Bio Natur - Der Weblog

31.12.2009

365 Tage des Jahres 2009

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 12:30

Es wurde alles gesagt, es wurde alles geschrieben, das Jahr 2009 liegt hinter uns, bevor 2010 noch begonnen hat. Doch morgen schon werden sich viele Menschen Gedanken darüber machen, was denn 2010 wohl so alles bringen wird.

Werden sich die vielen Neujahrs-Glückwünsche bewahrheiten, welche uns von Verwandten, Bekannten, Freunden und auch wildfremden Menschen ehrerbietig oder auch mehr oder weniger achtlos im berauschten und freudetrunkenen Zustand der Silvesternacht des Wechsels von 2009 zu 2010 an den Kopf geworfen wurden. Wird “Prosit Neujahr” zu einem Jahr voller Kopfschmerzen oder macht es unseren Kopf frei ?

Wird der “gute Rutsch” zu einer nicht endenwollenden Schlitterpartie im Jahr 2010 oder rutschen wir geradewegs ungebremst auf das Glück zu, welches uns mit weit ausgebreiteten und offenen Armen sein “Herzlich willkommen”-Schild entgegenhält. Wird das kleine Gummi-Hufeisen, welches wir für 3,50 Euro geschenkt bekamen, zum Bumerang oder erweist es sich als wirkliches Glückssymbol ? Läßt sich die kleine rosafarbene Glückssau so manipulieren, daß sie nicht zur wildgewordenen und verwünschenswerten Bestie wird ? Was hat es mit dem vierblätrigen Kleeblatt auf sich, welches wir nun tagein, tagaus mit uns herumtragen ? Ist es bereits verwelkt, noch bevor es seine Kräfte auf uns übertragen konnte oder wird es zu einer grünen Schlingpflanze, die uns 24 Stunden lang die nächsten 365 Tage des neuen Jahres 2010 mit seinen Glückshormonen förmlich erdrückt ? Müssen wir im nächsten Jahr schwarz sehen, wenn uns der Rauchfangkehrer wieder einmal die Vorfahrt nimmt oder soll dies bedeuten, daß wir uns nun selbst auf der Überholspur befinden ?    

Werden sich unsere hochgesteckten Ziele, die wir uns angesichts eines Neubeginns selbst auferlegt haben, erfüllen ? Werden sich unsere Erwartungshaltungen, die wir an uns selbst und an andere im Zuge eines immer wiederkehrenden Neuanfangs gestellt haben, auch im neuen Jahr von der Prophezeiung zur Erfüllung wandeln ? Was, wenn im Jahreshoroskop steht: “Sie werden 2010 gute Geldgeschäfte machen:” Wie lange müssen wir wohl warten, bis sich unser Bankkonto endlich erholt hat ? Was, wenn uns die Wahrsagerin ums Eck, der Seher mit der Kristallkugel leise zuraunt: “Sie werden im Jahr 2010 die Traumfrau/den Traummann ihres Lebens kennenlernen.” Wann wäre der Zeitpunkt richtig, die Hochzeitstafel zu bestellen und auf dem Standesamt einen Termin zu vereinbaren ?

Ist es also legitim, wenn wir von fremden Menschen gegebene Versprechen einfordern, wenn wir darauf pochen, daß sich an uns gerichtete Glückwünsche auch zu erfüllen haben ? Wieviele Tarotkarten sind notwendig, bis sich unser herbeigesehntes Schicksal zu unser aller Zufriedenheit erfüllt ? Wie hoch muß die Zahl an neuzeitlichen Nostradamusen sein, bevor wir uns endlich zufrieden grunzend mit unserem kleinen Glücksschwein im Arm zurücklehnen können, um uns wohlgefällig im Spiegel unserer eigenen Eitelkeiten betrachten zu können ? Oder ist jener Spiegel bereits zerbrochen, lange bevor er uns mit unserem eigenen Ebenbild zulächeln konnte ? Dürfen wir ihm dann die Schuld für weitere sieben, oder vielleicht gar 70 Jahre Pech, zuschieben ?

Fragen über Fragen ! Und wissen Sie was: Ich kann nicht eine einzige davon beantworten. Aber was ich rückblickend sagen kann ist die Tatsache, daß 2009 ein glückliches und wundervolles Jahr war. Ich durfte ein weiteres Jahr mit meiner wunderbaren Familie auf dieser Erde verbringen. Wir hatten ein Dach über dem Kopf, wir hatten immer genug zu essen und wir wurden von Krankheiten und Todesfällen verschont.

Milliarden von Menschen in allen Erdteilen dieses Planeten werden 2010 dieselben Fragen stellen, die sie schon 2009 und viele weitere Jahre vor 2009 gestellt haben. “Wo bekomme ich ein Stück Brot für meine Familie und für mich her ?” ”Was, wenn der Brunnen 10 Kilometer von unserem Dorf entfernt kein Trinkwasser mehr hergibt ?” “Wohin sollen wir flüchten, wenn der Bürgerkrieg seine Krallen nach uns ausstreckt ?”

Fragen über Fragen. Und wissen Sie was: Die Beantwortung fällt mir noch schwerer. In diesem Sinne wünsche ich weder Ihnen noch meiner Familie und mir ein glückliches, neues Jahr, denn wir alle sind vom Glück bereits mehr als verfolgt. Ich wünsche anderen ein kleines Glücksschwein, damit sie sich endlich einmal satt essen können. Ich wünsche anderen ein Glücks-Hufeisen, damit sie damit ihre Pferde beschlagen können, um ihre Felder zu bearbeiten. Ich wünsche anderen ein Glücks-Kleeblatt, damit sie damit Samen für die bearbeiteten Felder gewinnen können. Und ich wünsche anderen einen schwarzen oder weißen Rauchfangkehrer, der ihnen einen neuen Brunnen nahe bei ihrem Dorf schlägt.

      

        

29.12.2009

Antichrist-Kind oder Anti-Christkind ?

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 00:37

Ich kann es einfach nicht lassen ! Wir schreiben den 28. Dezember 2009 und ich echauffiere mich immer noch über das bereits zu den Akten gelegte Weihnachtsfest. Sie werden berechtigerweise klagen:

“Lieber Herr Bögle, jetzt ist nicht mehr die Zeit, sich über Weihnachten aufzuregen ! Wir haben im Moment überhaupt keine Zeit und schon gar nicht den Kopf, um uns mit Ihnen über längst Vergangenes aufzuregen. Wir müssen noch vor Silvester alle Geschenke umtauschen. Grausam, mit was uns die Schwiegermutter heuer wieder beschenkt hat. Und dieses Hemd von der Oma ! Wenn etwas diesen schlechten Geschmack noch übertrifft, dann wohl nur noch die schlechte Qualität. Und außerdem war es ganz gut, dem lieben Bruder nur die Hälfte von den gekauften Gutscheinen zu geben. Ich hab doch gleich gewusst, daß er uns dieses Jahr viel weniger schenken wird als die vier Jahre vorher. Es ist schon ganz gut, daß wir die Weihnachts-Buchführung so penibel führen seit dem Reinfall damals, als wir nicht mehr wussten, ob wir vom Nachbarn eine oder drei Flaschen Wein geschenkt bekamen. Was waren wir naiv damals, aber so etwas darf und wird nie mehr passieren. So, Herr Bögle, jetzt habe ich mich aber wieder mit Ihnen verplaudert, wenn ich nicht vor 7.30 Uhr in der Tiefgarage bin, kriege ich keinen Parkplatz mehr.  Also tschüss mit ü !”

