarten links und rechts des Eingangsbereichs mit Ansichten des Landes Vietnam und gegenüberliegend dem alten Stadtbild Saigons, alte Holzbänke und alte Telefonzellen aus Holz, in welche Bankomaten integriert. Und im Hintergrund blickt ein riesengrosses Portrait von Ho Chi Minh ruhig und gelassen auf das geschäftige Treiben, lässt sich dutzende Male von Touristen wie mir fotografieren und schaut sich amüsiert all die Menschen an, welche Geld Saigon: Hauptpostamt, Ausschnitt Landkarte im Eingangsbereich, welche die einstige Verbindung zwischen Saigon (Zentrum, erster District) und Cholon darstellt.wechseln, Postkarten kaufen oder einfach nur auf den Holzbänken sitzen und sich für ein paar Augenblicke ausruhen. So, wenn wir uns dann am Hauptpostamt satt gesehen haben, Saigon bietet leider oder besser gesagt glücklicherweise noch so viele Dinge, dass uns für die nächsten Tage nicht langweilig werden wird.


Dazu möchte ich gleich folgendes anmerken. Wir, damit meine ich natürlich wie immer die beste Ehefrau der Welt und mich, den Ehemann der besten Ehefrau der Welt, hatten insgesamt drei Wochen Zeit, Vietnam zu bereisen, kennenzulernen und uns mit Land und Leuten anzufreunden. Wir haben dabei viele ausländische Menschen aus aller Herren Länder kennengelernt, viele Backpacker (Rucksack-Touristen) natürlich, welche das Land von Norden nach Süden oder umgekehrt in seiner ganzen Länge bereist Saigon: Hauptpostamt mit der vor Notre Dame stehenden Marienstatue (in Rom gefertigt)haben. Geographisch lässt sich Vietnam in etwa mit der Fläche Deutschlands vergleichen, allerdings beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung ca. 1700 Kilometer. Da die Infrastruktur Vietnams noch in den Kinderschuhen steckt, benötigt man dementsprechend viel Zeit, um per Überlandbus oder Eisenbahn die verschiedenen Städte und shenswerten Buchten oder auch Inseln zu besuchen. Eine andere Möglichkeit dazu wäre selbstverständlich die Nutzung des Flugzeugs, Vietnam verfügt mittlerweile über mehrere Flughäfen in allen wichtigen Städten des Landes. Nachteil dabei ist allerdings, dass einem viele interessanten Details des Landes verborgen bleiben, während die Reise mit Bus und Bahn zu einer sehr zeitaufwendigen Angelegenheit wird. Wir haben uns deshalb entschlossen, nur den Süden Vietnams mit der Insel Phu Quoc zu erkunden. Manch einer wird nun denken, so ein langer Flug und dann nur den Süden Vietnams gesehen. Dem muss ich entgegenhalten: Ja, nur den Süden, aber den richtig. Wir bereisen nicht ein Land, um den Daheimgebliebenen mit stolzgeschwellter Brust erzählen zu können, das gesamte Land kennengelernt zu haben, aber eigentlich haben wir vor lauter Fliegen, Fahren und zu vieler Sehenswürdigkeiten eigentlich gar nichts gesehen.

Alleine Saigon bietet dem interessierten Besucher so viel, dass sich alleine daraus schon mühelos eine getrennte Städtereise machen ließe. Ich kann deshalb auch in meinen Saigon: Eine Stadt im AufbruchReiseberichten nur den Süden Vietnams beschreiben und auch diesen kann ich nur in Facetten wiedergeben. Aber wie bereits erwähnt, wir reisen unter dem Motto Eile mit Weile. Aber nun zurück nach Saigon. Und auch hier werde ich noch viele, sehr viele Sätze darauf verschwenden, die Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln zu beschreiben.

Wir gehen nun weiter in Richtung altes Saigon. Das heisst, wir wollen nun auf den Spuren Graham Green´s wandeln, dessen Roman „Der stille Amerikaner“ im Saigon der 50er und 60er Jahre des vorherigen Jahrhunderts zur Zeit des Indochina-Krieges spielt und das Ende Frankreichs als Kolonialmacht einläutet. Auf der von der Kirche Notre Dame beginnenden Strasse Dong Khoi wandeln wir an vielen Designerläden vorbei, die Menschen der Strasse sind im Viertel des ersten Districts auf Touristen „spezialisiert“, d.h. auf der Dong Khoi ist alles teurer als in anderen Teilen der Stadt. Westliches Essen, westliche Marken und westliche Menschen sind hier in geballter Form anzutreffen, die Dong Khoi ist jenen grossen und mondänen Boulevards der französischen Hauptstadt Paris nach empfunden und strapaziert auch dementsprechend die Reisekasse. Shopping-Zentren schiessen rund um die Dong Khoi aus dem Boden, Kunstdrucke sogar mit Klimt-Motiven suchen Käufer, oft bleibt einem der Blick durch hohe Holzzäune Saigon: Stadttheater, ehemalige Operverwehrt, hinter denen neue, moderne Gebäude mit verspiegelten Glasfassaden entstehen. Der alte Kern Saigons wird vollkommen neu umstrukturiert, den Bedürfnissen und Erfordernissen einer aufstrebenden Weltstadt angepasst. Allerdings verliert er dadurch auch mehr und mehr von den Charme, welchen die im alten Kolonialstil erbauten Häuser wie etwa das Continental Hotel oder das Rex Hotel mit seinem luftigen Dachgarten noch ausstrahlen.