Nun gut, widme ich mich halt wieder meinen tiefgreifenden Studien, wenn sich keiner mit mir über Weihnachten aufregen will. Sie wissen sicherlich, ich bin ein Bewunderer der griechischen Philosophen, natürlich nicht nur der griechischen Philosophie, wie Sie spätestens seit Karl, der kühne Käfer wissen, diese Frühhumanisten der Frührenaissance verdienen selbstverständlich ebenfalls meine ganze Bewunderung. Und erst Nietzsche oder Sartre, also mit denen sympathisiere ich klammheimlich, seit mir mein Alter ego erzählt hat: ”Gott ist tot ! Willkommen Homo superior!” Aber über die griechische Antike lasse ich gar nichts kommen, da fährt die Eisenbahn drüber. Alleine schon die ganzen Tragödien, Sagen, Mythen und auch Komödien. Ja, es gab sie wirklich, die griechische Komödie, alle Welt redet immer nur von der griechischen Tragödie, aber keiner kennt Kratinos, welcher sich hauptsächlich auf Perikles eingeschossen hatte. Und dann den wohl noch berühmteren Aristophanes und sein wohl bekanntestes Stück “Die Wolken.” Alleine der Satz “Geh, henk dich! So gewöhnst du dich ans Schweben.“, den Pheidippides in der dritten Szene dem aus der Türe tretenden Sokrates an den Kopf wirft, macht alleine schon die Komödie lesenswert.

Weniger bekannt ist auch der griechische Grammatiker Lykophron von Chalkis (320-250 v. Chr.), welcher zu Zeiten des ägyptischen Herrschers Ptolemaios II. (308-246 v. Chr.) in dessen Bibliothek in Alexandria für die Erfassung und Ordnung der Komödien zuständig war. Und da es nun einmal in der Natur der Sache, besser gesagt in der Natur des Menschen liegt, seinem Herrn und Gebieter zu schmeicheln, um dessen Gunst und womöglich auch Geld zu erlangen, wird auch Lykophron von solchen Gedanken beseelt gewesen sein. Sicherlich saß er eines schönen Nachmittages vor seinen Schriftrollen und machte sich so seine Gedanken, wie sich wohl die Zuwendung von Ptolemaios noch erhöhen ließe. “Ptolemaios, mh, was könnte ich daraus machen ?”, so dachte er vielleicht, während er die langsam schwebenden Staubteilchen in den Fensteröffnungen beobachtete, die von den Strahlen der hoch am Firmament stehenden Nachmittagssonne messerscharf durchschnitten wurden.

Gedankenverloren nahm er eine Gänsefeder, welche nachträglich mit Quarzsand gehärtet wurde, und schrieb “Ptolemaios”, dann schrieb er “Maios ptole”, “melio aptos”, er drehte und wendete die in “Ptolemaios” enthaltenen Buchstaben, immer wieder schrieb er neue Kombinationen auf, bis er schließlich auf “apo melitos” kam. “Apo melitos” las er. “Das ist es, apo melitos (deutsch für “wie Honig“), das ist in Ptolemaios enthalten. Ptolemaios apo melitos, mein Herrscher Ptolemaios ist wie Honig. Was bin ich doch für ein Schelm”, so lobte sich Lykophron ob dieser lyrischen Heldentat vielleicht insgeheim. Mag sein, daß er sogar “Heureka“ ausgerufen hat, so wie damals Archimedes, als dieser splitterfasernackt durch die Strassen von Syrakus gerannt ist, nachdem er in der Badewanne das nach ihm benannte Archimedische Prinzip entdeckt hatte.

Heureka. Ich hab´s (gefunden). Was hatte denn Lykophron gefunden ? Das erste Anagramm natürlich, zumindest verwendete er es zum ersten Mal in seinen Schriften, wenn gleich Anagramme wohl schon in religiösen Geheimschriften des alten Orients ihre Verwendung fanden.

Nehmen Sie die drei Buchstaben A, S und U. Würfeln Sie alle Buchstaben durcheinander, bilden Sie neue Kombinationen, neue Wörter. Aus A, S und U lassen sich die Permutationen SAU - ASU - UAS - USA - AUS - SUA bilden. Streichen wir nun die sinnlosen Kombinationen weg, bleiben immer noch USA, AUS und SAU, also drei sinnvolle, neue Wortkombinationen, die sogenannte Neologismen.

Ich sehe schon, die ersten meiner Leser sind bereits wieder einmal eingeschlafen. Na gut, lassen wir das mit den Neologismen, Permutationen, Kombinationen, der griechischen Komödie und nackten Männern, die laut schreiend durch eine an der heutigen Ostküste Siziliens gelegene Stadt rennen. Wie schon desöfteren, wenn ich über viele Umwege langsam zum Ende eines Artikels komme, fragen Sie sich, ich mich übrigens auch, was hat dies alles mit der gewählten Überschrift zu tun ?

Moment, jetzt muß ich selbst erst einmal nach oben scrollen, ich weiß schon gar nicht mehr, wie die Überschrift lautete. Aha, da haben wir es ja: Antichrist-Kind oder Anti-Christkind ? Da fällt mir so im ersten Moment erst mal gar nichts dazu ein. Was könnte ich wohl daraus machen, um nicht völlig mein Gesicht vor Ihnen zu verlieren ? O.k., wissen Sie was. Da ich zuletzt über die Anagramme geschrieben habe, mache ich aus der Not eine Tugend.

Sie kennen doch das amerikanische Pendant zum in unseren Breitengraden vorherrschenden beliebten und ach so lieblichen Christkind, den jenseits des großen (Erdöl)Teichs noch viel beliebteren Santa Claus. Santa Claus, der heilige Nikolaus, Schutzpatron aller Einkaufszentren, Shoppingmeilen, Fußgängerzonen, Duty-free-Läden und ich glaube sogar Geldautomaten und Kreditkartenbesitzer. Nehmen wir also das Wort SANTA und fangen an, Permutationen zu bilden. Rein rechnerisch wäre es uns möglich, insgesamt 1 x 2 x 3 x 4 x 5 = 120 mehr oder weniger sinnvolle Wörter zu bilden. Aber um das Ganze abzukürzen, beschränken wir uns auf einen einzigen Neologismus, aus SANTA machen wir SATAN. Endlich, dank meiner gütigen Mithilfe fällt es Ihnen wie Schuppen von den Augen, erkennen Sie nun endlich die wahre Bedeutung dieses übergewichtigen, unrasierten und andauernd in einem roten Mantel steckenden Ausbrechers aus dem gegenüberliegenden Pensionistenheim. SANTA Claus ist in Wahrheit der Leibhaftige, SANTA heißt in Wahrheit SATAN, der Teufel steckt hier quasi im Detail. Selbst ich muß zugeben, zwar im detailgetreuen roten Kostüm, aber ich bin ihm auf die Schliche gekommen. Und wer gut schleicht, kommt bestens vorwärts.

Und was bietet sich da besser an als eine kleine Erpressung. Wer so wie ich mit Anagrammen umgehen kann und den letzten Geheimnissen der Menschheit auf die Spur gekommen ist, sollte auch entsprechend dafür belohnt werden. Ich erpresse seit schöner Regelmäßigkeit den lieben SANTA SATAN. Jeder Jahr, wie es der Zufall will, so um die Weihnachtszeit, besuche ich ein Kaufhaus nach dem anderen, stelle mich breitbeinig vor die Hilfsteufel in Rot hin, links und rechts je zwei freundliche Herren mit schwarzen Sonnenbrillen und richtig coolen Gesichtsausdrücken, die sich gerade mit neuen Baseball-Schlägern gemeinsam und vor allem gegenseitig beschenkt haben und was soll ich Ihnen sagen. Weihnachten ist das Fest der Liebe. Geschenke, wohin ich schaue und vor allem alle für mich, abzüglich der 60 Prozent Provision für die freundlichen Herren mit den schwarzen Sonnenbrillen in ihren mittlerweile extra-coolen Gesichtern mit diesen wunderbaren Baseball-Schlägern, alle “Made in Über dem großen (Erdöl)Teich.”

SATAN Claus, ich liebe Dich ! Du bist der wahre Held meiner Weihnachtsgeschichte, Du bist herabgestiegen vom Geschenke-Olymp, von jenem riesigen Geschenkeberg, welcher jedes Jahr pünktlich und mit Brachialgewalt über uns zusammenbricht. SATAN Claus, Du bist wie jedes Jahr kurz nach Ostern (was sein muß, muß sein) heraufgestiegen aus der ewigen Verdammnis der brennend heißen Höllenfeuer Kaufrausch und Konsumwahn. SATAN Claus, millionenfach erschallt Dein Lied “Oh süßer die Kasse muß klingeln.”

Liebe Kinder, das wahre Geheimnis um den Weihnachtsmann ist gelüftet. Es tut mir leid, Euch alle zukünftigen Weihnachtsfeste zu versauen, aber wie schon gesagt: Was sein muß, muß sein ! Das wirkliche Antichrist-Kind, sagen Sie ruhig auch Anti-Christkind, je nachdem wie Ihnen beliebt, es spielt jetzt schon keine Rolle mehr, schon lange nicht mehr, ist weder das Christkind oder SANTA Claus, sondern einzig und allein SATAN Claus, der ungekrönte Herrscher über jedes Weihnachtsfest.

So, liebe Kinder, der 28. Dezember 2009 neigt sich langsam dem Ende zu. Und damit schließe ich auch für heuer endgültig meine Tiraden auf Weihnachten ab. Aber eines kann ich Euch jetzt schon versprechen. 2010 wird kommen, und auch 2010 wird ab Mitte November wieder vom Weihnachtgeschäft bestimmt sein. Und dann warten wir schon alle sehnsüchtig auf SATAN Claus, jenen Wer-schenkt-wem-was-Teufel in uns allen. Und ich warte besonders sehnsüchtig auf ihn und all seine lieben Helfer.

Und bis dahin beschäftige ich mich ganz unverbindlich und unverfänglich mit dem OSTERHASEN. Mal sehen, was für Permutationen entstehen, wenn ich das Konsum-Karnickel so richtig aufmische. Die vier Buchstaben HASS stechen mir geradezu ins Auge und aus dem Rest OTEREN werde ich auch noch was zaubern.

27.12.2009

Weihnachtsfrieden ? - Alles muß raus !

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 21:56

So, liebliches Christkind und lieber Weihnachtsmann, Eure Zeit ist wieder einmal vorbei. Schluß mit lustig, all die schönen und hoffentlich auch teuren Weihnachtsgeschenke sind ausgepackt, also packt Eure Siebensachen, nehmt Rudi, das Rentier an die Leine und dann ab mit Euch zum eisfreien Nordpol. Ihr habt uns nun lange genug mit “Kling Glöckchen, weiß Röckchen”, Söckchen und was weiß ich mit welchen diminutiven porentief reinweißen Kleidungsstücken genervt, je nach verwendetem Weichspüler und verwendetem Waschmittel.

Ihr habt uns über Wochen an allen Ecken und Enden der Kaufhäuser belagert, habt uns mit goldgelocktem Haar leise wispernd, aber unüberhörbar fordend ins Ohr “Kauf mich !” geflüstert, seid uns als Exhibitionist mit rotem offenen Mantel und angeklebtem weißen, falschen Vollbart in unseren Tagträumen mit Eurem “Ho ho ho” erschienen, wild entschlossen, unsere Gelüste zu befriedigen. Ihr habt Euch mit Eurer roten Nase und Eurem Rentiergeweih unters Punschvolk gemischt, habt Euch mit unseren roten Nasen solidarisch gezeigt, ein Glühwein geht noch, heute sind die Kontrollen sowieso wo anders. Ihr habt wieder einmal kontinuierlich Kinderaugen zum Weinen gebracht, Rotz und Wasser haben die Kleinen geheult, weil der Nachbarsbub einen viel größeren Ferrari für Vierjährige bekommen wird. Woher der Verrotzte und Verheulte das weiß ? Ganz einfach, die Nachbarsmama vom Nachbarsbuben hat es erzählt, und der wiederum hast Du es erzählt, Du liebliches und allwissendes Christkind.

Haut Euch jetzt bitte über die Häuser, setzt Euch bitte gemeinsam auf Euren großen allradbetriebenen 357 PS starken Schlitten mit dem Kennzeichen “WF - 0815″, WF steht für Weihnachtsfriede, das 0815 habe ich natürlich unwillkürlich gewählt und macht Platz für den nächsten Konsum-Kriegsveteranen namens Osterhase. Und laßt Euch zum Abschluß trotzdem noch eines sagen: Vielen, lieben und vor allem herzlichen Dank für all die wunderbaren Geschenke, welche Ihr uns 2009 beschert habt.

Danke für ca. 8 000 Tonnen produzierten Atommüll. Wunderbarer radioaktiv verseuchter Strahlenmüll aus Atomkraftwerken, hergestellt mittels jener wundervollen Technik mit dem sonoren Namen Kernspaltung. Aber laßt Euch Zeit mit Eurem nächsten Weihnachtsbesuch, kommt in 24 000 Jahren wieder, schaut dann gemählich vorbei, wenn sich das 2009 angefallenen Plutonium-239 zumindest halbiert hat. Dann laßt Euch wiederum 24 000 Jahre Zeit, keine Eile, liebliches strahlendes Christkind und lieber atombetriebener Weihnachtsmann, das Plutonium-239 wird Euch nicht davonlaufen, es wird sich wiederum nur halbieren. Kommt doch der Einfachheit halber in ein paar hundertausend Jahren wieder, Ihr werdet noch genug Plutonium-239 für Atombomben vorfinden. Vorausgesetzt, wir Menschen können noch so lange auf Eure zukünftigen Geschenke warten, aber vielleicht, wenn es uns ganz langweilig ist, basteln wir in der Zwischenzeit selbst einen kleinen Atombomben-Weihnachtskranz, schmücken ihn mit anderen hochradioaktiven Abfällen wie Jod-129, Technetium-99, Zirconium-93, Niob-94, Uran-233, Cäsium-135, und insbesondere Neptunium-237 und dann, ja dann zünden wir ihn an. Die Vereinigung IPPNW (Abkürzung für International Physicians for the Prevention of Nuclear War, in Deutschland: IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) schreibt zwar von Das Atommüll-Problem ist ungelöst, aber wir werden das schon schaffen, da bin ich höchst zuversichtlich. Wie sagt der (gut)gläubige Teil in mir: Mit Gottes Hilfe werden wir es schon schaffen ! Aber ohne Gott sei Dank schaffen wir es viel schneller. Und vor allem gründlicher. Ja, eine gesunde Portion Atheismus bringt einem ungeahnte Vorteile. 