Wir kommen am bis heute noch so bezeichneten Opernhaus vorbei, obwohl das 1899 erbaute Gebäude im Kolonialstil heutzutage das Stadttheater beherbergt und 1956 Sitz der südvietnamesischen Nationalversammlung war. Zwei griechisch-römische Göttinnen in Säulenform wachen über dem Eingang, figürliche und ornamentale Motive verzieren den Dachfries, die cremefarbene Farbe der Fassade leuchtet neben dem hohen Turm des Caravelle Hotels, welche zu Zeiten des Vietnamkrieges von Diplomaten und Journalisten belagert wurde.

Saigon: Rathaus bei NachtBevor wir nun geradeaus weiter zum Saigon River kommen, biegen wir nach rechts ab und stehen nach wenigen Schritten, vorbei an unzähligen weiteren kleinen Läden und Strassenverkäufern vor dem Rex Hotel. Sofort fällt uns ein prächtiges Bauwerk nach Art des europäischen Zuckerbäckerstils auf. Wir stehen vor dem Rathaus der Stadt, hochoffiziell „Sitz des Volkskomitees“ genannt. Der Platz vor dem Rathaus wird wieder einmal von einer Statue Ho Chi Minh´s beherrscht, ein kleines Mädchen auf dem Arm. Das Rathaus selbst ist für Besucher unzugänglich, aber er Platz davor mit seinen Steinbänken und den vielen kunstvoll geschnittenen Bäumen lädt zu einer kurzen Rast ein, während vor dem Rex Hotel die Taxis kommen und gehen und Besucher abladen und Saigon: Ho Chi Minh, immer und überall, dieses Mal vor dem Rathauswartende Gäste aufnehmen.

 

Und wenn wir schon einmal da sind, warum nicht gleich den berühmten Dachgarten des Rex Hotels besuchen? Also, neugierige Touristen wie wir eben sind, den Fotoapparat lässig über der Schulter, betreten wir den Eingangsbereich des bekannten Hotels. Ja, nicht schlecht, keine Frage. Überhaupt die angeschriebenen Preise für ein Hotelzimmer. Ich glaube, ich hatte etwas von 320 Euro für ein Doppelzimmer gelesen, nun gut, unser Hotel für 30 US-Dollar ist auch nicht schlecht. Wir fahren in den fünften Stock und Saigon: Dachterrasse Rex Hoteldort bietet sich eine atemberaubende Sicht über Saigon. Wir sitzen an einem kleinen Tischchen und blicken hinunter auf das Treiben, eine eisgekühlte Kokosnussmilch vor uns, den obligatorischen cà phê đá selbstverständlich ebenfalls und fühlen uns wie reiche Menschen. Bitte, liebe Leser, gönnen Sie uns diese Augenblicke, schließlich kommen wir nicht jeden Tag in solch einen dekadenten Genuss. Natürlich hat diese Dekadenz ihren Preis, umgerechnet so um die 12 Euro für zwei Eiskaffee und eine Kokosnussmilch, aber alleine die herrliche Aussicht lohnt diese Investition.

So, liebe Leser, der Vormittag ist wie im Fluge vergangen und so schliesse ich wieder einmal einen Reisebericht über Vietnam, in diesem Fall speziell Saigon. Wenn Sie neugierig auf mehr sind, es geht in den nächsten Tagen weiter. Bis dahin grüsst Sie der kleine Freizeit-Vietnamese Paul Bögle.

Fortsetzung folgt.  



Über Paul Boegle

Bio Natur - Der Weblog, warum dieser Blog und warum gerade ich ? Ich gehöre mittlerweile einer Generation an, welche einerseits noch ohne Internet ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, andererseits aber auch durch berufliche Notwendigkeit, das Interesse am Medium Internet und nicht zuletzt durch die Kinder aktiv das www nutze. Ist das nun gut oder schlecht ? Wie so vieles im Leben ist auch das Internet ein zweischneidiges Schwert. Ich denke oft mit Wehmut an eben diese lang zurückliegende Zeit, als Kinder noch mit Fußballspielen oder Indianer und Cowboy ihre Freizeit verbrachten. Viele meiner Generation halten diese Art von Freizeitbeschäftigung als wesentlich sinnvoller, da sie für die Förderung sozialer Kontakte als auch für die Gesundheit, man denke nur an Übergewicht oder die zunehmende Isolation der heutigen Jugend, doch wesentlich förderlicher sind als der tagtägliche Gebrauch des Mediums Internet. Andererseits sehe ich aber auch die Notwendigkeit, daß viele Themen wie eben auch das Gebiet Bio und Natur eine wesentlich größere Resonanz und Verbreitung durch die globale Verlinkung erfahren. Informationen können per Klick abgerufen und Wissenswertes kann von zuhause aus recherchiert werden. Ein weiterer Vorteil für jeden Webmaster ist dementsprechend auch die Möglichkeit, eigene Webseitenprojekte, in diesem Fall http://www.bio-natur.at, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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