Und wenn wir schon artig Danke sagen, liebliches Magnum-Christkind und lieber vollgefressener Weihnachtsmann, möchten wir uns im Namen aller Kriegstoten, Vertriebenen, Flüchtlinge, Kinder und der daraus resultierenden Hungertoten für mehr als 360 weltweite Krisen im Jahr 2009 bedanken. Aber was war denn wirklich los mit Euch beiden ? Eigentlich dürften wir uns gemeinsam bei Euch nur halbherzig bedanken, seid Ihr vielleicht 2009 schon kriegsmüde geworden ? Von den ganzen Konflikten, Krisenherden und Auseinandersetzungen 2009 stufte das Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung e.V. (HIIK) nur 31, sagen wir einfach höflich ausgedrückt Unstimmigkeiten unter intelligenten Lebewesen, als schwere Konflikte und gar nur sieben dieser, sagen wir doch dieses Mal Indifferenzen unter Nachfolgern des Neandertalers, als sprichwörtliche Kriege ein (2009 – Weniger Kriege, Krisen und Konflikte). Was soll das ? Könnt Ihr nicht mehr oder wollt Ihr nicht mehr ? Müssen wir nun doch wieder auf die verschiedenen Götter, Gottheiten und himmlischen Wesen zurückgreifen, damit Glaubenskriege wieder überlebenswert werden und Religionskriege wieder einen tieferen Sinn bekommen. Muß ich mich nun doch von meinem bequemen Atheismus abwenden, hin zum totalitären Monotheismus oder gar zur undurchschaubaren Vielgötter-Anbeterei, um zu erfahren, daß Kriege nur im Namen des Herrn und der vielen anderen Damen und Herren sinnvolle Kriege sind.   

Liebliches kettenfahrzeugbetriebenes Christkind, lieber flugzeugträgerschwimmender Weihnachtsmann, so kann es nicht weitergehen ! Ich habe diese Statistik mit dem Konfliktbarometer 2008 verglichen. Und was soll ich sagen ? Ich bin maßlos enttäuscht ! Die Kriege sind im Vergleich zum Vorjahr von neun auf sieben geschrumpft (Quelle: HIIK Diagramm Konfliktbarometer 2008 Seite 3). Muß das denn wirklich sein ? Können wir uns nicht einmal mehr auf unser eigenes Gewaltpotential verlassen ? Deshalb jetzt zum Nachlesen für alle Diktatoren, Kriegsherren, Potentaten, Gewaltverherrlicher und vor allem für die Waffenproduzenten und Waffenlieferanten, welche leider auf ihren ganzen Weihnachtsgeschenken sitzen geblieben sind:

Konflikte sind per definitionem Interessensgegensätze (Positionsdifferenzen) um nationale Werte von einiger Dauer und Reichweite zwischen mindestens zwei Parteien (organisierte Gruppen, Staaten, Staatengruppen, Staatenorganisationen), die entschlossen sind, sie zu ihren Gunsten zu entscheiden. (Quelle: HIIK Konfliktbarometer 2008 Seite 2)

Weihnachtsfriede ? Nein danke, alles muß raus ! Heißen wir den nuklearwaffenhoppelnden Osterhasen herzlich willkommen. Der kleine Knabe im lockigen Haar heult schon wieder Rotz und Wasser. Der Nachbarsbub bekommt zu Ostern einen neuen Kernreaktor für Fünfjährige. Woher der Verrotzte und Verheulte das weiß ? Ganz einfach, die Nachbarsmama vom Nachbarsbuben hat es erzählt, und der wiederum hast Du es erzählt, Du allmächtiger und allwissender Osterhase.

Greenwashing - Nichts als heiße Luft

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 02:09

Greenwashing oder auch Greenwash. Aha, dachte ich so bei mir, sicherlich eine neue umweltschonende Art, sein Auto zu waschen. Sozusagen car washing, nur eben für Ökofreaks. Wahrscheinlich fährst du vorne mit dem Auto in eine Waschstrasse und hinten kommst du zu Fuß wieder heraus. Super Sache, könnte ich selbst einmal ausprobieren, natürlich probehalber mit dem Auto meines Nachbarn, so dachte ich halt. Aber als naturgemäß mißtrauischer Mensch kamen mir sogleich auch andere Dinge in den Sinn. Was, wenn es sich bei Greenwashing gar nicht um eine umweltfreundliche Autowaschanlage handelt ? Was, wenn Greenwashing vielleicht meine Haare grün färbt, sozusagen hair washing im grünen Bereich, also Haarewaschen mit Intensiv-Grünstich inklusive ? Nicht, daß ich nun Angst um meine Lockenpracht hätte, schauen Sie selbst, bei mir können die Kopfläuse Eishockey spielen, Schlitten fahren und Eisstockschießen, geradezu haarsträubend, meine polierte Platte.

Oder vielleicht ist Greenwashing nur ein Synonym für Geldwäsche ? Was, wenn grün für die grünen Dollarscheine oder die noch grüneren Euro-100er steht. Oioioioi, welch eine Vorstellung, daß ich durch Greenwashing in die Illegalität abrutsche, in einen Strudel aus mafiösen Methoden gerate, im Sumpf verbrecherischer Machenschaften versinke ? Nicht auszudenken, daß Greenwashing ein Verbrechen sein könnte und ich mitten drin, mitsamt meiner polierten Glatze und all meinen Schlittschuh fahrenden Kopfläusen.

Da heißt es also erst einmal vorsichtig sein und ein bisschen Recherche betreiben. Und was soll ich sagen, ich kann all meine Leser beruhigen, Greenwashing ist etwas vollkommen Legales, ganz und gar Harmloses und völlig Legitimes. Findige (und hoffentlich nicht unterbezahlte) Werbestrategen bemühen sich mittels geeigneter Werbemaßnahmen, PR-Methoden und gezielter Marketingkampagnen, ihren Arbeitgeber in ein wohlig warmes grünes Licht zu tauchen. Greenwashing oder Greenwash heißt, sein Unternehmen der Öffentlichkeit und selbstredend dem Konsumenten als rechtschaffenes zum Wohle der Umwelt bemühtes Unternehmen darzustellen. Ein kleiner Skandal hier, ein etwas größeres Umweltvergehen da oder eine nicht zu verdeckende Umweltkatastrophe dort, mit Greenwashing bekommen Sie Ihre Organisation wieder reingewaschen, also grün gewaschen.

Wer sein umweltschädliches Produkt ins rechte, sprich grüne Licht stellen möchte, einfach ein umweltfreundliches Merkmal ordentlich promoten und all die anderen 37 negativen Faktoren treten dezent in den Hintergrund. Wenn der Werbe-Märchenonkel erzählt, das Konsumgut ist nicht eckig wie das der Konkurrenz, sondern rund, hat das zwar nichts mit den enthaltenen Schadstoffen zu tun, aber immerhin ist es windschnittiger. Und wenn die gute Fee in der Werbeunterbrechung im Hauptprogramm erzählt, das neue Wundermittel ist umweltfreundlicher, weil es eine grüne Farbe hat, einfach glauben, niemals nachfragen, das Fernsehen kann nicht lügen. Sie hören im Radio, daß X aufgrund der Sublimation mithilfe der Extraktion des Botenstoffes Wt23Alpha eine Interpolation der zugrundeliegenden Kohlenstoffverkettungen unter optimalen Temperaturbedingungen zu konstant unbedenklicher Verkleisterung führt, recht so. Je mehr Fremdwörter, desto größer die Verwirrung und um so besser muß ja wohl dieser Weichspüler sein.

Nur einmal angenommen, Sie, ja genau Sie sind Unternehmer. Würde mich zwar wundern, aber wenn sich schon kein echter Unternehmer, Firmeninhaber oder Vorstand einer Aktiengesellschaft auf meinen Blog verirrt, muß ich eben Sie zum Unternehmer machen, tut mir zwar leid, aber was sein muß, muß einfach sein. Nun gut, Sie sind also gerade zum Wohle der Umwelt in Ihrem Elektroauto unterwegs, die Batterien sind voll aufgeladen mit Strom aus der Ökosteckdose und Ihr Chauffeur trägt feinen Zwirn aus garantiert biologischem Anbau. Sie sitzen also rundum zufrieden auf der lederbezogenen Rückbank, natürlich hergestellt aus freilaufenden Rindviechern, trinken ein Gläschen nicht genmanipulierten Champagner aus einer garantiert recycelbaren Magnumflasche und sind mit sich und Ihrer grünen Umwelt so richtig zufrieden. Und dann lesen Sie die neuesten Börsenkurse. Und was sehen Sie, also rein fiktiv mit rein hypothetischen Unternehmeraugen, welche ich Ihnen zwecks der perfekten Unternehmer-Idylle gerade angedichtet habe.

Ihr größter Mitbewerber hat Sie aus dem Stand heraus um Längen überholt. Ihr Börsenkurs zickzackt, während die Aktie Ihres Konkurrenten quasi über Nacht nach oben steilt, sozusagen an Ihnen vorbei schnellt, um sich auf Nimmerwiedersehen von Ihnen und Ihrem Ökotrip zu verabschieden. Was haben Sie falsch gemacht ? Naja, so ad hoc kann ich das jetzt auch nicht sagen. Dazu müsste ich erst einmal wissen, in welcher Branche Sie überhaupt tätig sind.

Wenn Sie sich zum Beispiel der Herzverfettung und der Aufzucht dicker Kinder verschrieben haben, wäre eine 2007 gestartete Kampagne a lá einer bekannten amerikanischen Fast-food-Kette für Sie interessant oder Sie wechseln zwei Jahre später ganz einfach die Farbe Ihres Logos. Statt rot sehen heißt es nun plötzlich grün denken. Erinnert mich an ein schönes Märchen mit dem Titel “Des Königs neue Kleider”, oder war es gar ein Kaiser ? Egal, ich möchte hier weder Vermutungen über Sinn und Zweck der Kampagne anstellen und schon gar keine Unterstellungen betreiben, schließlich kann es gar nicht früh genug mit der Sensibilisierung unserer übergewichtigen Kinder losgehen, aber laut denken wird man doch hoffentlich noch dürfen. Und laut dachte auch der stellvertretende Deutschlandchef der Fastfood-Kette, Holger Beeck, in der “Financial Times Deutschland” als er zum grünen Wertewandel des einstigen roten Logos den unheilschwangeren Halbsatz ”als Bekenntnis zur und Respekt vor der Umwelt” von sich gab (siehe z.B. McDonald’s wechselt von Rot zu Grün). Nun denn, liebe Mit(Cheese)bürger, laßt uns weiterfressen, alles zum Wohle der Natur. Je mehr Cholesterin, desto höher unser Respekt vor der Umwelt. Sagenhaft, sensationell, meinen Respekt, Mister Ronald McDonald.

Wenn Sie als fiktiver Unternehmer allerdings in anderen Kategorien denken und vor allem in anderen Branchen tätig sind, vergießen Sie deshalb keine Krokodilstränen. Bleiben wir doch deshalb gleich beim Fließen, beim Wasser. Heraklit hat den schönen Satz geprägt “Panta rhei”, Sie wissen schon, wer in denselben Fluß steigt, dem werden wieder und wieder neue Wasser zufließen oder so etwas in der Art. Ich rede selbstverständlich leicht daher, da wir in Wien nur unseren Wasserhahn aufdrehen müssen, um feinstes Hochquellwasser auf unsere vom vielen Greenwashen ausgetrockneten Zungen zu träufeln. Was aber, wenn Wasser nicht gleich Wasser ist, zumindest wenn Sie dies Ihren treuen Konsumenten so verkaufen wollen. Und was, wenn Sie als Mineralwasser-Produzent auf dem Trockenen sitzen, das Wasser Ihnen quasi abgegraben wurde. Keine Angst, Sie verdienen immer noch genug, aber etwas mehr als genug könnte es dann doch sein. Dann nehmen Sie sich doch Ihr grünes Herz zur Brust, lesen Sie sich sorgfältig Volvic - alles nur Augenwischerei durch und Sie wissen, was zu tun ist ! Sie werden sehen, die Mineralwasserquellen werden sich in pure Geldquellen verwandeln.

Es gibt noch viele wunderbare Beispiele, wie sich effektives Greenwashing betreiben ließe. Sie fahren zwar Ihr wunderbares Elektroauto, aber wohin mit all den nagelneuen Benzinfressern, welche Sie zum Wohle der Allgemeinheit produzieren. Sie legen Wert darauf, der Welt von Ihren immensen Forschungsausgaben hinsichtlich umweltfreundlicher Elektroautos zu erzählen, wohlwissend, daß der Superflitzer mit Atomstrom betrieben wird, aber dies muß doch nicht gleich jeder wissen. Aber wie das eine bekannt machen, ohne das andere bekennen zu müssen ?  Ja, muß ich als kleiner Blogbetreiber Ihnen als Vorstand eines internationalen Autokonzerns denn wirklich alles vorgeben ? Haben Sie keine eigenen Werbestrategen, welche Ihnen mittels geschickter Werbemaßnahmen unter die reichen Arme greifen ? Sie sind wirklich ein armer Reicher, aber gut, ich will nicht so sein, deshalb sollen Sie als Automobilhersteller nicht hinter dem Mond leben. Wo, wenn nicht in beim Klimagipfel 2009 in Kopenhagen könnten Sie die Öffentlichkeit besser hinters Licht führen. Lassen Sie aber möglichst alles andere im Dunklen. Nicht wer zuletzt geht, macht das Licht aus, sondern der erste auf der Greenwashing-Bühne betätigt den Schalter.

Kennen Sie Hopenhagen ? Nicht Kopenhagen, das war der Klimagipfel 2009 oder zumindest der Gipfel, das Klima steckte leider im Stau ? Nein, Sie haben noch niemals etwas von Hopenhagen gehört ? Das heißt, Sie sind auch nicht Mitglied bei Hopenhagen, Sie haben Ihre Produkte nicht auf der riesengroßen Bühne Hopenhagen präsentiert ? Dann tut es mir wirklich leid, dann kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen ! Wer etwas auf sich hält bzw. in Kopenhagen auf sich gehalten hat, um erfolgreich im Konzert der großen Greenwasher mitzuspielen, vielleicht sogar die erste grüne Geige im Orchester lauter ehrenwerter Super-Multi-Kulti-Pseudo-Öko-Konzerne zu spielen, der musste in Kopenhagen-Hopenhagen-Brokenhagen präsent sein. Beispiele gefällig: Unter Greenwashing Deluxe finden Sie die Haute volée der ehrenwerten grün gestrichenen (Aktien)Gesellschaft. Und wer sich nun wirklich in das Thema Greenwashing einlesen möchte, dem sei hier Ulrich Müller: Greenwash in Zeiten des Klimawandels Wie Unternehmen ihr Image grün färben empfohlen. Und für alle Kinder in uns und ewig jung Gebliebenen, d.h Menschen, die lieber eine Gute-Nacht-Geschichte in Form eines Märchens lesen oder hören möchten, verweise ich auf den Spiegel Online-Artikel Das Märchen vom grünen Riesen.

So, lieber Kurzzeit-Unternehmer, die Zeit des Abschiednehmens ist gekommen. Nein, nicht was Sie nun glauben. Aber ich bin zur Erkenntnis und Einsicht gekommen, daß ich Sie als Greenwashing-Experte vollkommen falsch eingeschätzt, eigentlich überschätzt habe. Ich sehe nun, mein Fehler, muß ich leider zugeben, daß ich mich in Ihnen getäuscht habe. Sie sind mit dem Greenwashing einfach nicht vertraut genug, Sie haben die sechs Greenwashing-Sünden einfach nicht verinnerlicht, Sie sind zum Greenwashing nicht geeignet. Also enthebe ich Sie nun stillschweigend Ihres Unternehmer-Amtes, bedanke mich aber gleichzeitig bei Ihnen und kann Ihnen nur eines mit auf den Weg Ihres kläglichen Scheiterns in Sachen Greenwashing geben.

Angenommen, Sie wären wirklich eine oder einer jener Lobbyisten, EntscheidungsträgerInnen und Mitverantwortlichen im scheinbar ach so grünen Sumpf dieser neuen Generation Rumpelstilzchen im grünen Mäntelchen. Dann würde vielleicht auch irgendwann einmal Ihnen die Nominierung zum Worst EU Lobbying Awards, jenem Negativpreis für das schlimmste irreführende und manipulative Lobbying in Brüssel, nicht erspart bleiben. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, daß die Gewinner und auch alle Plazierten auch noch stolz darauf sind, zu den Gewinnern des Worst EU Lobbying Awards zu gehören.

In diesem Sinne bedanke ich mich bei Ihnen, daß Sie sich so kurzfristig und vor allem so bereitwillig als Unternehmer zur Verfügung gestellt haben, will Sie nun aber nicht weiter mit dieser großen Verantwortung vieler Verantwortungsloser quälen und deshalb wünsche ich Ihnen im Namen all meiner nun bereits schlafender Kopfläuse eine gute Nacht.

24.12.2009

Ecocho: Suchen mit (CO2)-Verstand

Abgelegt unter: Was nirgends reinpasst — Paul Boegle @ 18:37

Eine Kurzmeldung noch zu Weihnachten, bevor ich Sie endgültig für ein paar Tage in Ruhe lasse. Zumindest hätte ich das vor, aber Sie wissen ja, Versprechen sind dazu da, gebrochen zu werden.

Ecocho setzt sich aus ”Eco” und “cho” zusammen. Und wenn wir diese beiden Silben nun in unsere Sprache übersetzen, steht “Eco” für Umwelt und das japanische “cho” bedeutet sinngemäß “super” oder auch “besonders.” Und was soll das Ganze nun bedeuten ?

Ecocho ist eine neue Suchmaschine, welche es sich zum Ziel gesetzt hat, den eigenen CO2-Fußabdruck durch aktive Teilnahme zu vermindern. Ecocho sponsort dabei pro 1000 Suchabfragen, welche über Ecocho getätigt werden, zwei Bäume. Ecocho arbeitet dabei eng mit Yahoo zusammen, d.h. durch Ihre Suchabfragen entstehen Ihnen weder Kosten noch andere Nachteile.

Machen Sie deshalb Ecocho zu Ihrer bevorzugten Suchmaschine und helfen Sie mit, dem Klimawandel und damit der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Wer jetzt neugierig auf aktiven Klimaschutz im tagtäglichen Umgang mit dem Internet geworden ist, mehr Informationen zu Ecocho finden sich auf Was ist Ecocho?. So, dies war jetzt im wahrsten Sinne eine Eilmeldung und viel kürzer geht es nun wirklich nicht. Also, in diesem Sinne wünsche ich Ihnen doch noch ein frohes Fest, obwohl ich dies eigentlich laut meinem Artikel Bio Natur - Der Weihnachtsblog nicht vorhatte.

Aber vor lauter Weihnachten und Geschenke auspacken bitte nicht unsere Umwelt vergessen.

23.12.2009

Bio Natur - Der Weihnachtsblog

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 17:49

Bio Natur - Der Weblog wird kurzfristig zum Weihnachtsblog. Liebe Leser, nicht weil ich das Bedürfnis habe, Ihnen frohe Weihnachten, ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest und all die sonstigen achtlos hingeworfenen und dahergesagten Weihnachtsgrüße zu überbringen, von denen werden Sie mittlerweile schon ganze Schubladen voll zuhause herumliegen haben, natürlich rein metaphorisch geschrieben und gedacht. Obwohl, so ganz quergedacht vielleicht auch wieder nicht, da ich selbst jedes Jahr Unmengen dieser vorgefertigten Liebe-Weihnachtsgrüße-Allgemeinplätze im Briefkasten vorfinde. Unmengen an bedrucktem Papier, Massen von Glückwunschkarten, alle hauptsächlich gefertigt aus Zellulosefasern, sprich aus Bäumen.

Sagen Sie jetzt bitte nicht: “Ja, aber das ist doch alles recyceltes Papier!” Gut, soll so sein, aber was könnte man mit all diesem recycelten Papier anfangen anstatt es für Schubladen voller Frohe-Weihnachten-Allgemeinplätze zu verwenden ? Millionen von Kindern dies- und jenseits der Sahelzone, in Südamerika, Indien und überall dort, wo der 24. Dezember ein Tag wie jeder andere ist, würden sich über jedes Stück Papier freuen. Nicht, um darauf einen hellerleuchteten Weihnachtsbaum zu sehen, nicht um sich mit staunenden Kinderaugen bunte Christbaumkugeln auf all diesen lieblichen und wunderschönen Karten anzuschauen, nicht um sich zu fragen, was wohl in all den schönen Geschenken verpackt ist, welche so verlockend auf all diesen herrlichen Wir-wünschen-ein-besinnliches-Weihnachtsfest-Allgemeinplätzen abgebildet sind.

Ich denke, all jene in diesen Regionen lebenden Kinder, in denen der 24. Dezember ein Tag wie jeder andere ist, würden sich über ein leeres Stück Papier viel lieber freuen. Ein weißes oder von mir aus auch recyceltes Stück Papier, auf denen sie all ihre eigenen Wünsche selbst hinschreiben, selbst aufzeichnen und selbst hinmalen könnten. Wahrscheinlich würden all diese Kinder das Wort Playstation nicht schreiben können. Sicherlich würden all diese Kinder nicht wissen, wie man einen Gameboy zeichnet. Und aller Voraussicht nach würden all diese Kinder in all diesen Regionen, in denen der 24. Dezember ein Tag wie jeder andere ist, nicht einmal wissen, wie man ein iPhone malt.

Ich denke, all diese Kinder würden vor ihrem weißen oder meinetwegen auch recycelten Stück Papier sitzen. Sie würden gemeinsam überlegen, wie man “Brot” schreibt, sie würden miteinander diskutieren, ob alle gebrauchten Schuhe braun sind oder ob es auch andere Farben gibt und sie würden sich fragen, ob es auch Kleidung ohne Löcher gibt. Ein größeres Kind würde mit ungelenkiger Schrift vielleicht sogar “Weihnachten” schreiben und dann würde eines der kleineren Kinder kommen und fragen, was da geschrieben steht. Das größere Kind würde mit gewichtiger Miene dem kleineren Kind erklären, daß das da “Weihnachten” heißt. Und dann würde das kleinere Kind fragen, was denn “Weihnachten” heißt. Das größere Kind würde dann sagen: “Naja, so genau weiß ich das auch nicht. Das ist eben der 24. Dezember. Da bekommen alle Kinder Geschenke und dann sind sie für eine Stunde glücklich.” Das kleinere der beiden Kinder würde das größere mit erstaunten Augen anschauen und fragen: “Was sind Geschenke ?” Darauf würde das größere Kind entgegnen: “Das weiß ich auch nicht. Aber auf alle Fälle machen Geschenke die anderen Kinder für eine Stunde glücklich.” Da würde dann das kleinere Kind ein Weile nachdenken, um schließlich zu fragen: “Was ist glücklich ?”

Das kleinere der beiden Kinder wartet bis heute noch auf eine Antwort.

21.12.2009

FoxP2 und der Klimagipfel 2009

Abgelegt unter: Verkehrte Welt — Paul Boegle @ 02:42

Es war eigentlich nicht verwunderlich, daß der Klimagipfel 2009 in Kopenhagen so kurz vor Weihnachten stattfand. Denn all die Protagonisten des Klimagipfels haben mich doch seltsamerweise an die vielen Menschen erinnert, die sich oftmals in dieser besinnlich unbesinnlichen Zeit vor den bunten, hellerleuchteten und vorweihnachtlich festlich dekorierten Schaufenstern und Auslagen der Schmuckgeschäfte ihre vom Punsch geröteten Nasen plattdrücken. Nicht, daß sich all die Beteiligten des Klimagipfels dem Alkohol hingegeben hätten. Nein, ganz im Gegenteil, so nüchtern habe ich selten Politiker und Experten gesehen, zumindest unter dem Gesichtspunkt, wie all diese Damen und Herren an den Klimawandel herangegangen sind, oder sollte man besser sagen, sie haben ihn geflissentlich umgangen.

Also irgendwie hatte ich das trügerische Gefühl, daß sich all jene Klimaschutz-Beauftragten vor dem riesengroßen Schaufenster mit dem schönen Titel “Klimagipfel 2009 in Kopenhagen” versammelten, sich gemeinsam all die schönen ausgestellten Schmuckstücke wie etwa CO2, globale Erwärmung, Verringerung der Emissionen, 2-Grad-Erwärmung, Treibhausgas und den Hochkaräter Klimaschutz anschauten, lachend mit ihren Fingern auf die Preislisten deuteten, um dann auf amerikanisch und chinesisch zur gemeinsamen Einsicht zu kommen, die Weihnachtseinkäufe 2009 entfallen mittels finanzieller Mittel sowie sprachlicher Barrieren.

Wobei ich jetzt gleich darauf zu sprechen komme, was denn eigentlich FoxP2 und der Klimagipfel 2009 miteinander zu tun haben. Nun, FoxP2 (Abkürzung für Forkhead-Box P2) ist ein Gen, welches für die Entwicklung der menschlichen Sprache von Wissenschaftlern als nicht unwesentlich angesehen wird. Kommunikation wird als eine der herausragenden Fähigkeiten des modernen Menschen angesehen, welche den kleinen, aber vielleicht feinen Unterschied zu anderen Lebewesen ausmacht. Die Wissenschaft erhebt nun nicht gleich jedes Lebewesen, welches rein hypothetisch mit diesem FoxP2-Gen gesegnet (oder verflucht ?) wäre, in den Himmel zukünftiger Sprachgenies (siehe Was uns Mäuse über die Evolution von Sprache verraten). Aber ein Fund, genauer gesagt ein Zungenbein, welches 1983 in der Kebara-Höhle in Israel gefunden wurde, gibt den Anthropologen, Paläoanthropologen und Evolutionsbiologen neue Rätsel auf. War man bisher davon ausgegangen, daß der Kehlkopf des Neandertalers zum Sprechen ungeeignet war, der Kehlkopf lag im Vergleich zum heutigen Menschen z.B. viel zu hoch, half eine DNS-Analyse eines Neandertaler-Skeletts aus einem Fund in der Höhle von El Sidrón in Nordspanien, die These vom sprechenden Neandertaler (Die Sprache des Neandertalers - Sprachgen FOXP2 beim Neandertaler gefunden) zu untermauern.

Es ist bei weitem noch nicht entschieden, sollte dies jemals überhaupt möglich sein, ob der Homo neanderthalensis die Fähigkeit hatte, sich mit seinesgleichen zu unterhalten. Es ist reine Spekulation, ob das gefundene FoxP2-Gen in kausalem Zusammenhang mit der Sprachfähigkeit des Homo sapiens steht. Es bietet aber zumindest Raum für interessante Spekulationen und “Was-wäre-wenn Szenarien”. Stellt sich natürlich nun noch die Frage: Was hat der Klimagipfel und jenes ominöse FoxP2-Gen miteinander zu tun ? Ehrlich gesagt, kann ich diese Frage nicht beantworten. All jene Teilnehmer am Klimagipfel 2009 in Kopenhagen haben von der Evolution ein Zungenbein am richtigen Platz und in der richtigen Höhe mitbekommen (zumindest denke ich dies), allen wurde das FoxP2-Gen mit auf den Weg gegeben (zumindest glaube ich dies), alle werden der Kategorie Homo sapiens zugeordnet (zumindest hoffe ich dies), aber keiner war fähig, sein angeborenes Sprachtalent zu nutzen geschweige denn auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Wir sind stolz darauf, daß wir uns in den letzten 100 000 und mehr Jahren weiterentwickelt haben. Wir haben gelernt, mit dem Feuer umzugehen, was die Neandertaler aber ebenfalls schon beherrschten. Vielleicht wäre es aber trotz all dieser Fähigkeiten entschieden besser gewesen, einen Neandertaler an den Tisch in Kopenhagen zu setzen, möglicherweise hätte dieser mit seinem Zungenbein und  seinem FoxP2-Gen ein anderes Feuer entfacht, anstatt nur damit zu spielen, wie es all diese Damen und Herren kurz vor Weihnachten 2009 getan haben. Die Neandertaler sind bereits seit langer Zeit von diesem Planeten verschwunden, haben sich im Nebel der langen und trotzdem so kurzen Geschichte der Menschheit aufgelöst, sind nur ein winzig kleiner Teil einer spannenden Geschichte.          

Der Klimagipfel 2009 ist ebenfalls Geschichte, eine unrühmliche Geschichte. Und das Thema, um welches es eigentlich bei all diesen endlos langen und unendlich belanglosen Debatten ging ? Sie wissen schon, Thema war unsere Erde, unser Planet, unsere Welt. Die ist praktisch auch Geschichte, sozusagen Weltgeschichte. Vielleicht sollten wir nun, da keine Neandertaler mehr mit dem Feuer spielen, darüber nachdenken, die Eisbären zum Abschuß freizugeben, der Zeitpunkt wäre günstig. Denn mit solch einem dicken Fell an so einem schönen warmen Nordpol, so ganz ohne Nahrung, so völlig ohne Lebensraum. Wollen wir das als bekennende Tierschützer überhaupt ? Können wir diese Tierquälerei überhaupt verantworten ? Schaffen wir doch lieber neuen Lebensraum, so ein kleiner Sandstrand mit Poolbar und Sonnenschirmen rund um den nördlichsten Punkt der Erde, das hätte schon seinen Reiz. Und ohne Eisbären wäre das Ganze touristisch auch wesentlich sicherer, die Eisbärfelle könnten wir ja auf die Sonnenliegen legen, um unsere fetten, CO2-ausstossenden Hinterteile darauf zu reiben. Und wenn wir mit der Arktis fertig sind, laden wir die Kaiserpinguine vom Südpol auf einen Longdrink ein.

Wie heißt es so schön: “Man soll das Fell des Bären nicht teilen, bevor man ihn erlegt hat !” Der Neandertaler ist seinen Weg gegangen, aber wir folgen ihm unaufhaltsam.

18.12.2009

Macht Ruhe unruhig ?

Abgelegt unter: Bezahlte Rezensionen — Paul Boegle @ 20:41

Blog Marketing Dies ist ein durch hallimash vermittelter, honorierter Eintrag

Welche Ansprüche stellen Urlaubsreisende unserer heutigen Gesellschaft an ihr gewähltes Domizil ? Welche Forderungen müssen erfüllt werden, um sagen zu können: “Ja, dieser Urlaub hat sich gelohnt ?” Heißt Abschalten vom Alltag nur Abschalten des Handys ? Sind wir durch die permanente Reizüberflutung, welche uns tagtäglich einholt und überholt, für Erholung unempfänglich oder sogar schon resistent geworden ? Verbinden wir mit Höhenluft nur noch unser Streben nach beruflichem Aufstieg auf der sogenannten Karriereleiter ?

Das Interalpen-Hotel Tyrol stellt sich deshalb selbst die Frage: Das Interalpen-Hotel Tyrol, ein Hotel in perfekter Lage ?

Menschen haben die unterschiedlichsten Ansprüche. Manche wollen im Urlaub viel erleben, andere wollen nächtelang tanzen und sich amüsieren, wieder andere haben das Bedürfnis nach Kultur, wollen fremde Städte erkunden und unbekannte Länder erforschen. Und dann gibt es noch diejenigen, welche sich dafür entscheiden, innere Ruhe zu finden, sich ohne Hektik und Stress verwöhnen zu lassen, die Seele bei einem guten Buch baumeln zu lassen.

Und für diese Erholungssuchenden ist das Interalpen-Hotel Tyrol in Telfs-Buchen/Seefeld unweit von Innsbruck gedacht. Die Alpen entstanden vor etwa 135 Millionen Jahren, das Interalpen-Hotel Tyrol feiert im Jahre 2010 sein 25-jähriges Bestehen. Feiern Sie mit beim Lifestyle-Event “Schicke Schale & Starker Kern” Ende Mai, lassen Sie die kleine Kugel beim Interalpen-Golf Trophy vom 14.-17.07.2010 über die verschiedenen Greens rollen oder machen Sie eine Zeitreise beim Oldtimertreffen, den Interalpen Classic Car Days vom 02.-05.09.2010.

Wer sich allerdings nach Natur pur sehnt und abseits der ausgetretenen Pfade wandeln möchte, dem bieten die Alpen, gleich vor der Haustüre sozusagen, zu jeder Jahreszeit beste und vielfältige Möglichkeiten, sportliche Aktivitäten mit gesunder Höhenluft auf dem Seefelder Hochplateau zu verbinden.

Aktiv den Winter erleben können Sie auf vielerlei Arten. Fahren Sie per Shuttle ins nahegelegene Ötztal, in die Axamer Lizum oder in das Skigebiet rund um Seefeld. Lernen Sie das Seefelder Hochplateau aus der Sicht des Langläufers kennen, erwandern Sie die winterliche Landschaft mit Schneeschuhen oder unternehmen Sie eine nächtliche Fackelwanderung in der verschneiten Bergwelt mit Ihrer Familie. Romantiker lassen sich mit dem Pferdeschlitten in die winterliche Landschaft entführen, Wagemutige machen Rodelausflüge und wer Lust an neuen Sportarten hat, wird mit Freunden beim Eisstockschießen seinen Spaß haben.

Wer sich jedoch nicht für Minusgrade, Schneeflocken und warme Kleidung begeistern kann, der ist gut beraten, die Philosophie des Hotelgründers “Von allem etwas mehr” in den warmen Monaten des Jahres in der Tiroler Bergwelt auf 1300 Meter Seehöhe selbst zu erleben. Individualurlauber lernen die grüne Bergwelt bei Nordic Walking, ausgedehnten Rad- oder Mountainbike-Touren und Wanderungen in der kristallklaren Luft kennen. Wer sich jedoch lieber auf kompetente Unterstützung und Hilfestellung in Bezug auf Gesundheit und Fitness verläßt, ein Team aus Sporttherapeuten und erfahrenen Experten erwartet Ihre Wünsche im hauseigenen Spa. Und wer ganz einfach nur auf der faulen Haut liegen möchte und die Begriffe Beauty, Relaxen, Verwöhnen und Massage mit Wohlfühl-Urlaub verbindet, wird seinen Aufenthalt im 5-Sterne-Hotel Interalpen-Hotel Tyrol verlängern wollen.

Ich selbst habe bereits vor einigen Monaten einen Artikel mit dem Titel Beschleunigte Entschleunigung auf meinem Weblog verfasst, vielleicht als unbewusste Vorwegnahme, wie heutzutage der moderne Homo sapiens seine knapp bemessene Freizeit und die sehr begrenzte Ressource namens Urlaub gestalten kann, ich sage nicht muß. Aber wer sich auf der Suche nach Erholung, Entspannung und innerer Ruhe sowie Einkehr auch einmal von nahegelegenen Reisezielen leiten lassen möchte, dem möchte ich auch einmal unser schönes, kleines und immer noch sehr beschauliches und vor allem ruhiges Land Österreich nahegebracht haben und dementsprechend auch Werbung dafür machen.

Wer nun auf das Interalpen-Hotel Tyrol neugierig geworden ist, den verweise ich auf die Seite Prospektbestellung, auf welcher Sie sich aktuelle Angebote und Informationen zusenden lassen können. Und für die ganz Neugierigen unter Ihnen: Auf Reservierungsanfrage können Sie sich ein individuelles Angebot für Ihren Traumurlaub unterbreiten lassen. Und damit Sie wissen, wo Sie möglicherweise Ihren nächsten Urlaub verbringen werden, egal ob per Flugzeug (Innsbruck), per Bahn oder mit dem eigenen Auto, der Routenplaner führt Sie schnell und unkompliziert in unsere Tiroler Alpen.       

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